Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Medien’ Category


Heute feiert man in Wladimir und im ganzen weiten Land den Russischen Nationalfeiertag. Da bietet sich als Festschmaus für die Augen ein Ausflug in den Nachthimmel über der Partnerstadt an, der als Video schon länger wie eine Sternschnuppe im Internet funkelt. Sie dürfen sich also mit offenen Augen etwas für sich und die Freunde in Wladimir wünschen.

Die Macher des Films, die Gruppe „Lestiniza“, zu Deutsch „Leiter“, von der hier im Blog schon einige Arbeiten zu sehen waren, beschreiben ihre neueste Produktion von einer menschenleeren Stadt, still, in einem Zustand, wo die Zeit aufgehoben scheint, als besondere Herausforderung an ihr technisches Können im Zusammenspiel des Modellierens des nächtlichen Firmaments und der verlassenen Stadt. Das große Problem dabei: Die Lichtverschmutzung im Zentrum nimmt den Sternen ihr Leuchten, sie sind kaum zu erkennen. Da die Variante ausschied, Wladimir einige Nächte lang zu verdunkeln, entwickelte das Team eine neue Kombination von Algorithmen, der Aufnahme und Bearbeitung der Bilder. So gelang es, das fahle Sternenfunkeln zu verstärken, ohne die städtische Architektur anzurühren. So blicken wir nun gewissermaßen durch die Schutzkuppel des menschengemachten Lichts hindurch und sehen die wüste Stadt durch das Prisma der Zeit. So genießen wir eine andächtige Ansicht der Partnerstadt, die nicht anders als feierlich-festlich bezeichnet werden kann, und gratulieren allen Wladimirern.

Read Full Post »


Wie das so ist, wenn man an der Friedrich-Alexander-Universität studiert, ohne je in einem Vorlesungssaal gesessen, ohne je in der Mensa gegessen, ohne je die Zeit in der Bibliothek vergessen zu haben, all das und noch so einiges mehr schildern wieder ebenso witzig wie informativ die beiden Studentinnen aus Wladimir, Jekaterina Ragusina und Polina Foliforowa, in ihrer neuesten Videobotschaft in russischer Sprache mit deutschen Untertiteln:

Read Full Post »


An diesem Wochenende feiert die orthodoxe Christenheit das Pfingstfest. Dank moderner Übersetzungstechnik sind wir heute ja näher denn je am Sprachenwunder, das 50 Tage nach Ostern erinnert wird. Was läge da also näher, als eine Videobotschaft auf Russisch nach Wladimir zu senden.

 

TV Мы war deshalb gestern bei der russisch-orthodoxen Gemeinde, die bereits 1945 gegründet wurde, zu Gast und ließ sich von deren Sekretärin, Anastasia Blasch, die selbst aus der Partnerstadt stammt, etwas zu Geschichte und Gegenwart der Kirche erklären.

Anastasia Blasch und Amil Scharifow in der Dreifaltigkeitskirche bei der Sichtung des Drehmaterials

Im vergangenen Herbst visitierte Erzbischof Tichon die Gemeinde und zelebrierte in dem der Heiligen Dreifaltigkeit geweihten Gotteshaus. Mehr hierzu unter https://is.gd/EGwhpB, und wer Anastasia Blasch noch nicht kennen sollte, kann unter diesem Link mehr über sie erfahren: https://is.gd/LVcdgG

P.S.: Heute, am Geburtstag von Alexander Puschkin, wird übrigens der Internationale Tag der Russischen Sprache begangen. Also den Video ruhig auch abspielen, wenn einem das Russische nicht so geläufig ist. Kann ja noch werden.

Read Full Post »


Heute nehmen uns Jekaterina Ragusina und Polina Foliforowa im Auftrag von TV Мы auf einen Ausflug nach Würzburg mit. Nach Regensburg und Rothenburg o.d.T. ist das nun schon die dritte Stadt Bayerns, die wir mit den Augen der beiden Gaststudentinnen aus Wladimir sehen. Und – Sie ahnen es – das wird nicht die letzte Reportage gewesen sein. Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Partnerschaftssenders bieten Ihnen, dem geneigten Publikum, sogar an, sie in eine Stadt Ihrer Wahl zu schicken. Sie können Ihr Lieblingsziel entweder hier im Kommentar des Blogs hinterlassen oder auch direkt via youtube angeben. Aber sehen Sie erst einmal selbst, wie Würzburg auf Russisch mit deutschen Untertiteln aussieht:

Übrigens: Gleich nach Ausstrahlung des Videos aus Rothenburg meldete sich ein treuer Blog-Leser aus Ettlingen, verpartnert mit Gatschina, mit einer Einladung nach Karlsruhe. Da kommt schon Vorfreude auf!

Read Full Post »


Es soll ja in Erlangen noch immer den einen oder anderen geben, der noch nie in Rothenburg war. All denen haben die unternehmungslustigen Studentinnen aus Wladimir, Polina Foliforowa und Jekaterina Ragusina, etwas voraus. Sie setzen sich – mir nichts, dir nichts – am letzten Wochenende in die vielen leeren Züge und genossen einen Tag im fränkischen Susdal – ohne das sonst dort übliche Geschiebe und Gedränge von Touristenmassen.

Polina Foliforowa und Jekaterina Ragusina

Und, jetzt kommt’s, die beiden drehten ihr mittlerweile zweites Video für TV Мы – frisch, fröhlich und erstmals mit deutschen Untertiteln. Also anklicken und ab nach Rothenburg. Gute Reise!

Read Full Post »


Das Erlangen-Haus in Wladimir, immer wieder das Erlangen-Haus als Drehscheibe, Kopfbahnhof und Heimathafen der Partnerschaft. Oder, wie vor 25 Jahren bei der Einweihung der Regionalbeauftragte der Deutschen Botschaft Moskau, Frank Hoffer, im Interview mit Axel Mölkner meinte, „in diesem Sinne sicher ein Vorbild für viele andere.“

Damals, vor einem Vierteljahrhundert, mit dabei auch Hans Zahn, der den Besuch in Wladimir nutzte, um als Gast seines Künstlerfreunds, Pjotr Dik, verschiedene Arbeiten vor allem in Susdal zu schaffen. Darunter auch ein Aquarell des Erlangen-Hauses, das er der Stadt Erlangen schenkte.

Hans Zahn: Erlangen-Haus 1995

Und dann, fünf Jahre später, reiste er wieder mit in die Partnerstadt und machte dort erneut eine Skizze vom Erlangen-Haus. Das daraus entstandene Aquarell stellte er auf den Tag genau vor zwanzig Jahren, am 27. Mai 2000, fertig.

Hans Zahn: Erlangen-Haus 2000

Mehr zu Hans Zahn, der am 1. Januar 2019 verstarb, unter diesem Link: https://is.gd/SO9O0J

Read Full Post »


Wie gestern angekündigt, heute also wieder ein Bericht zum Stand der Corona-Pandemie in Wladimir. Da erschien am 9. Mai auf dem Internetportal Pro Gorod 33 die „Offenbarung“ einer jungen Rettungsassistentin, der zu entnehmen ist, unter welch schweren Bedingungen das medizinische Personal zu arbeiten hat. Sie spricht von „höllischen Bedingungen bei einem 24-Stunden-Einsatz ohne Pause bis zum Umfallen“. Bei 20 bis 25 Einsätzen pro Schicht bleibe keine Zeit, sich die Patienten genauer anzusehen, weshalb das Risiko von Fehldiagnosen steige. Außerdem fehle es an Kräften: „Uns tut die Bevölkerung Wladimirs leid, weil wir manchmal einfach niemanden hinschicken können. Wir zerreißen uns, versuchen, es schneller zu schaffen. Aber das klappt nicht immer…“

Jelena Malyschewa heißt die 28jährige Frau, die seit 2012 beim Notruf arbeitet. Womit sie derzeit konfrontiert ist, beschreibt sie im Interview so:

Die Epidemie ist jetzt voll ausgebrochen, und in Wladimir haben wir von Tag zu Tag mehr Patienten, übrigens der unterschiedlichsten Altersgruppen. Ich denke, das hängt damit zusammen, daß sich die Leute nicht an die Maßnahmen halten, die von allen Medien lautstark verkündet werden. Und sie sehen nicht, was wir sehen, sie machen sich die Lage nicht bis zum Ende klar. Sie denken, das sei alles Fake, Einschüchterung des Volkes. Ganz und gar nicht! Gestern, am 8. Mai, bildete sich vor dem Krankenhaus jenseits der Kljasma eine ganze Schlange von Sankas mit eingewiesenen Corona-Infizierten. Wir haben pro Tag zehn bis zwölf, manchmal auch nur sieben Fahrzeuge laufen. Das ist natürlich viel zu wenig für eine so große Stadt! Darum müssen die Leute oft bis zu einem halben Tag auf uns warten.

Jelena Malyschewa am 8. Mai vor der Sankaschlange

Immerhin seien alle Fachkräfte, die mit Corona-Patienten arbeiten, jetzt mit Schutzkleidung ausgestattet, in der man sich freilich wie im Dampfbad fühle, besonders jetzt, bei zunehmend wärmerem Wetter. Dennoch bleibe, so die Mutter eines Kleinkindes, die Furcht, sich selbst und damit auch die eigene Familie anzustecken

Und dann die Frage nach dem lieben Geld, nach den versprochenen Prämien für das Corona-Patienten betreuende medizinische Fachpersonal, zur Auszahlung bereits im April vorgesehen.

Ja, wir haben das Geld erhalten. Aber uns hat man so wenig ausbezahlt! Die Summen variieren zwischen 100 und 1.000 Rubel im Monat. Unsere Vorgesetzten erklären den Umfang der Zahlungen mit einer Anordnung des Gesundheitsamtes der Region und legten uns die Tariftabelle vor. Die Regionalbeamten haben die Monatsnorm der Arbeitszeit zugrundegelegt und eingeteilt, wonach eine Minute Arbeit an einem Corona-Patienten 4,87 Rubel für Ärzte, 2,44 Rubel für Pflegekräfte und 2,38 Rubel für Fahrer der Sankas kostet! Um also die von Präsident Putin versprochenen 50.000 Rubel für Ärzte oder 25.000 für Pflegekräfte und Fahrer zu erhalten, müssen wir die gesamte Arbeitszeit über mit Corona-Kranken beschäftigt sein. Das ist schlichtweg irre und schrecklich ungerecht! Wir fühlen uns regelrecht veralbert, wenn dann in einer Mustergehaltsabrechnung steht, jemand habe im April sechs Stunden und zwanzig Minuten mit Corona-Patienten gearbeitet und erhalte dafür 927 Rubel und zwei Kopeken Zuschlag. Unser Protestbrief an den Leiter der Gesundheitsbehörde vom 15. April ist bisher nicht beantwortet.

Auf die Frage, mit welcher Stimmung sie zur Arbeit gehe, antwortet Jelena Malyschewa, sie verspüre bei allem Optimismus und den Glauben daran, es werde schon wieder alles gut, ein tiefe Erschöpfung und namenlose Müdigkeit. Zu schaffen mache ihr auch die verbreitete negative Einstellung der Menschen gegenüber allen in der Medizin tätigen Fachleuten:

Ändern sollte sich vor allem die Rückmeldung seitens der Behörden, denn sie haben von uns viele Unterlagen erhalten, uns aber noch keine Antwort geschickt. Wir wünschen uns eine adäquate Bewertung unserer höllisch schweren Arbeit, seitens unserer Leitung einen konstruktiven Dialog und Respekt, seitens der Bevölkerung Verständnis. Wir lassen die Menschen nicht im Stich!!!

Hier geht es zum Original des Artikels, der Dinge anspricht, die so auch aus anderen Regionen und Städten berichtet werden: https://is.gd/NpYHcd

Unterdessen machen drei Kreiskrankenhäuser in der Region Wladimir Schlagzeilen, weil dort die Corona-Standards nicht eingehalten werden. 40 Medizinfachkräfte fürchteten gar so sehr um die eigene Gesundheit, daß sie lieber eine Entlassung in Kauf nahmen, als sich in eine Klinik schicken zu lassen, wo es ihrer Ansicht nach zu gefährlich sei. Nach überregionalen Medienberichten zu dem Casus kümmert sich nun die Oberste Strafverfolgungsbehörde darum.

Immerhin fordert die Partei Einiges Rußland nun von Gouverneur Wladimir Sipjagin, die für das Krankenhauspersonal zugesagten Prämien im vollen Umfang auszahlen zu lassen. Das öffentliche Leben bleibt allerdings bis Ende des Monats stark eingeschränkt, wenn auch jetzt die Busse wieder im gewohnten Takt verkehren und erste Lockerungen für das Geschäftsleben und die Wirtschaft greifen, die natürlich besonders unter der Auflage ächzen, ihr Personal auch ohne Umsatz weiterbeschäftigen und bis auf weiteres bezahlen zu müssen.

Aber was ist das alles angesichts der Fallzahlen: Stand 14. Mai, 10.00 Uhr, weist die Statistik in der Region Wladimir 1.504 mit COVID-19 infizierte Personen aus (285 in der Partnerstadt selbst), von denen 150 als genesen gelten. Unter den Erkrankten zählt man 139 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, mehr als die Hälfte davon arbeitete im Rot-Kreuz-Krankenhaus in Wladimir, und am 13. Mai wurde der erste Todesfall einer Krankenschwester bestätigt. So schlimm das ist, ein wenig optimistisch stimmen die in den letzten Tagen leicht rückläufigen Angaben zu den Neuinfektionen. Sie gehen hoffentlich bald gegen Null.

P.S.: Soeben, 15.05., 8.30 Uhr, kommt aus Wladimir die Meldung, die dem medizinischen Personal zugesagten Prämien würden mit dem Mai-Gehalt ausbezahlt. Geht doch!

P.P.S.: Heute wird ein neuer trauriger Rekord gemeldet: 88 bestätigte Corona-Neuerkrankungen in der Region Wladimir, die damit, Stand 16. Mai, 10.00 Uhr, 1.592 Infektionen, davon allein in der Partnerstadt 310 Fälle, aufzuweisen hat.

Read Full Post »


„Freundschaften sind entstanden, das wichtigste Verdienst der Städtepartnerschaft Wladimir-Erlangen.“ So lautet der Kommentar des Journalisten Axel Mölkner am Ende seiner episch-poetischen Reportage „Wladimir und die Städtepartnerschaft mit Erlangen“. Fast eine dreiviertel Stunde lang führt uns der im Jahr 2000 entstandene, einfühlsame Film, in den auch Reportagen aus früherer Zeit einfließen, durch eine nun schon weit zurückliegende Geschichte der deutsch-russischen Begegnungen: mit belebten Szenen von der Eröffnung des Erlangen-Hauses, mit atmosphärischen Betrachtungen von Kirchen und Klöstern, mit ausgelassenen Festen zum 50. Jahrestag des Kriegsendes, mit den Friedensbotschaften von Veteranen, mit der abendlichen Geburtstagsfeier von Austauschschülern, mit heute schon historisch zu nennenden Reportagen von der Aktion „Hilfe für Wladimir“, kurzum mit allem, was bereits damals die Beziehungen ausmachte und sie bis heute prägt. Nehmen Sie sich die Zeit für diese mit der verzaubernden Musik des Ensembles „Rus“ unterlegten Rückschau, in der Ihnen sich viele altbekannte Gesichter wiederbegegnen, aber auch Menschen, die leider schon nicht mehr unter uns sind, um nur Alfred Trautner zu nennen. Ein Riesendank an Axel Mölkner-Kappl, der geplant hatte, in der vergangenen Woche mit nach Wladimir zu fahren und uns nun mit der Digitalisierung seiner zwanzig Jahre alten und doch so frischen Reportage auf eine Zeitreise schickt. Спасибо, Аксель!

 

Read Full Post »


Im August vergangenen Jahres besuchte Wiktoria Kossenjuk vom Sender „Belarus 1“ aus Minsk mit ihrem Team Erlangen, um ein Interview mit dem Weltkriegsveteranen Wolfgang Morell zu machen, nachzulesen hier: https://is.gd/YDNfSi Im Anschluß fuhren die Gäste noch nach Gera, um mit dem mittlerweile verstorbenen Günter Kuhne zu sprechen, der ebenfalls einen Teil seiner Kriegsgefangenschaft in Wladimir verbracht hatte. Nun wurde die fast einstündige Reportage im Rahmen des Projekts „Ich ВОЙНА“ – „Ich bin der KRIEG“ am 10. Mai erstausgestrahlt und gestern im Internet vorgestellt. Leider nur auf Russisch, aber dennoch sehenswert!

Ganz kurzfristig, ausgerechnet im April, als noch die strengen Corona-Regeln galten, wandte sich Anna Kisseljowa von Russia Today an den Partnerschaftsbeauftragten im Erlanger Rathaus mit der Bitte um Vermittlung von Kontakten zu Kriegsveteranen. Wieder erklärte sich Wolfgang Morell bereit, Rede und Antwort zu stehen, dieses Mal zusammen mit Philipp Dörr aus Fränkisch Crumbach im Odenwald. Beide hatten übrigens zum 75. Jahrestag des Kriegsendes mit nach Wladimir reisen wollen. Nehmen Sie sich eine Viertelstunde Zeit, um den beiden Männern, kommentiert von Witalij Gurinowitsch aus der Partnerstadt, unter der Überschrift „Geheilte Wunden“ zuzuhören: https://deutsch.rt.com/kriegstrauma/chapter/5

https://deutsch.rt.com/static/kriegstrauma/img/share.webp

Wer mehr Zeit und Interesse mitbringt, mache sich mit allen sechs Kapiteln dieses Projekts https://deutsch.rt.com/kriegstrauma vertraut, das den Augenzeugen Gelegenheit gibt, vom Unsagbaren zu sprechen.

Das teuerste Kalenderblatt. 9. Mai 1945: Sieg Mai 9. Mittwoch Sieg. 9. Mai 1944: Einheiten der Roten Armee eroberten Sewastopol und befreite die Krim vollständig von den deutsch-faschistischen Okkupanten.

Leider noch nicht fertiggestellt ist das Material von Jekaterina Zwetkowa, die Ende November, Anfang Dezember mit ihrem Team und Nikolaj Schtschelkonogow gekommen war, um den Weltkriegsveteranen auf seiner wohl letzten Deutschlandreise zu begleiten. Es hakt noch an der Finanzierung auf russischer Seite, aber eine Lösung ist in Sicht. Noch etwas Geduld also, dann gibt es auch ihren Film unter dem Titel „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ zu sehen geben. Und bis dahin kann man sich ja die beiden obigen Reportagen mit viel Gewinn ansehen – und diesen so gar nicht reißerischen Anreißer mit Bildern aus Erlangen, Baiersdorf, Jena, Berlin, Potsdam und Buchenwald: https://is.gd/nOTPzW

Read Full Post »


Eigentlich wäre ich heute zum 75. Jubiläum des Tags des Sieges in Wladimir. Ich hätte eine Delegation aus der Partnerstadt Erlangen begleitet. Vor genau 25 Jahren, am 9. Mai 1995, war ich zum 50. Jahrestag des Kriegsendes auch in Wladimir. Eine von fünf Reisen dorthin in den 90ern, auf der ich viel gelernt habe über Rußland und die Russen. Dafür profitiere ich bis heute und bin sehr dankbar dafür. #niewiederkrieg hat für mich damals eine sehr klare Bedeutung bekommen. Und ich spüre bis heute eine sehr enge Verbindung nach Wladimir und zu den Freunden dort. Deswegen habe ich ein paar alte Dias zum 9. Mai herausgesucht.

So schrieb gestern der Journalist Axel Mölkner-Kappl auf Facebook und fügte dann in einer Notiz für die Blog-Redaktion hinzu:

Ich spüre in diesen Tagen, wie wichtig es ist, daß wir dahinreisen – sobald es die Gelegenheit dazu gibt. Ich freue mich drauf.

Diesen Erinnerungsschatz will der Blog gerne zu heben helfen. Deshalb hier eine Abfolge von Aufnahmen, die ein Vierteljahrhundert alt, aber auch von ungeahnter Aktualität sind.

An bekannten Gesichtern auf dem Bild zu sehen: Andrej Filinow, Journalist und heute Intendant des Lokalsenders Wladimir, Oberbürgermeister Dietmar Hahlweg und Peter Steger; der Herr, der sich zu dem Kind umdreht, ist Jurij Fjodorow, Vater der Partnerschaft auf russischer Seite. 9. Mai 1995

Erlangen-Haus Jubiläum 11

Andrej Filinow mit seiner Frau Tatjana am 9. Mai 2019

Gabriel Lisiecki vom Erlanger Bürgermeister- und Presseamt und Dietmar Hahlweg legen am Platz des Sieges einen Kranz nieder.  9. Mai 1995

 

Rechts im Bild der Weltkriegsveteran Nikolaj Schtschelkongow. 9. Mai 1995

Erlangen-Haus Jubiläum 7

Der 50. Jahrestag des Großen Sieges. 9. Mai 1995

Ganz bewußt zum 50. Jahrestag des Kriegsendes wurde vor 25 Jahren als Zeichen des Friedens und der Verständigung in Wladimir das Erlangen-Haus eröffnet. Auch hierzu hat Axel Mölkner-Kappl ein Dia ausgegraben und digitalisiert.

7. Mai 1995: Peter Steger, die beiden Oberbürgermeister, Dietmar Hahlweg und Igor Schamow, sowie Tatjana Garischina, die erste Leiterin des Erlangen-Hauses; dahinter Percy Gurwitz, Jurij Fjodorow, Frank Hoffer, Deutsche Botschaft Moskau, Gouverneur Jurij Wlassow und Nikolaj Winogradow, Vorsitzender der Regionalduma

Und wenn wir schon bei Botschaften sind. Elisabeth Preuß, die – man kann es kaum anders sagen – eine Seelenverwandtschaft mit Wladimir verbindet, nahm in den letzten Stunden ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin auf bewegende Weise Abschied vom Erlangen-Haus. Sicher nur in ihrer politischen Funktion. Sicher nicht als Wahl-Wladimirerin. Aber hören und sehen Sie selbst:

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: