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Archive for the ‘Wissenschaft’ Category


Noch wächst sie langsam in Rußland, die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen. Stand heute 6.00 Uhr zählt man gerade erst 63, von denen drei schon wieder genesen sind, aber Oberstadtdirektor Andrej Schochin handelt sicher vom Standpunkt der Epidemiologen richtig, wenn er per Verfügung ähnlich verfährt wie die Region Moskau und einige andere Gouvernements und erste Schritte unternimmt, um das öffentliche Leben einzuschränken.

Ikonenmaler Andrej Rubljow mit Mundschutz auf dem Kathedralenplatz von Wladimir, montiert von Zebra-TV

Zu den ersten prophylaktischen Maßnahmen gehört, daß ab heute die Warnstufe „erhöhte Alarmbereitschaft“ für die Partnerstadt – wenngleich noch nicht für die Region – ausgerufen wurde. Dazu gehört die Möglichkeit für Eltern, ihre Kinder ab sofort nicht mehr in die Schule, Betreuungseinrichtungen oder Sportstätten zu schicken. Wie sich das entwickelt, wird man sehen. Vielleicht wäre es doch besser, diese schwierige Entscheidung nicht den Eltern zu überlassen. Aber es ist ja auch nur ein erster Schritt in einer Stadt und Region wo bisher kein einziger Infektionsfall gemeldet wird. Jedenfalls hat das Schulamt bereits die Anweisung, alle Möglichkeiten zu schaffen, um auf Fernunterricht umzuschalten.

Darüber hinaus verfügt Wladimirs City-Manager alle Arbeitgeber, niemanden an den Arbeitsplatz zu lassen, der unter Quarantäne steht. Die Betriebe und Firmen sind überdies verpflichtet, die Behörden über Kontaktpersonen zu unterrichten, mit denen eine infizierte Person zusammentraf. Und: Wer zur Arbeit geht, muß dort täglich Fieber messen. Wer erhöhte Temperatur hat, ist verpflichtet, sich sofort nach Hause und dort in eine zweiwöchige Quarantäne zu begeben.

Als nächster Schritt sind Einschränkungen bei den Massenveranstaltungen geplant. Wladimir tut gut daran, hat man doch noch einen entscheidenden zeitlichen Vorsprung bei all den Maßnahmen. Es möge gelingen! Wladimir bleibe gesund!

P.S.: Ab sofort stellt auch die Staatliche Universität Wladimir, einer Empfehlung des Bildungsministeriums folgend, den Lehrbetrieb um auf Fernstudium.

P.P.S.: Soeben, um 10.30 Uhr, wird gemeldet, 136 Personen befänden sich in der Region Wladimir in Quarantäne. Am Freitag waren es noch 80 Verdachtsfälle. Hinzugekommen sind ja nun wohl auch die fünf Austauschstudentinnen, die gestern zurückkehrten.

Aktualisierung um 14.00 Uhr: Die russischen Behörden zählen nun bereits 93 positiv auf den Corona-Virus getestete Personen, 30 mehr als noch heute morgen…

 

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Man sieht es den fünf Lehramtsstudentinnen von der Staatlichen Universität Wladimir fast schon an, auch wenn sie sich den Schock nicht anmerken lassen wollen. Am Dienstag in Erlangen voll Vorfreude auf drei Wochen am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde eingetroffen, in gastfreundlichen Familien untergebracht, gerade erst in den verschiedenen Klassen, Kursen und Fächern mit den deutschen Gleichaltrigen warmgeworden – und dann die Nachricht gleich vor dem Unterrichtsbeginn und noch vor der großen Pressekonferenz in München zum Thema „Corona-Virus und seine Folgen“: Ab Montag bleiben alle Bildungseinrichtungen geschlossen, das öffentliche Leben wird so weit wie möglich heruntergefahren.

Dozentin Swetlana Steinbusch und ihre Wladimirer Studentinnen

Es dauerte dann doch einige Stunden, bis sich die Gäste vom Schreck erholt und eine Entscheidung getroffen hatten. Zunächst freuten sich einige noch auf die bevorstehende Möglichkeit, die viele freie Zeit auf eigene Faust zu nutzen, andere wollten sofort die Rückreise antreten. Schließlich setzte sich am Freitagabend die Vernunft durch: Umbuchen und heute den vorerst letzten Flug der Aeroflot von München nach Moskau nehmen, denn ab morgen heben die Maschinen nur noch in Berlin mit Richtung russische Hauptstadt ab. In Wladimir erwartet die Gruppe – nach Fiebermessen am Flughafen – dann eine zweiwöchige Quarantäne. Mit ihnen reist unsere Hoffnung, die Zahl der positiv auf den neuartigen Corona-Virus getesteten Infizierten – derzeit landesweit 59 – möge mit den Heimkehrerinnen nicht weiter steigen und Wladimir bleibe weiter verschont von der Pandemie. Und dann – sie sind ja noch jung – kann der Besuch in Erlangen sicher eines Tages in voller Länge nachgeholt werden. Gute Reise und gesund bleiben!

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Findet jetzt zusammen, was zusammengehört? Wenn es nach Oxana Löscher, in der Nachfolge von Heinz Römermann am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) für den Austausch mit der Staatlichen Universität Wladimir zuständig, und Jutta Schnabel, ehrenamtliche Koordinatorin der interkonfessionellen Jugendbegegnungen zwischen den Partnerstädten, gehen sollte, könnte das schon zu Ostern gelingen, wenn sich die nächste Gruppe aus Erlangen wieder auf den Weg zum Goldenen Ring macht. So gestern abend bei einem Vorbereitungstreffen mit angehenden Russischdolmetscherinnen und dem Orga-Team um Jutta Schnabel vom Förderverein Nadjeschda besprochen, das im Februar zu den russischen Partnern reist, um Inhalt und Programm der Osterfahrt abzustimmen. Eine Reise übrigens mit Bildungsanspruch, wie Jutta Schnabel betont, denn man besuche nicht einfach nur Wladimir und andere, von dort aus erreichbare Städte, sondern wolle auch über konkrete Projektzusammenarbeit – etwa im kirchlichen und sozialen Bereich – Land und Leute von innen heraus kennenlernen. Ideal also für alle jungen Leute, die Erlangens Partnerstadt nicht nur touristisch erleben wollen. Anmeldungen zu der Reise sind noch bis Ende des Monats möglich unter: https://is.gd/HXMk8E

Oxana Löscher (2. v.l.) und Jutta Schnabel (6. v.l.) mit der Jugendgruppe im Henry’s Pub

Ein vielversprechender Auftakt also für den Austausch mit Wladimir, der da gestern in den Jugendräumen von St. Heinrich stattfand, zumal auch Möglichkeiten für die Russische Abteilung am IFA besprochen wurden, sich intensiver an der Städtepartnerschaft zu beteiligen und verstärkt die Gelegenheiten zu nutzen, in diesem Rahmen den jungen Leuten auch Praktika anzubieten. Da geht also bestimmt etwas zusammen, wo bisher je eigene Wege beschritten wurden. Gut so!

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Zum ersten Mal besuchte ich Erlangen im Sommer 2006. Damals war ich Hörerin der Deutschkurse am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses in Wladimir und nahm an einer Reise nach Erlangen unter Leitung meiner Lehrerin, Marina Gajlit, und Irina Chasowa, der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, teil. Wir besuchten damals einen zweiwöchigen Sprachkurs an der Volkshochschule und waren in Familien untergebracht, ich bei der überaus gastfreundlichen Silvia Singer-Fischer in Baiersdorf.

Silvia Singer-Fischer und Maria Wedenejewa, 2006

Neben dem Kurs erlebten wir ein großartiges Kulturprogramm mit Ausflügen nach Nürnberg und Bamberg, einer Führung durch Erlangen, dem Besuch der Firma Siemens sowie des Theaterstücks „Mutter Courage und ihre Kinder“ und vieles mehr. Am Ende gab es eine Stadtrallye mit einer ganzen Liste von Fragen über Erlangen, seine Sehenswürdigkeiten und bedeutungsvollen Orte. Wir mußten entweder selbständig auf diese Fragen antworten oder Einheimische um Rat fragen.

Wiedersehen mit der Volkshochschule für Maria Wedenejewa, Dezember 2019

Für mich war das eine gute Erfahrung und eine ausgezeichnete Sprachpraxis. Just da kam in mir der Wunsch auf, noch einmal nach Erlangen zurückzukehren. Und nun habe ich es 2019 – dreizehn Jahre später – doch geschafft, wieder nach Erlangen zu kommen, allerdings in einer anderen Funktion, nämlich als leitende Mitarbeiterin des Büros für Internationale Zusammenarbeit an der Staatlichen Universität Wladimir.

Maria Wedenejewa und die internationale Delegation an der FAU

Vom 2. bis 6. Dezember besuchte ich die Friedrich-Alexander-Universität im Rahmen des europäischen Programms Erasmus +, um an einem Personaltraining zum Thema „Herausforderungen der Digitalisierung“ teilzunehmen. Eingeladen waren auch Fachleute von Universitäten aus Sankt Petersburg, der Tschechischen Republik, Serbien, Estland, Portugal, Kuba, Bosnien-Herzegowina, Ägypten, Israel, Jordanien, Tunesien, Südafrika sowie aus der Ukraine und dem Iran. Man hatte ein straffes Programm für uns vorbereitet, das nicht nur Vorträge, Präsentationen und Seminare beinhaltete, sondern auch Ausflüge nach Nürnberg und Fürth, eine Stadtführung durch Erlangen und andere Veranstaltungen vorsah.

Maria Wedenejewa im Seminar

Die Vorträge und Seminare widmeten sich den Fragen der Digitalisierung in der Bildung, dem Online-Studium. Man machte uns mit innovativen Programmen der digitalen Transformation vertraut, wie sie bereits an der FAU Anwendung finden, und demonstrierte uns Beispiele des Online-Studiums an verschiedenen Fakultäten sowie des Internationalen E-Examens, aber auch die Möglichkeiten des Multimedia-Zentrums. Ihre Erfahrungen in diesem Bereich teilten mit uns darüber hinaus die Hochschule für Wirtschaft in Prag, die Universität von Porto oder die Schule für Wissenschaft und Technik in Sarajewo.

Maria Wedenejewa und Bianca Köndgen

Außerdem nahm ich an der Internationalen Börse für Pädagogische Bildung teil, die am 3. Dezember in Nürnberg stattfand, und wo ich die Staatliche Universität Wladimir präsentierte.

Maria Wedenejewa

Die Führungen durch Erlangen, Nürnberg und Fürth sowie der Besuch des Weihnachtskonzerts des Symphonieorchesters Nürnberg gaben mir nicht nur Gelegenheit, Geschichte, Architektur und Kultur von deutschen Städten kennenzulernen, sondern auch in die festliche Adventsatmosphäre einzutauchen und die Weihnachtsstimmung mitzuerleben.

Maria Wedenejewa

Insgesamt betrachte ich meinen Besuch in Erlangen im Dezember 2019 als ausgesprochen nützlich. Neben den neuen Bekanntschaften, neuen Kontakten und dem Erfahrungsaustausch stehen gute Laune und schlicht und einfach Sprachpraxis. Und jetzt hoffe ich, ein weiteres Mal nach Erlangen kommen zu können.

Maria Wedenejewa im Jahr 2006

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die hervorragende Organisation unseres Aufenthalts. Danken möchte ich insbesondere allen, die meinen Besuch der FAU Erlangen-Nürnberg möglich machten, insbesondere der Koordinatorin des Programms Erasmus +, Bianca Köndgen, dem Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, und der Leiterin des Büros für Internationale Zusammenarbeit an der Staatlichen Universität Wladimir, Nadeschda Troschina.

Maria Wedenejewa

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Seit dem Herbst hat das für die Städtepartnerschaften und Internationalen Beziehungen zuständige Team Verstärkung aus Wladimir. Mehr noch: Die junge Frau verlängert ihren zunächst auf ein Semester begrenzten Aufenthalt bis zum kommenden Sommer. Doch lesen Sie selbst:

Ich heiße Polina Timofejewa und studiere im achten Semester an der Staatlichen Universität Wladimir. Dank meinen Studienerfolgen in diesem Jahr erhielt ich die einmalige Chance, eine Praktikum im Bürgermeister- und Presseamt, Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, zu absolvieren.

Polina Timofejewa

Kurz zur Vorgeschichte: Seit meiner Kindheit mag ich Fremdsprachen. Ich besuchte ein neusprachliches Gymnasium, ging ans Amerikanische Haus in Wladimir… Nach der Schule entschied ich mich dafür, weiter Sprachen an der Universität zu studieren und meine Zukunft an sie zu knüpfen. Obwohl ich in der Schule Französisch hatte, wählte ich bei meiner Immatrikulation Deutsch als erste Fremdsprache. Ich hatte meine Gründe dafür und brauchte meine Entscheidung noch kein einziges Mal zu bedauern.

Ich könnte nicht sagen, das Studium einer neuen Sprache habe mir große Schwierigkeiten bereitet. Dazu trugen sehr meine Englischkenntnisse und wahrscheinlich die unglaublich sensiblen und erfahrenen Dozenten bei, die uns Tag für Tag motivierten und uns eine feste sprachliche Grundlage beibrachten.

Allerdings hätte ich mir bei der Wahl von Deutsch als mein Hauptfach nicht vorstellen können, einige Jahre später in einem Rathaus in Deutschland zu sitzen und einen Artikel über meine Erfahrung zu schreiben. Solche Möglichkeiten bieten sich nicht jedem, und ich bin unendlich glücklich und meinen Dozenten und Peter Steger dankbar für diese Gelegenheit.

Eine meiner Aufgaben ist es hier, im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, die Zusammenarbeit der Partnerstädte Erlangen und Wladimir zu unterstützen. Während meines Praktikums konnte ich bereits an einigen Veranstaltungen teilnehmen und beispielsweise helfen, den Empfang für einen Kriegsveteranen oder die Auftritte einer Rockband aus Wladimir zu begleiten.

Außerdem beteilige ich mich an der Herausgabe eines Buches mit Erinnerungen von „Kriegskindern“. Ich übersetze die erlebten Geschichten von Menschen, die am eigenen Leib all die Beschwernisse des Krieges durchmachten. Ich hoffe, damit meinen noch so kleinen Beitrag zum globalen Problem, der Schaffung des Friedens auf der ganzen Welt, leisten zu können.

Mein Praktikum im Erlanger Rathaus absolviere ich neben meinem Studium an der Friedrich-Alexander Universität, das sicher auch zu den Hauptzielen meines Aufenthaltes hier gehört. Das Studium in Deutschland unterscheidet sich etwas von dem an russischen Universitäten. Hier ist mehr Selbständigkeit und Aufmerksamkeit gegenüber den Details gefordert.

Die Erfahrungen, die ich hier sammle, können in ihrem Wert gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich lerne jede Menge Leute kennen, angefangen bei Studenten aus den unterschiedlichsten Ländern bis zum Oberbürgermeister von Erlangen. Außerdem konnte ich meine Kenntnisse im Deutschen und Englischen verbessern, verschiedene Städte und Länder bereisen, neue Freunde finden, viel Neues über die deutsche Kultur erfahren, Bratwurst und Sauerkraut probieren, das Oktoberfest besuchen, wo mich faszinierte, wie die Deutschen in Tracht auf den Tischen tanzen. Ich trank Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und erhielt vom Nikolaus ein Geschenk, das er mir in die Stiefel steckte…

Abschließend möchte ich betonen, wie sehr ich mich über die positiven Gefühle und die Erfahrungen freue. Und ich kann die neuen Eindrücke dieses wunderbaren Programms gar nicht erwarten!

Polina Timofejewa

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Wenn sich später einmal jemand mit der Historie dieser deutsch-russischen Städtepartnerschaft beschäftigen sollte, wird das Projekt von Jewgenij Arinin, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie und Religionswissenschaften an der Staatlichen Universität Wladimir, sicher besondere Aufmerksamkeit erfahren. Seit gut 15 Jahren nämlich kooperiert der Gelehrte schon mit dem Lehrstuhl für Religions- und Missionswissenschaften an der FAU, und seit Anfang 2018 untersucht er, interdisziplinär unterstützt von Natalia Markowa, Dekanin des Instituts für Geisteswissenschaften, Irina Pogodina, Leiterin des Lehrstuhls für Finanzrecht, und dem Soziologen Dmitrij Petrosjan, den Komplex „Philosophie und Religionskunde als globales Projekt: die deutsche und russische Jugend im Religionsdialog“, ein Vorhaben, das die Russische Stiftung für Grundlagenforschung in Moskau fördert. Im Fokus dabei – die Frage, wie sich im Laufe des Austausches und der Begegnungen die sozialen und religiösen Werte von Jugendlichen aus den Partnerstädten entwickeln und verändern. Diese Woche schloß das Team nun die Forschungsarbeiten in Erlangen ab; im März will man die Fortsetzung des Projekts beantragen. Durchaus mit der Aussicht auf Erfolg, denn längst ist die Untersuchung über den engen Rahmen der Städtepartnerschaft hinausgewachsen: von Astrachan bis Archangelsk und von Ulan-Ude bis Moskau erhebt man Daten, und die Befragung von Jugendlichen soll im nächsten Jahr noch weiter intensiviert werden, möglichst auch unter Einbeziehung der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

Elisabeth Preuß, Witalij Galkin, Natalia Markowa, Irina Pogodina, Jewgenij Arinin und Dmitrij Petrosjan

Dmitrij Petrosjan äußerte denn auch beim Empfang am Mittwoch im Rathaus gegenüber Bürgermeisterin Elisabeth Preuß die Hoffnung, die Datenbasis im nächsten Schritt zu erweitern, denn sogar innerhalb der russischen Städte gebe es große Unterschiede bei der Rolle von religiösen Werten. Archangelsk sei sehr stark säkular geprägt, erläutert Jewgenij Arinin, während Wladimir als eher rechtgläubig orientiert gelte, Kasan stärker in Richtung Islam ausgerichtet und Ulan-Ude vom Buddhismus bestimmt sei. Eine Kurzfassung der Ergebnisse präsentierte der Blog bereits Anfang des Monats unter: https://is.gd/zPbFN3, seit gestern liegt der Redaktion auch die umfangreiche Gesamtuntersuchung – auf Russisch – vor, die allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden kann.

Morgen reisen nach getaner Arbeit die Gäste wieder nach Hause zurück und schließen für dieses Jahr den Besucherreigen aus der Partnerstadt mit den besten Wünschen von Elisabeth Preuß für die nächste Etappe des Projekts, das in der Historie der Zusammenarbeit zwischen Erlangen und Wladimir schon jetzt eine Ausnahmestellung einnimmt.

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Eindrücke über meinen Aufenthalt an der FAU

Als Dozentin an der Staatlichen Universität Wladimir besuchte ich im Rahmen des Programms „ERASMUS + Staff Mobility for Teaching“ vom 11. bis 15. November 2019 die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Mein Aufenthalt diente der Vertiefung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und dem Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen unseren Hochschulen.

Ich besuchte die Universitätsstandorte in Erlangen und Nürnberg. Erlangen ist eine kleine und gemütliche Stadt. Beeindruckt haben mich die kleinen Bürgerhäuser, die wunderbaren Parkanlagen und die vielen einladenden Restaurants und Cafés. Alles wirkte ruhig und aufgeräumt. Auf dem Marktplatz wurden schon Vorbereitungen für die Weihnachtszeit getroffen; die Stimmung ist teilweise feierlich und voller Vorfreude. Die Lehrkräfte der Universität waren alle sehr freundlich, höflich und hilfsbereit.

Evelina Winter und Olga Kossowan

Ich wurde vom Städtepartnerschaftsbeauftragten der Stadt Erlangen, Peter Steger, sowie von der ERASMUS-Hochschulkoordinatorin an der FAU, Bianca Köndgen, und Evelina Winter, Mitarbeiterin des Lehrstuhls Didaktik des Deutschen als Zweitsprache, herzlich begrüßt. An der Universität war eine sehr interessante Ausstellung zum Thema „Fernweh“ zu sehen.

Nürnberg machte auf mich den Eindruck einer schönen und lebhaft pulsierenden Stadt. Die Atmosphäre im Stadtzentrum war beinahe feierlich zu nennen: strahlende Kaufhäuser und lebhafte Cafés, gut gelaunte Menschen, Glockengeläut auf dem Hauptmarkt.

Im Mittelpunkt meines Aufenthalts stand aber das Kennenlernen des Lehrstuhls Didaktik des Deutschen als Zweitsprache und seiner Lehrstuhlinhaberin, Prof. Dr. Magdalena Michalak. Ich hatte Gelegenheit, an ihrem Seminar zum Thema „Sprache im Fachunterricht“ sowie an ihrer Vorlesung mit der Bezeichnung „Erwerb des Deutschen als Zweitsprache“ teilzunehmen. Dargestellt wurden u.a. Lehrstrategien und didaktische Ansätze für die zukünftigen Lehrkräfte. Beide Veranstaltungen waren äußerst interessant und bereichernd, auch wegen der vielfältigen Erfahrungen und Kreativität.

Olga Kossowan

Ich selber hielt einen Vortrag zum Thema „Language Awareness – Welche sprachlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen dem Russischen und dem Deutschen?“ Die Studenten hörten aufmerksam zu und beteiligten sich aktiv. Sie waren besonders interessiert zu erfahren, wie in Wladimir Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird.

Insgesamt war der Besuch für mich in jedweder Hinsicht ein Gewinn. Der fachliche Erfahrungsaustausch war sehr angenehm, und zugleich haben die beiden mittelfränkischen Städte viel Kultur, Lebensart und neue Eindrücke geboten.

Frau Winter hat mir im Rahmen einer interessanten Stadtführung durch Nürnberg das größte Felsenkellerlabyrinth Süddeutschlands gezeigt. Der Weg führte zum Dürerkeller, der den Einwohnern Nürnbergs im 2. Weltkrieg als Luftschutzbunker gedient hatte. Dieser Besuch vermittelte Eindrücke von der Geologie des Nürnberger Burgberges sowie von der Herstellung und Lagerung von Bier. Abgeschlossen wurde dieser Rundgang bei einem Besuch der Nürnberger Hausbrauerei Altstadthof, die ein gutes Rotbier braut und seit einigen Jahren auch Whisky herstellt.

Olga Kossowan

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die zur Ermöglichung und zum Gelingen meines Besuches an der FAU im Rahmen des ERASMUS+ Programmes beigetragen haben. Insbesondere gebührt mein Dank Magdalena Michalak, Evelina Winter, Bianca Köndgen und Peter Steger.

Olga Kossowan

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