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Archive for the ‘Jugend’ Category


Gestern abend trafen sie sich virtuell, fast achzig Jugendliche und Fachleute der Jugendarbeit aus Bobruisk und Karlowo, der weißrussischen bzw. bulgarischen Partnerstadt Wladimirs, aus Jena und Erlangen, aus Nowosibirsk und Wladikawkas, insgesamt aus 21 Städten, um auf Einladung des Euroklubs Wladimir das Foresight-Projekt „Die Zukunft sind wir“ zu eröffnen. Nicht nur mit dem Ausblick auf dieses neue Format der Zusammenarbeit, sondern auch gleich mit konkreten Schritten aufeinander zu, indem, auf drei Gruppen aufgeteilt, alle Gäste Anziehungspunkte ihrer Städte kurz schriftlich darstellten. Aus diesen Essays soll sogar ein Buch entstehen. Noch wichtiger aber – der Ausblick auf den Sommer, wo vom 26. bis 30. August in Wladimir ein Internationales Jugendforum geplant ist, an dem – zumindest virtuell – möglichst viele Jugendliche auch aus Jena und Erlangen teilnehmen sollen.

Anmeldungen unter elena_ku@mail.ru

Das Motto lautet: „Jungparlamentarier für die Entwicklung der Partnerschaftsbeziehungen“. Das Projekt wird aus Mitteln des russischen Präsidentenfonds finanziert, d.h. die einladende Seite trägt die Aufenthaltskosten. Eingeladen sind natürlich Jugendliche aus allen Partnerstädten Wladimirs sowie aus russischen und internationalen Jugendorganisationen. Aber schon bis dahin bieten Videokonferenzen – Arbeitssprachen sind Russisch und Englisch – Gelegenheit, sich auszutauschen, thematisch zusammenzuarbeiten und die Städtepartnerschaften der Zukunft zu gestalten. Programmatisch und pragmatisch in einem: Die Zukunft sind wir.

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Es gibt, einmal abgesehen vom Erlangen-Haus, keine zivilgesellschaftliche Einrichtung, mit der die Zusammenarbeit im Rahmen des Partnerschaftsdreiecks Erlangen-Jena-Wladimir enger und beständiger wäre als mit dem Euro-Klub. Am Freitag wurde dies bei einer einstündigen Zoom-Konferenz anläßlich des fünfzehnjährigen Bestehens der Vereinigung wieder einmal deutlich. Begonnen hatte alles 1996, als der Grünen-Politiker und Leiter des ökologisch orientierten Fahrradklubs Weles, Gennadij Stachurlow, mit seinem Erlanger Kollegen von der Grünen Liste, Dieter Argast, eine bis heute anhaltende Freundschaft schloß. Es folgten gegenseitige Besuche zu Umweltthemen und ein Jugendaustausch, bis dann, im Jahr 2003, die Streetworker, Cornelia Bartlau und Thomas Grund, zum EU-Austauschprogramm „Move Together“ – mit dessen Auslaufen riefen die beiden das Projekt „MixTour“ ins Leben, nach Jena einluden. Mit dabei neben Gennadij Stachurlow auch die damals für Umwelterziehung an einer Wladimirer Schule zuständige Pädagogin und spätere Gründerin und Leiterin des Euro-Klubs, Jelena Kurizina, die nach ihrer Heirat den Namen ihres Mannes annahm und seither Jelena Guskowa heißt.

Ob koordinierte Aktion oder Fügung, jedenfalls entstanden parallel in Wladimir und Jena vor 15 Jahren der Euro-Klub bzw. die Eurowerkstatt, beide mit dem Schwerpunkt ihrer Arbeit auf internationale Jugendarbeit und weltweiten Austausch, die seither in steter Regelmäßigkeit Begegnungen organisieren und nicht müde werden, neue Initiativen zu entwickeln. So gibt derzeit, pandemiebedingt, Jonas Hebestreit als erster virtueller Freiwilliger Deutsch- und Englischkurse für Wladimirer Jugendliche per Bildschirm. Sein Vater, Norbert Hebestreit, ist übrigens auch kein Unbekannter in der Zusammenarbeit mit Wladimir: 2017 startete er ein Projekt zum deutsch-russischen Pflegekräfteaustausch, unterstützt von Iwan Nisowzew, der bereits während seiner Militärzeit Kontakt zu Erlangen aufgenommen hatte und dann vor zehn Jahren – schon wieder ein Jubiläum! – als Freiwilliger nach Jena kam, wo er später studierte und nun auch arbeitet, vor allem aber seit kurzem zusammen mit Thomas Hebestreit die Geschicke der Eurowerkstatt leitet. Bei all den Erinnerungen, die da am Monitor geteilt wurden, durfte aber natürlich auch der Blick in die Zukunft nicht fehlen. Wenn es die pandemische Lage erlaubt, will der Euro-Klub im Spätsommer zu einer Konferenz nach Wladimir einladen. Da darf Jena nicht fehlen. Ein Versprechen, für das Falco Heimer vom Demokratischen Jugendring, steht, der am Freitag ebenfalls zugeschaltet war. Und Erlangen? Hier darf man sich darüber freuen, was da so selbständig in Thüringen wächst und gedeiht, was natürlich nicht heißt, daß nicht auch immer wieder eigene fränkische Akzente gesetzt werden. So steht der Euro-Klub zum Beispiel neuerdings im engen Austausch dem Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde, um deutsch-russische Sprachtandems zu bilden. Und bei der nächsten Deutschlandreise macht die Jugendgruppe aus Wladimir sicher auch wieder in Erlangen Station. Nicht zu vergessen, die bilaterale Zusammenarbeit Erlangen-Jena beim internationalen Freiwilligenaustausch. Aber das ist dann schon wieder eine eigene Geschichte.

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Im Oktober 2013 war ihre Mutter, Swetlana Makarowa, schon einmal prominent in einem Blog-Eintrag https://is.gd/nteGWm vertreten, nun eröffnet hier Tochter Anastasia das Jahr 2021 mit einer Grußbotschaft und dem Angebot, Kontakt aufzunehmen. Wie das bei seriösen Agenturen so ist, wird gebeten, ernstgemeinte Zuschriften vertrauensvoll an den Partnerschaftsbeauftragten unter peter.steger@stadt.erlangen.de zu senden.

Ich heiße Anastasia, kurz – Nastja. Ich bin 20 Jahre alt und lebe in Wladimir, der Partnerstadt von Erlangen. Ich studiere an der Fakultät für Fremdsprachen seit September 2020 Deutsch. Ich tue das mit Vergnügen, die deutsche Sprache gefällt mir sehr gut! Ich möchte meine Sprachkenntnisse nicht nur im Unterricht der Universität, sondern auch durch die Kommunikation mit Muttersprachlern schrittweise verbessern. In naher Zukunft träume ich davon, Deutschland (und auch Erlangen, natürlich!) zu besuchen und seine Sehenswürdigkeiten zu sehen. Ich würde mich freuen, Studenten aus Deutschland zu treffen und zu chatten! Im Gegenzug bin ich immer bereit, Studenten beim Russischlernen zu helfen.

Heute ist der 1. Januar. Das ist Heiligabend in Deutschland. Und ich wünsche Ihnen alles Gute im Neuen Jahr! Seien Sie glücklich und gesund!

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Bevor wir die Allee der Partnerstädte hinabflanieren, noch ein kleiner Rückblick auf das gestrige Konzert von Sergej Gostjew, bei dessen Übertragung es leider unvorhergesehene Probleme gab. Der Künstler wechselte deshalb den Kanal und stellte die Neufassung sofort online:

Auch da ruckelt es am Anfang ein wenig, aber ab der vierten Minute ist der Klang in Ordnung, und mit der Zeit verschwinden dann auch die störenden Streifen im Bild. Ärgerlich vor allem auch für den Musiker, der freilich Revanche fordert und sich bestimmt über Reaktionen aus dem virtuellen Publikum freut.

Nun aber zur Allee der Partnerstädte, eine Präsentation, vom Euroklub Wladimir bereits am 1. November im Rahmen des Projekts „Partnerschaft ohne Grenzen“ vorgestellt und unterstützt durch die Stadtverwaltung zur „Schaffung von Bedingungen zur Entwicklung von Kontakten auf dem Gebiet der Kultur, der Wirtschaft und der Bildung mit den Partnerstädten Wladimirs“, wie es in der Ausschreibung hieß.

Dabei entstand u.a. ein Film zum Gedenken an den vor 75 Jahren beendeten Zweiten Weltkrieg und die historische Verbindung der Partnerstädte zu jenen schweren und schrecklichen Jahren. Begleitet wurde die Vorstellung des Films durch das Gedicht „Brief an die Front“ aus der Feder von Wiktoria Babuschkina, Studentin an der Universität Wladimir und Mitglied des Euroklub, das Gefühle und Gedanken von Frauen zum Ausdruck bringt, die auf die Rückkehr ihrer Lieben warten.

Die zum Projekt gehörende Ausstellung ist noch bis morgen zu sehen, später sollen die Tafeln dauerhaft in einem Museum untergebracht werden.

Auf Bitten des Euroklub nahm TV Мы eine kurze Grußbotschaft von Peter Steger auf, um der besonderen Bedeutung Erlangens unter Wladimirs Partnerstädten die Ehre zu erweisen:

Und hier geht es zum Film, wo ab Minute 8.22 Jena und ab Minute 10.07 Erlangen zu sehen sind:

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„Zukunft braucht Erinnerung“ lautete das Thema der Konferenz zum deutsch-russischen Jugendaustausch, der vom 29. September bis 1. Oktober stattfand. Aus Anlaß des 75. Jahrestages des Endes des 2. Weltkriegs stellten sich die Teilnehmer die Frage nach der Zukunft für den deutsch-russischen Jugendaustausch und entwickelten gemeinsam Strategien und Visionen für die Austauscharbeit. Zum Auftakt der Konferenz sprachen die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, und der Sonderbeauftragte des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Michail Schwydkoj, Grußworte. Michelle Müntefering unterstrich, gemeinsames Erinnern bedeute, gemeinsam an der Zukunft zu bauen und sich bewußt zu machen, welche Bedeutung die Vergangenheit für die Zukunft habe. Sie merkte an, mit größer werdendem zeitlichem Abstand verändere sich nicht nur der Blick auf die Vergangenheit , sondern es entstünden auch neue Möglichkeiten des Erinnerns und Lernens über Grenzen hinweg. Michail Schwydkoj mahnte, Geschichte dürfe die Menschen nicht trennen und erinnerte an das enge Geflecht von Verbindungen und Partnerschaften, das sich seit über 50 Jahren zwischen beiden Ländern entwickelt habe. Es sei wichtig, daß sich die Jugend erinnere, aber die Erinnerung dürfe der Zukunft nicht im Weg stehen. Um die aktuelle Lage im deutsch-russischen Jugendaustausch ging es anschließend bei einem Podiumsgespräch. Dabei wurde deutlich, wie enorm sich die Pandemie für die Aktiven im Austausch auswirkt. Ganze Jahresplanungen wurden hinfällig und mußten neu entwickelt werden. Aber auf Grund der engen Beziehungen und langjährigen Partnerschaften konnten sich viele Akteure gut mit der Situation arrangieren und auf neue Formen des Austausches umstellen. Johanna Heil von der djo – Deutsche Jugend in Europa, Bundesverband e.V., berichtete, die Anzahl an Anträgen aus deren Mitgliedsstrukturen für digitale Austauschprojekte steige stetig. Nikolaj Doronin, Direktor der Uraler Hochschule für Technologie und Unternehmertum, stellte sogar fest, die Auswirkungen der aktuellen Situation habe die Verbindung zu den deutschen Partnern sogar gefestigt.

Jelena Guskowa

Die Konferenz mit über 40 Teilnehmern aus beiden Ländern, darunter auch Jelena Guskowa aus Wladimir fand zum ersten Mal im digitalen Tagungshaus DINA.international statt. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Projekt der bilateralen Fach- und Förderstellen im internationalen Jugendaustausch, das nach seiner Fertigstellung allen Akteuren im internationalen Jugendaustausch für die Nutzung zur Verfügung stehen.

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Am späten gestrigen Nachmittag, also am Vorabend des heutigen Europäischen Tags der Sprachen, lud der Euroklub Wladimir zu einer Zoom-Konferenz ein, zu der aus Jena der Slawistikstudent Lukas Altmann sowie der Freiwillige Jewgenij Sacharjewitsch und aus Erlangen Oxana Löscher, Leiterin der Abteilung Russisch am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde, sowie der Partnerschaftsbeauftragte Peter Steger zugeschaltet waren.

Oxana Löscher

Im Plenum, moderiert von Jelena Guskowa, der Leiterin des Euroklubs, war man sich rasch einig: Ohne Fremdsprachen geht heute nichts mehr in der Welt, gleich ob in der Wirtschaft oder im kulturellen Austausch. Wissenschaftlich, pädagogisch und in der praktischen Anwendung – sei es im Gespräch oder beim Dolmetschen – untersuchte die virtuelle Tagung die verschiedenen Facetten aus der jeweiligen Erfahrung. Dabei war man sich in einem einig: Man kann gar nicht früh genug anfangen, Kinder an Fremdsprachen heranzuführen, wenn man nicht gleich die Möglichkeit zur bilingualen Erziehung haben sollte.

Lukas Altmann und Jewgenij Sacharjewitsch

Zu wenig leider kamen die jungen Leute im Publikum zu Wort. Dabei – und das erwies sich dann gegen Ende der Diskussion – ging es doch hauptsächlich um sie. Ihr Wunsch lautet nämlich, nachdem die Freiwilligen aus Jena mit ihren Sprachangeboten coronabedingt ausbleiben, über das Internet Verbindung nach Jena und Erlangen aufnehmen zu können, um ihr Deutsch zu praktizieren.

Jelena Guskowa und ihr Euroklub

Oxana Löscher nahm diesen Aufruf freudig auf und zeigte sich überzeugt, in den Russischklassen interessierte Jugendliche für diese Art des Austausches zu finden. Auch in Jena will man sich dazu Gedanken machen. Der Blog wendet sich daher an alle Leser in Erlangen mit der Bitte, sich zu überlegen, ob nicht jemand bereit sein könnte, alle zwei Wochen einmal (gern auch öfter) als Sprachpate solche Gespräche mit jungen Leuten aus der Partnerstadt zu führen. Ohne Lehrbuch, ohne Lehrplan, einfach drauflosreden, damit die jungen Leute nicht aus der Übung kommen. Freiwillige vor und bitte per Kommentar hier oder direkt bei peter.steger@stadt.erlangen.de melden. Was könnte schöner sein, als in Zeiten der Pandemie eine solche Sprachbrücke nach Wladimir zu bauen! Die virtuelle Zusammenkunft wurde übrigens aufgezeichnet und kann auf Wunsch später zur Verfügung gestellt werden.

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Selten war die deutsch-russische Diplomatie so gefragt wie in diesen Tagen, selten war die deutsch-russische Diplomatie so machtlos wie in diesen Tagen der gegenseitigen Vorwürfe und Drohungen. Ein Unglück kommt eben selten allein, wie der russische wie der deutsche Volksmund weiß. Als ob nicht schon Corona für genug Entfremdung zwischen unseren Ländern sorgte… Da ist es ebenso löblich wie tröstlich, wenn nun das Deutsch-Russische Forum, das weit mehr tut als nur alle zwei Jahre die Städtepartnerkonferenzen auszurichten, einen Wettbewerb zur Teilnahme an einem Online-Forum für junge urbane Botschafter aus beiden Ländern ausruft, das vom 3. bis 5. November stattfindet.

Die Initiative wird organisiert vom Deutsch-Russischen Forum e.V., dem russischen Koordinierungsbüro für die Jugendzusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation. Bewerben kann sich bis zum 5. Oktober, wer zwischen 18 und 35 Jahren alt ist und in Stadtverwaltungen oder Initiativen und Vereinen am deutsch-russischen Austausch mitwirkt. Mehr Voraussetzungen sind gar nicht gefordert, denn ein internetfähiges Gerät mit Kamera und Mikro sowie eine leistungsstarke Internet- / WLAN-Verbindung darf man ja als gegeben betrachten. Für Simultanübersetzung während des virtuellen Treffens sorgen die Veranstalter.

Näheres zu Ausschreibung, Bewerbung und Programm findet sich unter https://is.gd/nFJSg9 zu erfahren. Außerdem ist für weitere Informationen jederzeit Alina Wedmedjewa vedmedyeva@deutsch-russisches-forum.de) ansprechbar. Trauen Sie sich oder geben Sie diesen Aufruf an alle weiter, die nach Ihrem Dafürhalten an der Konferenz teilnehmen sollten.

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Gestern erinnerte der Blog an den 30. Jahrestag der Erstbenennung und der Schaffung des Dreiecks Erlangen-Jena-Wladimir, und, wie es der Ratschluß ihrer inneren Mächte und Kräfte so wollte, führte die Partnerschaft Polina Foliforowa und Jekaterina Ragusina just an diesem Jubiläum von der Regnitz an die Saale. Empfangen wurden die beiden Studentinnen, deren Namen an der FAU noch immer niemand so recht auszusprechen vermag, von ihren Landsleuten, Xenia Muchajewa und Jewgenij Sacharjewitsch, die in der Eurowerkstatt ihren Freiwilligendienst leisten, jenes große Projekt, das Jena zusammen mit den Fahrten unter dem Motto „Mix-Tour“ mit Wladimir verbindet.

Polina Foliforowa, Jekaterina Ragusina, Jewgenij Sacharjewitsch und Xenia Muchajewa

Die Erlanger Gäste bleiben nun über das Wochenende. Und was sie da so treiben? Vielleicht erzählen sie das in weiteren 30 Jahren jungen Leuten, die dann – so wie gestern Jewgenij Sacharjewitsch – von sich sagen: „Damals war ich noch nicht einmal in der Planung.“ So oder so: Es sind diese und jene, die den Gedanken vom deutsch-russischen Miteinander heute und morgen Gestalt annehmen lassen, von der dann – so es Gott will – im Jahr 2050 der Blog in Wort und Bild berichten kann.

P.S.: Kurz vor dem Ausstieg in Jena stieß – wieder diese waltenden Mächte und Kräfte der Städtepartnerschaft – unvermutet Anna Kulakowa zu den Gästen. Auch sie begann einmal als Freiwillige bei der Eurowerkstatt. Nun unterrichtet die Wladimirerin in Rudolstadt und wohnt weiter in Jena, wie hier nachzulesen: https://is.gd/Gkfzj2

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Zum gestrigen Nationalfeiertag hatte der Euroklub Wladimir seine deutsche Partnerorganisation, die Eurowerkstatt in Jena, eingeladen an einer Schreibaktion teilzunehmen und Erinnerungen an den Austausch zu schicken. Zwei für sich und all die anderen sprechende Beispiele gibt es heute im Blog zu lesen:

Zu Gast im Euroklub Wladimir

Ich habe Rußland bereits zwei Mal besucht. Einmal während meines Jugendfreiwilligendienstes und einmal im Rahmen eines Jugendaustausches. Ich habe verschiedene Regionen kennengelernt, zum Beispiel Wladimir, Kirow und Nischnij Nowgorod.

Ich hatte viele Bekanntschaften mit Russen und schätze ihre Gastfreundschaft sehr. Ich wurde immer zu ihnen nach Hause eingeladen, es gab leckeres Essen und Getränke. Am besten gefallen haben mir dabei auch die interessanten Geschichten, welche mir bei spannenden Gesprächen erzählt wurden.

Sehr beeindruckt hat mich auch die russische Kultur, welche ich bei Besuchen im Theater und Ballett bewundern konnte. Auch die Architektur, welche nicht nur in Sankt Petersburg oder Moskau, sondern in allen Regionen zu finden ist, fasziniert mich sehr und ist in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt zu finden.

Meiner Meinung nach ist Rußland immer eine Reise wert und man kann bei jedem Aufenthalt etwas Neues entdecken. Die Möglichkeiten in diesem Land sind unendlich und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.

Lucas Haftmann, Jena

 

Zu Gast im Euroklub Wladimir

Wladimir, mein Goldener Ring

Es würde sich unbedingt lohnen, noch einmal zum Goldenen Tor zurückzukehren. Hier spüre ich jene Kraft und Macht, den Geist der Geschichte innewohnen. Die Stadt beeindruckt mich jedes Mal. Immer wieder finde ich in ihr etwas Neues.

Dies ist meine zweite Rußlandreise, mein zweiter Besuch in Wladimir.

Ich habe viel an mir gearbeitet, viel geleistet. Doch diese Fahrt schenkte mir eine zweite Luft. Die Stadt verleiht mir Lebensenergie, die ich tatsächlich spüren kann. Wladimir verzaubert mich regelrecht, und meine Begeisterung findet kein Ende. Und das kommt nicht nur von der Schönheit der Stadt, sondern auch von den Menschen, die hier leben.

Wladimir erinnert mich sehr an Jena, wo ich geboren wurde. Die Städte ähneln einander in ihrer großen historischen Bedeutung.  Hier wie dort gibt es viele Studenten, viele kleine Lokale und Gasthäuser. Hier leben gutherzige Menschen, immer hilfsbereit, wenn man sich in einer schwierigen Lage befindet oder sich verlaufen hat. Die Leute schätzen ihre Werte und Traditionen, was mich begeistert. In den vielen Bars und Restaurants mit all den Studenten kann man so richtig entspannen und sich wie zu Hause fühlen. Gutes traditionelles Essen, viele Freunde und interessante Orte, wo man immer wieder hin will.

Wladimir wurde zu meiner zweiten Heimat. Ich komme unbedingt wieder, um unsere Freunde und meine Gastfamilie wiederzusehen. Ich kann noch viel von dieser Stadt lernen. Ich will lieben und leben lernen. Wladimir, Du bist meine Perle! Hier findet jeder Arbeit, gleich als was jemand arbeitet. Das haut mich um und zieht mich an. Hier gibt es auch Feuerwehrstationen mit modernster Ausstattung, und sogar der Rettungsdienst ist auf einem hohen Niveau.

Die alten Busse in der Stadt haben ihren eigenen Charme. Sie tragen mich gewissermaßen in eine andere Zeit. Vielen Dank Dir für all das! Danke für die Eindrücke und Kraft. Es lohnt sich, Wladimir zu besuchen! Für alle! Man denke nur an die Sehenswürdigkeiten Wladimirs!

Danke für die wunderbare Zeit!

Philipp Roberto Witze, Jena

Es ist ja noch nicht absehbar, wann der Austausch wieder aufgenommen werden kann. Deshalb sind solche Reiseberichte ein besonderer Schatz. Sollten Sie auch Erinnerungen an frühere Begegnungen mit Wladimir haben, ist die Blog-Redaktion immer dankbarer für Zusendungen.

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Während die Infektionszahlen in der Region Wladimir steigen – mittlerweile bestätigen die Behörden zwölf Ansteckungen mit COVID-19 einschließlich ein Todesfall – und die Austauschmaßnahmen zwischen Erlangen und der Partnerstadt naturgemäß auf unbestimmte Zeit ruhen, nutzt der Euroklub die Muße, Wladimirs internationale Beziehungen in Form von Kurzvideos vorzustellen. Gestern hatte nun die Präsentation Erlangens ihre Premiere, freilich in russischer Sprache, aber der Film ist ja auch für das russische Publikum gedacht: https://is.gd/xAUNOj

Erlangen-Haus – geschlossen bis zum 30. April mdB, die Post in den Briefkasten zu werfen und Kontakt per Mail oder Anruf aufzunehmen.

Das mit dem „Ruhen“ kann natürlich bei einer Partnerschaft wie der unseren nicht ganz stimmen. Vielmehr schwingt die Unruh unverzagt weiter. So erhielt das Projekt des Lehrstuhls für Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität Wladimir soeben die Zusage zur Fortsetzung seiner Kooperation mit der FAU, und eine für Anfang Mai in Wladimir geplante Ausstellung der beiden Kunstvereine ist nun als Internetpräsentation in Vorbereitung.

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