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Archive for the ‘Wissenschaft’ Category


Wie schnell es manchmal gehen kann: Anfang Juli hatte das Ehepaar Heinz und Elvira Gerhäuser eine Einladung der Staatlichen Universität zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Tagung angenommen https://is.gd/u8FvX6 und dabei neben dem Bildhauer Igor Tschernoglasow vor allem Jewgenia Kulikowa kennengelernt. Bei diesem Treffen der fränkischen Künstlerin und der russischen Dozentin für Keramik, Design und Architektur muß es zu einer kreativen Initialzündung gekommen sein, denn nach einem intensiven Austausch von Informationen und Vorstellungen per Internet folgte Jewgenia Kulikowa dem Ruf nach Waischenfeld, um ihre Gastgeberin zwei Wochen lang darin zu unterweisen, wie man am besten Tonformen vorbereitet, die ihrer Glaskunst später Form und Gestalt verleihen sollen. Ein Meisterinnenkurs eben.

Jewgenia Kulikowa, Heinz und Elvira Gerhäuser, Igor und Sergej Tschernoglasow

Und dann kommt gestern auch noch der Großmeister der Wladimirer Kunstszene mit seinem Sohn für einige anregende Stunden hinzu. Beide hängen noch einige Tage an das Symposium im Skulpturenpark von Tennenlohe dran, um Museen und Kirchen zu besichtigen und neue Inspirationen zu sammeln. Igor Tschernoglasow examinierte einst die damalige Studentin Jewgenia Kulikowa, dann verloren sich die beiden aus den Augen; erst die Städtepartnerschaft brachte sie nun wieder zusammen.

Elvira Gerhäuser und Jewgenia Kulikowa

Wo aber zwei oder drei sich im Namen der Kunst versammeln, da ist die Inspiration mitten unter ihnen. Und so nimmt es denn auch nicht wunder, wenn schon nach kurzer Zeit nicht nur über all die Feinheiten und Nuancen der verschiedenen Techniken, sondern auch über Möglichkeiten gesprochen wird, wie man in Zukunft mehr gemeinsam machen könnte. Gern auch unter Einbeziehung der Naturwissenschaften, die, wie der ganzheitlich denkende, ehemalige Direktor des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen und Mitentwickler des MP3-Systems, meint, von diesem Dialog mit der Kunst viel lernen können.

Wie das gehen könnte macht seine Frau, die selbst Kinder in Kunst unterrichtet, bereits vor: die Grenzen der Materialien überschreiten, Fusionen herstellen, Mischformen gestalten.

Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse dieser neuen Zusammenarbeit – und erst recht auf die Früchte der Ideen, die da gestern in der ruhenden Mitte der Fränkischen Schweiz zu keimen begannen. Es wird vielleicht länger dauern als die wenigen Wochen Vorbereitung auf den Meisterinnenkurs, aber die Geduld wird sicher belohnt.

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Stimmt, ein Rothenburg-Haus gibt es in Susdal (noch) nicht, doch dafür verfügt der Partnerschaftsverein in Rothenburg o.d.T. seit etwa acht Jahren über ein eigenes Domizil mit Büro, Küche, Mehrzweckraum und einer kleinen Wohnung, von wo aus sich ein unverstellter Blick auf den vielleicht schönsten Marktplatz Deutschlands eröffnet. Eine richtige Hausmacht der Partnerschaften, mietfrei überlassen von der Stadtverwaltung!

Amalia Dobronrawowa, Alissa Uschakowa und Erwin Bauer

Hier, in dieser Idylle, startete Erwin Bauer, der designierte Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, der die Austauschaktivitäten mit Susdal koordiniert, mit einigem Vorlauf ein mit Erlangen abgestimmtes Projekt, das noch viel Erfolg verspricht: Hospitationen in Gastronomie und Hotellerie. Den Anfang machten Amalia Dobronrawowa und Alissa Uschakowa, die seit Anfang Juli und noch bis Mitte September die Praxis des Fremdenverkehrs im Service und in der Küche kennenlernen. Zur vollen Zufriedenheit aller. Man mag die beiden Studentinnen noch so peinlich verhören, sie antworten doch auf jede Frage nach ihren Eindrücken und Erfahrungen immer wieder mit einem frohen Lächeln und versichern: „Alles gut in Rothenburg.“ Aber auch Erwin Bauer ist voll des Lobes.

Eine gelungene Premiere also für dieses Projekt, das Potential zum Ausbau zeigt. Gerne würde man in Rothenburg weiteren Nachwuchskräften vom Institut für Tourismus und von der Universität Wladimir diese Gelegenheit zur Hospitation geben, gern auch in so einer Kombination wie bei diesem Auftakt. Alissa Uschakowa, die ihr Deutsch am Erlangen-Haus lernte und vor zwei Jahren bereits einmal im Landhotel und Gasthaus Polster eingesetzt war, verfügt über Austauscherfahrung, während Amalia Dobronrawowa zum ersten Mal Deutschland besucht. Wie man jetzt aber mutmaßen darf, auch nicht zum letzten Mal.

Siehe auch: https://is.gd/m7Hpfs

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Mein Wladimir-Abenteuer begann eigentlich schon auf dem Weg hierher. Da ich vorher in Weißrußland war, konnte ich nur von Minsk aus nach Moskau fliegen (der belarussisch-russische Grenzübertritt auf dem Landweg ist für Deutsche verboten). Vom Flughafen aus machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof Kurskaja, von wo mein Zug nach Wladimir abfahren sollte. Alles klappte fabelhaft; ich hatte dort sogar noch Zeit, mir eine russische SIM-Karte zu besorgen. Ging also in Ruhe zum Bahnsteig, ließ entspannt noch eine dieser ungezählten Gepäckkontrollen über mich ergehen, um den Zug betreten zu dürfen – und bemerkte in dem Moment, als ich einsteigen wollte, daß mein Paß verschwunden war. Schock. Blitzschnell schoß mir durch den Kopf, daß ich den Ausweis wohl in dem Laden, wo ich die SIM-Karte gekauft, liegen gelassen hatte. Hoffentlich – wenn er stattdessen aus meiner Tasche gefallen war… Lieber nicht drüber nachdenken. Und noch weniger darüber, daß in zehn Minuten mein Zug abfahren würde; höchstwahrscheinlich ohne mich, da ich, um in den Bahnhof hinein- und wieder herauszukommen wieder Gepäckkontrollen vor mir hatte, ganz zu schweigen von der Suche nach dem Laden in diesem Chaos von Menschenmassen… Es war 21 Uhr, um 23 Uhr erwartete mich Irina, die Krankenschwester, bei der ich wohnen würde – der gegenüber ich eh schon wegen der späten Verbindung ein schlechtes Gewissen hatte. All diese Gedanken liefen zum Glück nur in meinem Hinterkopf ab, mein Frontalkortex schaltete dagegen auf „Machen“. Ich also rein in den Bahnhof, verirrt, wieder raus, anderer Eingang. Nach unten, in den Laden gestürmt, peinlich betretener Verkäufer überreicht mir meinen Paß. Schaue auf die Uhr: 21:07 – 21:08 Abfahrt des Zuges. Hoffnungslos. Nur um es zumindest probiert zu haben, renne ich mit letzter Kraft nach oben auf den Bahnsteig. Und da geschieht das Wunder: Der Mann an der Gepäckkontrollstation tritt einfach zur Seite und ruft mir „Renn!!“ hinterher. Der Schaffner, der gerade zur Abfahrt pfeifen will, zieht mich in den Zug, die Türen schließen sich hinter mir. Eine andere Schaffnerin neben mir lächelt mich an, gemeinsam atmen wir erleichtert auf. Ich kann nicht fassen, daß es tatsächlich noch geklappt hat – ich sitze im Zug nach Wladimir!

Dort angekommen, erwartete mich direkt eine Überraschung: Statt, wie erwartet, schon am nächsten Morgen mit der Arbeit anzufangen, eröffnete mir Irina, diese unglaublich herzliche Frau, daß wir morgen zu ihrem Mann auf die Datscha fahren, weil sie das immer so macht am Wochenende. Die Datscha… Was hatte ich nicht schon für unzählige Geschichten gelesen und gehört über diesen angeblich russischsten aller russischen Orte! Und ich kann wahrhaftig nicht sagen, enttäuscht worden zu sein. Gleich am Abend ging es in die Banja (russische Sauna), zum Schluß Abklopfen mit Birkenzweigen. Nachdem der Kreislauf so ordentlich in Schwung gekommen war, wartete ein fürstliches Essen mit Freunden auf uns, wobei ein wenig Wodka und eingelegte Gurken natürlich nicht fehlen durften… Am nächsten Tag gab es gleich noch ein Festgelage; zwischendurch durfte ich den traumhaften Garten von Irina und ihrem Mann bestaunen. Wer immer beim Stichwort „Osteuropa“ Plattenbauten vor Augen hat, denen sage ich: Besucht eine Datscha, und Eure Vorstellung wird sich um 180 Grad wenden. Schönheit ist gar kein Wort dafür. Ehrlich.

Nun aber zum Hauptgrund meines Aufenthaltes hier: Mein Praktikum im Rotkreuz-Krankenhaus. Schon seit vielen Jahren gibt es einen regen Austausch zwischen diesem Krankenhaus und Erlangen. Michail Tjukarin, der Arzt, der meinen Aufenthalt hier organisiert, erzählte mir, er sei schon 1989 zum ersten Mal in die deutsche Partnerstadt gereist! Das Rot-Kreuz-Krankenhaus ist ein Haus der Akutversorgung – hier werden keine elektiven Operationen durchgeführt, sondern man kann sich hier melden, wenn dringend eine Behandlung benötigt wird. Ich bin jetzt mittlerweile seit einer Woche auf der gynäkologischen Abteilung. Hierher kommen zum Beispiel Patientinnen, die eine Eileiterschwangerschaft haben oder wegen eines Myoms (gutartiger Muskeltumor) in der Gebärmutter an Blutverlust und Schmerzen leiden. Insgesamt arbeitet ein elfköpfiges Ärzteteam auf der Station, von denen ca. vier in einer Schicht arbeiten.

Gesa Baum mit „ihrem Kind Natascha“ in Minsk

Neu für mich: Jeder Morgen beginnt mit einer Konferenz, zu der sich alle Mediziner des Krankenhauses versammeln und verlesen, welche Neuaufnahmen und Entlassungen es auf ihren Stationen gab. Danach geht es an den meisten Tagen in den OP: Der Großteil der Operationen wird laparoskopisch (wenige kleine Löcher in den Bauch, durch die Kamera und Instrumente gesteckt werden) durchgeführt. Praktisch für mich: Ich kann bequem im Sitzen auf dem Bildschirm verfolgen, was geschieht und mir in Ruhe Fragen an die Fachleute überlegen, die stets bereitwillig antworten. Überhaupt bin ich überrascht, wie sehr man sich um mich kümmert: Gefühlt alle zwei Minuten werde ich gefragt, ob ich heute denn genug gegessen habe (habe ich – ich mußte mir schon Turnschuhe kaufen, um dem Kalorienüberfluß wenigstens ein bißchen einzudämmen) und sowohl das Pflegepersonal als auch die Ärzte sind immer offen für einen kleinen Plausch – egal, ob es dabei um bei mir zu füllende medizinische Wissenslücken, deutsche Flüchtlingspolitik oder um die Frage geht, warum Russen in der Öffentlichkeit eigentlich nie lächeln.

So viel also zu meiner ersten Woche in Wladimir. Wie man hoffentlich aus diesem Bericht merkt, fühle ich mich sehr wohl und bin immer wieder baff über die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die mir entgegengebracht wird. Ich freue mich schon auf den kommenden Monat und bin gespannt, was ich noch entdecken werde: Im Krankenhaus, auf Ausflügen – aber vor allem bei den Menschen.

Gesa Baum

P.S.: Mehr zu Gesa Baum ist hier zu lesen: https://is.gd/0uxwaV, und zu den Urgründen der Medizinkontakte mit Michail Tjukarkin geht es da zurück: https://is.gd/R0NBBa

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Auf Einladung von Prof. Ludmila Suschkowa von der Staatlichen Universität Wladimir war ich vom 1. bis 5. Juli 2019 erneut in Wladimir. Die Anreise erfolgte zusammen mit Prof. Heinz Gerhäuser und seiner Frau Elvira. Die Tage waren gefüllt mit einem dichten Programm von Gesprächen mit Fachkollegen und Besuchen in Einrichtungen der Universität sowie einigen Gängen durch die Stadt. Hier ist die positive Entwicklung in Stadt und Universität seit meinem letzten Besuch 2012 besonders zu erwähnen. Es gibt neue Straßen, neue Wohnblocks, gepflegte Anlagen und Plätze, Renovierungen in den Gebäuden, Departments und Außenanlagen der Universität, gut eingerichtete und gut besuchte Restaurants mit umfangreicher Speisekarte, in russischer Sprache.

Heinrich Niemann, Elvira Gerhäuser, Ludmila Suschkowa, Igor Tschernoglasow und Heinz Gerhäuser

Der Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg hatte je einen Brief an den Rektor der Universität Wladimir und an Prof. Suschkowa, unsere langjährige und geschätzte Kooperationspartnerin, mitgegeben. Diese konnten bei einem Gespräch mit dem Rektor übergeben werden, was dankend und sehr positiv aufgenommen wurde. Weitere Gespräche gab es mit dem Prorektor für Forschung, der Leitung des Akademischen Auslandsamtes, sowie Leitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einiger Institute und Departments. Es gab zeitgleich eine Tagung zum Thema „Perspective Technologies in Tools of Information Transfer“; die Tagungssprache war Russisch. Wir hatten eine ausgezeichnete Übersetzerin, konnten aber wegen anderer Termine nur kurz an der Tagung teilnehmen.

Eine Umorganisation an der Universität sei erwähnt; Fakultäten sind abgeschafft und durch Institute ersetzt, ein Institut gliedert sich in Departments. Die Mittelzuweisung an die Institute erfolgt auf der Basis von Studentenzahlen. Der Hirsch Index wird als eine Kenngröße für die Qualifikation angesehen. Es besteht ein großes Interesse an Kooperationen, vor allem durch gemeinsame Projekte.

Den russischen Kolleginnen und Kollegen danke ich für interessante Gespräche, freundschaftliche Kontakte und Gastfreundlichkeit sowie ganz besonders für die aufgewendete Zeit. Der Aufenthalt im Erlangen-Haus war wieder sehr angenehm, wenn auch eigentlich nur zum Übernachten.

 

Prof. em. Dr. Heinrich Niemann, Ehrenprofessor der Universität Wladimir

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Immer einmal wieder war die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung, doch mit der Studie von Bianca Creutz aus dem Jahr 2018 gibt es erstmals auch eine Masterarbeit, die einen Vergleich zwischen fünf deutsch-russischen Paaren wagt und dabei fragt, wie sich die zwischenstaatlichen Krisen der drei vergangenen Dekaden auf die kommunalen Beziehungen auswirkten. Wie nicht anders zu erwarten: ganz unterschiedlich, gleich ob August-Putsch, Tschetschenien- und Georgien-Kriege, Kosovo, LGBT oder der Streit um die Krim und Ost-Ukraine. Je lebendiger die Kontakte, so das Fazit, desto mehr gehen die Partnerstädte auf verschiedenen Ebenen auf die Krisen ein, thematisieren sie, suchen nach Foren der Verständigung, wie etwa Erlangen und Wladimir mit der Gesprächsplattform „Prisma“, auch wenn sie, die Krisen, gar nicht auf lokaler Ebene zu lösen sind.

Gerhard Kreitz und Bianca Creutz

Klar strukturiert und übersichtlich – zur Begriffsklärung der „Städtediplomatie“ sogar in Form eines Werkstattgesprächs – stellte die auf Einladung des Freundeskreises Wladimir eigens aus Berlin angereiste Sozialwissenschaftlerin am Freitagabend im Club International der Volkshochschule ihre Thesen vor und regte damit auch eine lebhafte Diskussion mit dem deutsch-russischen Publikum über Möglichkeiten und Grenzen der Volksdiplomatie an.     Bemerkenswert dabei eine Stimme aus der Gruppe des Erlangen-Hauses, die darauf verwies, man sei doch ohne derartige Begegnungen im Rahmen von Städtepartnerschaften zu 99% auf die Medien angewiesen. Dank dieser Verbindung aber können man Deutschland hautnah aus eigenem Erleben kennenlernen. Und Deutschlehrerin Jekaterina Ussojewa ergänzte: „Die anderen russischen Sprachlernzentren beneiden uns um unsere engen Kontakte zu Erlangen. Für uns ist diese Partnerschaft ein Geschenk.“ Sicher ein gegenseitiges. Und: Die Wissenschaft hat festgestellt, wie Partnerschaft in Krisen hält.

Nachzulesen gibt es die Masterarbeit von Bianca Creutz hier: https://is.gd/DI7bBY

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Wiktor Baraschkow hielt Wort. Nach seinem ersten Kurzbesuch im vergangenen Jahr, kam der Religionswissenschaftler aus Wladimir nun vom 7. bis 13. Juli erneut nach Erlangen, um Material für seine Doktorarbeit zum Thema „Kunst in der Kirche“ zu sammeln. Mittlerweile ist der Gast aus der Partnerstadt schon ins Rheinland weitergereist, wo es ja zu diesen Fragen auch einiges zu entdecken gibt. Eine seiner wichtigsten Bekanntschaften aber machte der perfekt Deutsch sprechende Forscher in Bamberg mit Domkapitular Norbert Jung, 2010 Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur im Erzbischöflichen Ordinariat, zuständig also für das Diözesanmuseum, das Archiv, die Bibliothek, die Inventarisation und die Ordensgemeinschaften, außerdem 2011 in das Domkapitel berufen und von diesem zum Summus Custos des Bamberger Doms gewählt. Als solcher war der promovierte Theologe für die Organisation des tausendjährigen Domjubiläums im Jahr 2012 verantwortlich und kümmert sich als eine Art „Geschäftsführer“ um die Belange des Doms.

Wiktor Baraschkow und Norbert Jung

„Die Begegnung in Bamberg war sehr erfolgreich“, berichtet Wiktor Baraschkow. Er stehe nun in Kontakt mit Pfarrer Hans-Peter Weigel aus Nürnberg, seit vielen Jahren Künstlerseelsorger, und mit Jürgen Lenssen, der viel für das Museum am Dom in Würzburg geleistet habe. Auch dieses Museum besuchte der Russe von Erlangen aus und bezeichnet die Exkursion als eine „sehr wertvolle Entdeckung für meine wissenschaftliche Arbeit“.

Am 26. Juli wird im Bamberger Diözesanmuseum die Ausstellung „Der Funke Gottes“ eröffnet, wie gemacht für die Forschungen von Wiktor Baraschkow. Doch da ist er leider „schon weit weg von Bamberg“, aber vielleicht kann er sie bis zum 10. November noch besuchen… Bis dahin tröstet die Lektüre des Buches „Kirchenbauten im Erzbistum Bamberg während der Amtszeit von Erzbischof Dr. Josef Schneider (1955-1976)“, das der Wissenschaftler bereits an der Universitätsbibliothek Erlangen angelesen hatte (177 Beispiele mit ausführlichen Beschreibungen). Zu all dem gibt es sicher bald einen größeren Bericht mit vielen Bildern religiöser Kunst. Und es gab in Bamberg auch schon erste Gespräche über die Veröffentlichung eines Aufsatzes sowie einen Vortrag von Wiktor Baraschkow. Siehe auch: https://is.gd/ES9o3N

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Städtediplomatie – zur Rolle von Städtepartnerschaften in Zeiten zwischenstaatlicher Krisen am Beispiel deutsch-russischer Beziehungen

Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Bestandteil der deutsch-russischen Beziehungen. Auch wenn Außenpolitik im Kompetenzbereich von Staaten liegt, gibt es dennoch Situationen, in denen sich Städte zu außenpolitischen Themen positionieren. Im Vortrag geht es darum, die deutsch-russischen Beziehungen seit Beginn der 90er Jahre zu reflektieren und zu diskutieren, wie sich Kommunen in Zeiten zwischenstaatlicher Krisen verhalten. Der Vortrag bezieht sich auf Forschungen im Rahmen einer Masterarbeit zu deutsch-russischen Städtepartnerschaften, darunter auch die Beziehungen zwischen Erlangen und Wladimir.

Bianca Creutz

Bianca Creutz M.A. hält ihren Vortrag am Freitag, den 26. Juli, um 19.00 Uhr im Club International der Volkshochschule, Friedrichstraße 17. Die Sozialwissenschaftlerin mit Fokus auf Urbanisierung und Osteuropa studierte in Münster, Leipzig und Sankt Petersburg Sozialwissenschaften, European Studies und Internationale Beziehungen. Nach dem Masterstudium arbeitete sie in Moskau im Urban Consulting bei Strelka KB und ist aktuell bei TOPOTEK 1 Landschaft und Architektur in Berlin als Business Development Managerin tätig. Bianca Creutz engagiert sich für internationale Zusammenarbeit mit Ländern des östlichen Europas.

Siehe auch: https://is.gd/DI7bBY

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