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Archive for the ‘Umwelt’ Category


Wladimir Putin versprach es bei seiner letzten TV-Sprechstunde einer Bloggerin: Er werde persönlich die Reformen zur Müllproblematik kontrollieren. Und Wladimir Sipjagin, Gouverneur der Region Wladimir, will die Sache auch angehen, wenn er sagt:

Wilde Müllkippe bei Wladimir

Wir bezahlen jetzt tatsächlich für die vielen Jahre des achtlosen Umgangs mit der Frage des Naturschutzes. Das Unternehmen produzierte Mineralwasser in einer Plastikverpackung, der Konsument kaufte es und warf die Flasche in den Mülleimer. Und dann? Vergraben auf einer Deponie? Niemand will die in der Nähe seines Hauses. Wiederverwerten? Niemand will in der Nähe seines Hauses eine solche Anlage. Diese Anlage und eine Deponie weit weg von bewohntem Gebiet und den vorhandenen Straßen einrichten? Niemand will für die Müllentsorgung ein Vielfaches vom bisherigen Tarif bezahlen. Also müssen wir einen Kompromiß suchen und begreifen, daß es keine raschen Veränderungen geben wird. In einigen Dingen sind wir durch Gesetzesnormen und Verfahrensweisen eingeschränkt. Wenn wir auch nur einmal das Gesetz verletzen, legen wir den Grundstein für die Anarchie. In der Ökologie wäre ein solches Risiko ein Verbrechen. Die Rolle der Behörden beim Umweltschutz ist systembildender, organisierender und kontrollierender Natur. Doch jede einzelne Person und die Gesellschaft insgesamt sind Teilnehmer am ökologischen Umbau. Davon bin ich überzeugt. Bei der Müllreform sind wir alle gefragt.

Alexandra Jewstjunina braucht man das nicht mehr zu sagen. Die 92jährige Weltkriegsveteranin übernimmt lieber selbst die Initiative und sammelt die Hinterlassenschaften anderer in einem Waldstück an der Stadtgrenze von Wladimir. Sogar Zettel heftet sie an die Bäume mit der Bitte, die Natur sauber zu hinterlassen. Hier die Reportage dazu von Anastasia Sacharowa, die man auch ohne Russischkenntnisse ganz gut verstehen kann: https://is.gd/bMyZqw

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Nun liegen die konkreten Pläne für die mautpflichtige Autobahn vor, die anstelle der Hochgeschwindigkeitstrasse für die Eisenbahn – möglicherweise mit Hilfe italienischer Investoren – weitgehend parallel zur bestehenden M7 ab 2025 Moskau via Wladimir mit Nischnij Nowgorod und Kasan verbinden soll, wovon der Blog bereits berichtete: https://is.gd/NCwhQg

Die erste Wildbrücke Rußlands in der Region Kaluga

Auf einer Länge von 36 km verläuft die Streckenführung nach Meinung von Umweltschützern durch hochsensible Ökosysteme, die großen Schaden nehmen könnten. Derzeit läuft deshalb eine Unterschriftenaktion, gerichtet an Staatspräsident Wladimir Putin, die zumindest für dieses Teilstück – das gesamte Projekt wird nicht in Frage gestellt – eine alternative Trasse vorschlägt.

Mit dem Fahrrad aufs Land statt mit dem Auto!

Am westlichen Stadtrand von Wladimir beabsichtigt ein Bauträger die Errichtung eines neuen Wohnviertels am Rand eines Naherholungsgebiets. Dem breiten Widerstand bis hin zu einem Protestkonzert schloß sich nun sogar Gouverneur Wladimir Sipjagin an, der sich für den Erhalt der grünen Zone aussprach.

Reinigung eines Teiches in Wladimir bei einem Subbotnik

In der Region Wladimir – vor allem an der Grenze zum Gouvernement Moskau – laufen die Menschen Sturm gegen den aus der Hauptstadt importierten Müll. Die Zufahrten zu Flächen, die im Wald für Deponien vorgesehen sind, werden blockiert, gleichzeitig fordert die Bevölkerung überall, illegale Halden zu schließen beziehungsweise zu entfernen und zu rekultivieren. Sogar die Staatsanwaltschaft nimmt sich des Themas verstärkt an.

Und auch die Kommunalpolitik steuern allmählich um. Gerade eben richtete man die drei ersten Annahmestellen für quecksilberhaltiges Material in der Region Wladimir ein. Und in der Partnerstadt läuft ein Pilotprojekt an, das die Abholung von Sperrmüll organisiert. Landesweit schließlich gibt es Aufrufe, den Müll zu trennen. Hier, unter diesem Link, gut zu sehen, auch wenn man kein Russisch kann: http://просторазделяй.рф – Auffallend allerdings die Ablehnung der Müllverbrennung als umweltschädlich, während sie ja in Deutschland seit Jahrzehnten mit großer Akzeptanz praktiziert wird. Wie man in Rußland tatsächlich ohne die thermische Behandlung der Abfallberge Herr werden will, muß sich noch zeigen.

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Man sollte sich auf eine besondere Begriffswelt einstellen, wenn man das Klärwerk besucht – und die Fähigkeit mitbringen, so richtig zu staunen. So erfährt man bei der Führung mit Werkleiter Wolfgang Fuchs und Abteileilungsleiter Wolfgang Engelhardt, man habe es in Erlangen mit einem schwachen Vorfluter zu tun, sprich mit einem Fluß, der wenig Wasser führt. Desto entscheidender, die Klärung der Abwässer von Privathaushalten und Gewerbe aus Stadt und Umland bestmöglich sicherzustellen.

Stefan Engelhardt, Schamil Chabibullin, Anatolij Kurganskij, Olga Kanischtschewa, Gregor Helfritsch, Wolfgang Fuchs und Anna Barth

Ins Staunen kammen dann gestern die Gäste aus Wladimir so richtig im Untergrund, „wo wir unser ganzes Geld verbaut haben“, wie Wolfgang Fuchs meint. Wenn man zu einem der deutschlandweit führenden Klärwerke gehören und Strom wie Wärme für den eigenen Betrieb aus der Abwärme des Faulschlamms produzieren will, braucht man all diese Technik und Rohre, die alle notwendigen Prozesse in Gang halten: ohne Chemie, nur in der Nachahmung der natürlichen Abbauvorgänge.

Ein Beispiel dafür, wie gut das gelingt, ist die Stillegung des bis vor wenigen Jahren noch genutzen Filters am Auslaß in die Regnitz. Inzwischen sind die Reinigungsstufen derart perfekt, daß das in den Fluß eingeleitete Abwasser klarer und reiner ist als der Vorfluter. Was man freilich mit bloßem Auge nicht sieht, sind Mikroplastik, Arzeimittelrückstände, Hormone mit all ihren erst jetzt erkennbaren Folgen für die Gewässerfauna. Deshalb eine Projektzusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, die es in der Art nur noch einmal in Deutschland – in Berlin – gibt.

Die von den beiden Jugendparlamentariern Anna Barth und Gregor Helfritsch begleiteten Gäste – und Olga Kanischtschewa, zuständig für die Landschafts- und Naturschutzgebiete der Region Wladimir, ganz besonders – begeistert diese Mischung aus Hochtechnologie, Autarkie und Sorge um die Umwelt: naturnahe Wiesen, in denen Hasen hoppeln und sich vor der Kamera verstecken, ein Biotop an einem Abschnitt des Main-Donau-Kanals aus König Ludwigs Zeiten mit Revieren für Biber und Eisvogel, Bienenstöcke.

Noch größer ist die Freude natürlich über das Angebot einer Zusammenarbeit auch über die Partnerstadt hinaus, etwa nach Kameschkowo, wohin Kreisrat Anatolij Kurganskij herzlich einlädt. Denn nichts wünscht er sich mehr als kompetente Konsultation zum Thema Gewässerreinhaltung, Beratung von Fachleuten, die kein kommerzielles Ziel verfolgen.

Und auch die Gegeneinladung für Fachleute aus der Region Wladimir steht. Und damit eine gute Tradition, die seit 1991 besteht, als die ersten Kontakte zur Stadtentwässerung Wladimir aufgenommen wurden, die bis heute Bestand haben.

Und nun also eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte, auf deren nächste Kapitel man sich jetzt schon freuen darf.

Bevor es zur Eröffnung der Bergkirchweih ging stand noch ein Treffen im Umweltamt mit Stadträtin Bianca Fuchs und Amtsleiter Rainer Lennemann auf dem Arbeitsprogramm. Thema: Zusammenarbeit von Naturschutzorganisationen mit den Behörden am Beispiel des Bayerischen Landesbundes für Vogelschutz.

Bianca Fuchs, Gerda-Marie Reitzenstein, Schamil Chabibullin, Reiner Lennemann, Olga Kanischtschewa, Annette Ohrmann und Anatolij Kurganskij

Nicht alle Fragen konnten beantwortet werden, aber man hat sich wieder ein wenig besser kennengelernt zwischen Erlangen und Wladimir – und das ist ja so wenig nicht in Zeiten wie diesen.

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Kaum ein Projekt entwickelt sich derart erfolgreich und, um einen Begriff aus der Thematik des gegenwärtigen Treffens zu verwenden, nachhaltig wie das Gesprächsforum Prisma, das sich seit Dienstag den Fragen des Umwelt- und Naturschutzes mit Schwerpunkt Vermeidung, Entsorgung und Wiederverwertung von Müll widmet. Nicht auf Expertenebene, sondern unter dem Blickwinkel des Zusammenspiels von Politik, Behörden und Zivilgesellschaft.

Wjatscheslaw Kartuchin, Gerda-Marie Reitzenstein, Jürgen Schnieber, Schamil Chabibullin, Olga Kanischtschewa und Anatolij Kurganskij

Am Montag eingetroffen, besuchten die Gäste, begleitet vom Prisma-Mitglied Gerda-Marie Reitzenstein, zunächst die Müllumladestation mit all den verschiedenen Fraktionen, die vorab getrennt werden, so daß am Ende in Erlangen gerade einmal noch 30% als Restmüll verbleibt, der per Bahn nach Bamberg und Coburg in die Verbrennungsanlagen geht.

Anatolij Kurganskij, Wjatscheslaw Kartuchin, Olga Kanischtschewa, Gerda-Marie Reitzenstein und Schamil Chabibullin

Inhaltlich vorbereitet hatten die Thematik bereits im April die beiden Journalistinnen Karina Romanowa und Julia Kusnezowa, die nach ihrem Besuch in Erlangen zusammen mit Wjatscheslaw Kartuchin, dem Leiter der Akademie für Verwaltung und Wirtschaft, eine regelrechte Informationskampagne buchstäblich auf allen Kanälen starteten und in der Öffentlichkeit wie in der Politik demonstrierten, wie Abfallfragen in der deutschen Partnerstadt behandelt werden.

Treffen mit Ulrich Klement, zweiter von links

Einige der Stationen kannte Wjatscheslaw Kartuchin deshalb bereits, andere, wie die Biogasanlage in Strullendorf, wo auch Abfälle aus Erlangen in einem etwa siebzigtägigen Prozeß fermentiert werden, waren ihm ebenso neu wie seinem Kollegen, dem Abgeordneten der Regionalduma Wladimir, Schamil Chabibullin, oder Olga Kanischtschewa, der Chefökologin der Region Wladimir, und Anatolij Kurganskij, Kreisrat von Kameschkowo, unweit von der Partnerstadt gelegen. Und noch niemand von der Vierergruppe war bisher schon einmal am Dechsendorfer Weiher, wo es dann sogar noch ein zufälliges Treffen mit Ulrich Klement, Leiter des Sportamts, gab, der auch für Unterhalt und Pflege der beiden Schwimmbäder dort verantwortlich zeichnet.

Anatolij Kurganskij, Elisabeth Preuß, Georg Hollfelder, Schamil Chabibullin, Manfred Eichhorn, Gerda-Marie Reitzenstein, Wjatscheslaw Kartuchin, Julia Obertreis und Olga Kanischtschewa

Auf dem Weg in Richtung Bamberg vervollständigte sich schließlich die Gruppe: Bürgermeisterin Elisabeth Preuß und Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa an der FAU, stießen dazu und ließen sich ebenfalls über Vergärung und später, in Bamberg, Verbrennung von Abfällen informieren.

Im Müllheizkraftwerk Bamberg: Schamil Chabibullin, Anatolij Kurganskij, Gerda-Marie Reitzenstein, Wjatscheslaw Kartuchin, Elisabeth Preuß, Arnd Externbrink, Olga Kanischtschewa und Julia Obertreis

Nach all dem praktischen Anschauungsobjekten folgte dann gestern unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens der theoretische Teil des Treffens im Erlanger Rathaus mit Fachleuten aus dem Umwelt- und Abfallbereich.

Prisma im Plenum

Julia Obertreis stellte die Geschichte der Ökobewegung in BRD wie DDR ab den 70er Jahren vor und erklärte, wie es zur Gründung der Grünen kam, während Susanne Lender-Cassens erläuterte, welche Rolle in Erlangen die Umweltfragen spielen und was vor allem unternommen wird, um Müll zu vermeiden und wiederzuverwerten.

Julia Obertreis, Susanne Lender-Cassens, Wjatscheslaw Kartuchin, Olga Kanischtschewa, Anatolij Kurganskij und Schamil Chabibullin

Anna Barth vom Jugendparlament berichtete von den Umweltinitiativen der Jugendlichen und natürlich von Fridays for Future, dies Klimabewegung von Schülern, die in Rußland noch völlig unbekannt ist und wohl auch nicht die Ausmaße annehmen dürfte wie etwa in Deutschland, denn, so Olgan Kanischtschewa, man habe nicht nur Schulpflicht, sondern lege in den Klassen auch viel Wert auf Umweltbildung. Außerdem bestehe für alle die Möglichkeit, sich in zivilgesellschaftlichen Kammern und Beiräten zu engagieren und so auch Umweltthemen voranzubringen. In Wladimir schon lange ein wichtiges Thema, auch daran abzulesen, daß man 12% der Fläche des Gouvernements unter Natur- und Landschaftsschutz gestellt habe, während diese Kennziffer in den Nachbarregionen bei gerade einmal 8% liege.

Im Bereich Umwelterziehung – das stellte sich dann auch beim Vortrag von Regina Meinardus heraus – gibt es sicher die größten Übereinstimmungen, und da stieß denn der Vorschlag von Wjatscheslaw Kartuchin auf großes Interesse, einen gemeinsamen Umweltpreis für Jugendliche auszuloben oder zumindest ein Projekt der Partnerstädte im Bereich der Öko-Pädagogik zu starten.

Gruppenbild mit Bezirksrätin Maria Scherrers, vierte von rechts und mit Oxana Kirej, die mit ihrem Nachwuchsteam vom Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde wieder famos für die Verständigung sorgte

Heute stehen noch einige Termine auf dem Programm, vor allem die Besichtigung des Klärwerks, aber fest steht schon jetzt: Wladimir will eine Fachgruppe zu dem Thema Müll einladen, um mit dem Expertenteam ein für die Region geeignetes Konzept zu erarbeiten, und die nächste Prisma-Begegnung, möglichst noch in diesem Jahr, soll die zivilgesellschaftlichen Komponenten dieser Frage weiter vertiefen: Wie können Vereine und Verbände, Ehrenamtliche und Organisationen ihren Beitrag zur Müll-Problematik leisten?

Schamil Chabibullin, Wjatscheslaw Kartuchin, Susanne Lender-Cassens, Anatolij Kurganskij, Olga Kanischtschewa und Wolfgang Niclas

„Wir haben wieder viel voneinander gelernt“, resümierte Susanne Lender-Cassens gestern abend bereits, „und wir haben von viel gemeinsam vor. Ich freue mich darauf!“

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Wald statt Brache


Nach Angaben von Greenpeace liegen in der Russischen Föderation 80 Mio. ha landwirtschaftlicher Fläche brach, viel Platz für neue Wälder, wie die Umweltschützer meinen. Doch dem steht noch das Gesetz entgegen, wonach dieser Grund zu bewirtschaften oder zumindest zur Nutzung bereitzuhalten sei, andernfalls Strafen drohen. Die Eigner sind also gehalten, jede Art von Wildwuchs zu entfernen, was die häufig – verbotenerweise – im Frühjahr mit schlichtem Abfackeln tun – mit allen bekannten Folgen für die Ökologie.

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Dabei verlieren die Böden häufig ihre Fruchtbarkeit oder werden ohnehin nicht mehr für den Anbau von Feldfrüchten gebraucht. Deshalb, so Greenpeace in einer Petition, sollte man es gestatten, hier legal Forstwirtschaft zu betreiben, um einer weiteren Degradierung der Bodenqualität entgegenzuwirken.

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Wenn man nun aber auf diesem Brachland Wälder anpflanzte, ließen sich die Holzernte Schritt für Schritt, so die Berechnung der Ökologen, um 35% bis auf 288 Mio. Kubikmeter im Jahr steigern und fast 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Und der Verband des holzverarbeitenden und holzexportierenden Gewerbes unterstützt diese Position und fordert den Gesetzgeber auf, in der Sache zu handeln. Denn allein in der Region Wladimir liegen 24% der landwirtschaftlichen Fläche brach, 445.000 ha schon seit mehr als drei Jahren, 263.000 ha sogar schon seit mehr als 20 Jahren. De facto hat sich durch Anflug der Wald dieses Land ohnehin schon zurückgeholt. Würde man nun aber hier aktiv anpflanzen, ließe sich der Einschlag von Holz von 1,4 Mio. Kubikmeter im Jahr auf 3,4 Mio. Kubikmeter steigern, ein Beitrag auch zum Schutz der noch verbliebenen naturnahen oder gar unberührten Wälder, von denen es im ganzen Land immerhin noch etwa zwei Millionen Hektar geben soll.

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Michail Malyschew gelang am 15. Mai in der Nähe des Dorfes Schukowa im Landkreis Sudogda ein seltenes Bild mit einem Schwarm Grauer Kraniche. die Vögel stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Fauna; 2014 zählte man knapp über 2.000 Exemplare in der gesamten Region Wladimir.

Stark zurückgegangen ist die Population bereits in der Sowjetzeit, als man viele Sümpfe trockenlegte, um neues Ackerland zu gewinne. Mittlerweile hat sich der Bestand erholt und stabilisiert, die Vögel kommen nicht nur im Umland von Sudogda vor, sondern auch in den Landkreisen Kameschkowo, Wjasniki und Gorochowez sowie im Nationalpark Meschtschjora. Bald, Ende Mai, beginnen die Männchen ihren „Balztanz“, der allerdings wohl gar nicht, wie lange angenommen, mit dem flügelschlagenden Springen auf der Stelle die Weibchen beeindrucken soll, sondern den Platz für das künftige Nest vorbereiten soll, wo dann später ein bis zwei Eier bebrütet werden. Hoffentlich weiter erfolgreich, damit der Kranich eines Tages aus den Roten Zahlen komme. Einstweilen empfiehlt der Literaturredakteur des Blogs die Lektüre der Erzählung „Frühe Kraniche“ von Tschingis Aitmatow.

P.S.: Ganz Bayern kommt auf kaum zehn Brutpaare. Immerhin, denn bereits im 19. Jahrhundert galt der Kranich hierzulande als ausgestorben.

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Die Blumenpflanzarbeiten sind in vollem Gange. Wer Wladimir aus früheren Jahren kennt, weiß zu schätzen, wie sich die Partnerstadt von Frühling zu Frühling immer schöner herausputzt. Auf 7.500 qm sollen heuer mehr als 350.000 Blumen blühen, statistisch also etwa für jeden Einwohner eine Pflanze. Alle übrigens aus eigener Zucht: Begonien, Dahlien, Salbei, Petunien, Studentenblumen, Zinnien, Buntnesseln und viele andere. Auf 200 qm gegenüber der Staatskanzlei sollen sogar Rosen das Auge erfreuen. Außerdem sind mehr als 300 Blumenampeln und neue -skulpturen geplant, etwa einen Blütenspringbrunnen an der vor eineinhalb Jahren eröffneten Straße zur Umfahrung des historischen Stadtkerns, der Lybjedtrasse.

Anregungen zu all dem Blumenschmuck holte sich Wladimir übrigens auf der Insel Mainau, zu der die Partnerstadt bereits 2001, vermittelt über Erlangen und Jena, Kontakte aufnahm. Mehr zu dieser Geschichte unter: https://is.gd/fnWPMf

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