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Archive for the ‘Veteranen’ Category


Anfang August trug sich im Erlangen-Haus eine bewegende Begegnung zu. Alexander Papin kam eigens aus dem Landkreis Melenki, etwa 150 km von Wladimir, ganz im Osten des Gouvernements gelegen, um von einem Ort im Wald, unweit des Dörfchens Sokolje, zu berichten, wo er die Begräbnisstätte für bis zu 200 deutsche Kriegsgefangene vermute. In unmittelbarer Nähe eines Lagers, wo etwa 550 Mann beim Torfabbau eingesetzt waren. Früher, meinte der Gast, habe es dort auf einer Fläche im Durchmesser von 20 bis 25 Metern nach Erzählungen von Zeitzeugen noch erkennbare Gräber gegeben, Steine, Hügel… Doch die Zeit habe nun alles eingeebnet.

Hier ruhen deutsche Kriegsgefangene

Damit die Geschichte dieses Ortes nicht vergessen werde, hat Alexander Papin zur Selbsthilfe gegriffen und aus eigenen Mitteln eine Gedenktafel aufgestellt, denn: „Ich kann einfach nicht vergessen, daß hier Menschen begraben liegen.“ Und dann fügte er noch hinzu: „Freundschaft läßt sich nicht mit Sanktionen belegen.“

Die Angaben Alexander Papins zum Lager Sokolje bestätigte mittlerweile der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, allerdings hatte man dort bislang nur Kenntnis von etwa einem Dutzend, bisher namenlosen beigesetzten Gefangenen. Nun will man die Sache nochmals prüfen, und vielleicht gelingt es ja, hier eine gemeinsame Gedenkstätte einzurichten. In jedem Fall steht Alexander Papin schon jetzt für ein berührendes Zeichen der Verständigung über den Gräbern einer schweren Vergangenheit von Deutschen und Russen.

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Anfang Juni 1943 zog er, zwanzigjährig und siegesgewiß, ausgerüstet mit einem Lehrbuch der russischen Sprache, als Funker in den Krieg und wurde bereits eine Woche später auf seinem ersten Flug über dem Kaspischen Meer abgeschossen. Es folgten sechs Jahre in Gefangenschaft, darunter auch in Talizy, einem Lager der Region Wladimir, die Claus Fritzsche reichlich Gelegenheit boten, sein Russisch zu vervollkommnen.

Claus Fritzsche und Wolfgang Morell im Juli 2013 auf dem Zentralfriedhof in Erlangen

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der leidenschaftliche Flieger bereits am 14. Juli verstorben, und am 11. August um 11.30 Uhr findet auf dem Heidefriedhof in Dresden die Urnenbeisetzung statt. Kaum jemand widmete sein Leben nach der Gefangenschaft so der deutsch-russischen Versöhnung, wie das Claus Fritzsche tat: als Dolmetscher und Übersetzer, als Autor seiner Erinnerungen an Krieg und Gefangenschaft, als Drehbuchverfasser seines Lebens zwischen den Kulturen, als beredter Zeitzeuge, der gegen das Vergessen ansprach. Unvergessen machte er auch seine Verbindung zu Schanna Woronzowa, in die sich der Gefangene – ebenso wie sein damaliger Kamerad Wolfgang Morell – verliebte und mit der er bis zuletzt in Kontakt stand, nachzulesen hier https://is.gd/3DVrjV, in der schönsten deutsch-russischen Liebesgeschichte, auf die Bühne gebracht von einem Schülertheater in Nischnij Nowgorod, aufgeführt bereits in Wladimir und im Oktober auch in Erlangen zu sehen. Wer Claus Fritzsche kannte, wird ihn und seine Botschaft des Friedens nicht vergessen, die er uns zurückgelassen, bevor er aufbrach zu seinem letzten Flug.

Mehr zu diesem einzigartigen Menschen unter https://is.gd/9Qeo28 und http://www.clausfritzsche.de

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„Gerade weil man an der gegenwärtigen Lage in der Welt verzweifeln könnte“, so Susanne Lender-Cassens, „ist Ihr Beispiel der Versöhnung und Verständigung so wichtig.“ Ganze zwei Stunden nahm sich Erlangens Bürgermeisterin Zeit für die zum Teil von weither angereisten Veteranen, um mit ihnen am Samstagmorgen im Rathaus zu sprechen.

Susanne Lender-Cassens, Fritz Rösch und Friedhelm Kröger

Von den regelmäßigen Treffen der ehemaligen Kriegsgefangenen in Lagern in und um Wladimir weiß Susanne Lender-Cassens, seit sie die Runde im Vorjahr empfangen hatte. Nun, bei der mittlerweile vierzehnten Begegnung dieser Art, ist auch Zeit für längere Gespräche.

Philipp Dörr und Jürgen Ganzmann

Doch erst noch einmal kurz zurück in die Geschichte dieses Veteranenkreises. Friedhelm Kröger reiste mit seiner Frau Christa im Jahr 2000 als Mitglied einer Bürgergruppe nach Wladimir, um die Stätten seiner Gefangenschaft wiederzusehen. Obwohl er sich 1949, nach der Entlassung aus dem Lager, geschworen hatte, nie wieder hierher zurückzukehren. Nun aber kam er von der Reise mit der Idee zurück, Kameraden von damals zu suchen, die seinerzeit auch in Wladimir und Umgebung interniert waren.

Paul und Werner Hütter

Auf sein Inserat im „Heimkehrer“ hin meldeten sich zunächst einige, später kamen mehr dazu, und über die Jahre traf man sich immer an verschiedenen Orten, wo einer der Veteranen lebte, von Burg auf Fehmarn über Minden, Walkenried, Schmalkalden, von Fränkisch Crumbach bis Erlangen, wo man schließlich in den letzten Jahren auch blieb.

Gruppenbild mit Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens

Man könnte meinen, es sei nun alles erzählt und berichtet – zumal der Blog die letzten neun Begegnungen protokolliert hat, zumal es mittlerweile den Erinnerungsband „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ gibt -, aber aus dem Gedächtnis der ehemaligen Wehrmachtsangehörigen tauchen immer wieder neue Episoden aus Krieg und Gefangenschaft auf.

Paul Hütter und Philipp Dörr

Da ist die Erinnerung von Wolfgang Morell an den „Blauen“ im Lager, den Vertreter des NKWD, des Geheimdienstes, bei dessen Erscheinen alle spurten, aber er berichtet natürlich auch von seiner Reise nach Wladimir und Nischnij Nowgorod im April, vor allem aber von dem Theaterstück, das nach seinen Erlebnissen entstand und nun im Oktober auch in Erlangen von russischen Schülern aufgeführt wird.

Christa Kröger, Kurt Seeber, Philipp Dörr; Clara Müller, Wolfgang Morell, Paul Hütter und Friedhelm Kröger

Da ist die Erinnerung von Paul Hütter, der mit seinen 93 Jahren noch alle Treppen bis hinauf in den achten Stock des Wohnstiftes Rathsberg zum Café läuft, ohne Stock und Handlauf, geraden Rückens – und wieder hinunter -, an den Posten mit der Pistole, auf die Gefangenen gerichtet, die sich weigern, zwangsfreiwillig an ihrem freien Tag gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Schießen will der Wachmann dann aber doch nicht und marschiert nach einem saftigen Fluch mit dem Trupp unverrichteter Dinge wieder zurück ins Lager.

Wolfgang Morell und Paul Hütter

Paul Hütter, der noch immer Radtouren von bis zu 60 km Länge unternimmt, auf einen E-Motor mit dem Hinweis verzichtet, davon bekomme man nur einen dicken Bauch, und dafür auf „Kräuterspeck“ – Knoblauch, Zwiebeln und Dill – schwört, wußte sich aber auch mutig zu wehren. Als ein Wachposten ihn einmal schlagen wollte, nahm er die Gabel zur Hand, mit der die Kartoffeln verladen werden sollten, und drohte – erfolgreich. Vielleicht wurde der Schlesier deshalb auch erst später aus dem Lager entlassen als die anderen…

Philipp Dörr und Fritz Wittmann

Früher nach Hause durften besonders Männer wie der Thüringer, Kurt Seeber, die aus der sowjetisch besetzten Zone stammten und von denen man glaubte, sie zum Aufbau der DDR gebrauchen zu können. Sie mußten sich für die „bewaffneten Kräfte“ – Polizei, Grenzschutz etc. – verpflichten, durften dann aber gar nicht zur Familie, sondern wurden gleich kaserniert. Kurt Seeber türmte zunächst, wurde festgesetzt und quittierte den Dienst bereits nach einem Jahr.

Friedhelm Kröger, Paul Hütter, Clara Müller und Kurt Seeber

So unterschiedlich die Herkunft, so verschieden auch die Behandlung in der Gefangenschaft. Fritz Wittmann, der sich als „Friedensgefangener“ bezeichnet, weil er sich erst in den letzten Kriegstagen der Roten Armee ergab, wundert sich bis heute, nie geschlagen oder beschimpft worden zu sein. Aber es mag wohl schwerer gewesen sein, schon wie Wolfgang Morell nach nur zwölf Tagen an der Front bereits im Winter 1942 in Gefangenschaft geraten zu sein – und acht Jahre lang zu büßen.

Philipp Dörr und Fritz Wittmann, Christa Kröger, Clara Müller, Kurt Seeber, Friedhelm Kröger, Paul Hütter und Elisabeth Wittmann

Glück hatten sie jedenfalls alle und einen guten Schutzengel, trotz Hunger und Krankheit – und dank manch einem Stück Brot, das man ihnen zugesteckt hatte, sowie dank der Hilfe von russischen Ärzten und Krankenschwestern – überlebt zu haben und noch heute davon Zeugnis ablegen zu können, wie aus einstigen Feinden heute Freunde werden. Denn eines eint all die Veteranen, die heute wieder in den Odenwald, nach Minden, in den Thüringer Wald und in den Westerwald zurückkehren: Sie sind alle zurückgekehrt nach Wladimir – manche wie Philipp Dörr und Wolfgang Morell sogar mehrmals – und leben uns vor, wie Versöhnung und Verständigung wirken, gerade dann, wenn man an der Lage in der Welt verzweifeln könnte.

 

 

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„Nach allem, was ich über mich weiß, bin ich zu Heroischem imstande. Es müßten sich nur die passenden Umstände ergeben. Dann könnte es passieren, daß auch ich mit gefälltem Bajonett vorwärts stürme, und nicht zurück. Natürlich nur, wenn ich überzeugt bin, daß der Mensch, dem ich den Garaus machen muß, es wirklich verdient hat. Aber zu meiner Schande kenne ich bis jetzt keinen Menschen, dem ich mit Vergnügen den Bauch aufschlitzen würde…“ So beginnt Kapitel 9 des Romans „Der rasierte Mann“ von Anatolij Marienhof, einer der vielen erst wiederzuentdeckenden Autoren des Imaginismus der russischen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Die passenden Umstände, sich heroisch im Sinne des Kriegshandwerks zu erweisen, versagte das Schicksal gottlob auch Günther Liebisch, Jahrgang 1926, der im Februar 1945 auf dem Fahrrad an die Front in Pommern geschickt wurde und dort von einem Ausguck herunter zum ersten Mal einen Feind hätte erschießen sollen. Doch der aus der Nähe von Breslau stammende Schütze entschied sich anders und bewies, daß man eben auch auf dem Schlachtfeld die Wahl hat:

Günther Liebisch

Als ich sein Gesicht im Zielfernrohr sah, ein Jüngling wie ich oder noch jünger, war es mir einfach zuwider, den armen Kerl zu erschießen. Da aber sicher das Ganze auch von anderer Stelle beobachtet wurde, konnte ich nicht anders als abdrücken und schoß dem Jungen ins Kochgeschirr, so daß die Suppe auslief, worauf der Bengel, wohl erschrocken, aber auch schnell, wieder verschwunden war. Aus welchem Grund auch immer, wir entfernten uns bald wieder aus dem Dorf, ohne weitere Feindberührung.

Willi Börke, Friedhelm Kröger und Günther Liebisch

Günther Liebisch selbst geriet bald darauf in sowjetische Gefangenschaft und machte sich auf den langen Weg nach Osten bis nach Wladimir, wo er bis zum März 1949 bleiben sollte und statt weiterer Feindberührung viel Freundberührung erleben durfte. Sicher auch wegen seiner zupackend freundlichen Art, seiner Bereitschaft, sich auf Menschen einzulassen und ohne jedes Aufhebens jedem zu helfen. Außerdem erwies er sich als geschickter „Spezialist“, wie die Russen deutsche Handwerker nannten, der sich an so gut wie jedem Auto und Gerät nützlich zu machen verstand. Nur eines verstand er nicht: „Warum nur haben unsere Gastgeber nicht mehr von unseren Fertigkeiten lernen wollen?“ Und noch etwas wollte ihm nie in den Kopf: „Warum gibt es so viele, die Geschichte studieren, während wir alle so wenig aus der Geschichte lernen?“

Günther Liebisch, Paul Hütter, Günter Kuhne und Philipp Dörr

Nun ist Günther Liebisch am 4. Juli verstorben. Er wird nicht mehr mit seiner Frau Anni zum Veteranentreffen am übernächsten Wochenende nach Erlangen kommen. Auch wenn er in den Herzen aller weiterlebt, die ihn und seine humorvolle Art schätzten und liebten, wird er doch uns allen schrecklich fehlen. Ein Mahner des Friedens ist mit ihm für immer gegangen, ein Versöhner, der das Glück erlebte, ohne Bitterkeit nach Wladimir zurückzukehren und dort noch Menschen zu treffen, die ihm die Gefangenschaft erleichtert hatten, ein Kämpfer, der bis ins hohe Alter Verantwortung übernahm, sei es für Tschernobyl-Kinder oder den Weltfrieden, den er zunehmend wieder gefährdet sah.

Elisabeth Wittmann, Günther Liebisch, Fritz Wittmann, Anni Schärfe-Liebisch und Tabea Schärfe

Es ist jetzt an uns, das Vermächtnis von Frieden und Versöhnung eines Günther Liebisch weiterzutragen, dessen Erinnerungen hier im Blog und im Buch „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ aufbewahrt sind für alle Zeiten der Verständigung. Danke, lieber Günther, für Dein großartig humanes Vorbild! Es ist dunkler geworden ohne Dich auf dieser Welt. Ruhe in jenem Frieden, den Du Dir immer für alle Menschen gewünscht.

 

 

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Das russische Generalkonsulat in München hatte zum feierlichen Empfang geladen. Der Nationalfeiertag heißt „Tag Russlands“. Der 12. Juni erinnert an die staatliche Unabhängigkeit und wird seit 1994 begangen. In vielen Städten des Landes feiert man der Tag parallel zum Stadtfest, so auch in Nischnij Nowgorod, wo die neue Bürgermeisterin, Jelisaweta Solomon, mich zu den Feierlichkeiten einlud, als ich vor kurzem meinem Vater dort einen Besuch abstattete.

Elisabeth Preuß in Nischnij Nowgorod im Mai 2017

Vielerlei Vergnügungen wurden geplant, so auch ein Auftritt des Theaters der Gehörlosenschule „Piano“. Wir trafen die talentierten Protagonisten bei einer Probe auf der Bühne hoch über der sommerlichen, in der Sonne glitzernden Wolga. Leider konnte ich diese Einladung nicht annehmen, da ich zu dem Zeitpunkt schon wieder seit zwei Tage zuhause im Rathaus sein würde.

Pantomimentheater „Piano“

Die Bevölkerung allerdings begeht mit viel mehr Herzblut den 9. Mai, den Tag des Sieges, jedes Jahr ein großes Fest. Zurecht gedenkt man der mehr als 50 Millionen Toten, die der von den Nationalsozialisten über die Welt gebrachte Krieg allein in der Sowjetunion kostete.

Irina Chasowa und Elisabeth Preuß, die beiden Botschafterinnen der Partnerschaft im Dezember 2015, Bahnhof Wladimir

Am 13. Juni folgten die Vertreter vieler Nationen der Einladung von Generalkonsul Sergej Ganscha nach München in den „Bayrischen Hof“, und ich nutzte diese Gelegenheit, um dem Generalkonsul von dem beeindruckenden Unterfangen „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ zu erzählen. Das Werk von Peter Steger liegt ja seit einigen Monaten auch in russischer Übersetzung vor, der Blog hat über die Präsentation in Wladimir berichtet. Die Erzählungen, Interviews und Bilder der Veteranen unserer beider Völker, die sich einst als Feinde gegenüber standen und sich jetzt im Rahmen der Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir treffen: Dieses Buch ist ein Jahrhundertwerk. Ich weiß nicht, ob mir als Laie in Sachen Literatur dieses Wort zusteht, für mein Gefühl aber greift jedes andere Wort zu kurz.

Elisabeth Preuß und Sergej Ganscha

Glücklicherweise (aber nicht zufälligerweise) hatte ich bei meiner Fahrt nach München sogar je ein Exemplar der deutschen und der russischen Ausgabe dabei und konnte dies dem Generalkonsul als Geschenk überreichen. Es ging ihm wie vielen, denen ich von diesem Werk erzähle: Zuerst Staunen, dann Freude steht in den Augen des Beschenkten. Wer dieses Buch liest und verinnerlicht, für den ist Krieg zur Unmöglichkeit geworden.

Elisabeth Preuß

Wjatscheslaw Gadalow

Erlangens Botschafterin in Wladimir, Irina Chasowa, vertrat unterdessen am gestrigen Tag der Erinnerung und Trauer die deutsche Seite, als einige wenige Zeitzeugen zusammen mit vielen Kindern des Überfalls der Hitlertruppen auf die Sowjetunion vor 76 Jahren gedachten.

Gedenkstein

Ort des Gedenkens: der Freundschaftsbaum, ganz in der Nähe vom Platz des Sieges am 22. Juni 2011 im Beisein von Elisabeth Preuß und Wolfgang Morell auf Initiative von Wjatscheslaw Gadalow gepflanzt, der sich bis heute um die kleine Eiche kümmert, dem Frieden zwischen Deutschen und Russen gewidmet. Siehe: https://is.gd/QTIWH5.

22. Juni 3

Gedenken an der Friedenseiche

Hier zumindest und mit diesen Menschen ist Krieg wirklich zur Unmöglichkeit geworden.

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Auf den Tag genau vor einem Jahr erschien hier im Blog der Bericht über den Besuch von Tarcísio Badaró, der auf den Spuren des Deutsch-Brasilianers, Horst Ewaldo Brenke, via Erlangen einen ungewöhnlichen Lebensweg nachzeichnete, der den Journalisten aus Südamerika bis nach Wladimir führte.

Wolfgang Morell und Tarcísio Badaró

Hier in Erlangen traf sich der junge Brasilianer mit Wolfgang Morell, um möglichst viele Details über die Kriegsgefangenschaft in Erfahrung zu bringen, Einzelheiten, die sich zu einem großen Gesamtbild zusammenfügen sollten.

Das Tagebuch des Horst Ewaldo Brenke

Als Ausgangsmaterial für die Recherchen hatte das Tagebuch des zwangsrekrutierten Wehrmachtsoldaten, Horst Ewaldo Brenke, gedient, ein wahrer Schatz der Erinnerung an das Leben hinter Stacheldraht. Eingeflossen in die Publikation sind aber natürlich auch die vielen Gespräche in Wladimir mit dem Historiker Witalij Gurinowitsch sowie all die Erlebnisse unterwegs mit der Bahn durch halb Europa, immer auf der Spur von Horst Ewaldo Brenke.

Er war ein Hitler-Junge – Der brasilianische Hitler-Soldat – Eine wahre Geschichte

Nun ist in Brasilien das Buch von Tarcísio Badaró „Er war ein Hitler-Junge – Der brasilianische Hitler-Soldat“ erschienen und in Erlangen per Post eingetroffen. Auf gut 190 Seiten sind hier die Stationen einer deutsch-brasilianischen Biographie festgehalten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Mehr zum Thema hier: https://is.gd/qk7isP

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Unter dem Titel „Geteilte Liebe“ hat ein Lokalsender in Nischnij Nowgorod das Wiedersehen von Wolfgang Morell und Schanna Woronzowa festgehalten, ein Treffen nach sieben Jahrzehnten, das auch ohne Sprachkenntnisse berührt.

Wolfgang Morell und Schanna Woronzowa (Photo: Rose Ebding)

Die knapp fünfminütige Reportage zeigt den ehemaligen Kriegsgefangenen auf den einstigen Wegen, wo er dem damals siebzehnjährigen Mädchen begegnete, und begleitet die beiden, die den Kontakt nie ganz haben abbrechen lassen, bei ihrem Wiedersehen, bevor Wolfgang Morell die Wolga besingt und Abschied nimmt. Wohl für immer: https://is.gd/sTNTFM

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