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Archive for the ‘Jena – Wladimir’ Category


Am 26. September stand der Europäische Tag der Sprachen im Kalender, den der Euroklub Wladimir zu einer Konferenz mit Schülern und Studenten nutzte. Mit dabei auch Gäste aus Schweden, vor allem aber auch aus Jena, virtuell zugeschaltet. Da ging es dann mit den Freiwilligen zu wie im Turm zu Babylon, denn die Eurowerkstatt an der Saale bevölkern derzeit Jugendliche aus Spanien, Italien, Bulgarien, Frankreich und der Türkei sowie, selbstredend, aus Wladimir.

Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu erproben. Und es gelang! Es wurde auch Deutsch gesprochen, insbesondere wie zu unserer Online-Konferenz auch Austauschstudenten aus Erlangen kamen, die gerade ihren dreiwöchigen Austausch an der Universität beendeten. Im Ergebnis kamen wir alle zu dem Schluß, wir sollten den Dialog fortsetzen, um gemeinsam neue Projekte umzusetzen. Und natürlich interessierten sich alle für die Kultur und Tradition der altehrwürdigen Stadt Wladimir, die auch die zugeschalteten Jugendlichen einmal besuchen wollten. Wir bleiben im Dialog!

Obengenannte Austauschstudenten sind inzwischen wieder zu Hause und setzen ihre Ausbildung am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde fort, wenn sie nicht gerade fleißig an ihrem Bericht für den Blog schreiben. Unterdessen kamen aber zum Tag der Einheit auch wieder Wladimirer Freiwillige nach Erlangen. Eine schon langjährige, gute Tradition, zumal die Einheit Deutschlands ohne das fördernde Mitwirken der UdSSR nicht denkbar wäre. Man stelle sich – horribile dictu – nur einmal vor, was geschehen wäre, wenn die SED von der KPdSU grünes Licht für ihre Pläne zur Niederschlagung der Friedlichen Revolution erhalten hätte.

Iwan Nisowzew, Jewgenij Sacharjewitsch, Xenia Muchajewa, Elisabeth Preuß und Matthias Bettenhäuser

So wäre dann auch nie jenes Video vom WladJenaTeam entstanden, das Sie hier sehen können: https://is.gd/YmEqx6.

Erster Schnee in Wladimir, Taufe-des-Herrn-Kapelle

Und als Dreingabe noch eine Impression aus Wladimir, wo gestern der erste Schnee fiel.

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Wie gut sich gerade der Jugendaustausch im Rahmen des Partnerschaftsdreiecks Erlangen-Wladimir-Jena ausnimmt, zeigt der Bericht von Jelena Guskowa, der Leiterin des Euroklubs in Wladimir. Gewissermaßen die schriftliche Fortsetzung des gestrigen Videos ohne Worte.

Vom 13. bis 20. August hielt sich wieder eine Jugendgruppe des Euroklubs in Deutschland auf und besuchte in der Zeit neben Jena auch Erfurt, Weimar und Berlin. Mit Hilfe unserer Partner in Jena, der ÜAG, der Eurowerkstatt und des Deutschen Roten Kreuzes, erlebten die Gäste wie immer ein randvolles und interessantes Programm.

Auf den Stufen des Landtags von Thüringen

Der Ausflug nach Erfurt war vor allem dem Besuch des Thüringischen Landrats gewidmet. Aber wir besichtigten auch das Zentrum der Hauptstadt von Thüringen und den der Jungfrau Maria geweihten Dom.

Auf unserer Reise hatten wir auch Gelegenheit, die medizinischen Standards kennenzulernen, die in Deutschland gelten. So zeigte man uns bei einem Besuch beim Roten Kreuz, wie Notfallhilfe aussieht und wie man sich um Demenzkranke kümmert, während wir in der Universitätsklinik Jena, im größten Krankenhaus Thüringens, viel Neues entdeckten und Ähnlichkeiten wie Unterschiede im Gesundheitswesen unserer Länder feststellten.

Klinikbesuch in Jena mit Norbert Hebestreit (vorne in der Bildmitte)

Aber auch der Sport kam nicht zu kurz. Im herzlichen Miteinander verbrachten wir gemeinsam mit unseren Partnern und den Ehrenamtlichen eine großartige Zeit beim Volleyball und Fußball.

Gruppenbild beim Sport mit Norbert Hebestreit (links im Bild) und Iwan Nisowzew (Mitte)

Eine schwierige Etappe unserer Begegnungen erlebten wir beim Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Allerdings war dem ein Seminar vorgeschaltet, das half, sich in die Ereignisse von 1933 bis 1950 einzufühlen.

Gruppenbild in Weimar

Den Schlußpunkt setzte Berlin, dessen Eigenart und Unvergleichbarkeit uns erneut überwältigte. In der Hauptstadt besichtigten wir die Kuppel des Bundestages, von wo aus sich ein großartiger Blick auf die Stadt eröffnet.

Gruppenbild in Berlin

Allen, die an diesem Austausch teilnahmen, ein großes Danke! Wir hoffen, unsere Zusammenarbeit werde auch in Zukunft so fruchtbar sein!

Jelena Guskowa

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Derzeit hält sich auch in Jena wieder eine Jugendgruppe aus Wladimir auf, die das ehemalige KZ Buchenwald besuchte und natürlich Weimar besichtigte. Ohne Worte. Die Bilder sprechen für sich.

 

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In den Alpen gibt es die Bergbauernhilfe, in der Region Wladimir packen Freiwillige aus Jena auf dem flachen Land mit an. Lukas Altmann, Student an der Friedrich-Schiller-Universität, half auf Vermittlung des Euroklubs einer 82jährigen Frau in Schepeljewo, wenige Kilometer südöstlich der Partnerstadt gelegen, im Garten. Und es gefiel ihm so gut, wie Gubernia 33 berichtet, daß er zurückkommen will.

Ich wurde Freiwilliger, weil ich Menschen helfen will und schon lange, seit der sechsten Klasse, Russisch lerne. Auch meine Eltern lernten Russisch. Ich will die Sprache besser sprechen.

Drei Tage dauerte der Einsatz zusammen mit Jugendlichen des Euroklubs, die zum Teil auch schon in Jena zu Gast waren und dort u.a. ehrenamtlich im Krankenhaus halfen. Was sonst noch so alles passierte, ist in diesem Video zu sehen, der ebenfalls eine Fortsetzung verspricht.

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Die Eurowerkstatt Jena bietet wieder einen freien Platz bei ihrem Kooperationspartner an, dem Euroklub in Wladimir. Voraussetzungen? Jugendlicher sollte man sein und ab September bereit, mindestens ein halbes Jahr ehrenamtlich in verschiedenen Einrichtungen der Partnerstadt tätig zu sein. Sprachkenntnisse sind erwünscht, aber nicht zwingend gefordert, denn der Euroklub bietet selbst Russischkurse an. Nicht einmal aus Erlangen oder Jena muß man unbedingt kommen. Es darf auch Saalfeld, wie schon einmal geschehen, oder Bamberg sein. Es sollte halt passen.

Näheres zur Anmeldung hier http://eurowerkstatt-jena.de und da https://is.gd/3kb6eO

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Seit drei Tagen ist Cornelia Bartlau endlich einmal wieder in Wladimir. Die mittlerweile aus dem aktiven Dienst geschiedene Streetworkerin und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jena – um nur zwei ihrer vielen Berufe und Ämter zu nennen – hat seit den 90er Jahren nicht nur den Jugendaustausch zwischen beiden Partnerstädten Erlangens aufgebaut, sondern auch internationale Frauenkonferenzen zwischen Saale und Kljasma organisiert. Alles ausgesprochen erfolgreich und vor allem mit Bestand.

Jelena Guskowa und Cornelia Bartlau mit vier Jugendlichen vom Euroklub

Und so kann sie natürlich, zwei Jahre nach ihrem letzten Besuch, beim Wiedersehen auf Facebook schreiben: „Vieles ist neu in Wladimir“, aber das liegt vor allem auch an ihrem stets frischen Blick und ihrer unerschöpflich lustvollen Kreativkraft. Wie anders wäre es erklärlich, wenn sie sich nun bei dem Privatbesuch mit ihrer einstigen Kollegin, Jelena Guskowa, der Leiterin des Euroklubs, trifft und gleich auch wieder mit Jugendlichen spricht, die schon im Herbst zur Eurowerkstatt nach Jena kommen, an jene Anlaufstelle unter anderem für Freiwillige aus aller Welt, die von Cornelia Bartlau aufgebaut wurde.

Kwaß-Wagen

Neues gibt es aber natürlich auch auf den Straßen, wenn auch im Gewand einer alten Tradition. Die Kwaß-Getränkewagen standen zu Sowjetzeiten an jeder Ecke zur Nahversorgung dehydrierter Passanten. In letzter Zeit verschwanden die ungeschlachten Zisternen auf Rädern weitgehend aus dem Stadtbild, wichen all den Kiosken und Läden, die Durstlöscher in Einwegplastikflaschen zuhauf anbieten. Nun steht da also wieder so ein reaktiviertes Relikt – mit einer bedauerlichen Neuerung: Früher spülten die Verkäuferinnen immer die Gläser nach Gebrauch. Heute, erkennbar am großen Abfalleimer, trinkt man wohl nur noch aus Wegwerfbechern und vermehrt den Müll ad ultimo.

Mariä-Entschlafens-Kathedrale mit Palas

Und die anderen Motive? Die sind natürlich nicht neu für Kenner der Partnerstadt. Aber es ist doch immer wieder überraschend, wie die Kathedralen und Denkmäler neu und anders betrachtet werden können.

Denkmal Wladimirs des Täufers

Und es ist dann schon so, wie Christian Morgenstern einmal meinte:

Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.

Mariä-Entschlafens-Kathedrale vom Lipki-Park aus gesehen

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Jetzt gibt es ihn doch noch nachgereicht, den Bildbeweis aus Düren zum gestrigen Beitrag über die XV. deutsch-russische Städtepartnerkonferenz. Nach dem Verlust der Kamera des Blog-Bildreporters konnte Jewgenij Sacharjewitsch vom Quartett WladJenaTeam aushelfen.

Peter Steger, Monika Tharann und Bill Boerum

Das gibt auch Gelegenheit zu einem schriftlichen Nachtrag. Die Arbeitsgruppe 6 mit dem Thema „Zivilgesellschaft gestaltet Städtepartnerschaften – Wege der Verständigung – Wege zum Frieden“ bot unter der Moderation von Monika Tharann, der Geschäftsführerin der Stiftung West-Östliche Begegnungen nämlich nicht nur Gelegenheit zur Vorstellung des Dreiecks Erlangen-Wladimir-Jena. Eingeladen waren auch Abdul Kahn, stellv. Vorsitzender des Stadtrats von Coventry in England und Mitglied im internationalen Städtenetzwerk Peace Messenger Cities, und Bill Boerum aus Washington, Vorsitzender a.D. der Sister Cities International. Gerade weil während des Kongresses so manche Spitze gegen die Politik Großbritanniens und der USA zu hören war, hätten die Beiträge der beiden Politiker mehr Aufmerksamkeit und ein größeres Podium verdient. Wer weiß denn schon, daß Stalingrad, das heutige Wolgograd, und Coventry sich als Symbole der Zerstörungswut im Zweiten Weltkrieg noch vor der Kapitulation des Dritten Reiches partnerschaftlich verbanden? Und wo liest man sonst von den Aktionen der Verständigung mit russischen Kommunen seitens amerikanischer Organisationen. Eine Volksdiplomatie, eine Bürgerverständigung, die es kaum in die Schlagzeilen schafft, dafür aber Menschen zusammenbringt, die im Innersten zusammenhalten, was den Frieden jenseits der großen Politik möglich und erlebbar macht.

Thomas Stroukov, Jewgenij Sacharjewitsch, Alina Wedechina, Elisabeth Preuß, Peter Steger, Jewgenia Bykowskaja und Jekaterina Ragusina

Und damit sind wir wieder beim WladJenaTeam, das es nun mit seinem eigenen Kanal auf youtube https://is.gd/fOewMK selbst in der Hand hat, auf sich aufmerksam zu machen – mit der administrativen und politischen Unterstützung von Alina Wedechina in Wladimir und, soweit erforderlich, auch seitens ihrer Erlanger Kollegin, Bürgermeisterin Elisabeth Preuß. Und inhaltlich nehmen die Jugendlichen von der Tagung in Düren sicher das Thema „75 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus“ als Anregung mit nach Hause, um zu dieser 2020 anstehenden Frage einen eigenen Beitrag zu gestalten.

Mehr Bilder und Berichte zu der Konferenz, die gestern zu Ende ging, finden Sie hier auf der Facebook-Plattform des Deutsch-Russischen Forums, des bewährten und verdienten Ausrichters der Veranstaltung: https://is.gd/2YZ1C5

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