Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Schüleraustausch’ Category


Ihren zehntägigen Besuch in Erlangen, der heute zu Ende geht, verstand die Schülergruppe unter Leitung von Ludmila Mironowa als Friedensmission, als Reise in ein Land von Freunden, die einmal Feinde gewesen, und mit denen man ungeachtet aller politischer Unstimmigkeiten den vertrauensvollen Austausch fortsetzen und ausbauen möchte. Mehr als nur hehre Worte und Absichten, wenn man sich das Programm der letzten Tage ansieht, etwa mit der Exkursion nach Berlin und der Besichtigung des Treptower Parks, wo wie nur an wenigen Orten bedrückend eindrucksvoll zu erleben ist, wozu Krieg führt.

Die Gruppe im Treptower Park

Hierzu gehört der gestrige Abstecher ins Emmy-Noether-Gymnasium mit der Beauftragten für den Wladimir-Austausch, Michaela Spörl, und die gemeinsame Gestaltung der Partnerschaftsvitrine mit den Erlanger Gymnasiasten oder der gruppenweise Besuch des Unterrichts, zumal hier auch das Wahlfach Russisch auf dem Stundenplan steht.

Die Gruppe im Emmy-Noether-Gymnasium mit Michaela Spörl, 1. v.l., 2. Reihe

Besonders aber der Abschiedsabend bringt dieses Friedensmotto überzeugend zum Ausdruck. Mit Blumen und Bewirtung für die überraschten Gastgeber, mit Dank an sie alle und mit Lob für die gute Organisation des Programms.

Die Gruppe mit den Gastgebern im Club International

Vor allem freilich mit dem Vortrag von Alexej Aljochin, heute Student der Wirtschaftswissenschaften in Moskau, der als Schüler von Ludmila Mironowa ehemalige deutsche Kriegsgefangene und deren Angehörige auf deren Spurensuche nach den letzten noch auffindbaren Zeugnissen der deutsch-russischen Vergangenheit aus Kriegs- und Nachkriegszeiten begleitet. Von diesem Erfahrungsschatz, der spürbar auf seine menschliche Entwicklung einwirkte, berichtet der in klarem Deutsch vortragenden Referent am Beispiel von Herbert Mainka, der den Lebensweg seines Vaters in Gefangenschaft nachzeichnen will. Vieles davon ist hier im Blog nachzulesen. Aber diese Episoden einer deutsch-russischen Annäherungen sind, vermittelt von einem Nachgeborenen, dann doch von ganz anderer Qualität.

Ludmila Mironowa und Alexej Aljochin

Dazu sollte man eines wissen: Alexej Aljochin hat sich eigens für diesen Vortrag von den Vorlesungen und Seminaren in Moskau befreien lassen und stieß erst vor vier Tagen zu der Gruppe. Allein dies Beweis genug dafür, wie sehr ihm seine Mission mittlerweile zur Herzensangelegenheit geworden sein muß.

Im Vortragssaal

Und dann die Begegnung mit Wolfgang Morell, Jahrgang 1922 mit dem jungen Mann in dem Alter, als der Rekrut 1941 eingezogen wurde und an die Ostfront kam, wo er schließlich auf dem Rückzug von Moskau in Gefangenschaft geriet. Lebend nur, weil sein Karbiner in der Januarkälte von 1942 bei -42° C versagte, mit dem er sich hatte erschießen wollen, um den sichergeglaubten Folterungen mit anschließender Hinrichtung zu entgehen. Und am Leben blieb er nur, weil der Wehrmachtssoldat via Moskau, dort auf den Tod erkrankt, im Militärhospital von Wladimir gesundgepflegt wurde.

Wolfgang Morell und Alexej Aljochin

Zusammen mit 17 weiteren Kameraden, von denen einer dann Wolfgang Morell unbeabsichtigt wiederum das Leben rettete, weil er es mit den Worten „Du schaffst es eh nicht mehr nach Hause, du bist doch bald tot“ auf das Brot des Zimmergenossen abgesehen hatte, der dieses unter dem Bettkissen hortete, während er sich wegen Dysenterie nur noch von Flüssigem ernährte. Erst dieses Verdikt des Landsmanns brachte den aus Breslau stammenden Wahlerlanger zur Besinnung und ließ ihn zum Brot greifen. Und dann all die anderen Stationen, die Wolfgang Morell auf seinem siebenjährigen Marsch durch sowjetische Lager hinter sich brachte, immer mit der jeweils bestmöglichen medizinischen Versorgung. Nicht von ungefähr schätzt er sich denn auch glücklich, als Wehrmachtssoldat in russische und nicht als Rotarmist in deutsche Gefangenschaft geraten zu sein. Er weiß, wovon er redet. Der eigene Vater beaufsichtigte – bis er es nicht mehr ertrug – ein Lager für Gefangene der Sowjetarmee: „Schrecklich, unbeschreiblich, was wir diesen Menschen angetan haben!“ Ihm stockt die Stimme. Der Wehrpflichtige hatte diese Apokalypse mit eigenen Augen gesehen. Wie sollte er da hoffen dürfen, die Kommunisten würden mit den Faschisten anders verfahren. Und doch war es dann so.

Wolfgang Morell und Alexej Aljochin

Nur Episoden können an einem solchen Abend wiedergegeben werden. Aber zwischen den beiden Referenten ist da etwas Tiefes gewachsen, das sich in Worten nicht mitteilt. Ob sie in Kontakt bleiben, wissen wir nicht, aber es bleibt dieses gegenseitige Verstehen im Blick beider Vertreter dieser so unterschiedlichen Generationen – und die Gewißheit, nicht nur diese zwei, sondern alle Anwesenden vergessen die Botschaft dieses Abends nie, gerade auch am Ende eines Tages, an dem leider all der Opfer von Kertsch zu gedenken ist.

Read Full Post »


Ludmila Mironowa verfolgt beharrlich ihre pädagogischen Ziele. Alle zwei Jahre gibt die Deutschlehrerin an der Schule Nr. 23 in Wladimir einer Gruppe aus verschiedenen Klassen die Gelegenheit, die graue Theorie der Sprache mit deren lebendiger Praxis zu verbinden. Die zehn Gäste im Alter zwischen elf und siebzehn Jahren sind denn auch während ihres Besuchs in Familien untergebracht – stellvertretend für die Gastgeber stehen Bürgermeisterin Elisabeth Preuß und Helmut Aichele -, und sie besuchen vormittags in drei Kleingruppen auf ihre Kenntnisse zugeschnittene Deutschkurse, bevor nachmittags erlebte Landeskunde mit Streifzügen durch Erlangen sowie Ausflügen in die nähere und fernere Umgebung – für zwei Tage geht es sogar bis nach Berlin – auf dem Stundenplan steht.

Olga Mironosizkaja, Ludmila Mironowa, Elisabeth Preuß, Susanne Lender-Cassens und Helmut Aichele mit der Schülergruppe

Ein derartiges Engagement im Rahmen der Städtepartnerschaft verdient besondere Anerkennung. Und die erlebten die Schüler denn auch gestern, am dritten Tag ihres Aufenthalts, der heute in einer Woche endet, im Ratssaal, wo beide Bürgermeisterinnen, Susanne Lender-Cassens und Elisabeth Preuß, die Gruppe empfingen: „Mit besonderer Freude gerade in politisch schwierigen Zeiten, wo es auf den zwischenmenschlichen Austausch ankommt“, wie Susanne Lender-Cassens betonte, die bei ihrem Besuch vor einem Jahr in Wladimir die Schule von Ludmila Mironowa und Olga Mironosizkaja selbst besucht hatte. Wie erfolgreich diese Verbindung ist, zeigte sich bei der Frage, ob denn jemand aus der Gruppe schon einmal in Erlangen gewesen sei, worauf prompt zwei Hände in die Höhe gingen.

Die Schülergruppe in der Sing- und Musikschule nach dem Unterricht mit Sandra Dichtl, Renate Aigner und Tamer Eisha

Und im Unterricht, so das Pädagogen-Trio Sandra Dichtl, Renate Aigner und Tamer Eisha, zeigten sich alle aufmerksam und interessiert, gut vorbereitet und lernwillig. Nur trauten sich die meisten noch nicht so recht, selbst mit der Sprache herauszurücken. Aber dafür sind die Mädchen und Jungs ja auch gekommen, denn Sprache kommt von Sprechen, und das lernen sie nun vor allem – in den Kursen wie in den Familien, denen an dieser Stelle nochmals ausdrücklich gedankt sei.

Read Full Post »


Der nun schon zwei Jahrzehnte währende Schüleraustausch des Gymnasiums Fridericianum und des Lyzeums Nr. 17 in Wladimir weist eine Besonderheit auf. Man besucht nicht nur gemeinsam den Unterricht und macht zusammen landeskundliche Ausflüge, vielmehr erarbeiten die jungen Deutschen und Russen auch in gemischten Teams Vorträge zu bestimmten Themen. Das Diktum von Erich Kästner „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es!“ gilt denn auch besonders in der Völkerverständigung. Und dafür sollten derlei Begegnungen Schule machen.

Präsentation im deutsch-russischen Team am Fridericianum

Wenn die Gruppe heute nach einer guten Woche bei den neuen deutschen Freunden wieder nach Wladimir zurückkehrt, wird sie sicher eine Lehre mitnehmen, die leider so nirgends auf dem Stundenplan steht: Gemeinsamkeiten findet man nicht, man muß sie sich schaffen. Nichts verbindet mehr als an der Lösung von Aufgaben zusammenzuwirken.

Gute Stimmung am Fridericianum

Da ist es dann gar nicht mehr so wichtig, welches Thema sich stellt. Dieses Mal war es übrigens – in englischer Sprache vorgetragen – der Sport in all seinen Facetten und Spielarten, von der Freizeitbeschäftigung über Olympia bis hin zu den unterschiedlichen Disziplinen. Immer im gemischten Team vorgetragen.

Im Schaukasten „Wladimir“ in der Aula des Gymnasiums Fridericianum – das Gesicht des Schüleraustausches, Christiane Krautwurst

Die diesjährige Begegnung geht zu Ende, aber der Abschied verspricht ein Wiedersehen im nächsten Jahr, wenn die nächste Gruppe des Gymnasiums Fridericianum die gute Tradition des Austausches mit der Partnerstadt fortsetzt und zeigt, was alles gemeinsam geht zwischen unseren Ländern.

Read Full Post »


Seit zwei Jahrzehnten pflegen nun schon das Gymnasium Fridericianum und das Lyzeum der Schule Nr. 17 ihren Austausch, immer alternierend, einmal reist die Erlanger Gruppe nach Wladimir, dann wieder kommt der Gegenbesuch nach Erlangen. In diesem Jahr gibt das Fridericianum die Gastgeberrolle – in bewährter Besetzung mit Christiane Krautwurst und Dieter Seifert.

Schülergruppe mit Oberbürgermeister, Florian Janik

Am Samstag erst kam die fast zwanzigköpfige Gruppe an und gestern schon empfing Oberbürgermeister Florian Janik die jungen Gäste zusammen mit ihren gleichaltrigen Gastgebern. In den nächsten Tagen machen sich die Jugendlichen nun an das gemeinsame Programm: Unterricht, Projektarbeit, Ausflüge und natürlich viel Familienleben.

Das Orgateam: Dieter Seifert, Anna Repina, Christiane Krautwurst und Olga Gurowa

Viel soll heute noch nicht vorweggenommen werden, denn am Ende des Aufenthalts steht als „Hausaufgabe“ auch ein Bericht an, der dann hoffentlich bald hier im Blog zu lesen sein wird. Der gestrige Auftakt im Rathaus ist jedenfalls schon einmal gelungen.

Read Full Post »


Vorgestern hier im Blog der Praktikumsbericht von Leonie Köppe, und nun gleich auch noch der Rückblick der Erlanger Waldorfschülerin, Dorothee Friedrich auf zwei Wochen Wladimir:

Waldorfschule

Ich war vom 3. bis 15. Juni in Wladimir und machte dort ein Praktikum in einem Kindergarten. Ich konnte kein Russisch und weder Erzieher noch Kinder konnten Deutsch. Wir haben uns trotzdem gut verstanden. Die Kinder waren offen und nahmen mich einfach an der Hand, wenn sie mir etwas zeigen wollten. Sie halfen mir, mich einzufinden. Anfangs traute ich mich nicht zu reden, da es ja keinen Sinn hatte eine Sprache zu sprechen, die in meiner Umgebung niemand kann. Doch die Kinder redeten so fröhlich mit mir, weshalb ich bald anfing auf Deutsch zu antworten. Es ist echt schön, mit jemandem zu reden, dessen Sprache man nicht versteht. Wenn ich etwas verstehen oder erklären wollte, zeichnete ich es auf. Und entweder schrieben die stolzen Vorschulkinder mit kyrillischen Buchstaben, was ich meinen könnte, oder die Erzieher halfen mir weiter. Da ich die Schriftzeichen beherrsche, konnte ich einfache Wörter oder die Namen der Kinder lernen. Hauptsächlich unterstützte ich die Kinder in ihrem Tun. Streit schlichten konnte ich nicht, da die Kinder mir zwar in jeder Einzelheit erzählten, was der jeweils andere getan hatte, ich jedoch kein Wort verstand. Doch manchmal reichte es, den weinenden Kindern einfach verständnisvoll den Kopf zu streicheln. Den Erziehern konnte ich ansonsten nur unter die Arme greifen, wo sie mir nichts zu erklären brauchten. Also
wischte ich den Tisch, half den Kleinen beim Anziehen, teilte das Essen aus und kümmerte mich um die Kinder, die etwas mehr Aufmerksamkeit von den Erwachsenen wollten. An manchen Tagen wurde ich nach der Praktikumszeit von Eltern der Waldorfgruppe zu ihnen nach Hause eingeladen. Sie waren offen und wollten viel über Deutschland wissen. Wenn es um touristisches Wissen über Deutschland ging, kannten sie Geschichten, die ich nie gehört hatte. Ich erzählte ihnen auch von meinen Eindrücken in Wladimir. Meine Gastgeberin konnte Deutsch, und so übersetzte sie, wofür ich sehr dankbar bin. Wenn sie nicht dabei war oder gerade nicht übersetzen konnte, unterhielt ich mich mit manchen der Eltern auf Englisch. Es war kein gutes Englisch, aber wir verstanden einander. Mit einer Mutter malte ich irgendwann auch auf einer Kindertafel, immer wenn das Englisch nicht reichte. Von den Eltern, bei denen ich war, kann ich sagen: Sie sind alle kreative Waldorfeltern. Die eine Familie zeigt mir ihr Haus, das sie in einem Waldorf-Dorf selber gebaut hatten, die anderen zeigten mir, wie man Brot bäckt und Quark selber macht. Aber vor allem waren sie alle echt super lieb und fröhlich. Ich würde echt jedem Menschen, der nach Wladimir kommt, wünschen, die Menschen zu treffen, die ich getroffen habe!

Dorothee Friedrich

Read Full Post »


Bereits Anfang Juni unternahm das Ehepaar Jürgen und Heidi Binder eine Reise nach Wladimir. Dazugeladen hatten die pensionierte Lehrerin und der Allgemeinarzt, in der Partnerstadt bestens vernetzt, auch den Medizinstudenten, Fabian Frank, dessen Bericht hier noch einmal nachzulesen ist https://is.gd/2h4ylO, sowie eine dreiköpfige Gruppe aus der Waldorfschule, die nun ebenfalls einen Blick zurück auf die Fahrt wirft:

Mauerbild an der Waldorfschule Wladimir

Vor dem Start nach Wladimir, stellte ich mir viele Fragen, darunter zum Beispiel: Wie werden wir uns verständigen? Was ist das für ein Kindergarten, in dem ich mein Praktikum absolvieren soll? Oder auch ganz generell: Wie ist die russische Kultur wirklich?…

Ich flog mit noch zwei weiteren Schülern, mit einer ehemaligen Lehrerin von uns, ihrem Mann und einem Medizinstudenten, der ebenfalls ein Praktikum zu absolvieren hatte.

Los ging es früh morgens in Erlangen am Busbahnhof zum Münchner Flughafen und von dort aus dann zum Flughafen nach Moskau. Von Moskau aus fuhren wir dann mit dem Zug und der Metro weiter nach Wladimir, wo wir am Bahnhof von unseren Gastfamilien in Empfang genommen wurden.

Zu diesem Zeitpunkt trennten wir uns dann und konnten den restlichen Abend mit unseren Gastfamilien verbringen. Doch das war der Aufregung nicht genug, denn früh morgens sollte es ja gleich weitergehen mit dem Start des Praktikums im Kindergarten. Dort sah ich dann auch meinen Mitschüler wieder, doch lange konnten wir uns nicht austauschen, denn wir waren in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Zunächst stellte man mich in der Gruppe, in der ich die nächsten zwei Wochen verbringen sollte, mit den Worten vor, ich spreche nicht viel bis gar kein Russisch und wir uns wohl im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen und Füßen würden verständigen müssen.

Vormittags waren die Kinder immer in ihren Gruppen, konnten dort spielen, und es gab ein zweites Frühstück. Dort klappte es gut, sich mit den Kindern sowie Erziehern zu verständigen, denn meistens war es selbsterklärend, was ich gerade zu tun hatte: Puzzeln, Legobauen, Klatschspiele mit den Kindern oder den Erzieherinnen beim Aufräumen helfen. Dann am späten Vormittag ging es raus in den Garten. Dort hatte jede Gruppe einen eigenen Bereich zu spielen, der auch nicht besonders groß war, da es sehr viele Gruppen in diesem Kindergarten gibt. Dort machte ich dann mit den Kleinen Ballspiele, spielte mit ihnen Verstecken oder Fangen, wobei ich immer die Rolle des Fängers zu übernehmen hatte. Dann gab es Mittagessen und wieder eine Spielzeit, bis die Kinder abgeholt wurden. Insgesamt können die Kinder von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends im Kindergarten bleiben.

Mit der Zeit verstanden wir uns immer besser, und die Kinder fingen an, mir russische Wörter beizubringen, wohingegen ich im Gegenzug die Kinder von mir deutsche Wörter lernten. Insgesamt eine supertolle Erfahrung, und am Ende des Praktikums konnte meine Kindergartengruppe mich auf Deutsch verabschieden, und ich konnte dasselbe auf russisch tun. ♥

Es war wirklich eine sehr schöne Reise, gemixt aus Abenteuer, Praktikum und Ferien, einschließlich des Besuchs von Moskau. Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken, die mir diese Erfahrung ermöglicht, bzw. mich auf der Reise begleitet oder auch beherbergt haben. Ich kann nur jedem empfehlen, auch solch eine Reise zu wagen und die russische Gastfreundschaft kennenzulernen und zu erleben.

Leonie Köppe

 

Read Full Post »


Ferienzeit – Zeit für die Jahresberichte der Schulen. Und da blättert nun der wißbegierige Bildungsredakteur des Blogs in der aktuellen Dokumentation des Emmy-Noether-Gymnasiums und findet unter der Rubrik „Schüleraustausch und Studienfahrten“ – eingerahmt von Berichten über Begegnungen in Frankreich, England und Polen sowie Exkursionen nach Weimar oder Dresden – einen Rückblick auf den Aufenthalt einer Austauschgruppe aus Wladimir, der es wert ist, einem größeren Publikum vorgestellt zu werden:

Mit Spannung erwartete ich die Ankunft der russischen Austauschschüler am 26.09.2017, welche sich allerdings um einen Tag verspätete. Neben mir waren besonders meine Eltern über den Besuch meiner Austauschschülerin erfreut, da mein Bruder schon am Austausch mit Wladimir teilgenommen hatte. So kam die Gruppe dann am Mittwochmorgen um 7.45 Uhr am Nürnberger Flughafen an. Nach einem kurzen Zwischenstop zu Hause verbrachte unser Gast den Vormittag mit den anderen russischen Schülern und einigen Deutschen in der Erlanger Innenstadt. Den Nachmittag begannen wir mit der Begrüßung der Gäste im Erlanger Rathaus. Danach erfuhr die Gruppe bei einer Stadtführung Interessantes über Erlangen. Dieses Wissen konnten sie sogleich in der von den deutschen Schülern organisierten Stadtrallye verwenden. Die Teams bestanden dabei immer aus den jeweilig zusammengehörenden Austauschpartnern.

Der nächste Tag begann dann mit der Begrüßung der Gäste durch Schulleiterin Gertrud Reichert-Brod am Emmy-Noether-Gymnasium. Die deutschen Schüler nahmen planmäßig am Unterricht teil, wohingegen die Austauschgruppe das Walderlebniszentrum erkundete. Danach machte ich mit einer deutschen Schülerin und jen jeweiligen Austauschpartnern den obligatorischen Besuch in den Mode-Outlets in Herzogenaurach.

Am Freitag fuhren wir nach München und verbrachten den ganzen Tag dort, wobei wir über das Oktoberfest schlenderten, die Fahrgeschäfte genossen und später die Stadt erkundeten. Michaela Spörl, unsere Lehrerin, zeigte uns die Münchner Innenstadt mittels einer kurzen und informativen Führung. Danach kamen die zwei freien Tage, bei denen für uns zum Beispiel der Besuch der Nürnberger Innenstadt samt hiesiger Sehenswürdigkeiten wie der Lorenzkirche oder der Kaiserburg auf dem Programm standen. Der Wildpark Hundshaupten war am Montag als Besichtigungsziel auf der Agenda. Dieser stellte ein persönliches Highlight dar, weil wir dort zum ersten Mal eine Hirschkuh hautnah füttern konnten. Nach dem dortigen Besuch statteten wir der Binghöhle in Streitberg eine kurze Visite ab, um dann nach Hause zurückzukehren.

Den Tag der Deutschen Einheit verbrachten wir als Zuschauer eines Spiels der Nürnberger Ice-Tigers. Der Mittwoch diente dazu, den russischen Schülern den deutschen Unterricht näherzubringen. So konnte sich meine Austauschschülerin gleich in den Englischunterricht integrieren. Es folgten das gemeinsame Kochen eines Eintopfs und der Sportunterricht. Am Donnerstag kamen wir noch einmal in die Schule, um den Unterricht zu besuchen. Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen brachten wir unsere Gäste zum Flughafen, um sie dort zu verabschieden.

Persönlich empfehle ich jedem, den Wladimir-Austausch zu machen, damit man die Leute und das Land dort kennenlernt. Verbessernd kam hinzu, eine äußerst nette Austauschschülerin zugeteil bekommen zu haben, die fließend Englisch und sehr gut Deutsch sprach.

Johannes Ott, Q11, Michaela Spörl, StRin

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: