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Archive for the ‘Landeskunde’ Category


Was hat es denn damit im Erlangen-Wladimir-Blog auf sich. Das ist einfach und doch nicht einfach. „Dings vom Dach“ wird seit vielen Jahren vom Hessischen Rundfunk / Fernsehen ausgestrahlt und hat viele Freunde, u. a. mich. Alle möglichen und unmöglichen Gerätschaften aus Dachböden, Kellern, Scheunen u.ä. werden mit der Frage vorgestellt: Was ist das, und wofür wird es gebraucht? Finde ich interessant und sehr entspannend. Und so beobachte ich fast immer interessiert meine Umgebung, ob ich da auch etwas „Unverständliches“ entdecke. Natürlich auch bei meiner Wladimir-Reise vor ein paar Wochen. Und tatsächlich, so ca. zehn Minuten nach meiner Ankunft am Moskauer Domodjedowo-Flughafen habe ich es entdeckt. Und dann noch öfter auf der Moskauer Ringautobahn. Es handelt sich dabei um einen Metalleimer in Kaffeetassengröße, der hinten am Auto baumelt, meist am Abschlepphaken aufgehängt. Das Photo, durch die Windschutzscheibe aufgenommen, ist nicht so deutlich, aber gemeint ist der weiße Fleck, rechts hinten am Auto.

Da es kein Einzelfall war, fragte ich unseren Chauffeur. Er wußte es aber nicht, dachte, vielleicht ein Verein für sauberes Wasser und Reinhaltung der Natur. – Pustekuchen! – Auch in Wladimir konnte mir niemand eine Antwort geben, bis ich dann Swetlana vom Erlangen-Haus-Team fragte. Sie hatte im Internet recherchiert und mir das Ergebnis freudestrahlend ausgedruckt. Und was für ein Schatz an Landeskunde da zutage kam.

Die Variationen der verschiedenen Erklärungen ergänzen sich zeitlich und zeigen den Wandel über die Zeit. Kurz gesagt: In alten Zeiten hing immer ein Eimer an Kutschen und Leiterwagen, gefüllt mit Pech und Teer, zum Schmieren der hölzernen Räder. Und jeder Kutscher, der etwas auf sich hielt, achtete peinlichst genau darauf, immer diesen Eimer dabei zu haben. Ohne – wäre Leichtsinn gewesen. Und in der späteren sowjetischen Zeit erlangte der Eimer eine noch größere Wichtigkeit. Jeder Chauffeur / Traktorführer u. w. mußte im Winter bei grimmiger Kälte mit gefrorenem Diesel zurechtkommen. Antifreeze gab es nicht. Und nur ein Feuer im Eimer, unter Motor und Tank gestellt, half weiter. Im Sommer konnte mit dem Eimer Kühlwasser geholt und nachgefüllt werden.

Wasser fand man überall in der Natur. Außerdem war der Eimer sehr nützlich bei der Teezubereitung. Kein professioneller Fahrer würde ohne Eimer fahren. Und da die Fahrerkabinen wenig Platz hatten, wurde der Eimer außen angebracht.

Heutzutage hat sich der Eimer in einen Talisman verwandelt, der störungsfreie Fahrt verspricht. Bei der Verkehrssituation auf Moskaus Straßen kann man diesen Schutz wirklich gebrauchen. Aus diesem Grunde habe ich das Eimerchen auch nur in Moskau gesehen. Das einzige Auto mit Eimer, das ich in Wladimir sah, hatte mit der 199 ebenfalls ein Moskauer Kennzeichen.

Wo wir beim endlosen Thema Auto sind, überall entdeckte ich Autos mit sechs CD-Scheiben im Rückfenster.

Hans Gruß 2

Hans Gruß und die sechs kleinen Scheiben

Mein Photo deutet wieder auf Moskau, allerdings mit dem 190er Nummernschild nicht auf die Stadt, sondern die Region. Hier kannte fast jeder den Sinn der Scheiben… Der Erfassungslaser der Polizei soll gestört werden. Ob das wirklich so ist? Das kann ja nur jemand in Abrede stellen, der die Scheiben hat und trotzdem auf den Radar der Polizei geriet. So jemanden kannte aber niemand, also könnte die Geschichte wahr sein.

Beide Möglichkeiten, Eimerchen und/oder CD-Scheiben, stehen natürlich jedem je nach seinen Vorlieben frei. Ich glaube, der hiesige TÜV wird keine Einwände haben.

Zurück zu „Dings vom Dach“. Ich denke, die Jury hätte einige Probleme, die Aufgabe des Eimerchens zu erraten. Und dann wären, bei Nichterraten, 50 Euro an den Zurverfügungsteller fällig. Nicht schlecht, wenn man das Eimerchen für zwei bis drei Euro in Wladimir erwirbt. Aber leider beschränken sich die vorgestellten Dinge auf heimischen Objekte. Schade eigentlich.

Hans Gruß

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Etwas bislang Unbekanntes zu entdecken, gehört schon immer zu den großen Verlockungen beim Reisen, und wenn die Sache dann auch noch Geheimnis und Mythos riecht – umso besser. Fährtenleser des Übersinnlichen jedenfalls kommen in Schuschmor auf ihre Kosten. Auf einer Fläche von 350 bis 450 qkm – so genau kann das niemand eingrenzen – zwischen den Landkreisen Schaturskij der Region Moskau und Gus-Chrustalnyj im Gouvernement Wladimir tut sich so manches Unerklärliche.

Schon der Name der Gegend, den Völkerkundler auf einen in vorchristlicher Zeit hier verehrten Schlangengott namens Uru zurückführen, auf den Funde Artefakten hinweisen, die Reptilien darstellen, mal alleine, mal mit anderen verschlungen darstellen. Der andere Teil des Namens hat mit dem Kirchdorf Schatur zu tun, das man mit „Bühl“ übersetzen kann. Hier steht auch der Schlangenstein, unter dem ein Schatz verborgen liegen soll, von dem wiederum nicht bekannt ist, ob er je – und wenn, von wem – gehoben wurde. In den Sümpfen dieses Landstrichs vermuten Ethnographen eine megalithischen Kultstätte der alten Slawen, die freilich auch noch ihrer Entdeckung harrt.

Seine gespenstische Seite begann Schuschmor Ende des 17. Jahrhunderts zu zeigen, als man hier den Kolomensker Weg anlegte und immer wieder Menschen spurlos verschwanden. Ob in Folge von Streichen der alten Götter oder einer Intervention von Außerirdischen weiß niemand zu sagen. Und dann ist da noch ein See, in dem schon so manches Fahrzeug versenkt worden sein soll – natürlich von unbekannt. Da nimmt es nicht weiter wunder, wenn hier kaum weitere Ansiedlungen zu finden sind, wenn man hier die Natur sich selbst überläßt und wenn hier jeder auf seine Weise dem Rätsel auf die Spur kommen will. Siehe auch: https://is.gd/EFxigy

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Gestern feierten die elften Klassen an allen russischen Schulen ihren Abschluß. In Wladimir zogen 1.583 Jugendliche durch die gesperrte Hauptstraße, tanzend, singend, feiernd – und in die traditionelle Festtracht gekleidet, die Mädchen mit weißen Schürzen, roter Schärpe und gern auch weißem Band im Haar, die Jungs im weißen Hemd mit roter Schärpe.

Dieses Fest „Letzter Gong“ genannt, wird seit Sowjetzeiten begangen und gehört bis heute zum Schulleben wie bei uns die Naschtüte.

Wladimir Sipjagin und seine Tochter Jelisaweta

Auch Gouverneur Wladimir Sipjagin hatte Grund zu feiern: Seine Tochter Jelisaweta war unter den Schulabgängerinnen, und diese Freude teilte er denn auch via Facebook mit der ganzen Welt.

Und wir? Wir genießen einfach noch einige Bilder von Zebra TV, die zeigen, um welch ein fröhliches Fest es sich da handelt.

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Unter den 620 namentlich bekannten Fließgewässern der Region Wladimir findet sich auch ein Bach im Landkreis Wjasniki mit der ungewöhnlichen Bezeichnung „Edon“, die weder nach slawischen noch nach den hier häufigen finno-ugrischen Wurzeln klingt. Die Zeitung „Prisyw“ machte sich nun daran, die etymologische Quelle des Zuflusses des Tetruch zu suchen und kam zu folgendem Ergebnis:

Ortsschild Edon

Es gibt einen männlichen Vornamen Edon mit albanischen Wurzeln, und in Ohio sowie 400 km südwestlich von Paris gibt es Ortschaften, die so heißen. Doch lassen sich hierzu ebensowenig Bezüge herstellen wie zur gleichnamigen chinesischen Firma.

Bach Edon

Ein Blick ins Archiv führt da weiter. Bis Ende des 18. Jahrhunderts trug der Bach nämlich den Namen Edom. Und diesen Begriff – er bedeutet „rot“ – kennt man natürlich aus dem Alten Testament von Esau, der die rote Speise seines Bruders Jakob zu essen wünschte und vor allem vom Königreich der Edomiter. Siehe hierzu: https://is.gd/8A1C4r

Altes Haus in Edon

Der Geographie – gleich ob Dorf, Stadt, Gewässer oder Erhebung – biblische Namen zu geben und damit Nähe zum Heiligen Land zu schaffen, war, wie überall auf der Welt, nach der Christianisierung durchaus üblich. Am bekanntesten ist Neu-Jerusalem an der Istra bei Moskau, in Sergijew Possad gibt es die Einsiedeleien Bethanien und Gethsemane. Im Landkreis Kameschkowo der Region Wladimir liegt sogar ein Dorf namens Edem am gleichnamigen Fluß, die russische Variante des paradiesischen Gartens Eden.

Biberburg am Edon

Wie auch immer: Der Bach Edon (früher Edom), der unweit des gleichnamigen Dorfes in den schwer zugänglichen Wäldern um Wjasniki entspringt, ist ein wahres Paradies für Biber, die hier mit ihren Burgen ihr ganz eigenes Reich schaffen. Der Ort selbst führt seine Geschichte bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück.

Die Werkstore von Edon

Groß war er wohl nie: Noch 1905 zählt man hier ganze elf Gehöfte, doch in dem Jahr baut hier ein Unternehmer eine Textilfabrik, die von den Sowjets später verstaatlicht wird und Edon zu einem Arbeiterparadies macht, welches das ganze Umland in Lohn und Brot bringt, bis dann nach dem Zerfall der UdSSR der Niedergang einsetzt und 2004 sich die Werkstore endgültig schließen.

Was der Autor des Artikels im Prisyw nicht wissen kann: In der Passionszeit war in Halle an der Saale „Wer ist der, so von Edom kömmt?“ zu hören, und um von Erlangen aus in die Händel-Stadt zu kommen, darf man durch das Paradies der Partnerstadt Jena ziehen. So klein ist die Welt der Christenheit. Wo auch immer Sie diesen Beitrag lesen: einen gesegneten Sonntag!

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Heute, am orthodoxen Osterfest, fahren in Wladimir, wie in wohl fast allen russischen Städten, Busse kostenlos zum Friedhof. Man fragt sich, warum nur ausgerechnet am Tag der Auferstehung, der doch das Leben feiert, der Toten gedacht werden soll. Soll es ja auch gar nicht, wenn es nach der Geistlichkeit ginge, die diesen Brauch, wenn nicht ablehnt, dann doch bestenfalls duldet.

Aber Traditionen prägen das kirchliche Leben doch in vielen Fällen mehr als die reine Lehre sich das wünscht. Der Brauch des Friedhofbesuchs geht nach Ansicht von Historikern bis ins 16. Jahrhundert zurück, als die Mehrheit in Dörfern lebte, die oft zu klein waren, um eine eigene Kirche ihr eigen nennen zu können. Bis heute gibt es ihm Russischen zwei verschiedene Begriffe für das Dorf: zum einen деревня, das so viel bedeutet wie „Rodung“ und село, das man mit „Siedlung“ übersetzen kann und wo es immer auch eine Kirche gab, weshalb man dieses Wort in Übertragungen gern als „Kirchdorf“ wiedergibt. Die Landbevölkerung hatte es mitunter weit bis zum nächsten Gotteshaus mit einem Friedhof, und so verband man den Besuch der Ostermesse aus ganz praktischen Gründen mit dem Totengedenken. In der Sowjetzeit dann, als es zumindest nicht mehr opportun wurde, wenn nicht gar gefährlich, sich öffentlich zum Glauben zu bekennen, lebte der Brauch als stillschweigend toleriertes Zeichen der Verbundenheit mit der Orthodoxie fort.

Walerij Kopjnak: Kirchdörfliches Ostern

Walerij Kopnjak: Kirchdörfliches Ostern

Doch wir lassen heute die Toten ihre Toten begraben und gratulieren lieber zum Fest der Feste mit einem freudigen „Христос воскрес! Christus ist auferstanden!“ auf das die Antwort „Воистину воскрес! Wahrlich, er ist auferstanden!“ folgt, bevor man nach der vierzigtägigen Fastenzeit zur Paßcha, zum Kulitsch und zum gefärbten Ei greift.

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Frau Holle meinte es in den letzten Wochen und Monaten gut mit Wladimir. Auch wenn die Temperaturen zumeist diesseits von dem lagen, was man vom russischen Winter glaubt, erwarten zu dürfen, fiel der Schnee in rauhen Mengen, und erst in den letzten Tagen setzte dauerhaftes Tauwetter ein, das die weiße Pracht nun überall dahinschmelzen läßt.

Hohe Zeit für Photographen wie Sergej Skuratow und Igor Gankow, aufzubrechen in jenes Zwischenreich des Abschieds vom Winter und der Vorfreude auf den Frühling.

Zeit aber auch, sich vorzubereiten auf die sprichwörtliche Weglosigkeit, auf Überschwemmungen und von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaften. Die ersten Dörfer sind schon jetzt nur noch per Boot zu erreichen und müssen über das steigende Wasser versorgt werden.

Bald wird wohl auch Mariä Schutz an der Nerl wieder wie ein Eiland aus den Fluten ragen, aber wohl dank der künstlichen Aufschüttung aus dem 12. Jahrhundert auch heuer wieder nur nasse Füße riskieren.

Gestern dann ein Frühlingsbote im Weichselbaum des Gartens um das Erlangen-Haus, gesehen von Irina Chasowa: ein Dompfaff oder Gimpel mit einer Knospe im Schnabel. Im Russischen nennt sich der sangesfreudige Blutfink https://is.gd/eHvXqO, der bisweilen auch im Osten Erlangens gesichtet wird, снегирь, was sich von снег, Schnee, ableitet. Und dem Vogel ist ein schönes russisches Märchen gewidmet:

Es war einmal ein einsamer Vogel mit Namen Schneeling, so genannt, weil er weiß wie Schnee war und ein schwarzes Käppchen und einen schwarzen Umhang trug. Der Piepmatz war herzensgut und half immer allen, die in Not waren, teilte mit ihnen seine Beeren und Körner. Es gab viele Vögel im Wald, aber keines glich ihm, weshalb der Schneeling traurig wurde. Und als er eines Tages davonflog, weit weg, hinter die sieben Berge, traf er dort einen Vogel, der wie er selbst schneeweiß war. Die beiden Vögel freuten sich von Herzen, flogen zusammen umher, pickten Beeren im Wald, flöteten nach Herzenslust. Eines Tages aber brach über ihre kleine Welt ein schlimmer Schneesturm herein, der klirrenden Frost mitbrachte. Das ganze gefiederte Völkchen suchte sich einen Unterschlupf. Auch der Schneeling versteckte sich unter einem breiten Tannenzweig. Doch sein Freund blieb zurück. Da machte sich der Schneeling Sorgen, fragte sich, wo der Freund nur bleibe, als plötzlich ein kleiner Schneeball zu Boden fiel. Der Schneeling flog dem Schneeball nach und sah, daß es sein Freund war, erfroren und ohne Atem. Wie ihn der Schneeling auch schüttelte und rüttelte, es half alles nichts. Da weinte er lange und legte die Flügel um seinen Freund. In seiner Not wandte sich der Schneeling an die Eule um Rat. Die verriet ihm, es könne ein Wunder geschehen, wenn er dem Freund einen Tropfen seines eigenen Blutes schenke. Da pickte sich der Schneeling die Brust blutig, fing einen Blutstropfen auf und legte ihn auf die Brust des Freundes. Die ganze Brust des Freundes färbte sich sogleich purpurrot, und der Gefährte öffnete die Augen. Auch die Brust des Schneelings hatte sich vom Blut rot gefärbt. Da war die Freude der beiden Freunde groß, und die ganze Vogelwelt freute sich mit ihnen. Seither trägt der Schneeling den Namen Blutfink.

 

Michail Matjuschkin, der ein paar Kilometer vor den Toren Wladimirs wohnt, hielt bereits am 24. März die ersten Stare im Bild fest, die freilich um einiges zu früh in ihr Sommerquartier zurückkehrten. Dennoch, bald wird auch in die Partnerstadt die ganze Vogelschar zurückgekehrt sein und den Frühling besingen, während Frau Holle ihre Kissen wieder im Keller verstaut.

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„Wie man nur auffährt in russischen Restaurants!“ dachte der Franzose, als er sah, wie der Gast am Nachbartisch seine Bliny mit heißer Butter übergoß. „Fünf Bliny! Wie kann ein einzelner Mensch nur derart viel Teig essen?“ Unterdessen hatte der Nachbar seine Bliny mit Kaviar bestrichen, sie alle in der Hälfte durchgeschnitten und verschlang sie in weniger als fünf Minuten… „Sie da!“ wandte er sich dem Ober zu. „Noch eine Portion! Was habt ihr überhaupt für Portionen hier? Bring doch gleich so zehn oder fünfzehn Stück! Und geräucherten Fisch, am besten Lachs!“

„Ein dummer Franzose“, Anton Tschechow

Rezept entnommen dem „Triumpf der Piroggen“ von Jelena Manjenan

Ja, die russischen Pfannkuchen haben auch zu literarischen Ehren gebracht, gehören sie doch in ihrer ostslawischen Variante zum leckersten Bestandteil der kulinarischen Welt. Es sind nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen zu Crêpes, Pannekoeken, Pancakes und den vielen anderen Verwandten, aber es kommt ja immer und überall auf die feinen Andersartigkeiten an.

Am heutigen Rüsttag, dem Beginn der Butterwoche, deshalb ein Rezept zu dieser Köstlichkeit, zu der wir einen halben Liter Milch benötigen sowie 100 g Kefir, zwei Teelöffel Pflanzenöl, zwei Eier, 180 g Mehl, einen halben Teelöffel Salz, einen Teelöffel Zucker, eine Messerspitze Backpulver und einen halben Teelöffel Zitronensaft.

Die Milch wird mit dem Kefir auf 40 bis 50 Grad erhitzt, und man trennt die Dotter vom Eiweiß. In das Milch-Kefir-Gemisch gibt man dann die Dotter, das Salz, den Zucker, den im Zitronensaft aufgelösten Backpulver sowie das Pflanzenöl.

Nun kommt das Mehl unter ständigem Rühren hinzu, bis wir eine klumpenfreie Teigmasse haben. Das Eiweiß mit Salz zu einem festen Schaum schlagen und gut unter den Teig heben, was den Bliny beim Backen die besondere Farbe und noch viel mehr verleiht. Sie werden sehen!

Jetzt braucht man nur noch den Teig in kleinen Portionen in die mit Pflanzenöl erhitzten Pfannen (zwei sollten es schon sein, damit immer frischer Nachschub auf den Tisch komme) geben und drauflosbacken. Womit man die hauchdünnen Bliny dann serviert, süß oder deftig, bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen. Es müssen ja nicht immer geräucherter Lachs und Kaviar sein… Smetana, Marmelade, Honig und vieles mehr eignen sich ebenfalls bestens.

Und wer nachlesen möchte, was es mit der Butterwoche, der Masleniza, auf sich hat, lese hier nach: https://is.gd/u4pJau

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