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Archive for the ‘Schüleraustausch’ Category


Vom 30. September bis 7. Oktober setzte das Fridericianum seinen Austausch mit der Schule Nr. 17 in Wladimir fort. Hier nun der Bericht zu den jüngsten Begegnungen:

Die Anfänge unseres Schüleraustausches reichen über zehn Jahre zurück, und ich selbst war im Herbst das sechste Mal mit einer  Gruppe von 18 Jungen und Mädchen aus den 9. bis 11. Klassen für eine Woche in Wladimir. Diesmal wieder mit Dieter Seifert, einem Kollegen aus der Fachschaft Geschichte und Sozialkunde; für ihn war es die dritte Wladimir-Reise. Manches, aus der Erinnerung gekramt, hat sich in diesen Jahren glücklicherweise sehr positiv verändert, und dann erlebten wir andrerseits dieses Jahr auch manches, was uns doch mindestens ein fragendes Stirnrunzeln abnötigt.

Exkursion nach Moskau

Manche, für westeuropäische Gewohnheiten herausragende, wundersame Erlebnisse aus der Vergangenheit springen im Rückblick auf. 2008 wollte uns eine sehr sorgfältige Beamtin am Flughafen Domodjedowo bei der Kontrolle nicht mehr ausreisen lassen, weil ich als Lehrerin mit minderjährigen Kindern ohne Eltern unterwegs sei und auch deren ausdrückliche Erlaubnis – für jedes Kind authentifiziert – nicht vorzeigen konnte. Ich weiß bis heute nicht, was genau der uns damals begleitende russisch-stämmige Kollege der Dame am Schalter gesagt oder versprochen hat. Die auf der Mädchentoilette aus Versehen, beim „Halt mal schnell, nachher nehme ich deinen…“, vertauschten Pässe, es war wohl 2006, haben die Grenzer damals wiederum nicht bemerkt.

Oder dieses Jahr in Frankfurt: Unmittelbar nach dem Verlassen des Flugzeugs aus Moskau, geradewegs aus der Fluggastbrücke kommend, hielten uns zwei „bis an die Zähne“ bewaffnete deutsche Polizisten auf, weil sie 18 unbegleitete Jugendliche bei der – legalen/illegalen ? – Einreise vermuteten. Mein Kollege war, um das Tempo der Gruppe anzutreiben, etwa zehn Meter vorausgegangen, und ich hielt mich am Ende der Gruppe. Aber wenige erklärende Worte – „Schüleraustausch: Ich bin die begleitende Lehrerin, wir müssen den Flieger nach Nürnberg erwischen!“ – stimmten die deutschen Kontrolleure unerwartet schnell milde, und sie winkten uns mit einem aufmunternden „Guten Weiterflug“ durch.

Neu in Wladimir seit diesem Jahr ist aber eine Kontrolle, bei der bei jeder Bus-Exkursion ein Passagiersitzplan auszufüllen ist, bei Fernreisen nach Moskau sogar mit Ausweisnummer; ohne startet der Busfahrer nicht. Dies gilt nicht für Fahrten im Stadtverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wohl aber für die halbstündige Stadtrundfahrt mit dem Touristenbus durch Wladimir. Alles zur Sicherheit der Kinder, sagte man uns, aber die wahren Gründe haben sich uns nicht recht erschlossen. Die russischen Kolleginnen füllten Listen über Listen, in Kyrillisch und Deutsch, aus, und wir unterstützen sie nach Kräften, wobei wir über „Sicherheit für die Kinder“  nachdachten, während auf der gleichen Reise der Busfahrer mit dem Handy jonglierte oder auf der Strecke hin und wieder eine dritte Fahrspur für sich zum Überholen mit Hupe eröffnete. Ein Beispiel dafür, wie die Formen der russischen Bürokratie offenbar noch detailreicher und aufwendiger geworden sind. Wir deutsche Lehrer fragten uns leise, ob die Verantwortlichen vor Ort ein klares Bild davon haben, wie man diese Verantwortung auch wirklich wahrnehmen kann oder sollte. Unterstützt diese neue Maßnahme unsere russischen Kolleginnen in ihrer Verantwortung, oder schafft sie (unsinnige?) Mehrbelastung im ohnehin schon vergleichsweise komplizierten Schul- und Lebensalltag? Wer profitiert davon, wenn man weiß, wer wann und in welchem Bus auf welchem Sitz nach Moskau gefahren ist oder eine Stadtrundfahrt in Wladimir gemacht hat?

Ja, die  Stadt Wladimir wurde in den letzten zehn Jahren heller und bunter. Und wie die nächtliche Beleuchtung zumindest entlang den Hauptstraßen Gehwege wirklich erhellt, ist schon ein doppelter Mehrwert, zumal die Bürgersteige fast von Schlaglöchern und dadurch auch von Pfützen frei sind. Die ersten großen Schaufenster in den Hausfassaden hatte man vor zehn Jahren lieber nicht beim Flanieren betrachten sollen, denn der nächste Stolperstein, eine aufstehende Gehwegplatte, eine knöcheltiefe Pfütze warteten zur Überraschung überall beim nächsten Schritt auf einen. Das ist heute anders. Auch die Straßenpflasterstelle oberhalb des Erlangen-Hauses auf dem Weg zur Innenstadt war dieses Jahr endlich fertig. Vor zwei Jahren war die Gehwegpflasterung, über die ganze Woche nicht abgewarnt, mit einem Steinhaufen mitten auf dem Weg über mehrere Quadratmeter offen geblieben und von zwei Seiten her bis auf vielleicht zwei Meter Abstand fertiggestellt. Das Gehsteigniveau hatte allerdings einen Versatz von mindestens 20 cm Höhenunterschied. Pfützen gibt es immer noch auf den Straßen, und wenn das Herbstschmuddelwetter hereinbricht, spritzen die Autos im Vorbeifahren meterweit auf den Gehweg. Aber vom herbstlichen Wind ausgekühlt, findet man leicht auf Schritt und Tritt nette Lokale und Cafés zum Aufwärmen. Freundlich und offen wird man vielerorts auf Englisch mit „good evening“ begrüßt, gerade wenn man ein mit deutschem Akzent gefärbtes „dobryj wetscher“ probiert.

Die Verständigung über die englischsprachige Menükarte, so haben wir es einige Male erlebt, geht mitunter noch etwas holprig, aber für den Nachhauseweg bekamen wir ein freundliches „Auf Wiedersehen“ in Deutsch mit.

Russisch-deutsche Sportstunde

Ob diese weltoffene Entwicklung aber so weit gehen sollte, im normalen Speiselokal für die Gruppe junger russischer Frauen und Männer Shischa-Pfeifen anzubieten und sie auf Wunsch vom Kellner angezündet zu bekommen? Weiß-blau-rot leuchtende, mit kleinen Lichterketten behängte Bäume säumen Eingangsstraßen nahe der Innenstadt, wenn man abends in die Stadt zurückfährt. Weihnachtlich anmutende Lichtergirlanden auch schon Ende September auf den Hauptstraßen Wladimirs? Was soll man davon halten, fragen mich auch unsere Schüler, wenn wir in Deutschland nach den Lehrplänen vieler Fächer über nachhaltige Ressourcennutzung oder gar Lichtverschmutzung in Großstädten sprechen, wenn Stadtverantwortliche in Deutschland inzwischen neue, sparsame Lichtkonzepte entwerfen oder nachts die Beleuchtung auf das sicherheitsnotwendige Maß herunterschalten?

In Absprache mit den russischen Koordinationskolleginnen wagten wir uns an eine Thematik, die Europa in den letzten Jahren, und wahrscheinlich noch weit in die Zukunft hinein, vor große gesellschaftliche und politische Herausforderungen stellt. Das Projektthema „Migration und Integration“ beschäftigte die Austauschgruppe an vier Arbeitstagen und mündete in eine gemeinsame Präsentation der Ergebnisse.

Gemeinsame Projektarbeit

Zuwanderungsströme aus Ländern der früheren Sowjetunion und die Rücksiedlung ethnischer Russen stellen das Land vor ähnliche Probleme wie die Europäische Union in Zeiten der Flüchtlings- und Asylbewerberströme. Auch wenn offene Fragen zu einer menschenwürdigen Integrationspolitik nur oberflächlich angesprochen oder teils gar ausgeklammert wurden, machte die diesjährige Projektarbeit sehr niederschwellig doch eine Problematik deutlich, die nicht nur Europa betrifft, sondern global erscheint und möglicherweise auch nur in diesen Zusammenhängen gelöst werden kann.

Durch die  Besuche der letzten Jahre entstand inzwischen gegenüber den russischen Kolleginnen zunehmend Vertrautheit, die auch offenere Fragen ermöglicht, obwohl man in Gesprächen, natürlich auch vom Thema abhängig, immer noch einer sehr zurückhaltend kritischen und wenig persönlich differenzierenden Haltung begegnet.

Die Schüler des Gymnasiums Fridericianum, die bis zur Mittelstufe doch schon einigermaßen eingeübt sind, kritisch abwägend zu fragen und Antworten in Relationen zu sehen, entwickelten langsam ein Gespür dafür, wie in anderen politischen Systemen, etwa der Russische Föderation, auch andere Kontrollmechanismen aus der Vergangenheit bis heute wirken und Meinungen, Wahrnehmung und Beurteilung von Aussagen beeinflussen.

Gemeinsame Projektarbeit

So nehmen russische Lehrkräfte und Schüler das in Deutschland übliche  Handyverbot im Unterricht als unerlaubte Einschränkung individueller Freiheit wahr, während die deutschen Gäste über den in allen Varianten geduldeten Gebrauch von Handys und Tabletts im russischen Unterricht sich nur wundern.

Eine Woche intensiven Zusammenlebens eröffnete den 18 Schülerinnen und Schülern vor allem in den Familien, in denen sie aufgenommen wurden, einen authentischen Eindruck vom russischen Alltag. Aus pädagogischer Sicht ist das ein Blickwinkel, der für die heranwachsende Generation globale Handlungskompetenz stärkt, wie es kein theoretisches Schulbuch leisten kann. So danken wir der Stadt Erlangen und dem Bayerischen Jugendring für die Förderung, die solche Unternehmungen aus Mitteln der Städtepartnerschaft und aus Mitteln des Kinder- und Jugendprogramms der bayerischen Staatregierung großzügig unterstützen.

Deutsch-russischer Abschied

Der nächste Besuch ist schon geplant: Willkommen, Schülerinnen und Schüler aus Wladimir, im Oktober 2018 am Gymnasium Fridericianum!

Christiane Krautwurst (OStrin i.BV)

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Ein Theaterstück mag noch so gut geschrieben sein, noch so überzeugende Darsteller haben, wenn die Technik nicht funktioniert, wird nichts Rechtes aus der Aufführung.

Daß der Besuch des Schülertheaters aus Nischnij Nowgorod übers Wochenende so gut gelungen ist, hat viel mit dem Einsatz des Brücken e.V. zu tun: mit ihrer Stadtführung am Sonntagmorgen in russischer Sprache, mit ihrem gestrigen Abschiedsabend für die Gäste in den Vereinsräumen, vor allem aber mit dem unaufgeregten Einsatz von Fjodor Newelskij, der bei den Aufführungen am Sonntag in St. Xystus und gestern morgen in der Waldorfschule für die Technik verantwortlich zeichnete.

Fjodor Newelskij

Immer mit Überblick, stets mit guter Laune, auch wenn der Beamer erst kurz vor dem Einlaß des Publikums eintraf oder die Musikanlage fehlte und noch geholt werden mußte.

Fjodor Newelskij

Es ist dem Ensemble zu wünschen, auch an den anderen Orten der Gastspielreise jemanden mit so viel Sachverstand und Verständnis zu finden. Schwierig wohl, denn Fjodor Newelskij weiß mehr als ein Bühnentechniker: Er führt beim Brücken e.V. selbst Regie und steht auch als Schauspieler auf den Brettern. Ihm deshalb vorab der verdiente Dank!

Schweigeminute

Einige Szenen aus dem Stück „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ entstanden als Idee von Rose Ebding nach der Lektüre des gleichnamigen Buches und inszeniert von Marina Kotschkina, das mit einer Schweigeminute für die Opfer des Zweiten Weltkrieges beginnt.

Es ist schon erstaunlich, wie es gelungen ist, die verschiedensten Schicksale der Kriegsgeneration in Deutschland und in der Sowjetunion ineinanderzuweben. Die Rekrutierung und der Einsatzbefehl an die Ostfront mit jugendlichem Sturm und Drang ebenso wie mit all den bangen Ahnungen und ideologisierten Vorstellungen vom Feind bis hin zu den Phantasien von der Landnahme im Osten.

Dann die Schrecken des Krieges, die Kälte des russischen Winters, die mangelhafte Ausrüstung, ausgelegt auf einen Blitzkrieg, der dann in Eis und Schnee steckenblieb.

Wesentlich folgt der Handlungsstrang dem Schicksal von Wolfgang Morell, im Stück Alex Lerom genannt, der, verhetzt von der Propaganda, überzeugt war, man werde ihn, einmal in Gefangenschaft geraten, foltern, um ihm Militärgeheimnisse abzuspressen, und anschließend töten. Da erschien es ihm schon besser, sich selbst die Kugel zu geben.

Doch die deutsche Waffentechnik versagte, die Einheit aus Sibirien, der er sich ergeben mußte, erwies sich als anständig, gar nicht dem Zerrbild von der russischen Bestie entsprechend, nahm ihn auf den Skiern mit zum Stützpunkt, bediente sich zwar mit seinen R6-Zigaretten, ließ ihm selbst aber genug zum Rauchen…

Die harte Arbeit im Torflager, szenisch gekonnt auf die Bühne gebracht durch die hämmernde Stakkato-Deklamation der Sprecherin ganz im Takt einer Maschine, und der bildhaften Darstellung des Produktionsprozesses von Ziegeln durch die Schauspieler. Einer der vielen Höhepunkte des Stücks.

Dann wieder fast intime Momente bei der Ausgabe des kargen Essens, karg für die Einheimischen wie für die Gefangenen. Man teilte die Not.

Und man teilte das letzte Stück Brot. Intensiv darstellt, wenn sich ein Mädchen in die verbotene Zone verirrt und der Gefangene sie von seiner Suppe essen läßt und sie es ihm mit ihrem letzten Bissen vergilt, unsicher, ob sie sich dabei richtig verhalte.

Denn sie hat ihre Familie durch die Okkupanten verloren und weiß nicht, ob sie den Faschisten verzeihen dürfe, ob Stalin den Feinden vergeben werde. Doch das Mitgefühl ist stärker als alle Zweifel, als jeder Schmerz. Wiederum geteilte Not.

Alex, die Hauptfigur, macht unterdessen einen Wandlungsprozeß durch, nimmt Abschied von seinem stereotypischen Denken, erlebt den ideologischen Feind als einen ihm zugewandten Menschen.

Das Stück freilich lebt nicht nur von der Geschichte, die in der keuschen Liebe zwischen Alex und Schanna mündet, sondern auch von den vielen kleinen Randszenen, etwa mit dem kleinen Maxim Alexejewitsch, der sich als Familienoberhaupt sieht, seit der Vater an die Front ging.

Ebenso drollig wie gelungen sein Auftritt mit der Schwester Tanja, besonders wenn man weiß, daß der Kleine sich die Rolle selbst gewünscht hat, nachdem er das Stück zum ersten Mal mit seinen Eltern sah. Einfach trefflich!

Überzeugend auch die Einlage mit den als Frauen verkleideten Gefangenen, ganz aus der Wirklichkeit des Lagerlebens gegriffen, wo es ja tatsächlich Laienschauspielgruppen ebenso gab wie Amateurorchester. Großer Zwischenapplaus im gut gefüllten Saal der Waldorfschule.

Schließlich die Schlüsselszene: Alex, inzwischen des Russischen mächtig, wird als Dolmetscher für Schanna verpflichtet, die eine Unterhaltungsveranstaltung für die Gefangenen moderieren soll. Aus spontaner Zuneigung wird eine innige Verbindung, die bis heute zwischen den realen Vorbildern der Figuren fortbesteht, als wohl schönste deutsch-russische Liebesgeschichte.

Immer wieder erstaunlich die Wandlungsfähigkeit der Truppe. Keine Rolle für immer festgelegt, besonders anschaulich bei den Gesangs- und Tanzeinlagen.

Da zeigt sich auch wieder einmal die Stärke des russischen Schulsystems, das viel Raum bietet für alles Kreative.

 

 

Rundum gelungen, kann man nur zusammenfassen und gratulieren. Das Publikum der bevorstehenden Auftritte darf sich freuen, zumal Wolfgang Morell als Zeitzeuge mitreist, gestern auch für eine Dokumentation interviewt, bevor anschießend die Schüler ihre Fragen stellten.

Wolfgang Morell im Interview

Kommentiert hat übrigens bereits den gestrigen Eintrag im Blog Richard Dähler, der zum kontrastierenden Thema der japanischen und deutschen Kriegsgefangenen in sowjetischen Lagern promovierte:

Ich möchte den  heute  erschienen Blog um die Japaner erweitern, weil praktisch alles, was die deutschen  Veteranen sagen, auch auf sie zutrifft, einzig in  der  Religion (oder deren Abwesenheit) gibt es Abweichungen.

In meiner Dissertation über die Erlebnisberichte der Deutschen und Japaner in sowjetischer Kriegsgefangenschaft stellte ich mir folgende Fragen:

  1. Wie wirkte sich die staatsbürgerliche und militärische Ausbildung auf die Sol­daten aus, mit welchem Bild von der Sowjetunion traten sie die Gefan­genschaft an?
  2. Unterscheiden sich die japanischen von den deutschen Erlebnisbe­richten?
  3. Was wird in den Berichten weshalb ausgeblendet oder nur am Rande behandelt?
  4. Spielte Religion in der Bewältigung der schweren Zeit eine Rolle?
  5. Wie beurteilten sich die Japaner und die Deutschen gegenseitig?
  6. Hat sich eine Lagerkultur gebildet, die nationale Kulturen verdrängte, sie überlagerte oder sich mit ihnen vermischte?

Für Leser mit unterschiedlichen Interessen ist die Arbeit wie folgt verfügbar als Buch „Die japanischen und die deutschen Kriegsgefangenen in  der Sowjetunion  1945 – 1956. Vergleich von Erlebnisberichten“.  LIT Verlag. 2007. Sowie als je 18seitige Zusammenfassung in Deutsch, Russisch, Japanisch und Englisch im gleichen Buch. Im Internet unter http://www.eu-ro-ni.ch/publications/Di_deu.pdf

Die japanischen und die deutschen Kriegsgefangenen waren voneinander sehr beeindruckt, in der Schilderung der Erlebnisse stimmen sie weitgehend überein.  Die japanischen Erlebnisberichte sind reichhaltiger an Bildern.

Wolfgang Morell mit Schülerinnen der Waldorfschule Erlangen

 

 

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Ich wußte aus eigener Erfahrung und vom Beispiel vieler meiner Kameraden, was für eine unumkehrbar zerstörerische Wirkung es fast auf jeden Menschen hat, wenn er im Krieg gewesen ist. Ich wußte, daß die ständige Todesnähe, der Anblick von Gefallenen, Verwundeten, Sterbenden, Erhängten und Erschossenen, die riesige rote Flamme, die in der Eisluft einer Winternacht über angezündeten Dörfern steht, der Leichnam des eigenen Pferdes wie auch die akustischen Eindrücke, Sturmgeläute, Granateinschläge, das Pfeifen der Kugeln, verzweifelte Schreie, unbekannt von wem – all das geht niemals vorbei, ohne sich zu rächen. Ich wußte, daß eine wortlose, fast bewußtlose Erinnerung an den Krieg die meisten Menschen verfolgt, die ihn durchlebt haben, und in allen ist etwas zerbrochen für immer.

Alfons Rujner und Rose Ebding

Diese Worte aus dem Roman „Das Phantom des Alexander Wolf“ von Gaito Gasdanow geben eine unbestreitbare Wahrheit wieder. Mehr noch: Viele, viel zu viele sind selbst am Krieg zerbrochen. Als Täter, als Opfer, als Hinterbliebene.

Wiedersehen: Alfons Rujner und Wolfgang Morell

Ebenso unbestreitbar aber auch, daß es Menschen gibt, die den Krieg in sich besiegt, Menschen, die mit sich und den einstigen Feinden Frieden geschlossen haben, Menschen, denen die Versöhnung gelungen ist. Ihnen sei diese Sammlung von Portraits, Erinnerungen und Korrespondenzen gewidmet: Wehrmachtsoldaten, in einen Vernichtungskrieg geschickt, der für sie in Gefangenschaft endete, in Lagern, wo sie bei allen Härten auch ganz unerwartet Zuwendung und Mitmenschlichkeit von russischen Frauen und Männern erfuhren.

Alfons Rujner und Florian Janik

Nach der gestrigen Uraufführung des Stückes „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ im bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrzentrum St. Xystus, ermöglicht durch die Gastfreundschaft der Kolping-Gemeinde, fragte eine Zuschauerin, ob die Darstellung des Schicksals deutscher Kriegsgefangener in sowjetischen Lagern nicht doch ein wenig geschönt sei. Sie habe da anderes gehört. Viel mehr Schreckliches.

Im Publikum

Was will man darauf antworten: Natürlich gab es auch die schlimmen Zustände, Entbehrung, Leid, Hunger und Tod. Das Stück selbst spricht ja offen davon, daß etwa ein Drittel der Gefangenen nicht mehr in die Heimat zurückkehrte. Aber es gab eben auch die andere Seite: das heimlich zugesteckte Brot, die verständnisvolle Geste, sogar Respekt, Zuneigung und Liebe.

Florian Janik

Davon vor allem erzählt die Geschichte, für die Bühne zusammengefügt von Rose Ebding aus Motiven des Erinnerungsbandes „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ und den Erinnerungen des eigenen Vaters, nämlich von der auch in Zeiten der Barbarei möglichen Menschlichkeit, von der Kraft der Humanität, die aus Feinden Freunde zu machen vermag.

Brief von der Mutter

Darum wohl auch hat damals im April Florian Janik bei der Vorstellung der russischen Ausgabe des Buches „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ spontan an die eigens aus Nischnij Nowgorod anreiste Schülertruppe die Einladung nach Erlangen ausgesprochen, begeistert von den wenigen Szenen, die seinerzeit bereits einstudiert waren.

Dreiklang

Nun also die Premiere in Deutschland, die Langfassung ohne alle Längen, ohne Durchhänger, inszeniert fast wie eine Revue, kurzweilig und spritzig, mit Sentiment und Temperament.

Das russisch-deutsche Liebespaar

Vor allem aber mit einer unbändigen Spielfreude der zwanzigköpfigen Truppe, deren Mitglieder teilweise immer wieder in andere Rollen schlüpfen, mit anrührenden Gesangseinlagen überraschen und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen, wenn für einen Augenblick das Stichwort fehlt. Ganz als stünden sie alle schon immer auf der Bühne.

Aufstellung

Besonders erstaunlich: Einen Großteil der Dialoge sprechen die Mitwirkenden auf Deutsch. Prononciert, verständlich, klar und deutlich. Sicher ein Verdienst von Rose Ebding, die drei Jahre lang diese Fremdsprache an dem Gymnasium in Nischnij Nowgorod unterrichtete, woher die Truppe kommt. Und das eineinhalb Stunden am Stück. Kompliment!

Rose Ebding, Alfons Rujner, Wolfgang Morell, Florian Janik und Sibylle Flepsen

Im Untertitel könnte man das Schauspiel die „schönste deutsch-russische Liebesgeschichte“ nennen, wird hier doch nicht nur die Gefangennahme eines Wehrmachtssoldaten, der Lageralltag im Torf oder das Warten auf Post aus der Heimat dargestellt, sondern auch das schüchtern-scheue Aufblühen der Zuneigung eines Deutschen zu einer Russin, im Kodex so sicher nicht vorgesehen. Ein Handlungsstrang nach Motiven aus dem Lagerleben des 95jährigen Wolfgang Morell.

Rose Ebding und Marina Kotschkina

Aber auch Alfons Rujner, mit fast 90 Jahren aus Berlin angereist, erkennt sich in den Figuren immer wieder, nicht nur in dem alten Mütterchen, das ihn kurz vor dem Heimtransport in Wladimir am Ärmel zupfte und ihm zurief: „Komm wieder, aber ohne Waffen!“, sondern auch in der Indoktrinierung durch die Nazis mit ihren Zerrbildern von Sowjets, die Hörner trugen und als rote Teufel gezeichnet wurden, sowie in der Umerziehung, die er als damals siebzehnjähriger Jüngling als Befreiung vom ideologischen Ballast der Faschisten empfand.

Alfons Rujner, Wolfgang Morell und Florian Janik

Und so kam denn Alfons Rujner als Antifaschist aus dem Lager zurück und kann sagen: „Bis heute bin ich ein solcher geblieben, und ich möchte nie mehr sehen, wie Nazis durch das Brandenburger Tor marschieren!“ Und Florian Janik dankt er für dessen Engagement für die Völkerverständigung und Partnerschaft mit den Worten: „Hätte ich die Macht dazu, ich würde Dich, lieber Florian, zum Oberhaupt einer Friedensstadt ernennen!“ Erlangen als Friedensstadt. Welch eine Auszeichnung aus dem Mund eines Kriegsveteranen!

Wolfgang Morell, Alfons Rujner und Elisabeth Preuß

Es blieb am Ende zu wenig Zeit für das Gespräch mit den beiden Zeitzeugen; zu wenig Zeit, um dem Autorinnenpaar, Rose Ebding und besonders Marina Kotschkina, die das Stück so überzeugend ins Szene setzte, zu danken; zu wenig Zeit für das Schlußwort von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, die sich die Veteranenkontakte zur persönlichen Herzenssache gemacht hat; vor allem aber zu wenig Zeit, um den Schülern zu ihrer großartigen Leistung zu gratulieren und zu applaudieren.

Peter Steger, Wolfgang Morell, Alfons Rujner, Rose Ebding und Marina Kotschkina

Aber es ist ja noch Zeit, das Stück ein weiteres Mal zu sehen: heute vormittag in der Waldorfschule Erlangen und dann auf der Gastspielreise:

Alfons Rujner, Rose Ebding und Marina Kotschkina

Leinfelden
Di 24.10.19.00 Immanuel-Kant-Gymnasium
70 771 Leinfelden, Anemonenstraße 15

Bodensee
Do., 26.10. vorm. Gymnasium Markdorf

Do., 26.10. 19.30 Uhr Waldorfschule Überlingen,
88662 Überlingen, Rengoldshauser Straße 20

Fr., 27.10. vorm. Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen

So., 29.10. 16 Uhr Bürgersaal im Rathaus in Immenstaad
88090 Immenstaad, Dr.-Zimmermann-Straße 1

Elisabeth Preuß, Peter Steger und Wolfgang Morell

Und dann gibt es da noch im Internet einen Zusammenschnitt für eilige Zuschauer: https://is.gd/dwvsUs

 

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Die elfköpfige Schülergruppe aus Wladimir, am Dienstagabend angekommen und gestern am frühen Nachmittag schon zum Empfang im Rathaus mit Bürgermeisterin Elisabeth Preuß erschienen, zeigt wieder einmal, wie wichtig diese Begegnungen sind, vor allem, wenn sie dem Konzept folgen, möglichst viel gemeinsam zu unternehmen, vom Unterrichtsbesuch bis hin zu Ausflügen oder Kochen. Einen besonderen Schwerpunkt im Programm setzt Michaela Spörl vom Emmy-Noether-Noether-Gymnasium mit ihrer russischen Kollegin, Olga Wolkowa, Deutschlehrerin an der Schule Nr. 23, auf die Zeit in den Familien. Das Wochenende sowie der Tag der Einheit sind dafür reserviert und geben, bevor es am 5. Oktober wieder nach Hause geht, Gelegenheit, einander im Miteinander so richtig kennenzulernen und die beglückende Erfahrung zu machen, wie Olga Wolkowa hervorhebt, wie großartig die deutsche Gastfreundschaft sei, jedenfalls nicht minder ausgeprägt als in Wladimir. Ist mehr Lob möglich?

Elisabeth Preuß, hockend ganz rechts, schräg hinter ihr stehend Olga Wolkowa und Michaela Spörl, 2. v.l. in der 3. Reihe

Sie wird es aus Erfahrung wissen, betreut sie doch den Austausch seit 1997 und hat in der Gruppe „Wiederholungstäter“, die Erlangen schon von früheren Besuchen her kennen. Den besten Nachweis für Nutzen und Qualität der Begegnungen liefert freilich die Schülerin, deren Vater bereits am ersten Austausch teilgenommen hatte und der nun seine Tochter auf den eigenen Spuren in die deutsche Partnerstadt schickte. Da weiß man, wofür all die Mühe gut ist, die sich Lehrkräfte wie Gasteltern jedes Jahr wieder machen.

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„Wenn der Schüleraustausch zunimmt, dann steht’s wohl um die Städtepartnerschaft“, könnte Martin Luther den gestrigen Empfang von Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens für die Gäste aus Wladimir kommentiert haben. Wohl steht es um die Städtepartnerschaft aber auch, weil es den Freundeskreis Wladimir gibt, der das Programm für die neunköpfige Besuchergruppe zusammenstellt und weil sich immer wieder Gastgeber finden, die den Aufenthalt überhaupt erst möglich machen – und weil es, wie eine Schülerin, gefragt nach dem größten „Plus“ ihrer Eindrücke von Erlangen, in der Familie die Möglichkeit gibt, Deutsch zu sprechen.

Alexandra Karpowa, Sofia Sedowa und Iwan Samarin

Das mit dem Sprechen fällt noch nicht allen so leicht, aber die Sprache der schönen Geste beherrschen sie alle mit ihren T-Shirts, die den Geist der Partnerschaft so symbolisch zum Ausdruck bringen. Die jungen Gäste mögen noch nicht alles auf Deutsch oder Englisch verstehen, aber sie verstehen sich als Botschafter der Verständigung und ernten von den Gastgebern viel Lob für Betragen, erhalte beste Kopfnoten.

Marina Trubizyna 1

Marina Trubizyna und Susanne Lender-Cassens mit der Gruppe und einigen der Gastgeberinnen

Seit dem 27. Juni halten sich die Gäste in Erlangen auf, um Land und Leute kennenzulernen und die Städte in der näheren und ferneren Umgebung zu erkunden. Morgen schon geht es wieder nach Hause. Und wenn später jemand aus der Gruppe wieder nach Erlangen kommen sollte – wie Iwan Samarin, der schon zum zweiten Mal zum Aufgebot gehört – , dann sicher nur, weil es wohl um die Städtepartnerschaft steht.

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Vom 24. April bis 2. Mai setzte das Emmy-Noether-Gymnasium seinen Austausch mit Wladimir fort und besuchte mit einer Gruppe unter Leitung von Michaela Spörl die Partnerstadt. Hier nun der Bericht vom Aufenthalt in Wladimir, leider ohne Namen.

Nach der späten Ankunft bei den Gastfamilien durften wir erst einmal ausschlafen und trafen uns dann um 11.40 Uhr am Kathedralenplatz von Wladimir. Dort begann die Stadtführung durch Wladimir. Wir besichtigten die Mariä-Entschlafens-Kathedrale und auch den Platz um sie herum. Dabei wurde uns viel über die Geschichte Wladimirs erzählt. Anschließend liefen wir zum Goldenen Tor, das früher ein Stadttor Wladimirs war. In dem Tor befand sich ein Museum, worin man anhand eines Modells und einer Multi-Media-Darstellung den Überfall der Tataren auf Wladimir nacherleben kann. Im Anschluss an die Stadtführung durch Wladimir sind wir in ein weiteres Museum gegangen, welches über die Schule im alten Russland informierte. Uns wurde erklärt, wie der Unterricht früher ablief und was es für Strafen usw. gab. Wir durften dabei auch auf Wachstafeln unseren Namen in altrussischer Schrift schreiben. Das war das Programm für diesen Tag mit der ganzen Gruppe; ich erkundete mit meiner Austauschschülerin und zwei weiteren Jugendlichen Wladimir noch weiter und ging dabei u.a. mit meiner Austauschschülerin noch ins Erlangen-Haus, wo sie Deutsch lernt.

Am Mittwoch mussten wir uns schon früh treffen, da wir alle gemeinsam mit dem Bus nach Nischnij Nowgorod wollten. Die vier Stunden Fahrt haben sich gelohnt, da wir nicht nur eine informative Stadtrundfahrt erlebten, sondern auch mit einer Seilbahn einmal hin- und zurück über die Wolga, den längsten Strom Europas, fahren durften. Aus der Seilbahn hatte man einen wunderschönen Blick über Nischnij Nowgorod und die Natur.

Am Donnerstag wurden wir mit einem tollen Konzert im Gymnasium Nr. 23 empfangen. Die Gastgeber trugen russische, deutsche, englische und französische Lieder und Gedichte vor. Es war ziemlich beeindruckend, dass extra für uns so ein großer Aufwand betrieben wurde und sich einige Schüler dazu bereit erklärt haben, uns etwas vorzuführen. Anschließend durften wir den Deutschunterricht einer 5. Klasse besuchen und sogar selber Lehrer spielen. An verschiedenen Stationen sprachen die Kinder, die erst ein dreiviertel Jahr Deutsch lernen, mit uns auf Deutsch, und wir durften sie mit Noten bewerten. Für beide Seiten war dies ein besonders intensives und gewinnbringendes Erlebnis. Danach bereiteten wir in der Mensa alle zusammen Borschtsch zu und aßen gemeinsam. Gestärkt konnten wir nun in den Kunstunterricht gehen, in dem wir Matrjoschkas und Schutzpuppen bastelten; dabei erzählte man uns viel über die Geschichte der Puppen. Zum Abschluss des Schultages hatten wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern Sport. Eine kleine Gruppe von Deutschen mit ihren Austauschschülern ist dann noch in die Trampolinhalle, was sehr viel Spaß machte.

Am Freitag stand eine Exkursion nach Susdal auf dem Programm. Dort besichtigten wir ein Freilichtmuseum, in dem ein nachgestelltes altes Dorf zu sehen war. Wir haben dann auch noch die „richtige“ Stadt besichtigt und unter anderem ein, zwei weitere Kathedralen.

Samstag war ein „freier“ Tag, für den die Gastfamilien sich für die Gastschüler ein Programm ausgedacht hatten. Die meisten entschieden sich, Paintball zu spielen, und so traten wir „Russen gegen Deutsche“ beim Paintball an. Das Spiel ging mit 2:2 unentschieden aus. Anschließend hat eine kleinere Gruppe noch gegrillt und wir saßen gemütlich beieinander. Allerdings mussten wir am nächsten Tag früh aufstehen, da schon um 6:20 Uhr Treffpunkt für die Fahrt nach Moskau war.

Gruppenbild des deutsch-russischen Schüleraustausches auf dem Roten Platz

In Moskau angekommen, konnten wir uns erst einmal selbstständig vor dem Kreml ein bisschen umschauen, bis wir in den Kreml hinein durften. Im Kreml bekamen wir eine Führung, und uns wurden die verschiedenen Kathedralen gezeigt und auch die eine Kathedrale, die nach dem Vorbild der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Wladimir gebaut wurde. Nach dem Kreml sind wir noch auf den Roten Platz mit der bekannten bunten Basilius-Kathedrale und vielem mehr. Leider mussten wir uns an diesem Abend schon von den russischen Schülern verabschieden. Beim Abschied sind viele Tränen geflossen.

Als wir dann unter uns waren, sind wir noch mit der Metro gefahren. Die einzelnen Stationen sind beeindruckend, da jede von einem anderen Thema handelt und dem Stationsnamen angepasst ist. Am letzten Tag sind wir wieder Metro gefahren und haben auch zu Fuß als kleine Gruppe Moskau noch ein bisschen näher erkundet. Wir besichtigten unter anderem einen der bekanntesten Friedhöfe Moskaus, auf dem viele bekannte Persönlichkeiten begraben sind und machten eine Pause im Gorkij-Park.

Der Austausch mit Wladimir war sehr schön, da man nicht nur ein anderes Land kennenlernen konnte, sondern auch viele neue Freunde gewonnen hat.

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Als Heidi Binder mit einer kleinen Schüler- und Lehrergruppe der Waldorfschule im April 2014 nach Wladimir reiste, wohnte sie in der Familie von Jelena Below. Die beiden blieben seither in Kontakt, und als nun die Gastgeberin von damals mit ihrem Sohn Daniil Berlin besuchten, lag gestern ein Abstecher nach Erlangen nahe, wenn auch nur für einen Tag. Bald schon gibt es dann ein Wiedersehen, denn der dem Austausch eng verbundene Allgemeinarzt, Jürgen Binder, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Ehrenmitglied des Bayerischen Hausärzteverbandes, hat wieder einmal eine Medizinerdelegation zusammengestellt, die Wladimir im Juni einen Fachbesuch abstattet. Mit dabei natürlich auch seine Frau, wieder in Sachen Waldorfpädagogik.

Heidi Binder, Daniil Below, Jelena Belowa und Jürgen Binder

Jelena Belowa ihrerseits unterrichtet zu Hause Englisch am Amerikanischen Haus und nimmt selbst – man hört es: ausgesprochen erfolgreich – Deutschunterricht bei Marina Gajlit, ehemals Dozentin am Erlangen-Haus und jetzt an der Universität Wladimir tätig, während Daniil Deutsch an der Schule lernt. So kommt man sich näher, so versteht man sich in der Bürgerpartnerschaft – abseits der offiziellen Agenda des Austausches. Gut so!

Leseempfehlung: https://is.gd/HqEFKu

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