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Archive for the ‘Wissenschaft’ Category


Städtediplomatie – zur Rolle von Städtepartnerschaften in Zeiten zwischenstaatlicher Krisen am Beispiel deutsch-russischer Beziehungen

Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Bestandteil der deutsch-russischen Beziehungen. Auch wenn Außenpolitik im Kompetenzbereich von Staaten liegt, gibt es dennoch Situationen, in denen sich Städte zu außenpolitischen Themen positionieren. Im Vortrag geht es darum, die deutsch-russischen Beziehungen seit Beginn der 90er Jahre zu reflektieren und zu diskutieren, wie sich Kommunen in Zeiten zwischenstaatlicher Krisen verhalten. Der Vortrag bezieht sich auf Forschungen im Rahmen einer Masterarbeit zu deutsch-russischen Städtepartnerschaften, darunter auch die Beziehungen zwischen Erlangen und Wladimir.

Bianca Creutz

Bianca Creutz M.A. hält ihren Vortrag am Freitag, den 26. Juli, um 19.00 Uhr im Club International der Volkshochschule, Friedrichstraße 17. Die Sozialwissenschaftlerin mit Fokus auf Urbanisierung und Osteuropa studierte in Münster, Leipzig und Sankt Petersburg Sozialwissenschaften, European Studies und Internationale Beziehungen. Nach dem Masterstudium arbeitete sie in Moskau im Urban Consulting bei Strelka KB und ist aktuell bei TOPOTEK 1 Landschaft und Architektur in Berlin als Business Development Managerin tätig. Bianca Creutz engagiert sich für internationale Zusammenarbeit mit Ländern des östlichen Europas.

Siehe auch: https://is.gd/DI7bBY

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Geht es nach Marga Güthlein und Fjodor Lawrow, wird im Gasthof und Hotel „Zur Einkehr“ nach längerer Pause schon bald wieder für einige Wochen eine Studentin der Akademie für Tourismus hospitieren. Darauf jedenfalls einigten sich gestern die Erlanger Wirtin und der Wladimirer Hochschulprofessor. Denn die Gastronomin war zufrieden mit den bisherigen angehenden Fachkräften aus der Partnerstadt und bietet nun die Fortsetzung des schon vor längerem von den Rotarieren erfolgreich initiierten Austauschprogramms an.

Marga Güthlein und Fjodor Lawrow

Diese Art der Zusammenarbeit macht übrigens bereits Schule. Fjodor Lawrow kam nämlich, bevor er heute wieder zurückreist, direkt aus Rothenburg o.d.T., wohin er zwei seiner Studentinnen begleitet hatte, die nun, vermittelt via Erlangen, erstmals auch dort hospitieren. Wieder so ein Projekt, mit dem die Partnerschaft über sich selbst hinauswächst.

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Vom 3. bis 5. Juli veranstaltete die Staatliche Universität Wladimir eine Internationale Konferenz zu Fragen der Zukunftstechnologien beim Informationstransfer. Mit dabei Heinz Gerhäuser, Direktor a.D. des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen und der emeritierte langjährige Leiter des Lehrstuhls für Mustererkennung an der FAU. Beiden Wissenschaftlern hatte die Hochschule der Partnerstadt im Jahr 2005 die Ehrenprofessorenwürde für ihr herausragendes Wirken im Rahmen des Forschungsaustausches zwischen Erlangen und Wladimir verliehen. Nun folgten beide, begleitet von Elvira Gerhäuser, der Einladung zur Teilnahme an dem Kongreß, ausgesprochen von Ludmila Suschkowa, Kuratorin der naturwissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Erlangen und Leiterin des Lehrstuhls für biomedizinische und elektronische Mittel und Technologie.

Heinrich Niemann, Elvira Gerhäuser, Ludmila Suschkowa, Igor Tschernoglasow und Heinz Gerhäuser im Erlangen-Haus

Die fränkische Troika war bereits am 1. Juli angereist, um sich auf die Konferenz vorzubereiten; nun bleiben noch einige Tage, um sich der Kultur zu widmen. Das gilt besonders für Elvira Gerhäuser http://www.eghs.de, die im Jahr 2005 bereits einmal ihre Arbeiten in Wladimir zeigte. Nun führt sie ihr Kollege, Igor Tschernoglasow, der im August übrigens selbst wieder nach Erlangen kommt, noch ein wenig durch die Kunstszene der Partnerstadt. Was sich aus diesem neuen Amalgam aus Wissenschaft und Kunst ergibt, werden wir sicher bald in konkreten Projekten erleben können.

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Der Pharmabetrieb Generium in Wolginsk, einem Städtchen der Region Wladimir, zwischen Petuschki und Pokrow gelegen, hat unter der Bezeichnung „Tigerasa“ als weltweit erste Firma ein bioanaloges Präparat der Dornase Alpha zur Behandlung von Mukoviszidose entwickelt, das nun auch die Zulassung für den russischen Markt erhielt. Es handelt sich dabei um das russische Generikum des von La Roche patentierten Pulmozyme zu einem um zehn Prozent günstigeren Preis als das Original aus der Schweiz.

Internationales biotechnologisches Zentrum Generium

In 15 klinischen Zentren der Russischen Föderation hatte man entsprechend den internationalen Standards das Präparat getestet und dabei dessen Wirksamkeit und Sicherheit erfolgreich nachgewiesen. Ein großer Erfolg für die russische Medizin, denn Mukoviszidosepatienten wandten sich in der Vergangenheit immer wieder auch an Erlangen mit der Bitte um Hilfe, weil sie sich die teure Inhalation nicht leisten oder auch das Medikament gar nicht erst finden konnten. Heute übernimmt der russische Staat die Kosten für die Therapie, dank der die Sterblichkeit um bis zu 15% sinken soll.

Rußland versucht seit langem, sich unabhängiger vom Arzneimittelimport zu machen. Die Firma Generium erhielt deshalb im Dezember 2018 vom Staat einen zinsgünstigen Kredit, um weitere Generika zu entwickeln. Offenbar gut angelegtes Geld.

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Yandex und Fraunhofer IIS realisieren ersten russischsprachigen Smart Speaker

Vor dem Hintergrund der bereits im Jahr 2000 aufgenommenen Kontakte zwischen dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und der Universität Wladimir sowie der Ansiedlung der Suchmaschine Yandex in der Region Wladimir erhält diese deutsch-russische Zusammenarbeit (obigen Link bitte einfach anklicken) auch einen erfreulichen Bezug zur Städtepartnerschaft. Mehr zu Yandex unter: https://is.gd/jI7AcF

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„Das ist eine schöne Sache“, freut sich Natalia Pitschugina, die zum ersten Mal in Erlangen ist und dann gleich für ein ganzes Semester an der FAU zum Studium der Germanistik. Das Programm Erasmus Plus macht es möglich für sie und Timofej Burmjakow. Beide haben sie zu Hause, in Wladimir, noch ein Jahr bis zu den Prüfungen für das Lehramt, und da ist ein solcher Aufenthalt natürlich wie ein Geschenk des Himmels. Neben den Vorlesungen und Seminaren, denen sie gut folgen können, besuchen sie Sprachkurse für Englisch und machen natürlich Ausflüge – soweit es die Zeit und das Budget des Stipendiums zulassen -, um möglichst viel vom Land zu sehen und zu erleben.

Timofej Burmjakow und Natalia Pitschugina

Timofej Burmjakow ist in der Hinsicht bereits vorbelastet: Die Großmutter arbeitete als Deutschlehrerin und unterhält seit vielen Jahren eine persönliche Freundschaft nach Erlangen, dank welcher der Student nun auch privat in einer Familie untergebracht ist, die er auch schon von einem früheren Besuch kennt. Außerdem besuchte er bereits als Schüler einen Deutschkurs am Erlangen-Haus. Natalia Pitschugina hingegen war noch nie in Deutschland, hat selbst ein Zimmer in einem Studentenwohnheim gefunden und genießt das internationale Flair Erlangens. Wenn die beiden Anfang August in die Partnerstadt zurückkehren, werden sie sicher von ihren Erlebnissen erzählen, und es dürften dann noch viele junge Gäste von der Staatlichen Universität Wladimir zu einem Auslandssemester nach Franken kommen. Ganz im Sinne der Partnerschaft!

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Wenn sich zwei Berufskollegen treffen, dann redet man nicht selten über den gemeinsamen Beruf. Und wenn sich zwei Ärzte aus Wladimir und Erlangen treffen, dann tauscht man sich erst recht über berufliche Themen aus. So war es auch als Anfang des Monats der Augenarzt Kirill Solotorewskij zu einem zweiwöchigen Austauschbesuch aus der Partnerstadt nach Erlangen kam und sich mit Stadtrat Jürgen Zeus traf. Der Gast, der in der Augenklinik der FAU hospitierte, pendelt als Augenspezialist zwischen Moskau und Wladimir. In Moskau arbeitet er in einer Hornhautbank, und in Wladimir ist er in einer privaten Augenklinik tätig.

Wenn man die Gelegenheit hat, sich mit einem Ophthalmologen ohne Termindruck zu unterhalten, kann man auch über die Vor- und Nachteile der Brille reden. Es gibt sicherlich einige Nachteile beim Brillentragen wie beispielsweise, wenn man den Backofen aufmacht und den Kuchen sich näher anschauen möchte oder, wenn man im Regen mit dem Rad fährt. Demgegenüber kann man als Vorteil für das Brillentragen neben den ästhetischen Gründen auch die Tatsache werten, daß das Augenglas dem Träger einen klaren Blick verschafft.

Jürgen Zeus und Kirill Solotorewskij

Im Zuge des Gesprächs zwischen den beiden Ärzten kam heraus, daß die Brille medizinisch gesehen keine Schwäche darstellt und sogar cool sein kann. In einigen Kulturkreisen assoziiert man das Brillentragen manchmal mit Blindsein, und dies ist nicht selten negativ behaftet. Aber „schlimmer als blind zu sein, sei nicht sehen wollen“ soll Wladimir Lenin einmal gesagt haben. Für eine Augenlaseroperation müßten jedenfalls viel mehr Gründe vorliegen, als ein kurzfristig fehlender Durchblick in der Küche mit offener Backofentür.

Amil Scharifow

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