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Archive for the ‘Termine’ Category


Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Doch um seine Deutung ist ein neuer Streit entbrannt. Der „Große Vaterländische Krieg“ oder der „Zweite Weltkrieg“ spielen in der heutigen Erinnerungskultur der postsowjetischen Staaten eine wachsende Rolle. Neben die lang etablierten offiziellen Siegesparaden treten privat organisierte Formen des Erinnerns. Im Konflikt zwischen Moskau und Kiew ist die Frage, mit welchen Vorzeichen und Begriffen der Krieg erinnert wird, zentral, und Termini wie „Faschisten“ werden in der heutigen Auseinandersetzung als Kampfbegriffe eingesetzt.

Julia Obertreis bei einem Vortrag an der Staatlichen Universität Wladimir im Jahr 2017

Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa an der FAU, umreißt in ihrem Vortrag am Mittwoch, den 15. Januar, um 19.00 Uhr im Großen Saal der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, bei freiem Eintritt, mit dem die Russisch-Deutschen Wochen eröffnet werden, die aktuelle Erinnerungskultur und Instrumentalisierung von Geschichte, bietet aber auch Einblicke in den Stand der geschichtswissenschaftlichen Forschung zum Zweiten Weltkrieg in Osteuropa. Die Historikerin gestaltet als Sprecherin und Moderatorin von „Prisma“ die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir mit und bereitet derzeit das nächste Treffen des Gesprächsforums im Juni in Wladimir just zum Thema Erinnerungskultur vor.

Weitere Termine der diesjährigen Deutsch-Russischen Wochen unter: https://is.gd/2XOEX4

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In gut zwei Wochen ist es schon wieder so weit: Die Biennale der Russisch-Deutschen Wochen an der Volkshochschule Erlangen – dieses Mal ganz im Zeichen von 25 Jahren Erlangen-Haus – startet am 15. Januar mit einem Vortrag der Historikerin Julia Obertreis zu 75 Jahre Kriegsende und Fragen der russischen Erinnerungskultur. Vom Puppentheater bis zum Jazz, von Ikonen bis zu Reiseimpressionen, von der russischen Kalligraphie bis zum Jubiläumsabend zeigt sich das Programm so vielfältig wie die Städtepartnerschaft insgesamt. Einen ersten Überblick gibt es hier https://is.gd/2XOEX4, aber der Blog wird natürlich noch die eine oder andere Vorstellung gesondert vorstellen.

Während bei den Russisch-Deutschen Wochen – mit Ausnahme der Sprachkurse – alle Angebote frei sind und man noch die Platzwahl hat, ist für das Konzert von Rainer Glas und seinem Ensemble Sounds of the Orient der Vorverkauf schon voll im Gang. Wer gut sitzen möchte, reserviere deshalb möglichst bald seinen Sessel im Markgrafentheater.

Im Unterschied zu den schon traditionellen Russisch-Deutschen Wochen steht das Projekt von Rainer Glas noch ganz am Anfang. Im Frühjahr trat er fulminant mit seinem Quartett in Wladimir bei einem Jazz-Festival auf, wo dann auch die Idee entstand, seinen Orient russisch erklingen zu lassen.

Andrej Schewljakow und sein Quartett

Eigens zu dem Konzert reist denn auch der Multi-Instrumentalist Andrej Schewljakow mit seinem Quartett an und eröffnet das Partnerschaftskonzert. Man darf jetzt schon gespannt sein, wie sich diese künstlerische Zusammenarbeit weiterentwickelt. Schöne Aussichten jedenfalls auf das kommende Jahr zwischen Erlangen und Wladimir.

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1991 empfing Nikolaj Schtschelkonogow die erste Delegation von Wehrmachtsveteranen aus Erlangen in Wladimir, und bereits ein Jahr später besuchte der heute 94jährige Rotarmist die deutsche Partnerstadt. Unzählige Begegnungen folgten, die den Teilnehmer an der Befreiung Berlins vom Nationalsozialismus zum Botschafter der Aussöhnung und Verständigung zwischen den einstigen Feinden machten.

Nikolaj Schtschelkongow und Dietmar Hahlweg, 9. Mai 2015

Begleitet von einem Drehteam, das seine Reise dokumentiert, erfüllt sich Nikolaj Schtschelkonogow nun den Traum, noch einmal nach Erlangen zu kommen, um Abschied von seinen mittlerweile verstorbenen deutschen Kameraden zu nehmen, die noch lebenden Freunde noch einmal zu sehen und Stationen seines Soldatenlebens ein wohl letztes Mal zu besuchen. Gelegenheit zu einem Treffen mit dem außergewöhnlichen Zeitzeugen besteht auf Einladung des Freundeskreises Wladimir am Donnerstag, den 28. November, ab 19.00 Uhr, im Club International der Volkshochschule, Friedrichstraße 17.

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Die Band Impvlse setzte gestern auf Facebook einen Post in englischer Sprache ab, der hier in behutsam redaktierter deutscher Übertragung erscheint, weil eindrucksvoll zeigt, was da auf der Bühne und hinter den Kulissen des Rockbandaustausches zwischen Erlangen und Wladimir seit zehn Jahren wächst und gedeiht. Aber lesen Sie selbst:

Impvlse

Im November 2018 nahmen wir an der Endausscheidung des Newcomer-Festivals in Erlangen teil. Wir erinnern dieses Datum als einen unserer wohl außergewöhnlichsten Auftritte, denn es waren all unsere Fans, Freunde und Familien gekommen, um für uns zu stimmen, damit wir die Reise nach Wladimir gewinnen. Jetzt, fast ein Jahr später, haben Eure Stimmen die allerunglaublichste Sache möglich werden lassen, die wir je als Band vollbrachten.

Wir stehen noch immer ganz unter dem Eindruck des vergangenen Wochenendes und der unglaublichen Zeit, die wir in Rußland verbrachten. Es war ein Wochenende mit drei Shows in drei Städten und ungezählten neuen Freundschaften. Wir sind noch immer überwältigt von den Erinnerungen an all die großartigen Leute, die wir trafen, und von den unvergeßlichen Momenten, die wir erlebten.

Dieser Post ist als Dankeschön an die ungezählten hilfreichen Hände gedacht, an all die Organisatoren, die anderen Bands und an alle, die zu unseren Shows kamen und Spaß mit uns hatten. In erster Linie möchten wir Peter Steger und dem Team vom Amt für Soziokultur dafür danken, diese Reise möglich gemacht zu haben. Wir sind voll des höchsten Respekts für die Verbindung, die sie mit Erlangens Partnerstadt Wladimir aufgebaut haben, für ihr Werk, das für Bands aus beiden Städten die Türen zum Kontakt öffnet. Dann möchten wir unseren großartigen russischen Freunden danken, die uns das Gefühl gaben, als wären wir zu Hause bei ihnen, für die Organisation dieser unglaublichen Konzerte und für die Zeit, die sie sich nahmen, um uns ihre schönen Städte zu zeigen. Ganz besonders rufen wir unseren Dank unseren Freunden Andrej und Ilja zu. Wir bleiben Euch für immer verbunden für Euer gastfreundliches Wesen und die Freundschaft, die wir schlossen.

Wir sind auch dankbar, diese Erfahrung mit unseren neuen deutschen Freunden von Meloco geteilt zu haben. Es war ein ausgesprochenes Vergnügen, die Bühne mit Euch zu teilen, wir freuen uns schon darauf, das in nächster Zukunft wieder einmal zu tun. Und dann gilt unser Dank natürlich auch all den russischen Band, die während dieser Tour mit uns auftraten, darunter Bosphorus Night, Abandoned Land, Faтальный Выстрел, Metamorphis und Ragged Jeans! Wir sind stolz, mit diesen professionellen und talentierten Musikern auf einer Bühne gestanden zu sein und hoffen, Euch bald in Deutschland wiederzusehen!

Nicht vergessen möchten wir schließlich bei unserem Dank all die Leute in Wladimir, Murom und Kowrow, die zu unseren Konzerten kamen und uns dieses besondere Gefühl vermittelten, die jene Auftritte zu den besten machten, die wir je spielten, und für ihren endlosen Applaus. Wir werden Euch nie vergessen und wollen unser Möglichstes tun, um wiederzukommen und Euch noch einmal so richtig zu rocken!

Endless love, The IMPVLSE boys

Meloco, Impvlse und die russischen Freunde in Murom

Jetzt ist es aber auch Zeit, auf Ragged Jeans aus Murom hinzuweisen, eine Band, die schon im Namen darauf hinweist, warum richtig guter Rock fetzig sein sollte. Das Quartett fährt schweres Geschütz auf, gehört – wie bisher fast alle russischen Gruppen im Rahmen des Austausches – zu den Auslegern einer robusten Variante des Metal-Genres, die bisher noch immer den Geschmack des Erlanger Publikums traf. Ragged Jeans – bitte schon einmal vormerken! – treten am 14. November bei freiem Eintritt ab 19.00 Uhr in der Nürnberger Cult-Factory Luise, Scharrerstraße 15, im Rahmen der Reihe Open Space auf, bevor sie dann am 16. November als Gastband im Erlanger E-Werk gegen 23.00 Uhr das Newcomer-Festival im Gitarrengewitter enden lassen. Die vier Rock-Gentlemen geben sich sogar die Ehre, das Publikum persönlich einzuladen: https://is.gd/IdkWww

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Trotz Reisen durch Alaska, Grönland, Spitzbergen, Tibet und viele andere kalte Länder: Diese Radtour war die eisigste Fahrt meines Lebens. Als meine Mitradler und ich im März 2013 aufbrachen, ahnte niemand von uns, daß dieses Frühjahr ein Jahrhundertwinter werden sollte! Schnee, Eis und Kälte haben uns begleitet vom ersten bis zum vorletzten Reisetag… Die Radtour begann in Erlangen, führte durch Tschechien, Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Rußland.

So beginnt Walter Költsch selbst die Werbung für seinen einzigartigen Film, den er am Donnerstag, den 14. November, um 20.00 Uhr zum Auftakt des Fernwehfestivals im Redoutensaal zeigt. Und der Veranstalter, das Fernwehfestival, ergänzt:

Wir haben es nicht lassen können und einmal mehr den „Fränkischen Indiana Jones“ (O-Ton Frankenfernsehen), Walter Költsch, zu unserem Festival eingeladen. Wer ihn, beziehungsweise seine Multivisionen kennt, weiß auch, was das Publikum im Vortragssaal erwartet. Denn Walter verfolgt bekanntlich das Vortragsmotto: „Meine Zuschauer müssen leiden!“ Sein Vortragsstil ist legendär und unvergleichlich humorvoll.

Walter Költsch in Aktion

Viele echt verrückte Reisen haben Walter schon in alle Teile unseres Welt gebracht, viele Abenteuer galt es in dieser Zeit zu bestehen, vielen Unbillen zu trotzen. Die Hitze der Wüsten, die Feuchtigkeit und Schwüle der Tropen und die Kälte des hohen Nordens. Und dennoch meint er, der Radtrip nach Moskau sei das „Eisigste, was er in seinem Leben jemals erlebt hat“. Aber immerhin war er nicht allein unterwegs. Begleitet wurde der Abenteurer von der Erlanger Extremsportlerin Gertrud Härer, dem Erlanger Fahrradguru Jörg Gruner und vom Weltumradler Peter Smolka, für den diese Tour gleichzeitig die Startetappe zu seiner zweiten Weltumrundung war.

Als diese Mannschaft im März 2013 gen Osten aufbrach, konnte sie nicht ahnen, daß dieses Frühjahr so gar nichts von einem Frühling hatte, sondern mehr den Charakter eines Jahrhundertwinters verkörperte! Schnee, Eis und Kälte waren die Begleiter vom ersten bis zum vorletzten Reisetag!

Die Radtour begann in Erlangen, führte für die Gruppe durch Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, Estland und schließlich nach Rußland. Nach einem Umweg über Sankt Petersburg endete die Reise nach 4.000 Fahrradkilometern ein gutes Stück jenseits von Moskau, in Erlangens Partnerstadt Wladimir.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ihr werdet wieder einmal mit Walter leiden müssen und bestimmt während des Vortrags immer wieder den Kopf schütteln, wenn sich die Radler frierend durch Schnee, Eis, Matsch und Schneegestöber quälen. Aber wir versprechen Euch ebenso: Ihr werdet Euch wieder köstlich amüsieren über die in perfektem Hochfränkisch vorgetragenen Anekdoten über Begegnungen mit Menschen, über die vielen Pleiten, Pech und Pannen. Der Film lebt aber auch vom Kontrast aus grandioser, einsamer Natur und weltberühmten Städten wie Riga, Tallinn, Sankt Petersburg und Moskau.

Nadja Steger, die noch keine Vorstellung des Films auslies!

Ein Roadmovie der anderen Art. – Freut Euch auf einen weiteren Film aus der Reihe „Walters Verrückte Reisen“. Siehe https://walters-verrueckte-reisen.de

Walter Költsch beim Start in Erlangen

Anzumerken hat die Redaktion freilich schon noch, daß Peter Smolkas Tour de Friends durch sämtliche Partnerstädte Erlangens – ausführlich im Blog dargestellt – den Anlaß für die unfreiwillige Winterfahrt bot. Nach Wladimir, seiner ersten Station, strampelte er über vier Jahre weiter, bevor er via Jena am 10. August 2017 mit 88.000 km auf dem Buckel wieder in Erlangen eintraf.

Walter Költsch, Jörg Gruner, Peter Smolka und Gertrud Härer vor dem Erlangen-Haus in Wladimir

Auch wenn es viele Plätze im Redoutensaal geben mag, sollte man nicht allzu lange mit dem Reservieren warten: https://is.gd/vaxBGz. Karten gibt es ab 10 Euro. Günstiger und unterhaltsamer kommt man nicht nach Wladimir!

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Zu wenig Gelegenheit, Ihr Russisch auf die Probe zu stellen? Kann nicht sein in Erlangen bei all den Gästen aus Wladimir und denen, die oft schon seit Jahr und Tag, aus der Partnerstadt stammend, hier in Franken ihre neue Heimat gefunden haben. So wie Natalia Grebnev, die nach einem über die Partnerschaft vermittelten Au-Pair-Aufenthalt in der Oberpfalz und ihrem anschließenden Studium an der FAU in Erlangen blieb. Viele werden die Mutter zweier Töchter vom Russischen Stammtisch im Club International oder den Kochkursen zur russischen Küche in der Michael-Poeschke-Schule kennen. Doch nun besteht Gelegenheit, mit der Wahlfränkin und ihrer wladimirerfahrenen Freundin, Rita Nagel, Erlangen auf Russisch zu erkunden.

Natalia Grebnev

Wer die ostslawische Sprache mindestens auf Niveau A2 beherrscht – und natürlich alle Muttersprachler -, ist eingeladen, am Freitag, den 12. Juli, ab 15 Uhr einen entspannten, etwa zweistündigen Spaziergang durch Erlangen zu machen. Die Gruppe ist auf zwölf Personen begrenzt. Noch sind Plätze frei und Anmeldungen bei der Volkshochschule möglich unter: https://is.gd/jvBLKU

Hierzu der Hinweis: Vom 13. bis 31. Januar 2020 veranstaltet die Erlanger Volkshochschule wieder die Biennale „Russisch-Deutsche Wochen“. Am Programm – bald schon mehr davon – wird bereits emsig gebastelt. Vorfreude darf aufkommen!

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Das Thema „Kommunalka“ hätte längst einen eigenen Eintrag im Blog verdient, aber manchmal genügt es ja auch, einfach zuzuwarten, Dinge entwickeln bisweilen ihre eigene Dynamik, besonders dann, wenn man sich auf eine Reise nach Wladimir begibt, wie unlängst eine Gruppe von Studenten, die unter Leitung von Julia Obertreis, Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa an der FAU, Sankt Petersburg und Wladimir besuchte. Eines der Ergebnisse dieser Exkursion im Mai ist die Gründung einer Gruppe namens „Kommunalka“. Ziel dieser studentischen Initiative ist es, in loser Folge Veranstaltungen zur osteuropäischen Kultur anzubieten, die sich an alle Interessierte aus der Hochschule ebenso wie aus der Stadtgesellschaft richten.

Zum Auftakt lädt die neugegründete Gruppe „Kommunalka“ nun schon am Dienstag, den 27. Juni, um 19.00 Uhr zur Veranstaltung „Kommunalka – WG wider Willen“ in den Seminarraum des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte, Bismarckstraße 12, 1. Stock, ein. Neben einer kurzen Einführung zum Thema „Kommunales Wohnen in der Sowjetunion“ von Frau Julia Obertreis findet eine deutsch-russische Lesung ausgewählter Texte des sowjetischen Satirikers Michail Soschtschenko statt. Abgerundet wird alles durch Tee aus einem Samowar und russisches Gebäck. Außerdem berichten die Initiatoren ein wenig über sich und ihre Ziele, und es bleibt sicher Raum für lockere Diskussionen zum Thema Osteuropa-Klischees. Alles ganz sicher ohne Widerwillen, viel eher mit einem Willkommen!

Die Gruppe aus Erlangen in Wladimir

Immer auf dem neuesten Stand bleibt man übrigens hier auf der Facebookseite. Willkommen!

Siehe auch hier: https://is.gd/IRan3X

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