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Archive for the ‘Kultur’ Category


Anna Rachmatullina hat ein besonderes Faible, ein besonderes Talent. Eigentlich Journalistin, widmet sich die Wladimirer Photographin der Arbeit mit Neugeborenen. Was da in der geborgenen Umgebung der Familie an Bildern entsteht, ist wohl nur märchenhaft zu nennen.

Anna Rachmatullina

Allerdings, so die Künstlerin, benötige sie viel Geduld. Eine einzige Sitzung könne zwei bis drei Stunden dauern, denn die Kleinen nehmen ja nicht auf Kommando diese oder jene Pose ein. Sehen Sie selbst, was da dennoch an Portraits entstehen.

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Mystik, kultische Riten, düstere Stimmung, psychische Grenzgänge, Zustände der Verwandlung – alles Phänomene, die Alina Alexejewna von Kindesbeinen an packen. Die auch unter den Pseudonymen Lja und Psischa bekannte angehende Schulpsychologin aus Wladimir mit einem in Moskau abgeschlossenen Studium der Religionswissenschaften gehört zu den Gründungsmitgliedern des russischen Verbands „Seidelbast“, der sich der Gothic-Kultur verschreibt. Ihre Bilder werden nicht alle ansprechen, aber die Künstlerin hat zweifellos eine ganz eigene Bildersprache erfunden, die ihren magischen Reiz hat.

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„Und nochmal geht es um den kleinen Igel Mecki“, schrieb die Kunstlehrerin Aida Dynnikowa am russischen Nationalfeiertag auf Facebook und zitierte eine ihrer kleinen Schülerinnen: „Am 17. November feiern wir den Tag des schwarzen Katers. Da könnten wir doch am 2. Januar den Igeltag feiern.“ – Und schon malte sie ihr Bild zum Igeltag, an dem gute Menschen einen kleinen Igel zu sich nach Hause holten und vor dem Tod retteten. So ist es also entschieden. In unserem Studio haben wir jetzt also einen weiteren Feiertag. Mal sehen, welche Feiertage meine Kinder noch im Naturkundemuseum einführen?!“

Alexandra Lobikowa, acht Jahre

Alexandra Lobikowa, acht Jahre

Ebenfalls am 12. Juni, dem russischen Nationalfeiertag, strahlte das Wladimirer Lokalfernsehen ein Interview mit Peter Steger, dem Autor des Igel-Märchens, aus, das Sie hier – von Minute 9:56 bis 13:25 – sehen können:

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1986 feierte Erlangen das dreihundertjährige Jubiläum der Ansiedlung der hugenottischen Glaubensflüchtlinge. Da lag es nahe, zu den Kultur- und Sporttagen in Wladimir das Stück „Babette oder Peu à Peu“ zu zeigen, in dem Winfried Wittkopp einen jungen Franken spielte, der sich in eine Französin verliebte und damit etwas wie den literarischen Gründungsmythos der Hugenottenstadt mimte. Der Schauspieler, der in seinen 37 aktiven Jahren von 1976 bis 2014 das Erlanger Theater wie kein zweiter verkörperte, führte damals allerdings auch beim Kinderstück „Max“ von Beat Fäh Regie, stets begleitet von einer Dolmetscherin, deren erstaunliche Vertrautheit mit „unserem“ Goethe er nur dank seinem reichen klassischen Repertoire parieren konnte, die sogar Wilfried Minks, den Bühnenbildner aus Hamburg, kannte und mit der er für wenig Geld so unterschiedliche Dinge wie drei Bände in einer DDR-Ausgabe von Konstantin Stanislawskij, dem großen Meister des russischen Theaters, Schnittbögen für ein Hochzeitskleid und eine Mütze kaufte, deren Spur sich leider im großen Schlund der Requisitenkammer verlor.

Winfried Wittkopp in Wladimir 1986

Das Angebot, an der Reise nach Wladimir teilzunehmen, kam aus dem Rathaus, und Manfred Neu, der damalige Leiter des Theaters, sagte spontan zu. Mehr noch: Er packte gleich auch sein Solostück „Das letzte Band“ von Samuel Beckett ein. Doch bevor es auf die große Fahrt ging, gab es von Rudolf Schwarzenbach, schon damals der Kärrner und Kümmerer der Partnerschaft, eine Direktive für die Reise: „In der Sowjetunion herrscht Prohibition. Wer also Spirituosen zu brauchen meint, decke sich am Flughafen im Duty-Free-Laden ein.“ Der Rat wurde prompt befolgt, und tatsächlich leerte man später im Hotel „Kljasma“ auf den langen Fluren so manche Flasche. Und auch die drei Hundert-Liter-Fässer Kitzmann-Bier im Transporter mit den Requisiten, von denen freilich eines den Durst der Grenzer in Brest stillen sollte, rannen beim Bürgerfest rasch durch die deutschen und russischen Kehlen.

Winfried Wittkopp vor dem Hugenottenbrunnen in Erlangen, 2021

Winfried Wittkopp erzählt, als wäre all das erst gestern passiert: den Flug mit der Aeroflot, unterlegt mit einem klapprigen Soundtrack, bis Moskau; den unbeschwerten Spaziergang über den beeindruckenden Roten Platz, wo er, gekleidet in einen Alain-Delon-Trenchcoat, immer wieder als „Franzose“ angesprochen wurde; die kurze Nacht in der Hauptstadt; die von Polizei eskortierte Busfahrt nach Wladimir, die im Höllentempo eine Art Schneise in die Straße schlug; die Einquartierung im Hotel, in einem Kiefernwäldchen gelegen, durch das eher lässig gekleidete Pilzesammler zogen und die Gäste in ihrem fremden Aufzug wie Außerirdische anstarrten; die kalte Schale zum Frühstück; die Jugendlichen, die vergeblich nach Platten von Modern Talking fragten und stattdessen sich mit Kugelschreibern zufrieden geben mußten. Überhaupt die Kugelschreiber: Manfred Neu hatte tausend Stifte mit dem Aufdruck „Theater Erlangen“ in Auftrag gegeben, die als Gastgeschenk einen reißenden Absatz fanden und eine Art Ersatzwährung bildeten. Wer nämlich in der Bar des Hotels zehn Kulis auf die Theke legte und Tee bestellte, erhielt eine Tasse voll mit Wodka… Da kam Partystimmung auf.

Besonders aber bleibt in Erinnerung, wie das Publikum alle Zweifel entkräftete. Manfred Neu hatte durchaus Bedenken, sein Stück ausgerechnet im Traktorenwerk aufzuführen, kam dann aber begeistert von der Vorstellung, weil sich der Saal bestens vorbereitet zeigte und richtig mitging. Auch das Hugenotten- und Kinderstück liefen prächtig, alle waren voll bei der Sache. Dann das schöne Fest mit der E-Werk-Band; das Treffen mit Wiktor Malygin am Theater und all das offene Fachsimpeln bei Tee aus dem Samowar (ohne Kugelschreiber als Gegenleistung); die Freundschaftsgesten von Manfred Neu, der mitbekommen hatte, wie dürftig die technische Ausstattung vor Ort war, und deshalb dem Techniker alle Klinkenstecker überließ und dem Bühnenbildner die Noppenfolie vermachte, der sie für eine Dekoration verwenden wollte; die vielen Gegengeschenke, u.a. die Lackminiatur-Brosche, die eine Dame im Aufzug einem Kollegen vom Erlanger Theater schenkte, nur weil er zu erkennen gegeben hatte, wie sehr ihm der Schmuck gefiel. Auch an den mitgereisten Werner Heider, erinnert sich Winfried Wittkopp mit sichtlichem Vergnügen. Der Komponist konnte gar nicht fassen, wie seine ja doch nicht ganz einfache Musik aufgenommen wurde: „Die haben alles kapiert!“ Diese Reaktionen blieben hängen und führten natürlich zu Gegeneinladungen. Doch auch jene Besuche mit all den anregenden Begegnungen auf und hinter der Bühne liegen nun schon lange zurück. „Schade eigentlich“, meint der Künstler, der seither nie mehr in Wladimir war, aber gern an jene Zeit zurückdenkt. „Es wäre schon schön, wenn der Theateraustausch eine Wiederaufnahme erfahren würde.“

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Gestern brachte Aida Dynnikowa die ersten druckfrischen Exemplare des unter ihrer Leitung von Kindern illustrierten Märchenbuchs „Mecki und sein erster Winter“ ins Erlangen-Haus, von wo der kleine Igel sicher bald seinen Weg hierher einschlagen dürfte. 20 Bilder fanden Eingang in das Bändchen aus der Feder von Peter Steger. Und schon am kommenden Montag werden weitere Zeichnungen in einer Ausstellung in Wladimir gezeigt. Mehr noch: Zwei weitere Kinderkunststudios beginnen nun, auf ihre Weise das Buch zu bebildern. Bei so viel kreativer Energie wird wohl bald eine Fortsetzung der stacheligen Abenteuergeschichte fällig. Wie Aida Dynnikowa auf Facebook mitteilt, sind die Kleinen jedenfalls schon eifrig dabei, Mecki in allen möglichen neuen Rollen darzustellen: Mecki als Künstler, Mecki als Lehrer, Mecki als Baumeister… Wir dürfen gespannt sein.

Die Pädagogin bekennt, bis zur Lektüre des Märchens selbst nicht viel über das Leben der Igel gewußt zu haben. Diese Lücken schließe sie nun zusammen mit den Kindern durch viele Beobachtungen draußen und wiederkehrende Besuche im Naturkundemuseum, wo die Kleinen geduldige Modelle finden. Eine der jungen Künstlerinnen schickte nun gestern diesen Brief an den literarischen Vater von Mecki Petrowitsch:

Lieber Pjotr Steger, gibt es in Ihrer Stadt ein Naturkundemuseum? Mir gefallen Ihre Photos. Danke. Dascha Ljubanskaja, 8 Jahre

Der zeichnerisch leider völlig unbegabte Autor antwortete darauf:

Liebe Dascha,

vielen Dank für Dein Brieflein. Ich freue mich sehr, daß Du Mecki zeichnest und Dir meine Photos gefallen. Ich werde also noch mehr schreiben und aufnehmen. Ein Naturkundemuseum gibt es in Erlangen nicht, wohl aber in Bamberg, 35 km von hier, wo ich studiert habe. Wenn Du zu Besuch kommst, zeige ich es Dir unbedingt. Es gefällt Dir dort ganz bestimmt! Bis dann, Peter Leonhardowitsch.

Anmerkung: Mit den Photos meint Dascha jene Tier- und Naturaufnahmen vom Profil http://www.facebook.com/peter.steger.5492, die Aida Dynnikowa den Kindern regelmäßig zeigt. Mal sehen, wie diese märchenhafte Verbindung weitergeht. Nicht im Sinne von „es war einmal“, sondern von „es wird einmal“.

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Zum gestrigen Internationalen Kindertag hatte die Journalistin Olga Slobodnjuk den Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, am Freitag gebeten, eine Aufnahme für ihren Wladimirer lokalen Radiosender über ein Buchprojekt zu machen. TV My, in der Pandemie entstanden, ließ sich da nicht lange bitten, und drehte, in bewährter Besetzung mit Amil Scharifow als Kameramann, Toningenieur, Regisseur und Produzent (alles ohne Rundfunkgebühren und Werbeeinnahmen) folgenden Beitrag, der – allerdings nur im Ton – gestern zwei Mal ausgestrahlt wurde.

Worum geht es? Am 2. Januar hatte sich in der Sebaldussiedlung ein junger Igel verirrt, der, untergewichtig wie er war, bei der Kälte wohl eingegangen wäre, hätten ihn nicht mitfühlende Menschen zu sich in die Küche geholt und dann ins Tierheim gebracht. Zum 6. Januar, dem orthodoxen Weihnachtsfest, entstand dazu ein Märchen, „Mecki und sein erster Winter“ genannt, das bei der Lesepremiere im Freundeskreis auf Anhieb gefiel. Sogleich entstand die Idee, die Geschichte bebildern und als Buch veröffentlichen zu lassen. Von da war der Weg nicht mehr weit zu Aida Dynnikowa, deren Kunststudio für Kinder schon seit gut zwei Jahrzehnten die Partnerschaft illustriert, unlängst sogar das Erlanger Theaterprojekt „Der kleine Prinz“ gestaltete: https://is.gd/xNnbc4. Die Pädagogin sagte denn auch sofort zu und will nun dieser Tage das ins Russische übersetzte Märchen tatsächlich in Buchform präsentieren. Der Videogruß aus Erlangen kann da nur ein erstes Dankeschön für diese wunderbare Zusammenarbeit sein. Mecki Petrowitsch überlebte übrigens den Winter und geht seit April wieder seiner eigenen Wege. Nachzulesen auf Facebook unter: https://is.gd/tGM3p7 und https://is.gd/KQifLV

Mecki und sein erster Winter

Noch ein Zitat von Aida Dynnikowa zur gestrigen Radiosendung:

Eltern und Großeltern riefen mich schon deswegen an. Wir werden die Reportage über das Buch gleich heute all den Kindern vorspielen, die sie noch nicht gehört haben. Ich sehe schon die Augen leuchten. Das Buch ist richtig lustig geworden.

Bis das Buch den Weg nach Erlangen genommen hat, hier schon exklusiv im Blog einige Bilder, die in der Vorbereitung entstanden. Welche davon Verwendung fanden, werden wir hoffentlich bald zu sehen bekommen.

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Heute soll einmal wieder Anatolij Gawrilow zu Wort kommen, der hier schon vielfach zitierte Wladimirer Großmeister der epigrammatischen Literatur. Ohne weitere Kommentare:

Wolfram ist härter als Molybdän.
Das Leben des Spechts spielt sich am Baum ab.
Molybdän ist härter als der Specht, aber weicher als Wolfram.
Doch der Specht ist härter als der Baum.
Der Suchtberater entgegnet, Wodka sei härter als Wolfram, als Molybdän, als der Specht und als der Baum.

***

Sie kamen von wo weiß wo her.
Die Stadt endete.
Gefrorene Steppe.
Einer hielt öfter an, blickte in den Sternenhimmel und forderte den andern auf, die Schönheit der Schöpfung auf sich wirken zu lassen.
Der andere meinte, sie sollten lieber gehen, da sie von Wölfen umgeben seien.

***

In seinen Gedichten spürt man die Liebe zum Heimatland.
In seinen Gedichten spürt man eine nicht eben tiefe Liebe zum Heimatland.
In seinen Gedichten findet sich fast keine Liebe zum Heimatland.
In seinen Gedichten findet sich kein Wort über das Heimatland.
Nur Schneesturm, Laterne und Apotheke.

***

Er bot an, seine neue Abhandlung über den Sinn des Lebens zu besprechen.
Alle schwiegen, fürchteten, etwas zu sagen.
Doch auch zu schweigen war gefährlich.

***

Ich bin Kompositionslehrer.
Das ist, wenn man Klänge zur Musik vereint.
Ich bin gegen Kunstgriffe, Kniffe und kalte Meisterschaft.
Musik darf nicht gefällig sein und einlullen.
Ich fordere von den Schülern Kompromißlosigkeit.
Sie verstehen mich nicht, fürchten und hassen mich. 

***

Rom ist eine großartige Stadt.
Da schaust du dir die Augen aus dem Kopf.
Wer nicht in Rom war, hat die Welt nicht gesehen.
Alles richtig, nur hat man mir die Brieftasche geklaut.

***

Auf einen Kommentar hin korrigiert sich der Autor in der ihm eigenen, offenen Weise: „Offenbar bringe ich da etwas durcheinander. Das ist mir in Mariupol passiert, wo ich zwei Mal ausgeraubt wurde.“ – Und dann ein weiterer Kommentar von Andrej Filinow, auch kein Unbekannter für Blog-Leser, auf Facebook: „Genau so ist es, Anatolij Nikolajewitsch! Im Gedränge der U-Bahnstation Termini hat man mir die Brieftasche geklaut, was den Eindruck der Vatikanischen Pinakothek im allgemeinen und der Schule von Athen im besonderen erheblich minderte… Erst ein doppelter Grappa half meinem Interesse an der Kunst wieder auf.“

***

Entscheidet vor Ort.
Quasselt mich nicht schwindlig.
Unterdrückt jeden Widerspruch.
Wer sind die denn mit ihren Ansprüchen.
Lest die Geschichtsbücher.
Ich will nicht drohen,
aber ihr werdet das noch bereuen.

***

Felder, Waldstreifen, Schluchten.
Der Taxifahrer ist schweigsam.
Es ist dunkel.
Nur dort irgendwo durch die stillen Straßen
streunt eine Harmonika.
Einfach so weiterfahren, immer weiter.
Aber es ist Zeit zum Aussteigen.

***

Der Blick aus dem Fenster auf den Roten Platz.
Ein gewaltiges Arbeitszimmer, ein Ruheraum, eine Sekretärin.
Nichts zu tun, kein Soll.
So soll es sein.

***

Ein Überschuß der Einnahmen gegenüber den Ausgaben.
Alle Verdächtigen verhören.
Widersprüchliche Aussagen.
Es heißt, er könne sich bei den Eltern verstecken.
Sie sagten aus, er sei keinesfalls bei ihnen.
Er trat ein - eine Bruchbude, Ofenheizung, Geschirr und der Rest.
Hinterm Vorhang steht jemand.
Er zog den Vorhang zurück - niemand.
Er ging hinaus in die Steppe: Schneesturm, niemand.
Die Fahndung läuft weiter.
Jemand meint, er könne sich als Schwachsinnigen ausgeben, als Trommler, Fiedler, Flötenspieler.
Die Kräfte lassen bereits nach.

***

Man muß in Erfahrung bringen, was sie zu tun vorhaben.
Die Sache ist ernst, geheim und nicht ungefährlich.
Er hat sich als reicher Tourist in einem feinen Hotel einquartiert.
Tagsüber - Observierungen, abends - Restaurants, Bekanntschaften und der Rest. 
Die Observierungen führen zu nichts Konkretem:
Ob nun s i e etwas zu tun vorhaben oder auch nicht.
Die Zeit vergeht, ohne Ergebnisse.
Durchaus beunruhigend.

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Der Austausch zwischen Erlangen und Wladimir trotzt Corona mit immer neuen Formaten. Als in den Osterferien unser Theater in den Erlanger Nachrichten einen Aufruf an Kinder veröffentlichte, für eine Lesung des Märchens „Der kleine Prinz“ Motive aus dem bekanntesten Buch von Antoine de Saint-Exupéry zu gestalten, kam dem Partnerschaftsbeauftragten in den Sinn, an der Aktion auch die Partnerstädte zu beteiligen, eine Idee, die von den Veranstaltern begeistert aufgenommen wurde. Leider blieb die Resonanz in den jeweiligen Kommunen eher bescheiden: zu kurzfristig, Ferien, Corona… Einzig Wladimir signalisierte sofort Bereitschaft, Kinderbilder zu schicken. Aida Dynnikowa, seit Jahren mit Erlangen künstlerisch verbunden, konnte freilich zum Teil auf einen eigenen Wettbewerb zurückgreifen, den sie zum Thema „Der Kleine Prinz“ bereits selbst veranstaltet hatte. Und so dauerte es nur wenige Tage, bis eine ganze elektronische Mappe von Zeichnungen eintraf, die nun in die zehn Folgen der Lesung eingestreut zu sehen sind. Und – eine besondere Auszeichnung – eine der Arbeiten aus der Partnerstadt schaffte es sogar auf das Plakat.

Das Theater Erlangen zeigte sich damit auf seine Art erkenntlich und schrieb:

Herzlicher Dank und Grüße nach Wladimir, in die Partnerstadt Erlangens, von wo aus uns zahlreiche Bilder geschickt wurden!

Sie haben nun die Möglichkeit, allein oder mit den Kindern oder Enkeln virtuell ins Theater zu gehen und sich an den phantasiereichen Bildern aus Erlangen und Wladimir zu erfreuen.

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Was wäre die Städtepartnerschaft in Zeiten der Pandemie ohne die Sozialen Medien? Man mag es sich gar nicht vorstellen. Ein Segen, gerade in diesen Tagen der räumlichen Trennung Facebook & Co. zu haben! Und so kommt denn auch folgende Geschichte zustande. Darja Jermolina aus Wladimir teilte gestern ihrer fast fünftausendköpfigen „Gefolgschaft“ mit:

Die einen zieht’s hierhin, die andern dorthin zum Pleinair. 😀 Diese Skulptur nennt sich G8 und wurde dem Lewitan-Museum in Jelisejkowo von einem gewissen deutschen Bildhauer zum Geschenk gemacht. Dahinter steckt eine verworrene Geschichte über das Weltei. In der Art, wonach dessen Besitzer auch die Welt beherrsche. Nur was hat das mit Isaak Lewitan zu tun? Fragt mich lieber nicht.🤣

Daria Jermolina und der „Run 2016“ von Dieter Erhard

Eine Frage, die nicht unbeantwortet bleiben sollte. Auf den Hinweis, der Künstler komme aus Erlangen, erkundigte sich Darja Jermolina nach dessen Namen – mit der Bemerkung, es handle sich dabei ja um eine wirklich außergewöhnliche Arbeit. Nun, er heißt Dieter Erhard, dem der Austausch mit Wladimir wahrlich viele Impulse verdankt und zu dessen Skulptur und deren Zusammenhang mit dem großen russischen Maler hier in Ihrem Blog mehr zu lesen ist unter: https://is.gd/mSJ5m2

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Nach Wladimir gehen heute die herzlichsten Ostergrüße, und wir hier genießen diesen ersten Maisonntag mit einem berückend-beglückenden Rückblick auf den April, betrachtet durch die Kamera von Wladimir Fedin mit Motiven aus Bogoljubowo und Susdal.

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