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Archive for the ‘Projekte Lichtblick und Blauer Himmel’ Category


Unter diesem Motto veranstaltet die TH Nürnberg in diesem Semester – bereits mit der Absicht, die Reihe im Frühjahr fortzusetzen – internationale Vorlesungen zur Sozialarbeit mit einem Beitrag von Olga Filatowa von der Staatlichen Universität Wladimir mit dem Thema „Psychologische und soziale Unterstützung für Familien in Rußland“ am Donnerstag vergangener Woche. Ziel sei es, so Cosimo Mangione, Professor an der nach Georg Simon Ohm benannten Hochschule, eine Plattform für Ideen und Erfahrungen zu schaffen sowie einen offenen und kreativen internationalen Austausch zwischen Forschung, Praxis und Studenten zu ermöglichen, gerade natürlich in Zeiten von Corona. Und so arbeiten denn an dem Netzwerk auch Fachleute im Bereich Sozialarbeit mit, die aus den USA, aus Brasilien, Griechenland, Österreich, England (Stoke-on-Trent) und Wladimir kommen.

Irina Tscherkassowa, Wolfgang Wahl, Olga Filatowa, Michael Helmbrecht, Nikita Kruglow und Denis Gerstein, 21.11.2018

Rückblick: Im Juli 2011 fand in Wladimir die erste deutsch-russische Konferenz zum Thema „Erlebnispädagogik“ statt, eingeführt im Rehabilitationszentrum für Kinder „Blauer Himmel“. Damals schon dabei – Olga Filatowa, Inhaberin des Lehrstuhls für Psychologie an der Universität Wladimir, und ihr Kollege, Werner Michl, einer der Väter dieses Studienfachs und seit 2017 emeritierter Professor des Fachs an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. Ein Jahr später unterzeichneten die beiden einen Rahmenvertrag über einen umfassenden Austausch, in dessen Folge unter anderem Gäste aus Wladimir an den Winteruniversitäten Erlebnistage im Harz und im Bayerischen Wald teilnahmen. Gleichzeitig knüpfte die Universität Wladimir Kontakte im Bereich Erlebnispädagogik in die Schweiz, nach Österreich und in die böhmische Partnerstadt, Ustí nad Labem, das frühere Aussig an der Elbe. Nicht zu vergessen ein wichtiges Projekt, die Übersetzung des Standardwerks von Werner Michl zur Erlebnispädagogik ins Russische durch ein Team aus Wladimir, erschienen in einem Moskauer Verlag und seither als Lehrbuch landesweit verwendet. Der letzte „leibhaftige“ Austausch fand 2019 statt, als – in der Tradition von Werner Michl – Cosimo Mangione und Wolfgang Wahl eine Konferenz in Wladimir besuchten. Schön zu sehen, daß der Kontakt nun zumindest virtuell und vor allem auch inhaltlich fortbesteht und hoffentlich auch bald wieder in Präsenz weitergeführt werden kann.

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Vor wenigen Tagen fand in Moskau das IV. Expertenforum zu sozialen Innovationen und Tendenzen im Bereich der stationären Dienstleistungen statt; zugeschaltet war Arina Alstud vom Erlanger Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, das sich auf zahlreichen deutsch-russischen Konferenzen mittlerweile weit über Wladimir hinaus – von Pskow bis Irkutsk – einen Namen gemacht hat. Die Fachfrau sprach, wie das Internetportal des Bürgermeisters und der Regierung von Moskau berichtet, davon, wie das Rechtswesen der sozialen Versorgung in Deutschland in internationale Rechtsakte eingebunden ist und sich durch seine besondere Struktur auszeichnet. Nur ein Viertel aller behandlungs- und pflegebedürftigen Deutschen befinden sich demnach in stationären Einrichtungen, die im Unterschied zur Russischen Föderation größtenteils von Nichtregierungsorganisationen betrieben werden. Die Kosten dafür trägt die gesetzliche Kranken- und Sozialversicherung, unterstützt, wo notwendig, durch die Kommunen. Interessant in dem Zusammenhang, wie nun vor allem in den russischen Regionen – in Wladimir darf man dank der Städtepartnerschaft die Selbsthilfeorganisation „Swet“ hier als führend nennen – Vereine und Verbände den Ton bei der Einführung von alternativen Formen in der Behindertenarbeit angeben.

Arina Alstut, zugeschaltet zum Forum am 13. September

Mehr zu dem Thema, freilich auf Russisch, unter: https://dszn.ru/press-center/news/7220

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Wäre da nicht die Pandemie (gewesen?), er hätte angesichts seiner vielen ehrenamtlichen Selbstverpflichtungen im Rahmen der Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir wohl kaum die Zeit gefunden, um all die Fakten und Bilder zu einem Buch zusammenzustellen. So aber nutzte Wolfram Howein die letzten Monate der Distanz ohne physischen Austausch, um das Projekt „Blauer Himmel“ in all seinen Phasen darzustellen, von den ersten Überlegungen, wie man Kindern aus psychiatrischen Einrichtungen zusätzliche pädagogische Angebote machen könnte über den Umbau eines Objekts außerhalb von Wladimir zum Zentrum für Erlebnispädagogik bis hin zur wissenschaftlichen Begleitung der Therapie. Vieles davon kann man natürlich auch im Blog nachschlagen, aber nirgendwo wird man so handlich und übersichtlich alles Wissenswerte zu diesem Paradebeispiel deutsch-russischer Kooperation finden wie auf den 26 Seiten dieses zweisprachigen Bandes, dem man anmerkt, welch große Bedeutung für Wolfram Howein die Begleitung des „Blauen Himmels“ im Gesamtkunstwerk seines Wladimir-Engagements hatte.

Zu bestellen ist das Buch, das auf das Regal aller gehört, die sich für die Partnerschaft näher interessieren, beim Autor unter whowein@freenet.de zum Selbstkostenpreis von knapp 20 Euro. Auch als Geschenk geeignet!

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Gestern erlebte das Heilpädagogische Zentrum in Pskow, in dessen Netzwerk auch die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir eng eingebunden ist, einen wirklich großen Tag: Generalkonsul Stefano Weinberger, höchster deutscher Diplomat in Sankt Petersburg verlieh dem Leitungstandem der Einrichtung das Bundesverdienstkreuz am Bande. Eine Auszeichnung, die Ausländern eher selten zuteil wird, erst recht, wenn sie „nur“ im zivilgesellschaftlichen Austausch unserer Länder tätig sind. Im Grunde also sollen die beiden Orden die Brust all jener schmücken, die nicht nachlassen im Bemühen um die deutsch-russische Verständigung und Freundschaft. Der Pressetext des Generalkonsulats lautet:

Andrej Zarjow, Stefano Weinberger und Swetlana Andrejewa

Das heilpädagogische Zentrum Pskow ist ein wahres Leuchtturmprojekt und vor allem auch ein Leuchtturm, der verlässlich bei Wind und Wetter Orientierung und Unterstützung gibt“, sagte Generalkonsul Stefano Weinberger anlässlich der Verleihung der Bundesverdienstkreuze am Bande an Andrej Zarjow, Direktor des heilpädagogischen Zentrums, und seine Stellvertreterin Swetlana Andrejewa am 23.03.2021. Mit dieser hochrangigen Auszeichnung wird Dekaden überspannende Engagement geehrt, das zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten, aber auch zu einem Paradigmenwechsel im Umgang mit diesen Menschen geführt hat. Durch Ihr zivilgesellschaftliches Engagement tragen Andrej Zarjow und Swetlana Andrejewa zur Verbesserung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern bei.

Das heilpädagogische Zentrum und die „Initiative Pskow“ ist eng verbunden mit der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit Beginn der 1990 Jahre ist Kirchenrat i.R. Eberl führend bei der Förderung und Fortentwicklung der Initiative. Das heilpädagogische Zentrum hat gerade in seinen Anfangsjahren erhebliche Unterstützung durch die Ruhrtal-Schule unter seiner damaligen Leitung von Bernd Schleberger erfahren und erfährt sie auch immer noch.

Am Bildschirm zugeschaltet Bernd Schleberger (o.r.) und Klaus Eberl (unten)

Wegen der Fülle der Einträge im Blog für alle, die mehr über das Projekt erfahren möchten, nur der Hinweis: Man gebe in der Suchmaske den Namen Bernd Schleberger ein. Und zum Video der gestrigen Zeremonie geht es hier: https://www.youtube.com/watch?v=K4U2WtSUgTo – Das Projekt läuft übrigens weiter. davon mehr in einigen Wochen.


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Seit Gründung der Selbsthilfeorganisation von Swet in der Art der Lebenshilfe vor einem Vierteljahrhundert arbeitet der Zusammenschluß von Eltern mit behinderten Kindern in der Region Wladimir eng mit Erlangen zusammen und erhält auch regelmäßig Spenden für seine Arbeit, die Unterstützung von Familien, den Ausbau der Werkstätten, die juristische Beratung oder die Einrichtung von Räumen bzw. Wohnungen für eigenständiges Leben. Ganz abgesehen von der inhaltlichen Kooperation, zunächst mit der WAB Kosbach und mittlerweile mit dem Zentrum für Selbstbestimmtes Leben. Nun schickte das Ehepaar, Ljubow und Jurij Katz, Gründer und Leiter von Swet (zu Deutsch: Licht), zum Jahreswechsel Glückwünsche an alle Erlanger Freunde und Unterstützer in Form einer Grußkarte, gestaltet von „Kindern mit eingeschränkten Möglichkeiten und grenzenlosen Talenten“ sowie einer Videobotschaft.

Neben diesem Gruppenauftritt gibt es aber auch individuelle Beiträge, das Ergebnis eines Videowettbewerbs zum Thema Neujahrsgrüße, zu finden auf der Homepage der Organisatione: https://svet33.ru/index.php?id=2719, darunter auch dieser musikalische Beitrag.

Gute Wünsche kommen ja nie zur Unzeit, vor allem nicht, wenn das Jahr noch so jung ist!

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Fast auf den Tag genau vor drei Jahren lernte die Erlanger Arbeitsgruppe unter Leitung von Jürgen Ganzmann, damals noch Leiter der WAB Kosbach, bei der Tagung zum Thema „Ambulante Pflegedienste für Menschen mit geistigen Behinderungen in der Kommune“ u.a. ein Team des Zentrums für Soziale Dienste der Region Irkutsk kennen. Während des dreitägigen Symposiums entstand nach anfänglichen Schwierigkeiten, eine gemeinsame Fachsprache zu finden, ein reger Austausch. Wie kann den Herausforderungen der Behindertenhilfe unter regional sehr unterschiedlichen Bedingungen begegnet werden? Dazu waren unterschiedliche Blickwinkel nötig. Zum Beispiel versorgt die Region Irkutsk ca. zwei Millionen Einwohner auf der doppelten Fläche Deutschlands.

Jürgen Ganzmann

Seither hielt das Team aus Sibirien Kontakt zu Jürgen Ganzmann, heute Geschäftsführer des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben, und seiner Mitarbeiterin Arina Alstut und hatte die Erlanger mit ihrer Partnerorganisation Swet aus Wladimir für den Sommer zu einer Konferenz nach Irkutsk und an den Baikalsee eingeladen. Auch diese Veranstaltung zum Thema „Langzeitpflege – russische und internationale Erfahrungen“ fiel der Pandemie zum Opfer und wurde nun für den Zeitraum vom 24. bis 27. November ins Internet verlegt.

Arina Alstut und Jürgen Ganzmann

Gestern vormittag – an der Angara war schon der Abend angebrochen – sprach Jürgen Ganzmann zur Rolle der Nichtregierungsorganisationen in Fragen der Langzeitpflege und konnte sich über viel Lob der russischen Gastgeber freuen: „Wir konnten schon viel von Euren Erfahrungen übernehmen und bei uns anwenden.“ Entscheidend aber sein Bekenntnis zur Fortsetzung der Zusammenarbeit, ganz im Geiste seines Credos:

Eine Partnerschaft kann nur erfolgreich sein, wenn der Respekt im Miteinander auf Augenhöhe gegeben ist und man die unterschiedlichen Bedingungen in den Ländern versteht.

Arina Alstrud, gestern für die kundige Übersetzung zuständig, hatte ihren ersten eigenen Auftritt bei der Konferenz bereits am Eröffnungstag und wird morgen mit ihrem Vortrag zur Bewahrung des sozialen Status von in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen in Deutschland die Veranstaltung abschließen. Je nach Thema sind übrigens zwischen 60 und 150 Fachleute aus der ganzen Russischen Föderation zugeschaltet. Die Erfahrungen aus Erlangen erhalten also eine große Reichweite.

Iwan Lawrentjew, Student der Gerontologie und Praktikant aus Wladimir beim Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, berichtete über seine Erfahrungen in einem Erlanger Pflegeheim.

Mehr zu der Veranstaltung und der Organisation in Irkutsk unter: https://umc38.ru, und wie alles begann, läßt sich hier nachlesen: https://is.gd/G92HuW

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So jung er noch ist, gehört Iwan Lawrentjew doch schon zu Säulen des Austausches zwischen den Partnerstädten. 2013 kam er zum ersten Mal als Austauschstudent der Universität Wladimir an das Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde – mit nachhaltiger Wirkung. Nach einigen Zwischenbesuchen und viel Papierkrieg kam er nämlich im April 2019 mit seiner Frau Maria zurück, um an der Friedrich-Alexander-Universität das Studium der Gerontologie – den Bachelor brachte er bereits von der Partnerhochschule mit – fortzusetzen und mit der Masterarbeit abzuschließen, „weil es mir hier sehr gut gefällt und ich eine gute Ausbildung haben möchte“.

Iwan Lawrentjew, Klaus Miederer und Jürgen Ganzmann

Zu dieser Ausbildung gehört natürlich auch der praktische Teil. Nach einem ersten Praktikum in einem Erlanger Altenheim soll der Gaststudent nun weitere Erfahrungen sammeln und will das im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben tun, dessen Leiter, eine weitere Säule der Partnerschaft, in der Anleitung von jungen Leuten aus Wladimir ja über eine bereits zwei Jahrzehnte währende Erfahrung verfügt. Wir dürfen schon auf den Bericht der beiden Anfang nächsten Jahres gespannt sein.

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Am 12. März feierte die „Lernwohnung“ der Selbsthilfeorganisation Swet in Susdal ihren ersten Geburtstag. Die Initiative, vergleichbar mit unserer Lebenshilfe, hat zwar ihren Sitz in Wladimir, eröffnete aber am 5. März vergangenen Jahres in Rothenburgs Partnerstadt ein Haus ein, in dem junge Erwachsene mit unterschiedlichen Behinderungen betreut wohnen und an die Selbständigkeit herangeführt werden.

Jurij Katz vor dem Haus in Susdal, September 2018

Swet erfährt ja schon seit seiner Gründung Anfang der 90er Jahre Unterstützung aus Erlangen, finanziell wie ideell und fachlich. Im Wladimirer Zentrum der Organisation gibt es zum Beispiel ein „Erlanger Zimmer“, eingerichtet mit Spenden aus der Hugenottenstadt. Auch die ersten Wohnungen für selbständiges Leben wurden mit Hilfe aus Erlangen eingerichtet. Doch das Haus in Susdal hat eine ganz besondere Geschichte, die bis ins Jahr 2002 zurückreicht, als die Barmherzigen Brüder Gremsdorf eine Projektförderung für den Blauen Himmel von der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks erhielten, an der sich auch das Erzbistum Bamberg und weitere Sponsoren beteiligten. Man kaufte ein 3.000 qm großes Grundstück, zwischen Wladimir und Susdal gelegen, an, um dort ein Rehabilitationszentrum für Kinder aus der Psychiatrie aufzubauen. Doch die Pläne scheiterten am Widerstand der Anwohner im Dorf Barskoje Gorodischtsche (s. https://is.gd/cNN8b5), der Blaue Himmel fand in Penkino seine Heimstadt, und so entschied die Stiftung Lichtblick, die Liegenschaft der Organisation Swet zu überschreiben. Diese wollte zunächst hier ein Erholungsheim für Familien mit behinderten Kindern bauen, entschied sich aber schließlich zum Verkauf, um aus dem Erlös ein Haus in Susdal mit dem gleichen Zweck zu erwerben.

Baustelle am Haus in Susdal, September 2018

Nun also ist das Haus im Zentrum von Susdal seit einem Jahr bewohnt und gilt als das erste behindertengerechte und selbstbestimmte Hotel der ganzen Region, wenn nicht von ganz Zentralrußland.

Ljubow Katz und der Mädchenchor von Swet mit dem Geburtstagsständchen

Das Ehepaar Ljubow und Jurij Katz schreibt in einem Dankbrief an die Erlanger:

Das Haus steht Gästen offen und beherbergt behinderte junge Menschen, die ihre Selbständigkeit entwickeln, dient aber auch der sozio-kulturellen Rehabilitation. Behinderte Kinder werden ja oft von Alleinerziehenden betreut, 70% der Väter verlassen die Familie im Fall einer Behinderung des Kindes, 32% geben den Kontakte zu ihren Kindern ganz auf, und nur vier Prozent bezahlen Alimente. Da fehlt natürlich das Geld für einen Urlaub oder Aufenthalt in einem Sanatorium. Überdies erhalten Mütter mit behinderten Kindern gar keine Überweisung in ein Erholungsheim, weil da in aller Regel die Voraussetzungen für die jungen Gäste mit Einschränkungen fehlen. Einige der Kinder, die hierher nach Susdal kommen, hatten deshalb noch nie die Möglichkeit, ihren Wohnort zu verlassen. Und nun all die Sehenswürdigkeiten hier in Susdal – und die Möglichkeit, das selbständige Leben zu erlernen.

Geburtstagsfeier

Und weiter schreibt das Ehepaar:

Wir danken allen Freunden in Erlangen, allen anteilnehmenden Menschen dafür, geholfen zu haben, den Traum dieser ganz besonderen Kinder und Jugendlichen wahr werden zu lassen. Sie können jetzt reisen, einander begegnen, eine wunderbare Stadt besichtigen und lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.

Und Irina Chasowa, Direktorin des Erlangen-Hauses, die unter den Ehrengästen war, ergänzt:

Wirklich großartig, was da mit der Hilfe aus Erlangen geschaffen wurde. Ein kleines Wunder für uns alle!

 

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Arina Alstut vom Zentrum für Selbstbestimmtes Leben ist auf dem besten Weg, zu einer anerkannten Beraterin des russischen Sozialsystems zu werden. Nach den Konferenzen in Wladimir, Pskow, Moskau und Irkutsk fand nun vom 22. bis 22. November in Kemerowo eine Konferenz zum Thema „Gegenwart und Zukunft der Langzeitpflege“ statt. Unter den etwa 600 Fachleuten aus 52 Regionen der Russischen Föderation vertrat die Erlangerin die deutsche Expertise, und das ganz prominent, auf dem Podium.

Arina Alstut, rechts im Bild

Das besondere Moment dieser Begegnungen: Selbsthilfeorganisationen, freie Träger und Behörden arbeiten Hand in Hand, ganz so, wie es die Elterninitiative Swet in Wladimir als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Erlangen seit mehr als 20 Jahren praktiziert. Ziel ist es, durch qualitativ hochwertige Pflege, die Lebenserwartung – sie liegt noch immer deutlich unter dem Niveau von Deutschland – auf 80 Jahre zu erhöhen, möglichst selbstbestimmt. Und der Erfolg bestätigt alle Beteiligten: Für den Spätsommer diesen Jahres ist bereits die Fortsetzung geplant – am Baikal!

 

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Inhaltlich darf man den heutigen Eintrag durchaus als Fortsetzung des gestrigen Berichts über den Besuch der beiden Erlebnispädagogik-Professoren aus Nürnberg in Wladimir verstehen. Nur Ort und Zeit stehen dazwischen und der höhere Praxisanteil.

Arina Alstut stehend, 2. v.l.

Seit 2010 gibt es eine von Jürgen Ganzmann, Leiter des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben, und Leonhard Hirl, Gründer der WAB Kosbach, aus Erlangen sowie Jurij Katz, Gründer der Selbsthilfeorganisation Swet in Wladimir, getragene Zusammenarbeit mit dem von Bernd Schleberger, ehemaliger Leiter der  Oberbrucher Rurtal-Schule, in Pskow zusammen mit der Evangelischen Kirche im Rheinland aufgebauten Netzwerk der Sonderpädagogik. Mehr dazu ist hier zu lesen: https://is.gd/fWg0YT

Bernd Schleberger, 1. Reihe, 3. v.l. und Arina Alstut, 7. v.l.

Nach dem letzten Treffen im April in Pskow nahm nun Arina Alstut, Mitarbeiterin des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben, vom 16. bis 21. September an der russisch-deutschen Tagung der „Baikal-Plattform für Sozialarbeit“ zum Thema „Soziale Hilfen und soziale Begleitung im Alter und bei Behinderung“ teil. Ziel der Veranstaltung mit mehr als einhundert Fachleuten war es, die Erfahrungen aus beiden Ländern anhand konkreter Fallbeispiele auszutauschen.

Arina Alstut und Bernd Schleberer, 1. Reihe, 4. u. 3. v.r.

In acht Arbeitsgruppen und bei Besuchen in Kinder- und Altenheimen sowie Einrichtungen für Behinderte näherte man sich dem Thema an, wobei Arina Alstut, im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben zuständig für Fragen der Familie, Bildung und Sozialarbeit, Gelegenheit zu einem Vortrag über ihre Erfahrungen erhielt. Offenbar mit so viel Erfolg, daß sie bereits eine Einladung zur Folgeveranstaltung im November nach Moskau erhielt, wieder gefördert vom Bundesverband Deutscher West-Ostgesellschaften.

Arina Alstut, 1. Reihe, 2. v.l.

Schon eine besondere Auszeichnung für Erlangen und Wladimir als einziges Paar einer deutsch-russischen Städtepartnerschaft bei dem Pilotprojekt „Inititative Pskow“ der Evangelischen Kirche im Rheinland mitwirken zu können!

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