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Archive for the ‘Religion’ Category


Seit der Katholische Kaufmännische Verein in St. Sebald Gastrecht genießt, also seit 1989, trifft sie sich Mitte August Jahr für Jahr zu einem Grillabend im Pfarrgarten. Gestern genossen die KKV-Mitglieder und die Pfarrangehörigen nicht nur einen gemütlichen und unterhaltsamen Abend bei angenehmen Wetterbedingungen, sondern sie konnten sich auch über zwei besondere Gäste freuen, die der KKV-Vorsitzende, Kurt Reiter, eingeladen hatte: Sergej Sujew, Pfarrer der katholischen Rosenkranzgemeinde, und seinen orthodoxen Amtsbruder, P. Warfolomej, aus Wladimir.

Georg Kaczmarek, P. Warfolomej, Kurt Reiter und Sergej Sujew

Seit Pfarrer Ferdinand Böhmers und Rolf Bernards Zeiten pflegt St. Sebald eine besondere Verbindung zur Rosenkranzgemeinde in der Partnerstadt. Eine riesige Überraschung war die Begegnung mit Mecki Bernard, der Witwe von Rolf Bernard, die eine enge Freundschaft mit Sergej Sujew verbindet.

Georg Kaczmarek, Sergej Sujew, Mecki Bernard, P. Warfolomej und Kurt Reiter

Nach dem gemütlichen Teil wollte der Gast einen elektronisch gespeicherten Film im Klubraum zeigen. Schnittstellenprobleme mit der zur Verfügung stehenden Technik führten zwar anfangs zu einigen Problemen, doch dank der Hilfe von IT-versierten Gemeindemitgliedern funktionierte dann doch am Ende alles.

Ivanna Bartoschek und Sergej Sujew bei der Päsentation des Filmes

Die Reportage zeigt die geschichtliche Entwicklung der Rosenkranzgemeinde und berichtet von der Diasporasituation der Katholiken in der orthodoxen Mehrheitsgesellschaft. Viel Raum nimmt auch der Werdegang von Sergej Sujew ein, vom sechsjährigen Chorknaben über das Musikstudium am Petersburgen Konservatorium bis zum katholischen Priester, der auf die Frage aus dem Publikum nach seinem Motiv Pfarrer zu werden, wortwörtlich antwortete: „Über die Kirchenmusik habe ich zum katholischen Christentum gefunden, obwohl ich aus einem sehr gläubigen orthodoxen Elternhaus stamme“. Breiten Raum nimmt auch die Mission des Geistlichen ein, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Pilger- und Begegnungszentrum einzurichten, für dessen letzten Bauabschnitt er derzeit wieder in Deutschland Mittel einwirbt. Leider gibt es den Film bisher nur mit englischen Untertiteln. Aber, wie Georg Kaczmarek anregt, der die Reportage hier https://is.gd/gEoKpw bereits auf youtube eingestellt hat, helfen ja die Dozentinnen am Erlangen-Haus dabei, auch eine deutsche Fassung zu machen.

Eine auch dank der Dolmetscherin Ivanna Bartoschek vom Verein „Nadjeschda“ rundum gut gelungene Veranstaltung, die die Verbindung der beiden Gemeinden weiter vertieft hat. Am morgigen Sonntag wird denn auch, wie im Blog bereits berichtet, nach der Messe um 9.30 Uhr eine Türkollekte für die Rosenkranzgemeinde durchgeführt, deren Erlös wir Sergej Sujew vor seiner Abreise Mitte nächster Woche überreichen wollen.

Kurt Reiter und Georg Kaczmarek

P.S.: Hier gibt es noch eine kleine musikalische Einlage am Klavier von Sergej Sujew: https://is.gd/gcHYth

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Dieser Tage besucht Pfarrer Sergej Sujew Erlangen zusammen mit einer Jugendgruppe und in Begleitung seines orthodoxen Amtsbruders, P. Warfolomej. Aus diesem Anlaß veranstaltet St. Sebald am Sonntag, den 18. August auf Anregung von Kurt Reiter, Beauftragter des Pfarrgemeinderates für Internationale Kontakte und Mitglied des Fördervereins Nadjeschda, während des Gottesdienstes um 9.30 Uhr eine Türkollekte für die Rosenkranzgemeinde Wladimir. Der Erlös wird dem Geistlichen aus der russischen Partnerstadt persönlich überreicht und ist für die Aufwendungen der katholischen Gemeinde dort bestimmt.

Sergej Sujew und Kurt Reiter

St. Sebald war maßgeblich an der Wiedergründung der Rosenkranzgemeinde Wladimir Anfang der 90er Jahre beteiligt, führt nicht die erste Türkollekte durch und übernimmt eine Art Patenschaft über die Katholiken der Partnerstadt. Wer mehr darüber erfahren möchte, komme an Mariä Himmelfahrt, am 15. August, ab 18.00 Uhr zum Grillabend in den Garten von St. Sebald, Egerlandstraße 22.

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Den Umstand, daß ein Polizist sich kürzlich zum Priester weihen ließ, nahm Nikolaj Liwschiz, Chefredakteur der Online-Zeitung „Prisyw“, zum Anlaß, einem zu recherchieren, welche Berufswahl dem russisch-orthodoxen Klerus erlaubt ist, der ja nicht, wie hierzulande, die Absicherung durch die Kirchensteuer genießt. Tatsächlich gibt in der Kanzlei der Wladimirer Erzdiözese zu diesem Behufe ein Papier, das bereits im Vorjahr mit dem etwas sperrigen Arbeitstitel „Berufe, die vereinbar und unvereinbar sind mit dem Priestertum“ diskutiert wurde. Kategorisch ausgeschlossen ist demnach für einen Kirchenmann etwa eine Karriere als Schauspieler, Militärangehöriger oder Staatsdiener. Eher säuerlich äußert sich das Manifest gegenüber dem Unternehmertum. Es gilt zwar als eher anrüchig, aber wenn es nicht zu Lasten der Spiritualität gehe, könne man es – in Gottes Namen! – durchaus betreiben. Allerdings nicht im Bereich von Banken und Versicherungen, die zu den Tabuzonen zählen. Ganz anders die Medizin, in der man sich mit dem Segen des Bischofs betätigen kann, „wenn die Arbeit als Arzt oder Krankenpfleger gute Früchte trägt“. Ein Metier, das freilich so seine Gefahren birgt, denn sollte ein ärztlicher Fehler zum Tod eines Patienten und damit auch zu einer Anklage und Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung führen, ziehe das auch den Verlust des geistlichen Amtes nach sich. Noch sind die Regeln nicht verabschiedet, in den Gemeinden diskutiert man den Kanon noch. Gänzlich unvereinbar mit dem Dienst in der Kirche sind aber auch Aktivitäten im halbseidenen Milieu der Bars und Kasinos sowie einschlägig übelbeleumundeter Lasterhöhlen.

P. Innokentij und Oleg Wladimirow am Grab von Oleg Popow in Egloffstein, Juli 2019

Unbeanstandet hingegen läßt der spirituelle Knigge das kreative Schaffen – von der Journalistik bis zur Kunst. Immerhin wurde in diesem Jahr Bischof Innokentij von Alexandrow und Jurjew-Polskij in der Region Wladimir zum Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste ernannt. Und, wie kürzlich hier im Blog berichtet, bereitet der Photograph und Graphiker im Dienst des Herrn für 2021 seine dann schon dritte Ausstellung im Rahmen der Städtepartnerschaft vor. Ganz im Geiste eines Wandermönchs wie Andrej Rubljow, der ja auch ein Künstler in der Kutte war. Beides natürlich – damals wie heute – nur für Gottes Lohn.

Siehe dazu auch: http://www.facebook.com/peter.steger.5492

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Bereits am 7. Juli verstarb, wie heute einer Traueranzeige in den Erlanger Nachrichten zu entnehmen, Hermann Heinrich, Pastor im Ruhestand. 1992 gehörte der Geistliche zu der Delegation, die sich nach Wladimir aufmachte, um die verschiedenen Glaubensgemeinschaften kennenzulernen und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu erkunden. Mit dabei Adventisten, Anthroposophen, Katholiken und Pastor Hermann Heinrich als Vertreter der Baptisten. Diese wurden übrigens bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Deutschland aus im Russischen Reich gegründet, hatten viele Verfolgungen zu erdulden, besonders in den Stalin-Jahren, und verloren so immer wieder ihre besten Köpfe. Die Führung der Gemeinden lag deshalb oft in den Händen von überforderten Laien.

Hermann Heinrich, letzte Reihe links im Bild

In Wladimir gab es anno 1992 zwar eine Baracke, die als Kirche diente, und einen älteren Herrn als Pastor, aber ihm folgte ein „schwieriger Mann“ nach – mit Verbindungen zum Geheimdienst und wohl auch in andere Kreise. Jedenfalls verstand er es mit List und Tücke, das Grundstück und die ehemalige Schule, auf Betreiben der Erlanger von der Stadt Wladimir den Baptisten zur Verfügung gestellt, unter seine Kontrolle zu bekommen und die Gemeinde zu spalten. Der Vertrauensmann der Deutschen hatte sich unterdessen hauptsächlich den Baufragen gewidmet, um da für Transparenz zu sorgen, darüber aber nicht mehr die Zeit gefunden, sich auch um die Gläubigen zu kümmern.

Alter Friedhof Wladimir. Sergej Skuraktow

Eine schwierige Situtation für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ende der 90er Jahre reiste der Erlanger Pastor nochmals nach Wladimir, begleitet von Waldemar Hamm, der, aus Kasachstan stammend, nicht nur als Dolmetscher gute Dienste leistete, sondern vor allem auch beide Welten aus eigenem Erleben kannte. Noch bis 2004 blieben die Kontakte bestehen, dann rissen sie ab, nachdem der Vertrauensmann mit seiner Familie nach Deutschland übergesiedelt war.

Alter Friedhof Wladimir. Sergej Skuraktow

Was aber bleibt, ist das viele Gute, das die Erlanger Baptisten für die Gemeinde in Wladimir getan haben: Nicht nur Sachspenden fanden regelmäßig ihren Weg in die Partnerstadt, sondern auch Geld kam allmonatlich in all den Jahren nach Wladimir. Zur Unterstützung der Gemeindearbeit und als Gehaltszuschuß für den Pastor: 300 DM im Umschlag, immer ohne jede Unregelmäßigkeit über das Erlangen-Haus. Ein einziges Mal, so erinnert sich Hermann Heinrich, habe man einen anderen Weg gewählt. Doch der Bote habe die Geldscheine gegen Papierschnipsel ausgetauscht. Religion und Glauben kommen eben nicht ohne Vertrauen aus. Aber vertraut haben die Baptisten von da an nur noch dem Erlangen-Haus.

Alter Friedhof Wladimir. Sergej Skuraktow

Hermann Heinrich war ein besonnener Mensch mit einem ganz besonderen Segen im Herzen. In seiner Gegenwart spürte man das Wirken höherer Mächte. Er wird seiner Gemeinde, seiner Familie und allen, die ihn kannten, schmerzlich fehlen.

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Nach seiner Versetzung in den Ruhestand als Pfarrer der Gemeinde St. Theresia und Leiter des Seelsorgebereichs Erlangen Nord-Ost am 31. August 2017 zog Udo Zettelmaier in seine alte oberfränkische Heimat, wo er seither als Subsidiar im Pfarreienverbund Ebensfeld wirkt. Am vergangenen Sonntag feierte der Geistliche in der Hankirche zu Prächting nun sein Goldenes Priesterjubiläum.

Bürgermeister Bernhard Storath gratuliert Udo Zettelmaier

Mit dabei aus Erlangen als Vertreter des Fördervereins Nadjeschda, den Udo Zettelmaier von 2005 bis 2017 leitete, das Ehepaar Helmut und Hannelore Röthlingshöfer sowie Georg Kaczmarek, dem obige Aufnahme zu verdanken ist. Dies gibt nun auch dem Blog Gelegenheit, nochmals für die segensreiche Arbeit des Priesters im Austausch mit der Rosenkranzgemeinde in Wladimir ein großes Vergelt’s Gott auszusprechen. Eine Würdigung seines Wirkens für die Partnerstädte findet sich hier: https://is.gd/YTNEVh

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„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ sagt sich Wassilij Nikitinskij aus Wladimir und behauptet denn auch, sein Blog werde von den besten Menschen des Planeten gelesen. Wenn Sie auch zu diesem erlesenen Kreis gehören wollen, empfiehlt sich ein Klick auf diesen Link: http://nikitinskiy.com/ob-avtore

Wie auch immer, man findet dort neben vielen anderen Reisereportagen auch einen Bericht zu einem Kloster, das kaum ein Wladimir-Reisender zu sehen bekommt, obwohl es unweit von Pokrow liegt, unmittelbar an der Strecke zwischen Moskau und Wladimir. Ein Schwenk dorthin würde sich durchaus einmal lohnen…

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Es war im 16. Jahrhundert, als sich in der Nähe der bereits damals bestehenden Landstraße zwei Mönche niederließen und eine kleine Kirche auf einer Insel bauten. Mit der Zeit gewann der Ort an Anziehungskraft, die örtliche Bevölkerung unterstützte die Ordensleute, und so entstand das heutige Frauenkloster im Wwedenskijsee. IMG_0244 copy.jpg

Zwei Brücken verbinden den Komplex mit dem Festland, die wichtigere und große ist sogar befahrbar, allerdings nicht für Gäste.IMG_0198 copy.jpg

Ein sicherer Stand mit schönem Ausblick.
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Der See selbst ist fast rund, wie die meisten stehenden Gewässer in der Region Wladimir. Ein Umstand, der mit der Karstlandschaft zusammenhängt.IMG_0204 copy.jpg

Von der Betonbrücke aus sieht man auch den Holzsteg.
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Kurz zur Geschichte: Den Segen zur Erhebung in den Rang eines Klosters gab Zar Peter I. Nach dem Aufblühen der Gemeinschaft unter Abt Sergij setzte unter seinem Nachfolger im Amt, Pater Nektarij, ein rascher Niedergang ein. Er hatte die neue Kirche und die Glocke für den Spottpreis von 28 Rubeln an die umliegenden Kirchdörfer verschachert. Wie durch ein Wunder kam der Besitz aber auf die Insel zurück, und man baute anstelle der Holzkirche ein Gotteshaus aus Stein. Im 19. Jahrhundert errichten die Mönche dann eine neue, Nikolaus dem Wundertäter geweihte Kirche, einen Wohntrakt mit den Zellen, einen Bau für den Abt und am Seeufer ein Pilgerheim. Nach der Oktoberrevolution kam hier alles zum Erliegen, im Kloster richteten die Sowjets ein Altenheim, eine Anstalt für Waisenkinder und schließlich sogar ein Frauengefängnis ein. Erst Anfang der 90er Jahre erfolgte die Rückgabe an die Kirche und die Auferstehung des Klosterlebens. Seit 1995 leben hier Nonnen. Besonders verehrt wird hier das Grab eines der Äbte, des Paters Kleopa, der zu den Lokalheiligen zählt.

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Zwei Kirchen schmücken heute die Kirche, die eine Nikolaj dem Wundertäter geweiht, die andere der Allerheiligsten Gottesmutter. Und rund herum wird im Garten gewerkelt.IMG_0207 copy.jpg

Als männlicher Gast, so der Autor, sollte man freilich mit seinem Objektiv nicht zu nahe herankommen und sich lieber in Richtung des Holzstegs aufmachen.IMG_0208 copy.jpg

So kommt man am neuen Glockenturm vorbei.
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Und geht weiter zur Kirche aus dem 19. Jahrhundert, die derzeit renoviert wird.
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Am Steg angelangt, hört und sieht man ganze Schwärme von Möwen.IMG_0212 copy.jpg

Mit all ihren Hinterlassenschaften…
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Von hier dann der Blick zurück.
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Und von hier könnte man dann rübergehen zu einem der „Lost Places“ der Region Wladimir, dem geschlossenen Bau der einstigen Sonderanstalt für minderjährige Mädchen mit gemeingefährlichem Verhalten.IMG_0216 copy.jpg

Das Frauenkloster soll einen Gegenentwurf dazu gegründet haben, ein Kinderheim mit dem Namen „Arche“, das der Blogger allerdings nicht zu Gesicht bekam.IMG_0218 copy.jpg

Noch einmal geht es zurück auf die Insel.
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Und dann eröffnet sich der Blick auf eine Kapelle im Wasser, die allerdings geschlossen war.
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Wieder Möwen, die überall an den Gebäuden und auf dem Gelände nisten.
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Da der Blogger früh am Morgen gekommen war, traf er nur eine ältere Nonne und zwei Bauarbeiter aus Usbekistan an.
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Das Wetter hätte besser sein können, aber man kann sich vorstellen, was hier an klaren Tagen für eine Morgendämmerung oder Abendstimmung möglich ist.IMG_0229 copy.jpg

Ein Landesteg?
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Landschaftsdesign.
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Verbote.
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Photo- und Videoaufnahmen in der Kirche werden nicht gutgeheißen.
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Das Haus der Äbtissin. Still und sauber.
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Hier gibt es, später am Tag, etwas zu essen, vor allem für Pilger und Besucher. Das Kloster hat auch eine eigene kleine Molkerei.IMG_0239 copy.jpg

Der Apostel Johannes nannte Klöster einmal „Inseln der Gottesliebe“. Hier, an diesem See, darf man diesen Ausspruch wörtlich nehmen.IMG_0240 copy.jpg

Also: Bei der nächsten Fahrt nach Wladimir oder von der Partnerstadt zurück nach Moskau einfach hier abbiegen https://is.gd/w0deEH und – reif für die Insel – eine halbe Stunde dem lieben Gott näher sein.

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Nach dem, was gestern nacht in Wladimir passierte – oder, besser gesagt, nicht passierte – könnte man die Kirche zum Heiligen Rosenkranz der Allerheiligsten Jungfrau Maria zusätzlich dem Patronat von Sankt Florian unterstellen. Um 2.07 ging nämlich bei der Feuerwehr der Partnerstadt ein Notruf ein, weil auf dem Nachbargrundstück hinter der katholischen Gemeinde ein Schuppen in Brand geraten war. Wenige Minuten später trafen 23 Einsatzkräfte mit acht Löschfahrzeuen ein, und schon um 2.21 Uhr erging die Meldung „Gefahr gebannt“. Und, besonders wichtig, ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser und das Grundstück der Rosenkranzgemeinde bestand zu keinem Zeitpunkt.

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Angesichts der Rauchsäule, die über die Altstadt zog, fühlten sich verständlicherweise viele Kommentatoren in den Sozialen Netzwerken an die Katastrophe von Notre Dame in Paris vom 15. April erinnert. Aber es blieb gottlob beim Schrecken und einer Brandfläche von 60 qm.

Da St. Florian auch als Patron der Bierbrauer verehrt wird, darf man getrost auf den Heiligen anstoßen und sich darüber freuen, daß dieser bittere Kelch an der Gemeinde vorüberging.

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