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Archive for the ‘Jena – Wladimir’ Category


Gestern erinnerte der Blog an den 30. Jahrestag der Erstbenennung und der Schaffung des Dreiecks Erlangen-Jena-Wladimir, und, wie es der Ratschluß ihrer inneren Mächte und Kräfte so wollte, führte die Partnerschaft Polina Foliforowa und Jekaterina Ragusina just an diesem Jubiläum von der Regnitz an die Saale. Empfangen wurden die beiden Studentinnen, deren Namen an der FAU noch immer niemand so recht auszusprechen vermag, von ihren Landsleuten, Xenia Muchajewa und Jewgenij Sacharjewitsch, die in der Eurowerkstatt ihren Freiwilligendienst leisten, jenes große Projekt, das Jena zusammen mit den Fahrten unter dem Motto „Mix-Tour“ mit Wladimir verbindet.

Polina Foliforowa, Jekaterina Ragusina, Jewgenij Sacharjewitsch und Xenia Muchajewa

Die Erlanger Gäste bleiben nun über das Wochenende. Und was sie da so treiben? Vielleicht erzählen sie das in weiteren 30 Jahren jungen Leuten, die dann – so wie gestern Jewgenij Sacharjewitsch – von sich sagen: „Damals war ich noch nicht einmal in der Planung.“ So oder so: Es sind diese und jene, die den Gedanken vom deutsch-russischen Miteinander heute und morgen Gestalt annehmen lassen, von der dann – so es Gott will – im Jahr 2050 der Blog in Wort und Bild berichten kann.

P.S.: Kurz vor dem Ausstieg in Jena stieß – wieder diese waltenden Mächte und Kräfte der Städtepartnerschaft – unvermutet Anna Kulakowa zu den Gästen. Auch sie begann einmal als Freiwillige bei der Eurowerkstatt. Nun unterrichtet die Wladimirerin in Rudolstadt und wohnt weiter in Jena, wie hier nachzulesen: https://is.gd/Gkfzj2

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Offiziell begründet wurde es zwar erst 2008, aber bereits auf den Tag genau vor 30 Jahren nannte Joachim Sossalla, 1. Vorsitzender des 1. Nordbayerischen Amateur Fotoclubs, in seinem Schreiben vom 19. Juni 1990 an Oberbürgermeister, Dietmar Hahlweg, die Drei-Länder-Ausstellung von Photographen aus Erlangen, Jena und Wladimir „sowie eines Lichtbildners aus Moskau“ ein Städtepartnerschaftsdreieck. Fast schon seherisch wählte der Vereinsleiter aus Nürnberg, dessen Erlanger Vertreterin, Karin Günther, später die Erlanger Foto Amateure gründete, diesen Begriff und wies darauf hin, dieses Zusammenwirken sei in der „gegenwärtigen politischen Situation von hoher Aktualität“, etwas, das leider noch immer im deutsch-russischen Verhältnis gilt. Fast könnte man daran verzweifeln, wären da nicht diese großartigen Zeugnisse der Verständigung zwischen Erlangen, Jena und Wladimir, die bis ins Jahr 1989 zurückreichen und bis heute fortbestehen.

Die ausgesprochen erfolgreiche Ausstellung wurde dann übrigens gar nicht so teuer, unter anderem weil Peter Steger, damals schon Partnerschaftsbeauftragter für beide Städte, die sprachliche und organisatorische Betreuung der Gäste aus Wladimir übernahm: Wladimir Fedin, Sergej Uchin und Wladimir Filimonow. Diese drei bauten dann eine ganz wunderbare Freundschaft mit Karin Günther und ihren Erlanger Foto Amateuren auf, der die Partnerschaft ungezählte Ausstellungen verdankt, und die bis heute anhält. Erst dieser Tage traf von Wladimir Fedin eine Mail mit drei Eidechsenbildern ein, wo er seiner deutschen Kollegin mitteilte, er begeisterte sich neuerdings für Makrophotographie, habe aber auch wegen Corona weniger Aufträge…

Karin Günther im Mai 2013 vor dem Erlangen-Haus in Wladimir mit ihren Photofreunden Wladimir Fedin, Wladimir Filimonow und Sergej Uchin sowie deren Ehefrauen

Und Jena? Damals schon dabei Klaus Enkelmann von Unifok, dessen Vorsitzender er heute ist. Bestimmt zwei Dutzend gemeinsamer Ausstellungen ließen sich auflisten – und jedes Jahr ein Gruppenausflug, immer auf der Suche nach neuen Motiven.

Karin Günther mit Oberbürgermeister Albrecht Schröter und Klaus Enkelmann im Januar 2015 bei einer Ausstellungseröffnung im Rathaus Jena

Der Bericht wäre unvollständig ohne den Hinweis darauf, daß die Erlanger Foto Amateure längst unser aller Bild von allen Partnerstädten prägen; sogar mit dem tschechischen Chomutov, dem früheren Komotau – Erlangen hat für die Vertriebenen aus dieser nordböhmischen Stadt bereits 1963 die Patenschaft übernommen – ist es dem Verein gelungen, einen intensiven Austausch aufzubauen. Sogar? Nicht so ganz verwunderlich, wenn man weiß, daß Karin Günther, diese Weltbürgerin, dort geboren wurde und selbst die Flucht mitmachte. Aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte, die hier nachzulesen ist: https://is.gd/UmEE7q

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Zum gestrigen Nationalfeiertag hatte der Euroklub Wladimir seine deutsche Partnerorganisation, die Eurowerkstatt in Jena, eingeladen an einer Schreibaktion teilzunehmen und Erinnerungen an den Austausch zu schicken. Zwei für sich und all die anderen sprechende Beispiele gibt es heute im Blog zu lesen:

Zu Gast im Euroklub Wladimir

Ich habe Rußland bereits zwei Mal besucht. Einmal während meines Jugendfreiwilligendienstes und einmal im Rahmen eines Jugendaustausches. Ich habe verschiedene Regionen kennengelernt, zum Beispiel Wladimir, Kirow und Nischnij Nowgorod.

Ich hatte viele Bekanntschaften mit Russen und schätze ihre Gastfreundschaft sehr. Ich wurde immer zu ihnen nach Hause eingeladen, es gab leckeres Essen und Getränke. Am besten gefallen haben mir dabei auch die interessanten Geschichten, welche mir bei spannenden Gesprächen erzählt wurden.

Sehr beeindruckt hat mich auch die russische Kultur, welche ich bei Besuchen im Theater und Ballett bewundern konnte. Auch die Architektur, welche nicht nur in Sankt Petersburg oder Moskau, sondern in allen Regionen zu finden ist, fasziniert mich sehr und ist in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt zu finden.

Meiner Meinung nach ist Rußland immer eine Reise wert und man kann bei jedem Aufenthalt etwas Neues entdecken. Die Möglichkeiten in diesem Land sind unendlich und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.

Lucas Haftmann, Jena

 

Zu Gast im Euroklub Wladimir

Wladimir, mein Goldener Ring

Es würde sich unbedingt lohnen, noch einmal zum Goldenen Tor zurückzukehren. Hier spüre ich jene Kraft und Macht, den Geist der Geschichte innewohnen. Die Stadt beeindruckt mich jedes Mal. Immer wieder finde ich in ihr etwas Neues.

Dies ist meine zweite Rußlandreise, mein zweiter Besuch in Wladimir.

Ich habe viel an mir gearbeitet, viel geleistet. Doch diese Fahrt schenkte mir eine zweite Luft. Die Stadt verleiht mir Lebensenergie, die ich tatsächlich spüren kann. Wladimir verzaubert mich regelrecht, und meine Begeisterung findet kein Ende. Und das kommt nicht nur von der Schönheit der Stadt, sondern auch von den Menschen, die hier leben.

Wladimir erinnert mich sehr an Jena, wo ich geboren wurde. Die Städte ähneln einander in ihrer großen historischen Bedeutung.  Hier wie dort gibt es viele Studenten, viele kleine Lokale und Gasthäuser. Hier leben gutherzige Menschen, immer hilfsbereit, wenn man sich in einer schwierigen Lage befindet oder sich verlaufen hat. Die Leute schätzen ihre Werte und Traditionen, was mich begeistert. In den vielen Bars und Restaurants mit all den Studenten kann man so richtig entspannen und sich wie zu Hause fühlen. Gutes traditionelles Essen, viele Freunde und interessante Orte, wo man immer wieder hin will.

Wladimir wurde zu meiner zweiten Heimat. Ich komme unbedingt wieder, um unsere Freunde und meine Gastfamilie wiederzusehen. Ich kann noch viel von dieser Stadt lernen. Ich will lieben und leben lernen. Wladimir, Du bist meine Perle! Hier findet jeder Arbeit, gleich als was jemand arbeitet. Das haut mich um und zieht mich an. Hier gibt es auch Feuerwehrstationen mit modernster Ausstattung, und sogar der Rettungsdienst ist auf einem hohen Niveau.

Die alten Busse in der Stadt haben ihren eigenen Charme. Sie tragen mich gewissermaßen in eine andere Zeit. Vielen Dank Dir für all das! Danke für die Eindrücke und Kraft. Es lohnt sich, Wladimir zu besuchen! Für alle! Man denke nur an die Sehenswürdigkeiten Wladimirs!

Danke für die wunderbare Zeit!

Philipp Roberto Witze, Jena

Es ist ja noch nicht absehbar, wann der Austausch wieder aufgenommen werden kann. Deshalb sind solche Reiseberichte ein besonderer Schatz. Sollten Sie auch Erinnerungen an frühere Begegnungen mit Wladimir haben, ist die Blog-Redaktion immer dankbarer für Zusendungen.

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Wer Bambus malen will, muß ihn im Herzen haben.

(Fernöstliche Weisheit)

Zunächst möchte ich sehr gerne herzliche Grüße nach Erlangen an alle Blog-Leser richten, die mich noch kennen, mit einigen bin ich leider nicht mehr in Kontakt. Und zwar an Irina Seidner (Gossmann), Kristina Werner, Gerhard Kreitz, Tatjana Parilowa, Georg Schneider und Peter Steger.

 

Heutzutage wird das Thema Berufung, oder, wie es John Strelecky nennt, Zweck der Existenz, oft diskutiert. Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht. Wenn unsere Arbeit da halbe Leben ist, dann sollten wir davon profitieren. Und nicht nur im finanziellen Sinne! Auf welcher Weise kann es begriffen werden, wofür unser Herz schlägt? Die Antwort auf diese Frage habe ich erst vor einigen Monaten gefunden, blieb aber jahrelang meinem Bauchgefühl treu.

Aus meiner persönlichen und sehr subjektiven Sicht ist es die wahre Berufung erst dann, wenn man sich mit einer gewissen Tätigkeit ehrenamtlich und uneigennützig beschäftigen kann. Wenn man Hobbys in einen Job umwandelt und dadurch nicht nur vergütet, sondern auch erfüllt wird. Das klingt märchenhaft, nicht wahr?

Wie die deutsche Sprache klingt, habe ich zum ersten Mal in einem Waldorfkindergarten begriffen, den ich mehrere Jahre lang nach einer damals tapferen Entscheidung meiner lieben Eltern besuchte. Mit 18 absolvierte ich eine Waldorfschule, wo Deutsch als erste Fremdsprache vermittelt wurde. Ungeachtet der unmittelbaren Nähe zur deutschen Kultur sowie anthroposophischen Pädagogik von Rudolf Steiner und zahlreichen Möglichkeiten, mit deutschen Gästen ins Gespräch zu kommen, blieb mein Verhältnis zur deutschen Sprache weiterhin kühl.

2008 wurde ich an der Wladimirer Pädagogischen Universität (die historische Fakultät) immatrikuliert. Zu jener Zeit stand Geschichte im Vordergrund, und Deutsch als Fremdsprache wurde mein zweites Fach im Studiengang. Am Wendepunkt meines Prioritätenwechsels lag die Anmeldung 2010 zu einem allgemeinen B1-Deutschsprachkurs im Erlangen-Haus.

Zwischenfazit 1: Jede bewußt gelernte Fremdsprache gewinnt für dich erst dann an Aktualität, wenn sie zu deinem Lebensbedarf gehört und eine praktische Anwendung in deinem Alltag findet!

Durch den spannenden Lernprozeß und eine kompetente Betreuung meiner Lehrerinnen, Tatjana Kirssanowa und Marina Gailit, wurde die Deutsche Sprache ein Werkzeug, ein Schlüssel zu einer lebendigen Kommunikation.

Zwischenfazit 2: Habe keine Angst vor Fehlern. Statt dessen mach Deine Fehler zu deinen besten Lehrern und wachse daran! Sei begehrlich nach Sprachkenntnissen und setze sie in die Praxis um! Die deutsche Sprache ist ein Werkzeug der Kommunikation und kein Museumsgegenstand.

Ich habe sehr gut meinen ersten B1-Sprachkurs bei Tatjana Kirssanowa in Erinnerung. Vor dem Unterrichtsbeginn sollten wir zwei Fragen beantworten: „Wie geht es Dir/Ihnen?“ und „Was gibt’s Neues?“. Jeder Teilnehmer sollte von einer interessanten Tatsache aus seinem Alltag berichten. Manchmal blieb ich vor der Eingangstür kurz stehen, um meine chaotischen Gedanken in Ordnung zu bringen und ein sinnvolles Ereignis aus meinem Leben als Antwort auf die kommenden Fragen zu formulieren. Vermutlich halten Sie dieses Benehmen für Blödsinn, doch das zeugt, meines Erachtens, von Verantwortung und Selbstdisziplin.

Iwan Nisowzew, Anna Kulakowa, Anastasia Owtscharow, Johanna Großer und Regina Halbfinger, 2017 in Jena

Zwischenfazit 3: Nimm das Erlernen der deutschen Sprache wahr! Erweitere gewissenhaft deine Wortschatz sowie Grammatikkenntnisse. Führe deine Notizen ordentlich, lies sie immer wieder, hefte alle erhaltenen Kopien ab! Denke während des Sprechens. Du trägst in gewissem Sinne eine Verantwortung für deine gesprochenen Gedanken. Es ist ganz gleich, ob es sich um eine Fremdsprache oder um deine Muttersprache handelt.

2010 habe ich an meiner ersten Sprachreise nach Erlangen teilgenommen und bereiste das Heimatland von Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller. Daraus haben sich bereichernde Freundschaften und Bekanntschaften herauskristallisiert, auf die ich bis heute großen Wert lege. Durch diese beeindruckende Reise wurde mein Interesse sowohl an der Vielfältigkeit der deutschen Sprache als auch an der deutschen Kultur geweckt. Deutsche Filme, Literatur, Kommunikation mit Muttersprachlern habe ich seitdem in mein alltägliches Leben einbezogen.

Zwischenfazit 4: Schaffe um dich herum ein kommunikatives Umfeld! Schaue Filme auf Deutsch mit und ohne Untertiteln, höre deutsche Radiosendungen, lies Online-Zeitungen, gründe ein Sprachtandem und setzte deine erworbenen Kenntnisse bei einer Tasse Kaffee oder Tee in die Praxis um. Lerne auf Deutsch zu denken, führe Dialoge mit dir selbst und auch bei Gelegenheit mit Muttersprachlern.

2013 schloß ich mein Studium als Lehrerin für Geschichte und Deutsch als Fremdsprache an der Wladimirer Pädagogischen Universität ab und fuhr für ein Jahr nach Deutschland. Der Wladimirer Euroklub bot mir eine Stelle als Freiwillige in unserer Partnerstadt Jena an. Für diese Gelegenheit bin ich Jelena Guskowa und Cornelia Bartlau sehr dankbar! Während meines Europäischen Freiwilligen Sozialen Jahres sammelte ich wertvolle Erfahrungen. Ich arbeitete in einem Jugendzentrum und organisierte rußlandorientierte Projekte für Jugendliche. Koch- und Länderabende, landeskundliche Spiele, Sprachanimation erweisen sich als besonders erfolgreich. Nebenbei bereiste ich Deutschland, nahm an einem deutsch-tschechischen Filmprojekt teil und knüpfte Kontakte.

Zwischenfazit 5: Sammle verschiedenartige Erfahrungen, reise und erweitere deinen Horizont, dein Bewußtsein. Halte dich auf dem laufenden in bezug auf Europäische Programme und Projekte, knüpfe Kontakte und pflege Freundschaften!

Mein unvergeßlicher Europäischer Freiwilliger Dienst legte die Basis für meine weitere sprachliche und persönliche Entwicklung. Ein paar Jahre widmete ich der Forschung der deutschen Sprache und Literatur. 2017 schloß ich erfolgreich mein Masterstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Als Sprachdozentin für Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache war ich viel in der Türkei und in Deutschland unterwegs. Ich unterrichtete Deutsch in verschiedenen Kontexten und heterogenen Gruppen. Im Moment unterrichte ich online und bin als DaF/DaZ-Dozentin an einem Interkulturellen Zentrum für Bildung und Kommunikation in Rudolstadt tätig.

Meine jetzige Arbeit erfüllt mich und hält mich in einer ständigen Entwicklung. Ich wünsche jedem, seinen Beruf zur Berufung zu machen.

Fazit: Lerne in jedem Alter und bei jeder Gelegenheit! Habe unbedingt Spaß damit!

Mit einem schönen Zitat von Johann Wolfgang von Goethe komme ich zum Ende meines Berichts und danke Dir recht herzlich für die investierte Zeit und Geduld. Hoffentlich kannst Du aus diesem Text Inspiration schöpfen. Viel Erfolg auf Deinem Wege!

Nichts auf der Erde ist ohne Beschwerlichkeit! Nur der innere Trieb, die Lust, die Liebe helfen uns Hindernisse überwinden, Wege bahnen und uns aus dem engen Kreise, worin sich andere kümmerlich abängstigen, emporheben.

Herzliche Grüße aus der Lichtstadt Jena!

Anna Kulakowa

P.S.: Anna Kulakowa wollte ursprünglich in diesem Artikel auch Bernd Uebel grüßen, erfuhr dann aber von dessen Tod, der sie zutiefst erschütterte und schreiben ließ: „Mein Beileid. Ich kannte Bernd seit acht Jahren… Seit meiner ersten Reise nach Erlangen. Ein strahlender Mensch mit einem großen Herzen.“

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Eine Woche ist es her, seit Jewgenij Sacharjewitsch seine Kommilitonin, Xenia Muchajewa, mit der Kamera hinauf zum Jenzig begleitete. Noch unbeschwert waren die beiden Freiwilligen aus Wladimir da, auch wenn sich schon andeutete, was die Pandemie für beide Partnerstädte bald bedeuten würde. Nun zählt Jena bereits 55 mit Corona infizierte Personen, und schon ist auch der erste Todesfall zu beklagen. Leben und Sterben so nah beisammen. Schon immer war das so, aber in diesen Tagen doch so viel mehr. Bleibt gesund in Jena und Wladimir!

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Der Euroklub Wladimir zeigt einmal mehr, wie man Nachwuchsarbeit in Sachen Partnerschaften betreibt. 

Jelena Guskowa, Leiterin des Euroklubs Wladimir

Dieser Tage startete die Jugendorganisation ein Bildungsprojekt für Schulen mit dem Titel „Wladimirs Partnerstädte“.

Zu erzählen gibt es da viel, den deren hat Wladimir sage und schreibe 30 (in Worten dreißig) – freilich unterschiedlicher Intensität.

Anhand dieser Einführung in die Welt der internationalen Beziehungen erfahren die Kinder natürlich auch viel über Erdkunde, Geschichte, Bräuche und Sitten sowie Sprachen.

Und so pfiffig schreibt der Euroklub seine nächste Mix-Tour, seine nächste Reise nach Jena für zehn Jugendliche aus, daß man sich am liebsten gleich selbst bewerben möchte: https://is.gd/exZ8k2

A propos Bewerbung: Das Gegenstück des Euroklubs ist die Eurowerkstatt in Jena, und die schreibt derzeit in Teilzeit die Geschäftsführung aus. Wer also jemanden mit Interesse internationaler Jugendarbeit kennt, sage es weiter und melde sich: http://eurowerkstatt-jena.de und da: http://www.facebook.com/Eurowerkstatt

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Gestern feierte Jelena Guskowa Geburtstag, die „Euro-Mama“, wie die Leiterin des Euro-Klubs in Wladimir von ihren Jugendlichen genannt wird. Und da platzt doch mitten in die Feier eine ebenso unerwartete wie hocherfreuliche Nachricht: Die Euro-Werkstatt in Jena, seit Jahren treu mit dem Euro-Klub in Wladimir verpartnert, erhielt den Zuschlag für die Worshop-Reihe „Twin City-Booster“, ausgeschrieben vom Deutschen Städtetag, der – das sei augenzwinkernd angemerkt, gute Englischkenntnisse voraussetzt – u.a. in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt ein Projekt von Brains & Bridges initiiert hat, das Städtepartnerschaften unterstützt, lokale Aktivitäten fördert und den internationalen Austausch über die aktuellen Standards hinaus ermuntert. Nach dem Start eines „BarCamps“ für Twin City-Aktivitäten entwickelt das Programm neue Formate, Leitfäden und Best Practices. Für 2020 bietet das Twin City Lab zwei Städtepartnerschaften die Möglichkeit, ihren Austausch mit einer Reihe von Workshops und Veranstaltungen in jeder der Partnerstädte zu intensivieren und auszubauen.

Euro-Klub

Und hier ein Zitat aus dem Schreiben nach Jena und Wladimir, das gestern auch die Redaktion des Blogs erreichte:

Haben Sie noch einmal vielen Dank für Ihre Bewerbung für unsere Workshop-Reihe „Twin City-Booster”. Nach eingehender Prüfung aller Bewerbungen von Städtepaaren aus Deutschland, Rußland, Belarus und der Ukraine haben wir heute überaus gute Nachrichten für Sie!

Ihre Bewerbung war erfolgreich. Jena und Ihre Partnerstadt Wladimir sind als eines der Pilotstädtepaare des Twin City Labs ausgewählt worden.

Wir freuen uns, in diesem Jahr Ihre Städtepartnerschaft aktiv begleiten und entwickeln zu können.

Mit unserer Workshop-Reihe „Twin City Booster” unterstützen und coachen wir Städtepartnerschaften, identifizieren mit den Teilnehmern neue Themen, erkunden noch ungenutzte Potenziale Ihrer Städte, aktivieren lokale Communities und begleiten die Akteure bei der gemeinsamen, partizipativen Gestaltung und Umsetzung von Projekten. Zudem unterstützen wir Sie bei der Implementierung neuer Formate und bei der Integration neuer Akteure in Ihre Städtekooperationen.

Damit dies gelingt, sind eine gute Vorbereitung und Analyse der lokalen Bedingungen ebenso nötig wie produktive Begegnungen und eine offene ‘Mitmach’-Kultur im Rahmen der Workshops und Arbeitsphasen. Deshalb stellen wir das Wissen, die Expertise und die Gestaltungspotentiale der beteiligten Akteure und Initiativen in den Mittelpunkt. In allen vier Workshops fußt unsere Moderationsarbeit und Prozeßgestaltung auf Open-, Space-, Design-Thinking und erfahrungsorientierten Elementen, gepaart mit profundem Know-how in den Bereichen Partnerschaftsentwicklung, Networking, Prozeß- und Event-Management sowie interkulturellem Austausch. Unsere Arbeitssprachen sind Englisch, Russisch und Deutsch.

Bevor wir in jeder Stadt mit einem Kick-off starten und dann mit dem ‘Match & Sprint’-Workshop und ‘Sprint & Succeed’-Workshop in das gemeinschaftliche Tun kommen, besucht das Twin City Lab-Team für einige Tage die Städte, um Sie und einige Akteure kennenzulernen und die Stadt selbst zu erkunden.

Das Programm ist auf das ganze Jahr angelegt, und der Blog wird die einzelnen Schritte immer wieder aufmerksam verfolgen, ist die Zusammenarbeit zwischen Jena und Wladimir doch ein Sproß der Partnerschaft Erlangen-Wladimir. Schön, wie der nun grünt und blüht!

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Die Partnerschaft und insbesondere das Dreieck Erlangen-Jena-Wladimir hat nicht nur viele Gesichter, sie nutzt auch die unterschiedlichsten Kanäle der Begegnung und des Austausches. Der Euroklub Wladimir ist da in Zusammenarbeit mit der Eurowerkstatt Jena besonders findig und nutzte am 6. Dezember, dem Internationalen Freiwilligentag die technischen Möglichkeiten des Informationszentrums für Atomenergie in der Partnerstadt zu einer Video-Konferenz.

Im Saal russische Schüler und Studenten, auf dem Bildschirm ein gemischtes Freiwilligenquartett in Jena mit dem Wladimirer Pärchen Jewgenij Sacharjewitsch und Xenia Muchajewa.

In der deutsch-russischen Tele-Diskussion ging es vor allem um die Erfahrungen, die man als Freiwilliger in Jena so macht, wie man Projekte umsetzt und was man zu tun hat, um in ein solches Austauschprogramm aufgenommen zu werden.

Wie Jelena Guskowa, die Leiterin des Euroklubs, berichtet, gab es für die Jugendlichen aus Wladimir eine kräftige Ladung positiver Energie, denn nun wissen sie alle, wie man mit dem Programm Erasmus + nach Deutschland kommen und dort als Freiwilliger arbeiten kann. Ein guter Ausblick auf das nächste Jahr. Es kann kommen – mit hoffentlich vielen neuen Freiwilligen aus Wladimir in Jena und Erlangen. Willkommen!

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Vom 5. bis 7. November fand in der Hauptstadt die Konferenz „Berliner Dialog“ statt. Diese deutsch-russische Gesprächsplattform gibt es bereits seit 15 Jahren, doch erstmals nahmen auch Wladimir und Jena an der Veranstaltung teil.

Jelena Guskowa und Jewgenij Sacharjewitsch (3. v.l.)

In den Arbeitsgruppen „Jugend“ und „Sport“ war Jelena Guskowa, Leiterin des Euroklubs Wladimir, vertreten, und den Euroklub Jena repräsentierte Jewgenij Sacharjewitsch aus der Partnerstadt. Ein besonderer Umstand der Konferenz: Die Repräsentanten der deutsch-russischen Zivilgesellschaft erhielten Gelegenheit, ihre Fragen und Probleme im Zusammenhang mit dem Jugendaustausch mit Abgeordneten des Bundestages zu diskutieren. Mit von der Partie waren auch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Russische Nationale Koordinierungsbüro für den Jugendaustausch mit Deutschland, Vertreter von Ministerien sowie regionalen und lokalen Verwaltungen, aber natürlich auch Lehrkräfte und Jugendleiter. Im Ergebnis erbrachte die Konferenz: Es bedarf einer besseren Finanzierung des Austausches seitens der beiden Staaten – und zwar auf allen Ebenen; die Angeboten und Chancen der Städtepartnerschaften sind noch längst nicht voll ausgeschöpft und verdienen mehr öffentliche Aufmerksamkeit; es sollte angestrebt werden, für den Jugendaustausch den Visazwang wesentlich zu erleichtern, am besten zumindest für Reisen von bis zu 30 Tagen ganz aufzuheben; es sollte eine Datenbank von Organisationen angelegt werden, die an einem Jugendaustausch interessiert sind, um effektiver kommunizieren zu können; beiderseits sollte beim Austausch mehr Wert auf den Spracherwerb gelegt werden.

Wer wollte da widersprechen?! Bis diese Forderungen erfüllt sind, heißt es für die Organisatoren vor Ort frei nach dem Pferd Boxer aus der Farm der Tiere: „Wir müssen noch härter arbeiten!“

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Am 26. September stand der Europäische Tag der Sprachen im Kalender, den der Euroklub Wladimir zu einer Konferenz mit Schülern und Studenten nutzte. Mit dabei auch Gäste aus Schweden, vor allem aber auch aus Jena, virtuell zugeschaltet. Da ging es dann mit den Freiwilligen zu wie im Turm zu Babylon, denn die Eurowerkstatt an der Saale bevölkern derzeit Jugendliche aus Spanien, Italien, Bulgarien, Frankreich und der Türkei sowie, selbstredend, aus Wladimir.

Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu erproben. Und es gelang! Es wurde auch Deutsch gesprochen, insbesondere wie zu unserer Online-Konferenz auch Austauschstudenten aus Erlangen kamen, die gerade ihren dreiwöchigen Austausch an der Universität beendeten. Im Ergebnis kamen wir alle zu dem Schluß, wir sollten den Dialog fortsetzen, um gemeinsam neue Projekte umzusetzen. Und natürlich interessierten sich alle für die Kultur und Tradition der altehrwürdigen Stadt Wladimir, die auch die zugeschalteten Jugendlichen einmal besuchen wollten. Wir bleiben im Dialog!

Obengenannte Austauschstudenten sind inzwischen wieder zu Hause und setzen ihre Ausbildung am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde fort, wenn sie nicht gerade fleißig an ihrem Bericht für den Blog schreiben. Unterdessen kamen aber zum Tag der Einheit auch wieder Wladimirer Freiwillige nach Erlangen. Eine schon langjährige, gute Tradition, zumal die Einheit Deutschlands ohne das fördernde Mitwirken der UdSSR nicht denkbar wäre. Man stelle sich – horribile dictu – nur einmal vor, was geschehen wäre, wenn die SED von der KPdSU grünes Licht für ihre Pläne zur Niederschlagung der Friedlichen Revolution erhalten hätte.

Iwan Nisowzew, Jewgenij Sacharjewitsch, Xenia Muchajewa, Elisabeth Preuß und Matthias Bettenhäuser

So wäre dann auch nie jenes Video vom WladJenaTeam entstanden, das Sie hier sehen können: https://is.gd/YmEqx6.

Erster Schnee in Wladimir, Taufe-des-Herrn-Kapelle

Und als Dreingabe noch eine Impression aus Wladimir, wo gestern der erste Schnee fiel.

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