Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Projekte Lichtblick und Blauer Himmel’ Category


Die WAB Kosbach ist aus dem Partnerschaftsleben Erlangen – Wladimir nicht wegzudenken. Und offensichtlich findet Leonhard Hirl, der Gründer der WAB, am Organisieren von Austausch oder – besser – am Zusammenbringen von Menschen so viel Freude, daß er seine Aktivitäten auf die benachbarten Oblast Nischnij Nowgorod ausgedehnt hat.

In der Stadt gleichen Namens, unvergleichlich schön gelegen am Zusammenfluß von Oka und Wolga, gibt es eine Gehörlosenschule mit einer beeindruckenden Theaterabteilung, die Pantomime vom Feinsten bietet. Diese Truppe war nun Mitte Mai einige Tage in Erlangen und Umgebung und zeigte ihr Können. Begleitet von Xenia, der Organisatorin, Wladimir, dem Regisseur und einem weiteren Lehrer aus Kanada, kamen die Schüler auch im Rathaus zum Empfang vorbei.
Das Bürgermeisterbüro wurde zur Künstlergarderobe aufgewertet, und die Kinder präsentierten, ganz entsprechend dem Motto: „Eine Geste sagt mehr als viele Worte“, im sonst eher „trockenen“ Kleinen Sitzungssaal eine Kostprobe ihres Könnens. Die Geschichten, die sie erzählten, waren nicht nur klar verständlich, sondern vor allem einfühlsam dargestellt und berührten sowohl die wenigen Besucher im Rathaus, als auch das Publikum im brechend vollen Saal von St. Xystus in Büchenbach.

Mehr zu dem Ensemble im Blog „Von Stuttgart und Erlangen nach Nischnij Nowgorod“ von Hans-Joachim Preuß unter https://is.gd/KjxBFN sowie hier: https://is.gd/RRGIf1

Elisabeth Preuß

Read Full Post »


Gestern reiste eigens Frank Nienhuysen von der Süddeutschen Zeitung aus München an, um sich einen ganzen Nachmittag lang über die Städtepartnerschaft insgesamt und besonders das Projekt „Lichtblick“, also die Zusammenarbeit der WAB Kosbach vor allem mit der Psychiatrie und der Elterninitiative „Swet“ in Wladimir, zu informieren. Verraten darf man wohl, daß der Redakteur im Ressort Außenpolitik für Anfang Mai gemeinsam mit seinem Moskauer Kollegen, Julian Hans, einen Artikel über die Beziehungen zwischen Erlangen und Wladimir plant, in den auch die Erfahrungen von Irina Schadowa eingehen sollen, die derzeit bei der WAB Kosbach in der Wohngruppe am Anger hospitiert.

Irina Schadowa und Frank Nienhuysen

Eine schöne, überregional journalistische Anerkennung für alle, die zum Gelingen dieser deutsch-russischen Bürgerpartnerschaft beitragen, deren hohes Lied der Blog Tag für Tage und heute mit dem seit September 2008 aktuell dreitausenddreihundertdreiunddreißigsten Eintrag anstimmt. Sicher nicht immer zum Gefallen aller, aber stets im Geiste von „hier blogge ich, ich kann auch anders“ – und dankbar für die vielen Gastartikel sowie Kommentare, die auch virtuell erleben lassen, wie vielstimmig das Miteinander von Erlangen und Wladimir klingt.

Read Full Post »


Helm auf, das Kind zum Pferd führen, aufgesessen. Klingt doch gar nicht so schwierig. Aber wenn das Kind behindert ist, etwa an Krampfanfällen leidet oder in seiner Motorik Einschränkungen hat? Oder wenn es sich um einen autistischen Jungen handelt, wie bei dem Sohn von Galina Komarowa? Gerade für diese Kinder ist die Hippotherapie eine Möglichkeit, die Welt und sich ganz neu zu erfahren, Muskeln und Kräfte zu entwickeln, die ansonsten untrainiert und unerkannt blieben.

Swetlana Komarowa bei der Arbeit

Galina Komarowa bei der Arbeit

Die Selbsthilfeorganisation Swet macht mit dem Reiten schon seit den 90er Jahren gute Erfahrungen vor Ort, aber jetzt kam auch noch die überregionale Anerkennung: Galina Komarowa belegte bei einem landesweiten Wettbewerb für Pädagogen den zweiten Platz in der Nominierung: „Beste Unterrichtsstunde im Freien“.

 

Любовь Кац.jpg

Ljubow Katz

Ljubow Katz, mit ihrem Mann Jurij zusammen Gründerin und Leiterin der Organisation, kann eine beeindruckende Bilanz vorweisen: An fünf Tagen in der Woche wird die Hippotherapie angeboten. Zu Beginn, 1998, waren es gerade einmal 25 Kinder, die daran teilnahmen, jetzt sind es 80, weshalb mittlerweile auch zwei Trainer angestellt sind, Galina Komarowa und Wiktor Tschukajew.

Галина Комарова.jpg

Galina Komarowa

Eltern berichten von erstaunlichen Fortschritten ihrer Kinder: Da ist der Junge, der nach den Reitstunden buchstäblich aus sich herausgeht, Futter für sein Pferd herrichtet, selbst zu gehen versucht; da ist das Mädchen, bei dem nach dem Pferdekontakt deutliche Verbesserungen in der Artikulation zu bemerken sind. Und dann ist da die ganze Bewegung auf dem Rücken des Tiers, dessen Körpertemperatur um etwa ein Grad wärmer ist als die des Menschen und damit Krämpfe lösen kann, Muskeln geschmeidiger macht, sich einfach gut anfühlt beim Streicheln…

 

Read Full Post »


Ein guter Auftakt für das neue Jahr: Seit Mitte des Monats hospitiert Anna Trinowa in der WAB Kosbach, die in Erlangen und im Landkreis mehr als 200 Menschen mit psychischen Erkrankungen ambulant und in Wohngruppen betreut. Noch bis Anfang März bleibt die Wladimirer Psychologin, die auch Sozialarbeit und Betriebswirtschaft studiert hat und seit vierzehn Jahren an einer Musikschule in der Partnerstadt jungen Leuten dabei hilft, Versagensängste und Lampenfieber zu überwinden. Seit einem Jahr besucht der Gast an zwei Tagen in der Woche einen kostenlosen Deutschkurs in einer sechsköpfigen Gruppe, der durch ehrenamtliche Mitarbeit bei der Selbsthilfeorganisation Swet abgegolten wird. Ein von Jürgen Ganzmann, dem Geschäftsführer der WAB, schon vor fünfzehn Jahren entwickeltes Programm, wonach der Sprachunterricht aus Spenden finanziert wird, während die Teilnehmer im Gegenzug gemeinnützige Leistungen zu erbringen haben. Anna Trinowa engagierte sich bei Swet in der Betreuung einer Wohngruppe von jungen Erwachsenen mit unterschiedlicher geistiger Behinderung.

Anna Trinowa und Jürgen Ganzmann

Anna Trinowa und Jürgen Ganzmann

Eine Praxiserfahrung, die sich jetzt auszahlt, hat die Hospitantin so doch gelernt, daß es in der Kommunikation mit ihren Schützlingen vor allem auf die emotionale Kompetenz ankommt. Eine Einsicht, die ihr nun beim ersten Auslandsaufenthalt sehr hilft, wenn die Deutschkenntnisse vielleicht noch nicht ganz ausreichen. Wobei die sich flugs verbessern, denn, so Anna Trinowa: „Im Team kümmert man sich wirklich um mich, ich fühlte mich vom ersten Tag an dort gut aufgenommen, alles bekomme ich haarklein erklärt, und täglich lerne ich jede Menge dazu, auch sprachlich. Und Erlangen ist ja auch eine Stadt, wie für Menschen gemacht. Ich fühle mich hier bestens aufgehoben.“ Aber so soll es doch auch sein in der Partnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir. Ein guter Auftakt eben.

Read Full Post »


So jung die beiden Hospitantinnen auch noch sein mögen, sind sie doch schon recht partnerschaftserfahren. Beide hatten bereits im Sommer bei der WAB Kosbach hospitiert, Xenia Judina kennt und schätzt Erlangen obendrein dank einer dreimaligen Teilnahme am Jugendaustausch mit dem Bund Deutscher Katholischer Jugend.

Leonhard Hirl, Jelena Schaab, Xenia Judina, Irina Schadina und Jürgen Ganzmann

Gründer der WAB Kosbach Leonhard Hirl, Jelena Schaab, Xenia Judina, Irina Schadina und Leiter der WAB Kosbach Jürgen Ganzmann

Anfang November sind die Sozialarbeiterin, Xenia Judina und die Studentin der Religionswissenschaften, Irina Schadina, nun wieder an die Einrichtung gekommen, um bis Ende Januar mehr Erfahrung im Umgang mit Menschen zu sammeln, die psychisch erkrankt sind und hier neue Perspektiven für ihr Leben finden sollen. Dazu wollen die Hospitantinnen dieses Mal auch neue Bereiche der vielfältigen Angebote der WAB Kosbach für sich entdecken, immer an der Hand ihrer kundigen Betreuerin, Jelena Schaab. Und für Mitte des Monats hat sich schon die nächste Besucherin aus Wladimir angekündigt. Gute Aussichten für den Austausch auch in diesem Jahr.

Read Full Post »


Im Mai 2004 gründete sich unter dem Vorsitz von Günther Allinger, Gesamtleiter des Wohn- und Pflegeheims der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, nach russischem Recht die Stiftung „Lichtblick“ mit dem Ziel, in Wladimir Projekte im Bereich der Psychiatrie zu unterstützen und den Fach- und Praktikantenaustausch auf dem Gebiet der Behindertenarbeit zu fördern. Bald schon rückten Planung und Konzeption des im Dezember 2008 eröffneten Zentrums für Natur- und Erlebnispädagogik „Blauer Himmel“ ins Zentrum der Aktivitäten der Stiftung, zu deren Gründungsvätern auf russischer Seite Alexander Bersenjew, der Chefpsychiater der Region Wladimir, gehörte, während die stellvertretende Leiterin des Erlangen-Hauses, Swetlana Schelesowa, in den letzten Jahren ehrenamtlich Buchhaltung und Geschäftsführung vor Ort übernahm.

Jürgen Ganzmann, Michael Kleiner, Jürgen Üblacker, Wolfram Howein und Günther Allinger

Jürgen Ganzmann, Michael Kleiner, Jürgen Üblacker, Wolfram Howein und Günther Allinger

Kurz vor Weihnachten nun nahmen die Stiftungsmitglieder – Jürgen Ganzmann für die WAB Kosbach, Michael Kleiner für das Erzbistum Bamberg, Jürgen Üblacker für das BRK Erlangen-Höchstadt, Wolfram Howein als Berater sowie der Partnerschaftsbeauftragte Peter Steger – die Einladung nach Gremsdorf an, um „Lichtblick“ aufzulösen. Das Projekt nämlich hat seine Ziele erreicht, erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, ein gutes Ende genommen. Der personelle und organisatorische Fortbestand des Blauen Himmels ist durch die Unterstützung seitens der Gesundheitsbehörde der Region Wladimir gesichert, die weitere inhaltliche Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern bedarf keiner juristischen Form mehr. Blieb nur noch die Frage nach der Verwendung der Restmittel im Stiftungsbesitz zu klären. Die Spenden werden nach einstimmigem Beschluß für drei Projekte eingesetzt: zur weiteren Finanzierung einer Musikpädagogin für die Kinderpsychiatrie; zur Anschaffung von Betten für Eltern auf einer Station für junge autistische Patienten; zur Fortsetzung der Deutschkurse für die Teilnehmer am Praktikantenprogramm der WAB Kosbach.

Feuerwerk über der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Wladimir

Feuerwerk über der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Wladimir

Ein gutes Ende steht eben Pate für einen hoffnungsvollen Neuanfang. Kaum ein besserer Ausklang und Ausblick denkbar für das vergangene und auf das neue Jahr, aber auch wieder eine kleine Geburtstagsfreude für Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg, den Vater der Städtepartnerschaft, dem der Blog im Namen all seiner Freunde in Erlangen und Wladimir herzlich gratuliert. Prosit Neujahr!

Read Full Post »


Was wir an Gutem erhalten wollen, müssen wir immer wieder ändern, anpassen, verbessern. So banal diese Erkenntnis sein mag, so schwer fällt ihre Umsetzung im privaten Bereich wie im Berufsleben oder in der Politik. Auch ein Lernprozeß im Austausch zwischen Erlangen und Wladimir. So war zum Beispiel der Blaue Himmel von Beginn an der Psychiatrie direkt unterstellt, auch wenn sich die Einrichtung für verhaltensauffällige und psychisch behinderte Kinder etwa 40 km außerhalb der Partnerschaft befindet. Nun wurde von der regionalen Gesundheitsbehörde beschlossen, das Zentrum für Natur- und Erlebnispädagogik an das in unmittelbarer Nähe befindliche Sanatorium für Veteranen anzugliedern. Zunächst befremdlich für die Gäste, dann aber durchaus einleuchtend, weil durch die Nachbarschaft zu dem Altenheim etwa die Verpflegung der jungen Patienten durch die eigene Küche wesentlich vereinfacht wird. Wolfram Howein, der noch bis Samstag in Wladimir bleibt, will sich deshalb die Zeit nehmen, mit der neuen Leitung zu sprechen.

Wolfram Howein und Alexander Bersenjew

Wolfram Howein und Alexander Bersenjew

Doch der seit 1997 bestehende Kontakt zu Alexander Bersenjew soll darunter nicht leiden. Im Gegenteil. Der Chefpsychiater der Region Wladimir, auf dessen Initiative hin der Blaue Himmel entstand, wünscht sich eine Wiederbelebung der Fachkontakte zu den Kollegen von der FAU, wichtig für ihn, da er doch selbst an der Staatlichen Universität lehrt.

Wolfram Howein, Wjatscheslaw Kartuchin, Olga Dejewa, Irina Sokolowa, Wladislaw und Peter Steger

Wolfram Howein, Wjatscheslaw Kartuchin, Olga Dejewa, Irina Sokolowa, Wladislaw Poldjajew und Peter Steger

Neue Wege geht auch das Rote Kreuz in Wladimir – zusammen mit den Partnern aus Erlangen. Nachdem die Finanzierung der beiden Projekte „Erste Hilfe“ und „Häusliche Pflege“ demnächst ausläuft – allein im Rahmen des letztgenannten Programms erhielten fast 40 Patienten Unterstützung in ihrem letzten Lebensabschnitt -, will man nun mehr auf eigene ehrenamtliche Kräfte setzen. Irina Sokolowa, Vorsitzende des Roten Kreuzes auf Ebene der Region und schon in den 90er Jahren aktiv in der Kooperation mit dem BRK Erlangen-Höchstadt, stellt sich vor, daß junge Leute aus der Fachschule für medizinische Berufe zum einen etwa in Ferienlagern Kindern und Jugendlichen altersgerecht die Grundlagen einer gesunden Lebensführung näherbringen, während eine andere Gruppe mit Angehörigen die häusliche Pflege von Palliativpatienten einüben soll, unterstützt von der Stadtverwaltung, die mietfrei Räume zur Verfügung stellt. Man glaubt so, mit noch weniger Finanzen mehr Menschen in diese erfolgreich mit dem Erlanger Förderverein Rotes Kreuz Wladimir entwickelten Programme einbinden zu können. Ein Ansatz, der überzeugt, weil er rasch zu einer eigenständigen Finanzierung und Weiterentwicklung der Arbeit führen kann. Ganz im Sinne des Mottos: Hilfe zur Selbsthilfe. Sehr zur Freude von Olga Dejewa, die in ihrer Zeit vor der Wahl zur Oberbürgermeisterin die Rot-Kreuz-Zusammenarbeit wiederbelebt hatte und jetzt zusammen mit Wjatscheslaw Kartuchin, dem Leiter der Akademie für Verwaltung und Wirtschaft, ein neues Forum ins Leben ruft, das den Austausch noch weiter intensivieren soll. Doch davon an anderer Stelle bald mehr.

Witalij Gurinowitsch, Maria Rodina, Irina Chasowa und Igor Konyschew

Witalij Gurinowitsch, Maria Rodina, Irina Chasowa und Igor Konyschew

Auch hinsichtlich der russischen Variante des Buches „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ tun sich unerwartete Perspektiven auf. In einem Gespräch mit Igor Konyschew, dem erst seit einem halben Jahr amtierenden neuen Direktor des Regionalmuseums, und seiner Stellvertreterin für wissenschaftliche Arbeit, Maria Rodina, gelingt es dem Historiker Witalij Gurinowitsch und Irina Chasowa, der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, rasch das Wesen der Publikation und ihre Bedeutung für die lokale Geschichte der Kriegs- und Nachkriegszeit darzustellen. Die Fachleute sind sich einig: Der im Dezember 2015 in Erlangen erschienene Band soll nach Möglichkeit mit photographischem Material aus dem Archiv ergänzt und im Rahmen einer Ausstellung zum Thema Kriegsgefangenschaft in den Räumen des Museums präsentiert werden, – voraussichtlich dann freilich erst im Frühjahr. Bis dahin hat Igor Konyschew dann möglicherweise sogar schon seinen Antrittsbesuch in Erlangen gemacht. So wie er anpackt, ist das durchaus zu erwarten.

Igor Schamow, Eduard Sirko, Julia Alexandrowa und Jelena Tschilimowa

Igor Schamow, Eduard Sirko, Julia Alexandrowa und Jelena Tschilimowa

Der Aufschub gibt aber auch dem Übersetzungstrio mehr Zeit, an den Texten zu feilen, und Altoberbürgermeister Igor Schamow kann vielleicht weitere Sponsoren für das Projekt gewinnen, von dem die russische Seite glaubt, es gebe landesweit keine vergleichbare deutsch-russische Veröffentlichung über die Kriegsgefangenschaft.

Dieter Kümpers, P. Anatolij, Maria Fedotowa und Peter Steger

Dieter Kümpers, Anatolij Seida, Maria Fedotowa und Peter Steger

Aus der Fülle der Begegnungen den ganzen Tag über sei nur noch das Treffen von Dieter Kümpers mit dem Geistlichen, Anatolij Seïda, dem spirituellen Leiter des orthodoxen Pilgerzentrums, und seiner geschäftsführenden Tourismusexpertin, Maria Fedotowa, erwähnt. Hier, noch im 19. Jahrhundert als Siechenhaus neben der Erzengel-Michael-Kirche mit Blick über die Altstadt erbaut, hat man nicht nur mehr als ein Jahrzehnt wertvolle Erfahrung mit Gästen – 50 Betten für einfachste Ansprüche stehen zur Verfügung – gesammelt, sondern man ist auch bereit, mit dem Projekt der Rosenkranzgemeinde zusammenzuarbeiten und etwa die erarbeiteten Exkursionen zu heiligen Stätten in der ganzen Region mit den Katholiken zu teilen. „Wenn wir Christen über alle konfessionellen Grenzen hinweg nicht offen aufeinander zugehen und zusammenhalten, wer soll es dann tun?“ fragt der Geistliche, der nebenher auch noch landwirtschaftliche Eigenversorgung betreibt, mit einem Lächeln in die Runde, zeigt den Besuchern frischgeschlüpfte Küken und beschenkt sie zum Abschied mit Wachteleiern. Besser hätte das Dieter Kümpers vom Verein der christlichen Hoteliers auch nicht ausdrücken können, der natürlich auch interkonfessionell denkt und im Geist der Ökumene agiert. Ermutigend also nicht nur für das Pilgerzentrum der Rosenkranzgemeinde, sondern überhaupt eine schöne Wendung für all die vielen Windungen der Wege zwischen Erlangen und Wladimir.

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: