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Archive for the ‘Wissenschaft’ Category


Um das allenthalben unterschätzte Berufsbild der Pflegekräfte in der Medizin aufzuwerten, veranstaltet das Gesundheitswesen der Russischen Föderation landesweit in verschiedenen Kategorien Wettbewerbe für die besten Fachleute, die nur allzu oft unbemerkt im Hintergrund bleiben und den Ärzten die Bühne überlassen. Dabei ist doch deren Arbeit nicht nur näher am Patienten, sondern schafft auch die Voraussetzung für eine gelungene Therapie und Rehabilitation. In der Nomination „Für Berufstreue“ belegte nun Tamara Skworzowa, Oberschwester am Psychiatrischen Krankenhaus Nr. 1 in der Partnerstadt, mit ihrer Arbeit über das Projekt „Lichtblick“ den ersten Platz der Region Wladimir.

Natalia Tarakanowa, Jürgen Ganzmann und Tamara Skworzowa

Die Krankenschwester mit reicher Austauscherfahrung legte ihrer Analyse die Zusammenarbeit mit Erlangen seit dem Jahr 2000 zugrunde und reichte das Papier mittlerweile beim Gesundheitsministerium in Moskau ein. Gut möglich, daß dank Tamara Skworzowa im Herbst, wenn die Jury ihre Entscheidung fällt, das Partnerschaftsprojekt, erdacht und koordiniert von Jürgen Ganzmann, auch die verdiente überregionale Anerkennung genießen darf. Zu gönnen wäre es allen Beteiligten.

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Christina Mawson und Anna Mawson vom International Office ihrer University of Staffordshire in Stoke-on-Trent sind schon darauf vorbereitet: Nach spätestens zwanzig Minuten kommt das Gespräch auf das „B-Thema“, den Brexit, und Ljubow Naumowa, Leiterin der Internationalen Abteilung der Universität Wladimir, sieht sich nach etwa der gleichen Zeit Fragen zur politischen Lage ihres Landes ausgesetzt. Entgegensetzen können dem alle drei nur ein „Gemeinsam sind wir stärker“, das Motto im Wappen von Stoke-on-Trent: vis unita fortior. So, wie es in der Wissenschaft von allem Anfang war und auch bleiben möge.

Christina Dover, Anna Mawson und Ljubow Naumowa

Daran ist auch der Friedrich-Alexander-Universität gelegen, deren International Office Gäste von Universitäten aus Ost und West, von der Ukraine bis nach Portugal, für eine Woche einlud, um mit ihnen eine Vertiefung des Austausches zu besprechen, Möglichkeiten der Finanzierung der wissenschaftlichen Begegnungen vorzustellen und einander Einblick in die unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort zu geben. Eine willkommene Gelegenheit auch für das englisch-russische Trio, sich für neue Initiativen im Hochschulaustausch inspirieren zu lassen, zumal sich in den zurückliegenden Tagen gerade für Stoke-on-Trent und Wladimir tatsächlich neue Türen öffneten, durch die Erlangen bald noch mehr wissenschaftlichen Besuch aus den beiden Partnerstädten wird eintreten sehen.

Ljubow Naumowa

Wenn heute die Seminarwoche endet, haben die drei Gäste, die alle zum ersten Mal in Erlangen waren und heute beziehungsweise morgen wieder abreisen, aber nicht nur die große Welt der fränkisch-internationalen Wissenschaft erkundet, sondern konnten – wie gestern bei der Eröffnung der Bergkirchweih auch in das Lokalkolorit eintauchen. Und das verbindet ja auch, getreu dem Motto: vis unita fortior.

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Vom 23. bis 29. April hielten sich wieder einmal Wissenschaftler von der Universität Wladimir in Erlangen auf: Jewgenij Arinin, Leiter des Lehrstuhls für Philosophie und Religionswissenschaften, Natalia Markowa, stellvertretende Leiterin des Instituts für Geisteswissenschaften, und Irina Pogodina, Leiterin des Lehrstuhls für Finanzrecht. Ziel des Besuches war die Absprache einiger Fragen zum Komplex „Philosophie Religionskunde als globales Projekt: die deutsche und russische Jugend im Religionsdialog“, ein Vorhaben, das die Russische Stiftung für Grundlagenforschung in Moskau für die Jahre 2018 bis 2020 fördert. Das Projekt begann vor etwa zehn Jahren als Initiative der katholischen und orthodoxen Gemeinden von Wladimir und Erlangen, dem sich die Wladimirer Universität anschloß.

Irina Pogodina, Karl Christian Felmy, Jewgenij Arinin und Natalia Markowa

Das neue Projekt nimmt die religionswissenschaftliche Analyse der Ergebnisse einer soziologischen Befragung von Jugendlichen in den Blick, die am internationalen Austausch zwischen den Partnerstädten teilgenommen haben. Dabei steht die Klärung von drei wesentlichen Aufgaben im Vordergrund: weitere soziologische Forschungen zur Jugend, die am Austauschprogramm zwischen Wladimir und Erlangen teilnimmt; die philosophische Analyse des Terminus „Beobachter erster Ordnung“, sprich der Teilnehmer am internationalen Austausch, und des Begriffs „Beobachter zweiter Ordnung“, also der Wissenschaftler, verantwortlich für die Fixierung der Veränderungsprozesse der kulturellen und religiösen Identität der Jugend als Ausdruck grundlegender Tendenzen im lokalen wie globalen Maßstab; Analyse der Dialogpraxis bei der Interaktion von deutschen und russischen Jugendlichen, wo neue Bedeutungen und Inhalte allgemein verwendeter Begriffe entstehen und die Vorstellungen vom „Eigenen“ und „Anderen“ neue Formen annehmen.

Einige Details des Projekts standen im Mittelpunkt von Treffen mit Jutta Schnabel, Organisatorin des Jugendaustausches, Andreas Nehring, Leiter des Lehrstuhls für Religions- und Missionswissenschaft an der FAU, Prof. em. Karl Christian Felmy (Diakon Wassilij), und Renate Winzen, die seit vielen Jahren die wissenschaftlichen Kontakte zwischen den Partnerstädten begleitet. Die Hauptarbeit bestand allerdings im Studium von Literatur in der Universitätsbibliothek, und ein Tag war dem Besuch von Bamberg mit all seinen Sehenswürdigkeiten und großartigen Museen vorbehalten.

Jewgenij Arinin

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Es gibt ungezählte Menschen in Wladimir, bei denen man sich nicht zu Gast, sondern zu Hause fühlt. Aber ein Besuch bei Guram Tschjotschjew trägt doch eine besondere Note. So oft man auch schon der Einladung des Orthopäden gefolgt sein mag, dieser Hohepriester der kaukasischen Gastfreundschaft hält immer wieder eine Überraschung parat, dieser Großmeister der Tischreden sprengt das eine um das andere Mal jede Vorstellung.

Peter Steger und Guram Tschjotschjew

So auch gestern abend, als er die Mappe der Stadt Erlangen mit dem Arbeitsprogramm für die erste große Ärztedelegation im April 1991 präsentiert. Der heutige 58jährige Professor von Weltruf war damals der jüngste in der Gruppe, aber wohl auch der lernbegierigste, der seine Deutsch-Lektionen bis heute beherrscht. Neben all dem Fachlichen – er bezeichnet sich als Vertreter der „deutschen Schule“ – lernte der Nordossete vor allem eines: die ethische Verantwortung gegenüber dem Patienten. Sein Lehrmeister damals am Waldkrankenhaus – Dietrich Hohmann, der, bereits 62 Jahre alt, eine junge Frau, die sich vor einen Zug geworfen und dabei alles gebrochen hatte, was sich nur brechen läßt, 26 Stunden lang operierte und rettete. „Nur um auszutreten oder eine Tasse Kaffee zu trinken verließ der Professor den OP“, erinnert sich der Gastgeber mit Bewunderung. „Und wie oft legen heute Ärzte schon nach zwei oder drei Stunden das Besteck beiseite und behaupten, es sei nichts mehr zu machen…“

Arbeitsprogramm für Ärztedelegation April 1991

 

Guram Tschjotschjew im Freundeskreis

Damals, in Erlangen, lernte der Hobby-Diätologe auch den Wert des Geldes schätzen. 120 DM erhielten die via Moskau und Prag per Bahn angereisten Gäste zur Begrüßung in einem Umschlag. Damals, vor fast drei Jahrzehnten, als es in Wladimir sogar Zündhölzer nur gegen Bezugsscheine gab, eine „phantastische Summe, für die alle anderen in der Gruppe kräftig einkauften.“ Guram Tschjotschjew hingegen, der sich sogar noch an die Stückelung des Betrags erinnert, schickte je einen Zehn-Mark-Schein an zwei Freunde, die bis heute die Banknoten als Talisman in ihrem Portemonnaie mit sich tragen. Und den Rest? Den steckte er in den Bau seines Hauses, in dem er heute all die Gäste aus Erlangen empfängt. Welch eine Investition in die Partnerschaft, in die Freundschaft!

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Von allen Medizinkontakten zwischen Erlangen und Wladimir erweisen sich die Verbindungen der Pädiatrie als die beständigsten. Seit 1990 im Kinderkrankenhaus die ersten Hilfskonvois eintrafen, besteht auch der ärztliche Austausch zwischen den Partnerstädten, und seit 1999 spendet auf Initiative von Christine Delfs, Lehrerin an der Heinrich-Kirchner-Schule, alle Jahre wieder in der Adventszeit ihr Taschengeld bzw. verkauft Leckereien in der Pause zu Gunsten der kranken Kinder in Wladimir. 300 Euro sind dieses Mal zusammengekommen, eine Rekordsumme, die vor allem auf der Krebsstation Freude machen soll, wie Swetlana Makarowa, ärztliche Direktorin des Krankenhauses, bei der Übergabe versichert.

Peter Steger und Swetlana Makarowa

Gebastelte, gezeichnete und gemalte kleine Kunstwerke gehen im Gegenzug als Dankeschön nach Erlangen. Aber auch schon als Grundstock für eine Ausstellung, die 2019 zum zwanzigjährigen Jubiläum der Aktion an der Heinrich-Kirchner-Schule zu sehen sein wird. Wie eng die kreative Bewältigung der Krankheit hier Erlangen und Wladimir verbindet, zeigen die vielen Bilder in den Korridoren, die 2008 im Rahmen des Projekts „Heimat“ entstanden, wo, unterstützt von Soroptimist International, Kinder Einblicke in ihre Vorstellung von Heimat gaben.

Weltkarte der Kinder mit Swetlana Makarowa und Peter Steger

Eine Freude für alles Sinne ist es mittlerweile, die Klinik zu besuchen: hell und farbenfroh die Gestaltung und patientenorientiert die Verwaltung. Vorbei die Zeiten der Warteschlangen. Bei der Anmeldung bekommt man zentral alle notwendige Auskunft bis hin zur Terminvergabe.

Anmeldung

Und die Ausstattung? Auch die mittlerweile auf modernstem Niveau. Dabei war man ohnehin immer vorne mit dabei. Etwa als – ebenfalls im Rahmen einer Aktion von Soroptimist International – 2001 hier ein gynäkologisches Behandlungszimmer für Mädchen eingerichtet wurde. Das erste seiner Art in der ganzen Region. Erst in jüngster Zeit gibt es diese Angebote auch andernorts, die Politik hat am Beispiel von Wladimir landesweit die Notwendigkeit solcher Beratungs- und Therapiemöglichkeiten für junge Frauen verstanden und handelt nun.

Gynäkologisches Behandlungszimmer für Mädchen

Nur ein großer Wunsch ist noch nicht erfüllt: das Perinatalzentrum für Wladimir. Zwar, so Swetlana Makarowa, sei man stolz, mittlerweile sogar Frühgeburten mit einem Gewicht von 450 Gramm gesund groß zu bekommen, aber es bleibe noch einiges in der Neonatologie zu tun. Möglichst gemeinsam mit den Kollegen aus Erlangen, von denen man schon so vieles gelernt und übernommen habe.

Heimat

Für diese Erfolge steht eine kontinuierlich sinkende Kindersterblichkeit. Auf 1.000 Geburten kommen statistisch nur noch fünfeinhalb Todesfälle. Schon ganz nah an den Daten für Deutschland, die bei etwa dreieinhalb Toten liegen – und weit entfernt von den fast zweistelligen Zahlen aus den 90er Jahren. Schön, wenn die Partnerschaft dazu – etwa mit den ersten Inkubatoren oder einem Rettungswagen – etwas hat beitragen können.

Heimat

Als Pjotr Dik im August 2002 in Worpswede während eines Studienaufenthalts unerwartet mit gerade einmal 63 Jahren verstarb, hinterließ der deutsch-russische Künstler seiner Witwe, neben all seinen Graphiken und Gemälden auch das gemeinsam erbaute Haus in Susdal. Von hier aus organisiert Kira Limonowa bis heute Ausstellungen ihres Mannes im ganzen Land.

Das Haus von Peter Dik

Aber hier, bei der Architektin des Erlangen-Hauses, gehen auch nach wie vor Musiker, Maler und Meister des Wortes ein und aus – wie die Lyrikerin Jekaterina Zwetkowa, die auch als Filmemacherin tätig ist und der italienisch-spanischstämmige Nicolas Celoro, in Paris geboren, und derzeit als Pianist auf russischen Bühnen zu erleben. Der kosmopolitsche Komponist arbeitet derzeit an einem Werk über Susdal. Bis zum dreißigjährigen Jubiläum der Partnerschaft mit Rothenburg im Sommer dürfte der Maestro die Arbeit zwar kaum abschließen, aber vielleicht ist sie ja später einmal in Erlangen zu hören. Bis dahin begnügen wir uns mit einem Epigramm von Jekaterina Zwetkowa:

Nicolas Celoro, Kira Limonowa, Jekaterina Zwetkowa und Peter Steger

Ich fand im Schreibtischfach auf einem Fetzen Papier die Notiz: Ich lebe, wenn ich Gedichte schreibe, einfach einer Eingebung folgend, schlicht in die Welt hineinhörend… Mehr noch liebe ich es, zu schweigen und in der Stille zu verharren. Und wenn man einen andern schätzt und mag, ist man mit ihm schweigend viel glücklicher, weil die Worte… Sie sind zu einer gewaltigen zerstörerischen Kraft geworden.

Blickfang in Susdal an der Kamenka

So soll denn auch dieser Bericht mit einem stillen Blick auf Susdal glücklich enden.

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Wer den Austausch zwischen Erlangen und Wladimir verfolgt, weiß, welche herausragende Rolle der Medizinaustausch spielt. Da nimmt es denn auch nicht wunder, wenn man beim Besuch des Regionalkrankenhauses, am Stadtrand jenseits der Kljasma gelegen, auf viele bekannte Gesichter trifft.

Iwan Seliwjorstow, Ljubow Bykowa, Majra Bulanowa und Peter Steger

Ljubow Bykowa, seit gut zwei Jahren ärztliche Direktorin des 800-Betten-Komplexes, kennt Erlangen von einem Besuch in ihrer damaligen Funktion als stellvertretende Leiterin des regionalen Gesundheitsamtes und berichtet gern von den vielen organisatorischen Veränderungen, die sie dank dem Austausch einführen konnte, während  Iwan Seliwjorstow, Radiologe und Koordinator des Rotary-Austausch-Programms vor allem das konkrete Fachwissen betont, das bei den Hospitationen in Franken auf den neuesten Stand gebracht wird. Etwas, das auch Majra Bulanowa, stellvertretende Leiterin des Krankenhauses, verstärkt fördern will.

Alexej Junjew

Erfreulich zu sehen, wie sich innen wie außen alles zum Besseren, um nicht zu sagen zum Besten, verändert hat. Etwa eine halbe Milliarde Rubel flossen in den letzten Jahren in bauliche Maßnahmen und die technische Ausstattung. Kein Vergleich mehr mit dem, was sich hier noch vor zehn oder gar zwanzig Jahren dem traurigen Blick des Gastes bot. So ist nun ein Austausch möglich, der wegkommt vom ursprünglich humanitären Ansatz, der sich ganz den Inhalten und der Fortbildung widmen kann.

OP der Neurochirurgie

Bei der Ausstattung findet man auf Schritt und Tritt Firmenlogos aus Deutschland, sogar der OP-Tisch, über den sich der Neurochirurg Nikolaj Nikitin besonders freut, ist made in Germany. Freilich hätte man gern noch mehr von deutschen Herstellern gekauft, wenn da nicht die hohen Preise wären, derentwegen ein weltweit agierender Elektrokonzern aus Erlangen unlängst bei einer Ausschreibung außen vor blieb.

Deutsches Gerät im Einsatz

Auch Andrej Mnjow, Oberarzt der Neurologie und kundiger Führer durch sein Reich, kennt Erlangen aus eigener Anschauung. Und so entstehen bald Ideen für neue Austauschprojekte, denn das Krankenhaus will sich neu organisieren und erweitern. Der Masterplan des Universitätsklinikums in der Partnerstadt könnte da für Wladimir eine gute Blaupause abgeben.

Andrej Mnjow, Peter Steger, Anna Judina und Nikolaj Nikitin

Und – auch der Austausch im Bereich der Pflegekräfte soll vorankommen, ein besonderes Anliegen von Oberschwester Anna Judina.

Zentrum für Surdologie und Mikrochirugie des Ohrs sowie Kind-Interhören

Wer also in der Region Wladimir, immerhin so groß wie ganz Franken und die halbe Oberpfalz zusammen, vor Ort in den Kreiskrankenhäusern nicht ausreichend versorgt werden kann oder keinen Platz mehr findet, ist hier gut aufgehoben. Die Sterblichkeit liegt unter dem landesweiten Schnitt, die Zimmer und Behandlungsräume zeigen sich licht und freundlich, und das Personal erweist sich als motiviert. Schließlich freut man sich auch schon auf den nächsten Fachbesuch aus Erlangen: Jürgen Binder und ein Medizinstudent der FAU haben ihr Kommen für Anfang Juni angekündigt.

Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale im Abendlicht

Aber auch die Politik weiß die Bedeutung des Medizinaustausches zu schätzen. Nicht von ungefähr ist deshalb Jewgenij Jaskin, ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses „Rotes Kreuz“, zum gestrigen Abendessen mit Oberbürgermeisterin Olga Dejewa geladen. Seine Klinik unterhält bereits seit Ende der 80er Jahre Kontakte zur Chirurgie in Erlangen, und die will man weiter ausbauen, gerade auch – siehe oben – im Bereich der Pflegekräfte, deren Bedeutung für die Therapie zunehmend in den Fokus gerät.

Marina und Jewgenij Jaskin, Wjatscheslaw und Olga Dejew, Peter Steger

Schließlich wird sogar noch diskutiert, ob man nicht auch ein Schmerz-Zentrum einrichten sollte, nachdem es doch nach Erlanger Vorbild bereits gelungen ist, Palliativstationen zu eröffnen. In der Sache wird man also bald schon Fachbesuch aus Wladimir erwarten dürfen. Willkommen!

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Die Finanzuniversität in Wladimir bildet seit 55 Jahren Fachleute im Bereich der Geldwirtschaft aus. Ihre Absolventen sind vielfältig tätig, was den guten Ruf dieser Hochschule stets weiter festigt. So hat die derzeitige Oberbürgermeisterin der Stadt Wladimir, Olga Dejewa, ebenfalls ein Diplom dieser Uni in der Tasche (oder im Schrank).

Olga Dejewa

Für den 19. April hatte Rektorin Natalia Judina anläßlich dieses Jubiläums eine internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz unter dem Titel „Neue Paradigmen der gesellschaftlichen Entwicklung unter den Bedingungen der zeitgenössischen globalisierten Anforderungen“ organisiert und dazu mit Klaus Steinke, dem emeritierten Leiter des Lehrstuhls für Slawistik an der Friedrich-Alexander-Universität, auch Besuch aus Erlangen eingeladen. Es gab eine Reihe von Vorträgen, die diese Thematik unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten suchten: die Bedeutung des Humankapitals in der heutigen Zeit, Ansprüche und Möglichkeiten von Wörterbüchern in Zeiten des Internets, das Leistungsspektrum moderner Banken im international stärker werdenden Wettbewerb wie auch die oft unterschätzte Rolle der körperlichen Ertüchtigung für ein erfolgreiches Studium (und auch Berufsleben) im Rahmen von obligatorischem Sportunterricht.

Steinke

Klaus Steinke

Klaus Steinke sprach über die Dialektsituation in Deutschland, während der von ihm seinerzeit in Erlangen promovierte und heute bei Wladimir als Leiter eines deutsch-amerikanisch-russischen Betriebs lebende Jürgen Schellenberger über die praxisnahen Probleme und Lösungsstrategien im Geschäftsverkehr zwischen deutschen, russischen und amerikanischen Unternehmen berichtete. Nach diesen und weiteren Plenarvorträgen gab es themenspezifische Vorträge und Diskussionen in einigen Sektionen.

Klaus Steinke, 3. v.l., Jürgen Schellenberger, 5. v.l. und Gastgeberin, Natalia Judina, 7. v.l.

Die große Zahl der Zuhörer und Teilnehmer sowie deren offensichtliches Interesse an den Vorträgen belegen den Erfolg der Veranstaltung.  Und daß aus Erlangen eigens ein Professor anreiste, zeigt, wie gerade auch derartige Tagungen geeignet sind, die partnerschaftlichen Bande zwischen den beiden Städten zu festigen. Ein wie es scheint durchaus positiver Nebeneffekt dieser Konferenz.

Jürgen Schellenberger

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