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Archive for the ‘Wirtschaft’ Category


Die klassische Industriegeschichte in Wladimir geht zu Ende. Nach einer langen Phase des Niedergangs und des unglücklichen Wechsels von Management und Besitzer zeichnete sich die immer wieder nur aufgeschobene Schließung des Traktorenwerks seit Jahren ab. Wo einst Tausende von Fachleuten beschäftigt waren – übrigens auch Wladimirs ehemaliger Oberbürgermeister, Sergej Sacharow -, waren es in den letzten Jahren nur noch etwa 300, die in dem Betrieb arbeiteten, der Mitte der vierziger Jahre von gefangenen Wehrmachtssoldaten erbaut wurde.

Wladimirer Traktorenwerk

1945 hatte man bereits 500 Zugmaschinen montiert, und vier Jahre später verließ der zehntausendste Traktor die Fertigungshallen. Die erste Millionenstückzahl erreichte man 1988. Doch das sind tempi passati. Die letzten Mitarbeiter, die seit gestern auf der Straße stehen, machten vielfach nur noch Kurzarbeit Null und erhielten ihre Löhne oft verspätet. Wie gesagt, das Ende hatte sich seit geraumer Zeit abgezeichnet.

Model „Wladimirez“

Die Regionalpolitik will zwar nun in Moskau vorsprechen und einen Rettungsversuch unternehmen, von dessen Ergebnis die Belegschaft in zwei Wochen erfahren soll, aber die Hoffnung auf Wiederaufnahme des Betriebs ist gering, denn der Mutterkonzern mit Sitz in Tscheboksary, der Hauptstadt Tschuwaschiens, lehnt eine Fortführung des Werks in Wladimir ab.

Geschlossene Werkshalle im Traktorenwerk

Die Sache ist für Wladimir besonders bitter angesichts dessen, daß am Montag eine weitere Betriebsschließung ansteht. Die letzten 850 Mitarbeiter des einst ebenfalls mächtigen Autozulieferers Awtopribor erwarten ebenfalls ihre Kündigung. Man wird sehen, ob es gelingt, mit Umschulungen der oft hochgradig spezialisierten Fachleute die schlimmsten Auswirkungen abzufangen.

Mehrzwecknutzfahrzeug des Wladimirer Traktorenwerks

Aber es wird schwierig, denn das produzierende Gewerbe und insbesondere der Maschinenbau haben – sofern sie überhaupt noch auf dem Markt unterwegs sind – den Rückwärtsgang eingelegt.

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Immer wieder fragen Erstreisende nach Wladimir, welche Summe an Bargeld man am besten mitnehme, wie viel man schon hier oder vor Ort tauschen solle. Die Antwort: So wenig wie möglich, denn man kann so gut wie überall mit der gleichen Karte bezahlen wie hier, in jedem Restaurant, in jedem Geschäft, wo auch immer.

Nun belegt diese Beobachtung auch die Finanzstatistik, wonach im ersten Quartal des Jahres die Konsumenten der Region Wladimir 44.700.000 Mal bei Bezahlen zur Karte griffen und 91.100.000.000 Rubel bargeldlos ausgaben, fast eineinhalb Mal mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf knapp 1.400.000 Einwohner kommen 2.100.000 Karten, und auf die entfielen bei Einkäufen im Einzelhandel und Bestellungen in der Gastronomie bereits 77% aller Zahlungen. Glaubt man den Prognosen, wird 2018 das erste Jahr in der Region Wladimir sein, in dem für Anschaffungen und Dienstleistungen insgesamt mit einem Anteil von 55,6% erstmals häufiger die Karte – übrigens immer häufiger auch kontaktlos – eingesetzt als Bargeld verwendet wird.

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Welikodworje, bereits im 17. Jahrhundert vom deutschen Diplomaten Adam Olearius in seinen Reiseaufzeichnungen als Kirchdorf erwähnt, hat nun auch einen modernen Bezug zu Deutschland. In dem kleinen Ort im Landkreis Gus-Chrustalnyj nämlich eröffnete die Quarzwerke Gruppe, zu der auch der Betrieb in Hirschau bei Amberg gehört, eine neue Niederlassung, nach Rjasan die zweite in der Russischen Föderation. Die Oberpfälzer investierten im Lauf von gerade einmal zwei Jahren 2,1 Mrd. Rubel und schufen 60 Arbeitsplätze, die später noch einmal um die Hälfte aufgestockt werden sollen. 500.000 t Quarzsand will man jährlich als erster Betrieb dieser Art in der Region Wladimir verarbeiten und der Glasindustrie zu Preisen anbieten, die um bis zu 20% unter dem Niveau liegen, zu dem bisher importiert wurde. Robert Lindemann-Berk, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe, lobte denn auch bei der Eröffnungsfeier am 17. Mai die Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Behörden:

Ein derart kompliziertes Hochtechnologiewerk in so kurzer Zeit kann man nur errichten, wenn alle Seiten alles ihnen Mögliche für die Umsetzung des Projekts tun. (…) Unser Kombinat ist ein großartiges Beispiel für die russisch-deutsche Zusammenarbeit.

Gouverneurin Swetlana Orlowa drückt mit den deutschen Partnern den Startknopf

Unterdessen beging im Landkreis Sobinka der Süßwarenkonzern Ferrero sein zehnjähriges Jubiläum in der Region Wladimir, der hier mit vier Produktionslinien die bekannten Leckereien wie Kinderschokolade, Raffaello, Nutella und die Überraschungseier herstellt, die auf dem russischen Markt als „Kinder-Sjurpris“ zu haben sind. 250 Mio. Euro an Investitionen flossen in dieser Dekade, und 1.500 Arbeitsplätze entstanden bei einer Jahresproduktion von 30.000 t.

Ferrero-Werk in Sobinka

Doch dabei wollen es die Italiener nicht bewenden lassen: Für die nächsten zehn Jahren sieht man noch einmal 60 Mio. Euro an Investitionen vor, um die Produktion noch auszuweiten und weitere Absatzmärkte zu erschließen. Ab September soll in 20 Länder exportiert werden, ab Januar nächsten Jahres schon in 30 Staaten der Welt, u.a. nach Deutschland. Da wundert es denn auch nicht, wenn man hört, von den 23 Ferrero-Werken gehöre die Niederlassung in der Region Wladimir zu den erfolgreichsten.

Bleibt nur, den Ambergern und Wladimirern zu wünschen, in zehn Jahren eine nicht minder erfreuliche Bilanz ziehen zu können.

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Heute beenden Nicole Kobjoll-Setzer und Ehemann Marcel sowie ihr Sohn Max ihren Aufenthalt in Wladimir. Eingeladen hatte Anna Schukowa, Vorsitzende des regionalen Hotel- und Gaststättenverbands, die kurz vor Weihnachten den Schindlerhof in Boxdorf mit dem Ziel besucht hatte, Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu erkunden.

Anna Schukowa, Nicole Kobjoll mit Ehemann Marcel Setzer und Sohn Max sowie Peter Steger

Nun war es an den Gästen, die mit Klaus und Renate Kobjoll für den internationalen Erfolg des vielfach ausgezeichneten Schindlerhofs stehen, erst einmal zu sehen, in welchen Bereichen eine Kooperation mit Wladimir möglich und sinnvoll wäre. Da kann eine Besichtigung des Erlangen-Hauses nie schaden, wo schon, die Bauphase eingerechnet, seit 25 Jahren Tag für Tag bewiesen wird, wie fruchtbar ein deutsch-russisches Gemeinschaftsunternehmen wirken kann, wenn man es richtig angeht. Bleibt der Partnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir nur zu wünschen, daß sie nun auch noch eine gastronomische Note erhält. Eine Bestnote.

Mehrzweckhalle in Susdal

Wie es gemeinsam gehen kann, sehen die Gäste auch bei einem Abstecher nach Susdal, wo nicht nur der riesige, vor 40 Jahren errichtete Hotel- und Kongreßkomplex am Rande der Stadt runderneuert wird, sondern auch mit Traumblick auf das architektonische Märchen aus dem russischen Mittelalter ein modernes Freizeitzentrum entsteht, das den bis zu 700 Gästen des Hauses ebenso wie Touristen und Einheimischen zur Verfügung stehen soll.  Geplant und projektiert in Zusammenarbeit mit dem Studio Gollwitzer, vermittelt durch die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir.

Amphitheater in Susdal

Hinter diesem Erfolg steht Oleg Schukow, ein russischer Selfmademan, von der Art, wie man sie dem Land – gern in größerer Zahl – nur wünschen kann. Der Bauunternehmer hat bereits im Mai 2010 Kontakt zu Erlangen aufgenommen, als er sein Spaßbad zu konzipieren begann, das verschiedener bürokratischer Hemmnisse wegen erst jetzt Gestalt annimmt. Mehr dazu unter: https://is.gd/qKiKwh

Oleg und Anna Schukowa mit Familie Kobjoll-Setzer, Peter Steger sowie Max und Gleb

Ein Erfolg, der freilich nicht möglich wäre ohne die politische und administrative Unterstützung durch Sergej Sacharow, den ehemaligen Oberbürgermeister von Wladimir und jetzigen Stadtdirektor von Susdal, vor seiner politischen Karriere selbst Unternehmer. Wenn 2024 Susdal im Glanz seiner Geschichte das tausendjährige Jubiläum feiern kann, wird das ganz wesentlich diesen beiden kreativen Machermännern zu verdanken sein.

Peter Steger und Sergej Sacharow

Der Vollständigkeit halber sei nur noch vermerkt: Susdal und Rothenburg feiern heuer auch schon 30 Jahre Partnerschaft, damals vermittelt und angeregt von Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg. Dito: Eine Partnerschaft, wie man sie den Ländern – gern in größerer Zahl – nur wünschen kann.

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Den großen Zuschlag erhielt die Region Wladimir im Jahr 2015 zwar nicht, als es darum ging, ein Mercedes-Werk zu bauen. Daimler entschied sich schließlich doch für das Gouvernement Moskau, wo jetzt etwa 1.000 Arbeitsplätze entstehen und ab 2019 Modelle der E-Klasse sowie Pkws der Kategorie GLC, GLE und GLS für den russischen Markt gebaut werden sollen. Aber ganz leer geht Wladimir doch nicht aus, denn die Schwaben bestellen in der Kreisstadt Koltschugino 152 km Kabel der besonderen Art, die allen Anforderungen des Brandschutzes entsprechen, sprich auch bei Feuer den Betrieb noch mindestens drei Stunden aufrechterhalten und keine für Mensch und Technik gefährlichen Stoffe freisetzen dürfen. Vielleicht hätte man auch für den Flughafen Berlin in der Region Wladimir die Kabel bestellen sollen… Die Stuttgarter jedenfalls liegen im Zeitplan.

Große Pläne für Daimler im Moskauer Umland mit dem deutschen Botschafter, Rüdiger Freiherr von Fritsch, 2. v.l.

Zügig voran geht es auch bei den russisch-tschechischen Wirtschaftsbeziehungen. Die Wladimirer IHK besuchte im Vorjahr mit einer Delegation die Maschinenbaumesse in Brünn, dieser Tage waren die Tschechen zu Gast in Wladimir. Und siehe da: Man setzt eine Arbeitsgruppe ein, die Möglichkeiten für eine engere ökonomische Zusammenarbeit prüfen soll. Aber auch so schon ist der Warenaustausch um sage und schreibe 60% innerhalb eines Jahres gestiegen.

Russisch-tschechisches Forum in Wladimir

Vielleicht ja auch ein Modell für die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland und insbesondere Bayern. Immerhin besuchte ja eine Delegation des zuständigen Ministeriums – in Zusammenarbeit mit der IHK Nürnberg – im November die Region Wladimir (der Blog berichtete). Man wird sehen, welche Bilanz die Statistiker da in einem halben Jahr ziehen.

 

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Bei all dem, was Tatjana Terentjewa, Leiterin des Wirtschaftsamtes der Stadt Wladimir, und Konrad Beugel einander gestern vormittag zu erzählen hatten, hätten die Gäste es beinahe nicht mehr zum Mittagszug nach Moskau geschafft. Nach all den Treffen und Präsentationen auf der ökonomischen „Makroebene“ gab es nun aber auch wirklich mehr als genug Themen aus dem Bereich der kommunalen Zuständigkeit für die Wirtschaftsförderung zu besprechen. Und siehe da, bei allen strukturellen Unterschieden zwischen den Partnerstädten – in Wladimir dominieren die lebensmittelverarbeitende Industrie, etwa mit einer Molkerei von „Danone“ oder der Großbäckerei, sowie die Chemie gibt es durchaus gemeinsame Sorgen und Nöte, zum Beispiel den Mangel an Gewerbeflächen und den Widerstand der Anwohner gegen die Ansiedlung eines Bitumenwerks oder einer Müllsortieranlage, vergleichbar mit dem Erlanger Volksentscheid gegen die Ausweisung eines Industrieparks entlang der Autobahn im Süden der Stadt.

Konrad Beugel, Tatjana Terentjewa und Peter Steger

Auch das Problem mit den Aus- und Einpendlern kennt man in Wladimir – und die Ansiedlung von Betrieben im Umland, wo dann auch die Einkommenssteuer bleibt. Genug Gemeinsamkeiten, doch zu wenig Zeit, um alles im Detail zu besprechen, weshalb denn auch Konrad Beugel seiner Kollegin vorschlägt, ein Seminar in Erlangen zu veranstalten, wo man gemeinsam nach Lösungen suchen könnte. Jetzt braucht es nur noch einen Termin…

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Ob die Premiere gelungen ist, werden später die Abschlüsse und Ergebnisse zeigen. Als nützlich erwies sich der erste Besuch einer Wirtschaftsdelegation des Freistaates Bayern in der Region Wladimir auf jeden Fall. Die nämlich wird häufig noch von außen als ökonomischer „Hinterhof“ von Moskau und mehr als kulturelles Zentrum wahrgenommen.

Dabei kann man in dem Gouvernement von der Größe des Bundeslandes Brandenburg auf eine lange Industrietradition verweisen, die von der Glasverhüttung bis zu chemischen Werken, von der Rüstung bis zur Lasertechnik reicht und auch ein großes Potential im Bereich Fahrzeugproduktion aufweist. Besonders von Bedeutung in jüngster Zeit darüber hinaus, so Vizegouverneur Alexej Konyschew, der Tourismus.

Begrüßung und Vorstellung im Sitzungssaal des „Hauses der Freundschaft“

Die Region Wladimir unterhält dabei engste Beziehungen zu Deutschland: 31 Unternehmen arbeiten unter Führung oder Beteiligung von Partnern aus der Bundesrepublik. Allein in diesem Jahr ist der Handel zwischen dem Gouvernement und Deutschland um 21% gestiegen.

Konrad Beugel und Roman Matwejew

Einen noch stärkeren Anteil daran verspricht sich nun auch die Metropolregion Nürnberg mit ihrer „Perle Erlangen“, wie IHK-Präsident Dirk von Vopelius anerkennend in Richtung Konrad Beugel bemerkt.

Botschaftsrat Thomas Multhaupt, Ministerialrat Martin Grossmann, Wirtschaftsreferent Konrad Beugel, Vizegouverneur Alexej Konyschew, Oberbürgermeisterin Olga Dejewa, Präsident der IHK Nürnberg Dirk von Vopelius, Präsident der IHK der Region Wladimir Iwan Axjonow, Leiter der Repräsentanz des Freistaates Bayern in Moskau Fjodor Chorochordin und Staatsminister a.D. Otmar Bernhard MdL

In der Tat hat Erlangen auch in wirtschaftlicher Hinsicht mit seiner Partnerschaft so manchen Impuls in Wladimir gesetzt, vom ersten Gemeinschaftsunternehmen „Transmoros“ in den frühen 90er Jahren über die Zusammenarbeit mit Busunternehmen bis hin zum Aufbau einer Brauerei und der Lieferung von Malz für das Bier „Jusberg“

Irina Chasowa und Richard Heindl

Aber auch die von Richard Heindl – er war 1993 mit der Fahrradstaffel des damaligen Wirtschaftsreferenten, Siegfried Balleis, zum ersten Mal in Wladimir – Mitte der 90er Jahre gegründete „Wirtschaftsakademie“, die sich, ebenso wie „Transmoros“, im Erlangen-Haus einmietete.

Kirill Gawrilow und Dirk von Vopelius

Alles eine gute Basis, aber Dirk von Vopelius und seine Wladimirer Gesprächspartner wollen mehr. Im nächsten Jahr veranstaltet die Region Wladimir eine Fachmesse mit den Schwerpunkten Automation und Robotertechnik, wo ein eigener Stand für die Bayern eingerichtet werden könnte, und man macht sich erste Gedanken über einen „Wladimir-Tag“ bei der IHK Nürnberg. Ob nun schon nächstes Jahr oder erst 2019 wird sich zeigen.

Dirk von Vopelius, Konrad Beugel, Swetlana Schelesowa, Thomas Multhaupt, Otmar Bernhard, Martin Grossmann, Claudia Schleicher und Axel Just

Während die Gespräche zwischen den Firmenvertretern im „Haus der Freundschaft“, dem ehemaligen Sitz des Stadtrates, weitergehen, besucht auf Initiative von Konrad Beugel eine kleine Abordnung das Erlangen-Haus. Swetlana Schelesowa, stellvertretende Leiterin des Sprachlernzentrums, darf sich dabei wieder einmal über viel Lob und Anerkennung freuen, vor allem dafür, wie es über all die Jahre seit der Eröffnung im Mai 1995 gelungen ist, sich selbst zu finanzieren und dabei nebenbei zu beweisen, daß auch eine von zwei Städten ins Leben gerufene Stiftung versteht, sich als Gästehaus und Sprachkursanbieter auf dem Markt zu behaupten.

Bevor die Delegation am frühen Abend via Moskau und nach einer Übernachtung dort heute wieder die Heimreise nach München antritt, steht aber noch der Besuch bei dem Fahrzeughersteller „Volgabus“ auf dem Programm. Das Anfang der 90er Jahre in Wolgograd gegründete Familienunternehmen produziert Busse in allen Größenordnungen und setzt dabei auch auf mit Erdgas oder Batterie betriebene Fahrzeuge (sogar autonome Prototypen gibt es im Angebot)  für den heimischen Markt, durchaus aber auch mit internationaler Perspektive. Was die Fertigung anbelagt, kooperiert man ohnehin schon vor allem mit Partnern aus Deutschland sowie Japan und China. Noch läuft die Montage – übrigens unter Einsatz von Kuka-Robotern – nicht auf Hochtouren, noch ist der Ausbau der für gut 600 Mitarbeiter geplanten Anlage mit später einmal fast 50.000 qm Fläche, eine halbe Autostunde vom Zentrum Wladimirs entfernt und an der Strecke nach Moskau gelegen, nicht abgeschlossen, aber die landesweit arbeitende Holding mit einem Marktanteil von etwa 17% berichtet bereits von Großaufträgen aus Moskau und Sankt Petersburg und hofft auch, am Standort selbst die eigenen Busse verkaufen zu können, immerhin geplante 1.200 p.a.

Axel Just 30

Volgabus

Wie gesagt, die Abschlüsse und Ergebnisse müssen zeigen, ob die Premiere gelungen ist. Aber bei „Volgabus“ freut man sich schon jetzt über die erste ausländische Wirtschaftsdelegation überhaupt, und bereits im nächsten Jahr will man eine Fachmesse in München besuchen, um spätestens dann die Gespräche fortzusetzen. Ein Anfang ist jedenfalls gemacht. Ein guter, an dessen Zustandekommen, das soll nicht unterschlagen bleiben, Altoberbürgermeister Siegfried Balleis einen entscheidenden Anteil hatte: Siehe: https://is.gd/kIUW4X

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