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Archive for the ‘Veteranen’ Category


„Woher können Sie nur so gut Russisch?“ lautete die erste Frage des Teams vom Staatlichen Fernsehsender Minsk, das am Samstag nach Erlangen gekommen war, um mit Wolfgang Morell ein Interview zu dessen Kriegsgefangenschaft in Lagern der UdSSR zu führen. Für den heute 97jährigen schien es von Beginn seiner Festsetzung im Januar 1942 an klar, daß er lange in Feindesland würde bleiben müssen, und um zu überleben, sollte man die Sprache lernen. Systematisch begann er damit in Kasan, nach seiner Entlassung aus dem Spital von Wladimir, wo man dem „Fritz“ das Leben gerettet hatte, im Hospital für Kriegsgefangene – man stelle sich derartige Einrichtungen in Nazi-Deutschland vor! -, wo ein jüdischer Starosta als Dolmetscher fungierte. Von diesem Stubenältesten lernte der gebürtige Breslauer immerhin das Alphabet und die Grundlagen des Russischen, das er bis zu seiner Entlassung in die Heimat 1949 nahezu perfekt beherrschte und bis heute dank der Partnerschaft mit Wladimir so frisch und lebendig erhält, daß das Gespräch, von dem hier gar nicht mehr verraten werden soll, mit den weißrussischen Gästen fast ganz ohne die Hilfe der mitgereisten Dolmetscherin geführt werden konnte.

Wolfgang Morell im Interview

Gestern dann befragte das Team auch noch Günter Kuhne in Gera, der als „Bestarbeiter“ im Wladimirer Traktorenwerk eingesetzt war. Gesendet werden soll die Reportage im Mai 2020 zum 75. Jahrestag des Kriegsendes. Aber die Journalisten versprachen, den Link zu den Interviews schon vorab zu schicken, um das zeitgeschichtliche Dokument im Blog zugänglich zu machen.

P.S.: Heute wird in Lüsche, im Oldenburger Land, Franz Sieve zu Grabe getragen. Auch er ein Kriegsgefangener in Wladimirer Lagern. Auch er hatte der Blogredaktion ausführlich Bericht über seine Zeit hinter Stacheldraht erstattet. Er ruhe in Frieden.

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für uns, auch für Sie – so lauteten am 22. Juni 1941 um 4.30 Uhr in Moskau die Worte von Wjatscheslaw Molotow an Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, den deutschen Außenminister in Moskau, nachdem dieser dem damaligen Vorsitzenden des Rats der Volkskommissare und späteren Außenminister die Mitteilung gemacht hatte, der Führer habe befohlen, der durch die UdSSR und England bestehenden Bedrohung „mit allen zur Verfügung stehenden Machtmitteln entgegenzutreten“. Da hatte der größte Vernichtungs- und Eroberungskrieg aller Zeiten bereits begonnen.

Niemand mache mehr den Fehler, die Worte von Faschisten und Nationalsozialisten nicht ernst zu nehmen. Adolf Hitler hatte alles schon in „Mein Kampf“, und 1939 verkündete er öffentlich:

Alles was ich unternehme, ist gegen Rußland gerichtet; wenn der Westen zu dumm und zu blind ist, um dies zu begreifen, werde ich gezwungen sein, mich mit den Russen zu verständigen, den Westen zu schlagen, und dann nach seiner Niederlage mich mit meinen versammelten Kräften gegen die Sowjetunion zu wenden.

Alles, was wir heute unternehmen, muß auf den Frieden gerichtet sein. Nie mehr ein so großes Unglück!

Am 22. Juni 2011 sprach Wolfgang Morell, der soeben seinen 97. Geburtstag feierte, als erster deutscher Kriegsteilnehmer in Wladimir auf dem Platz des Sieges bei der Gedenkfeier zum Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR und wandte sich in russischer Sprache mit folgenden Worten an die in den frühen Morgenstunden versammelten Menschen:

Wolfgang Morell, Iwan Mochow, Sergej Sacharow, Andrej Schochin, Nikolaj Schtschelkonogow und Elisabeth Preuß, 22. Juni 2011

Liebe Wladimirer, liebe Freunde,

als letzter wendet sich an Sie ein deutscher Zeitzeuge jenes verhängnisvollen Tages vor 70 Jahren, der uns den Anlaß für diese Gedenkstunde gibt. Ich hatte damals gerade das Gymnasium abgeschlossen und wartete auf meine Einberufung. Ich erinnere mich noch ganz klar an den 22. Juni 1941. Es war ein strahlender Sonntag, noch früh am Morgen, als mich meine Mutter mit dem Ausruf weckte: „Jetzt greifen die Unseren Rußland an.“

Ein lastendes Gefühl ergriff die ganze Familie… Ungefähr gegen 8.00 Uhr trat unser Propagandaminister Goebbels im Radio auf und behauptete, die Wehrmacht sei mit ihrem Angriff nur einer sowjetischen Aggression zuvorgekommen. Viele Deutsche – ich meine sogar die Mehrheit – glaubte ihm. Wir, meine Familie, wir glaubten ihm nicht! Warum?

Mein Bruder, damals Soldat bei der Artillerie an der deutsch-sowjetischen Grenze in Ostpreußen, hatte unter anderem die Aufgabe, das Schußfeld im Osten zu dokumentieren. Wir waren also informiert über den Gang der Dinge… Doch was ich damals noch nicht ahnen konnte, war, daß ich ein halbes Jahr später in Kriegsgefangenschaft geraten würde. Die Gefangennahme war für viele Soldaten an der Ostfront, so auch für mich, etwas, das man sich in den dramatischsten Farben ausmalte. Ich verdanke mein Leben nur dem Versagen meines Karabiners!

Ich blieb am Leben, erkrankte aber schon bald. Zu meinem Glück brachte man mich ins Militärhospital nach Wladimir, das damals in der Lunatscharskijstraße lag. Hier pflegte man mich innerhalb von sechs Monaten wieder gesund, als wäre ich einer von den eigenen Leuten, ein Rotarmist. Deshalb sage ich voller Überzeugung: In Wladimir hat man mir das Leben zurückgegeben! Hier vollzog sich auch die Kehrtwende – von Mißtrauen und Feindschaft hin zu Verständigung, Partnerschaft und Freundschaft. Für mich liegt ein tiefer Sinn darin, daß ausgerechnet die Stadt, deren Bewohnern ich für immer zu Dank verpflichtet bleibe, eine Partnerschaft mit meiner Heimatstadt Erlangen pflegt.

Wir haben hier voll der Achtung der Opfer gedacht, die jener unglückselige Krieg auf beiden Seiten forderte. Bitte lassen Sie uns an dieser Stelle gerade auch besonders der Kameraden beider Seiten gedenken, die in Gefangenschaft ums Leben kamen und jetzt die ewige Ruhe gefunden haben. Danke!

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Heute feiert man in Wladimir – wie im ganzen Land – den 74. Jahrestag des Sieges mit Reden, Aufmärschen und der Erinnerung an die Helden, Versehrten und Opfer des Großen Vaterländischen Krieges. Alles richtig und wichtig. Der Blog begeht dieses Datum der Befreiung Deutschlands vom Faschismus mit einem stillen Gedächtnis der Wladimirer Autorin Tatjana Oserowa, deren Onkel seit Dezember 1941 als vermißt gilt, mit dem Titel „Der Koffer“.

Ich kannte damals das Erwachsenenwort „Archiv“ noch nicht als Ort, wo man verschiedene Unterlagen aufbewahrt. Aber wir hatten daheim hinter dem Vorsprung aus Ziegelsteinen zum Liegen auf unserem Ofen einen kleinen Koffer mit alten Papieren und Bildern, Briefen und Telegrammen aus der Kriegszeit, geschrieben auf Zeitungspapier. Meine Schwester und ich taten kaum etwas lieber, als von Zeit zu Zeit die weinroten Stimmkarten des Vaters durchzusehen, der an der einen oder anderen Parteikonferenz teilgenommen hatte. Wir kannten viele Lieder und Verse aus der Kriegszeit auswendig. Zur Weiterverbreitung druckte man sie damals auf einzelnen Blättern aus Hartpapier mit Noten und kleinen Zeichnungen und Illustrationen. Häufig sangen wir bei unseren Hauskonzerten im Türrahmen zwischen den Stores, die als Theatervorhang fungierten, unsere Lieblingslieder: „Die schlanke Eberesche“, „Das kleine Licht“, „Dunkle Nacht“, „Da kommen die Soldaten“, „Die Nachtigallen“, „Wo seid ihr nur jetzt, ihr Waffenbrüder?“ usw. Dann setzten wir uns an den großen Tisch und betrachteten zusammen mit den Eltern die Bilder aus dem Koffer. Von den Photos sahen uns ihre Freunde an, junge Offiziere mit einer wallenden Haarpracht oder kurzgeschnittenen Frisur, mit einem breiten Lächeln oder mit einem strengen Blick. Einige auf den Gruppenaufnahmen waren mit einem kleinen Kreuz über dem Kopf gekennzeichnet, was bedeutete, daß der Freund ums Leben gekommen war.


Unter diesen Papieren und Bildern fanden sich auch besondere Schächtelchen, wo Vaters Orden aufbewahrt wurden. Darin lagen auch zusammengefaltete Todesanzeigen, die tragischen Benachrichtigungen über Verwandte und Angehörige: „Ihr Ehemann…, Bruder…, kam um oder starb den Tod der Tapferen…“ Vaters Medaillen und Orden lagen in der obersten Schublade der alten Kommode, weil sie nach dem Krieg nur noch selten jemand trug. Am Orden des Roten Sterns fehlte ein Strahl, das Emaille war aus irgendeinem Grund abgesprungen.

Zärtlich streichst du mit der Kinderhand über die Auszeichnung des Vaters und denkst, denkst an diese und stellst dir seine Heldentat vor – und seinen Sieg…

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Heute nun die Fortsetzung zum gestrigen Bericht, die wegen technischer Probleme erst jetzt im Blog erscheinen kann: eine bebilderte Zusammenfassung der Ziele und Ergebnisse einer von Alexej Aljochin, unterstützt von seiner Lehrerin, Ludmila Mironowa, Recherche auf den Spuren von deutschen Kriegsgefangenen in Lagern der Region Wladimir.

Die deutsche Seite von Kowrow und Anopino

Die Kriegsgefangenenlager

Philipp Dörr und P. Wladimir

Das Projekt “Ein Blick in die Vergangenheit”, 2008

Gewinner und Preisträger des Wettbewerbs “Kulturbrücke Rußland-Deutschland”, Dezember 2013

Besichtigung der Gedenkstätte für gefallene Sowjetsoldaten, wo Ludmila Mironowas Großvater Wasilij Fedotow 1944 beigesetzt wurde.

Ludmila Mironowa, Alexej Aljochin und Herbert Meinka in Kowrow.

ZIELE:

  1. Informationen über die Gefangenenlager in Kowrow und Anopino, Region Wladimir, zu gewinnen.
  2. Ein Bild vom Leben und dem Аlltag der deutschen Kriegsgefangenen zu erhalten, die dort während des Krieges und in der Nachkriegszeit interniert waren.
  3. Die Ereignisse in Erinnerung zu halten, um die freundschaftlichen Beziehungen zu den Bürgern des heutigen Deutschlands zu festigen.

AUFGABEN:

  1. Material aus den Büchern und der Ausstellung in Kowrow / Anopino zu sammeln.
  2. Treffen und Interviews mit Verwandten der Gefangenen sowie mit Zeitzeugen.
  3. Internetrecherche zum Thema.
  4. Zusammenfassend Informationen über diese Ereignisse zu zusammenzutragen und das Gesicht des Krieges mit den Augen der damaligen deutschen Kriegsgefangenen zu zeigen.

Arthur Mainka, Vater von Herbert Mainka.

Der alte Stadtplan von Kowrow, Region Wladimir. Das Kriegsgefangenenlager ist rot, der Weg von dort zum Bahnhof blau markiert.

Die weiße Mauer ist der letzte Rest des Lagers für Kriegsgefangene Nr. 1. Auch Arthur Mainka war hier untergebracht.

Die Kirche auf dem Gelände des Lagers ist bis heute erhalten geblieben.

Alter Bahnhof in Kowrow. Hier kamen die Kriegsgefangenen an.

Die Häuser, auf die deutsche Kriegsgefangenen ein weiteres Stockwerk, die 4. Etage, setzten.

Der sogenannte Deutsche Turm vor der Glasfabrik in Anopino, aufgenommen von Herbert Mainka.

Anopino, das Innere der Werkhalle wo Arthur Mainka als Kriegsgefangene arbeitete.

Herbert Mainka, Michail Lissow, Ludmila Mironowa und Alexej Aljochin vor einem Glasofen der neuen Fabrik.

Michail Lissow, Herbert Mainka und Ludmila Mironowa vor dem „Madrid“ genannten Gebäude der Lagerleitung.

Etwa hier befand sich der Friedhof der Kriegsgefangenen, nicht weit von Anopino.

Abschluß

Als Fazit möchte ich den Gedanken festhalten: Es ist entscheidend wichtig, immer an unsere Geschichte zu erinnern, die uns mit Menschen aus der ganzen Welt verbindet und die wir besonders mit den Deutschen teilen. Ich meine, dies ist die einzige Weise, den Frieden auf der Erde zuhalten und den Krieg zu verhindern.

Alexej Aljochin

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Wegen technischer Probleme kann heute der geplante Bericht nur verspätet und ohne den Hauptteil erscheinen. Sobald das Problem behoben ist, wird der Beitrag – hoffentlich noch im Lauf des Tages – ergänzt.

Wichtigstes Ziel der Städtepartnerschaft ist und bleibt die Völkerverständigung. Nicht von ungefähr steht deshalb das Motto „Bürgerpartnerschaft“ im Zentrum. Jährlich gibt es gut einhundert Austauschprogramme auf den unterschiedlichsten Ebenen. Regelmäßig veranstaltete Bürgerreisen schaffen ein Klima der Offenheit und Verständigung über alle Grenzen hinweg. Unsere Schule nimmt auch am Austausch mit dem Emmy-Noether-Gymnasium teil. Jährlich fahren die Kinder aus unserer Schule nach Erlangen. Ich selbst war schon zwei Mal in unserer deutschen Partnerstadt. Höhepunkt dieser Kontakte sind dabei Diskussionen und Jugendabende oder sportliche Begegnungen.

Wolfgang Morell und Alexej Aljochin

Ich bin überzeugt, die Partnerschaft Erlangen-Wladimir ist der beste Beweis dafür, daß gute Taten keine Grenzen, keine Nationalität kennen. Einfache Menschen (darunter auch Jugendlichen) können vieles leisten, viele Probleme lösen. Ehrenamtliche Initiativen sind unverzichtbar für das Gelingen der Städtepartnerschaft. Als Beispiel dazu dient hoffentlich auch das Projekt ,,Ein Blick in die Vergangenheit”, das ich gemeinsam mit meiner Lehrerin Ludmila Mironowa im Jahr 2008 erstmals in Erlangen präsentierte.

Die Städtepartnerschaft ermöglichte die Begegnung deutscher und russischer Kriegsveteranen. Einst standen sie einander auf feindlichen Frontlinien gegenüber und beschossen sich gegenseitig. Jetzt sind sie in unseren Partnerstädten zu Botschaftern des Friedens geworden. 2001 erschien die erste Auflage des Buches „Rose für Tamara“. Zehn Veteranen aus ganz Deutschland, die in Wladimir in der Gefangenschaft waren, erzählten über ihre Erfahrung und erinnerten sich mit viel Liebe und Dankbarkeit an die Hände der russischen Frauen, die ihnen das Leben gerettet hatten. Das Treffen mit deutschen Veteranen und deren Erinnerungen an die menschlichen Berührungen der einstigen Kriegsfeinde war wirklich ein Ereignis für uns Schüler. Ich bin selbst der Meinung, das Gute  müsse über das Böse die Oberhand  gewinnen.

 

Alexej Aljochin

 

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Heute wieder einmal eine Suchanfrage. Es geht um die Geschichte der Gefangenschaft von Jan Hindrik Beuker (15.11.1910-23.01.1983). Er hinterließ für 1945 bis 1948 nur ganz kurze Kalendernotizen, entziffert von seinem Großneffen, Gerrit Jan Beuker, die Hinweise auf seine Aufenthaltsorte geben und die vielleicht letzte Chance bieten, noch Zeitzeugen zu finden, die sich an den Kameraden aus Oeveringen, heute Emlichheim, bei Neuenhaus, Kreis Bentheim, auf halbem Weg zwischen Hannover und Amsterdam an der niederländischen Grenze gelegen, erinnern können.

Zwantien und Jan Hindrik Beuker, Heimaturlaub, 1941

Der Wehrmachtssoldat war u.a. in der Ukraine eingesetzt und machte dann den Rückzug von Smolensk über Minsk bis in den Landkreis Zwittau mit, bis er nach „Überschreiten der Moldau“ am 11. Mai 1945 „dem Schein nach in amerikanische Gefangenschaft“ geriet, bevor man ihn einen Tag später an die Sowjetarmee übergab. Nach vielen Zwischenstationen auf dem Weg nach Osten findet sich dann folgender Eintrag im Tagebuch (hier schon redaktionell überarbeitet):

Am 24.12.46: mit 130 Mann verladen und am 29.12. ins Hospital Kameschkowo eingeliefert,  200 km östlich Moskau, 40 km von Wladimir.

Jan Hindrik Beuker, 1939, Ausbildung

Dort verbleibt er offenbar längere Zeit. Im Januar 1947 kommt er von Stube 6 auf Stube 8, im Juni von Bau 2 nach Bau 3. Vom 10.07. bis zum 06.08.1947 arbeitet er in der Küche. Am 10.08. verlegt man ihn ins Lager Mesinowka, wo er am 11. August „OK geschrieben“ wurde, was arbeitsunfähig bedeutet, wörtlich „Genesungsgruppe“. Am 25. August stufte man den Rekonvalezenten in die Kategorie 3 ein, die bereits leichte Arbeit ermöglicht, weshalb dann auch der nächste Eintrag vom 28.10. bis 21.11. lautet „W. Müller, Küche“ – und dann: 23.11.-02.12. „Garnison Küche“. Dieser Einsatz brachte den Gefangenen offenbar wieder zu Kräften, so daß er am dem 22. Dezember als Torfverlader arbeiten kann, bis er ab dem 13. Januar 1948 im Kanalbau eingesetzt wird. Über Gus-Chrustalnyj ging es dann am 7. März nach Wladimir, wo am 10. März der Zug gen Westen abfuhr.

Gerrit Jan Beuker arbeitet derzeit an der Biographie seines Onkels und wäre dankbar für weitere Angaben zu dessen Leben in der Gefangenschaft.

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Ein Fundstück von gestern, am Weltfriedenstag der römisch-katholischen Kirche: zwei Sängerinnen des Veteranenchors Wladimir 1994 auf der Bergkirchweih, Lebkuchenherzen tragend mit der Aufschrift „Willkommen in Erlangen“. Im Hintergrund zu sehen: Heinrich Pickel, seinerzeit Stadtrat und Leiter der ersten Erlanger Veteranendelegation, die zum 50. Jahrestag des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion Mitte Juni 1991 Wladimir besuchte.

Am Revers der Bluse das Symbol des Friedens, 1993 gestaltet von Fritz Wittmann und hergestellt in Wladimir. Sie alle miteinander konnten die Welt seither nicht friedlicher machen. Aber sie versuchten es zumindest redlich, und den Krieg besiegten sie in ihren Herzen. Kein Grund also für uns, nachzulassen. Frieden ihrem Andenken.

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