Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Humor’ Category


Zu Beginn der Fastenzeit die Sinnfrage aus Wladimir, auf die man nur selbst die Antwort geben kann.

Herr Doktor, bleibe ich am Leben? – Was hätte das für einen Sinn?

Read Full Post »

Was zum Lachen


Hände weg, der Herr!

Zündhölzer aus Espenholz – helfen gegen Vampire und andere unreine Geschöpfe* — * wirkungslos gegen Ghule

Haltet euch fern von Menschen, die keine Katzen mögen.

Rettungsring

Hunde nicht füttern, keine da.

Bei uns unterrichtet man richtig!

Waschen oder nicht waschen?

Wer da? – Aufmachen, Polizei!

Ein Dior-Kleid auf einer Straße in der UdSSR

Aufpassen bei Schnupfen. Nicht die Nase blutig kratzen, sonst kann leicht ’ne Ader platzen! Nicht in der Nase bohren!

Wladimir – Vorsicht, in der Stadt herrscht Asphaltmangel!

 

Humor 9

Read Full Post »


Frühjahr. Ein Wolf, ein Fuchs und ein Bär teilen ihre Eindrücke vom Winter. Fuchs und Wolf sehen ganz zerzaust und abgerissen aus, der Bär hingegen strotzt vor Kraft. Der Fuchs erzählt, er habe den Winter in einem Hühnerstall zugebracht und pro Woche ein Henne verspeist. Aber der Bauer habe sein Federvieh gezählt, gemerkt, daß zehn fehlen und eine Falle aufgestellt. Der Wolf klagt, er habe in einem Schweinestall überwintert und pro Woche eine Sau gefressen, was aber nicht lange unbemerkt blieb, mit Hunden habe man ihn vertrieben. Nun ist der Bär an der Reihe. Die beiden anderen meinen, er habe die kalte Jahreszeit wohl schlafend in seiner Höhle verbracht. „Nichts da“, gab der Braune zurück. „Ich zog mich auf eine Baustelle zurück. Da gibt es viele Gastarbeiter, und die zählt keiner.“

Eine Russischlehrerin gibt Erlebnisberichte zum Thema „Wie verbrachte ich meine Sommerferien“ auf. Anstelle von Noten vergibt sie nach der Korrektur Altersempfehlungen 16+, 18+…

Die Schwiegermutter zu ihrem Schwiegersohn: Hör endlich auf, an dem Handy rumzuwischen, geh runter und gieß die Blumen. – Aber es regnet doch! – Na und, dann zieh dir halt was über.

Kurz vor der Niederkunft erscheint der werdenden Mutter ein Engel und versprach ihr nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“, der Vater ihres Kindes werde die Hälfte der Schmerzen zu spüren bekommen. Als ihr Mann sie nach der Geburt im Krankenhaus besucht, fragt sie, wie er die letzte Nacht geschlafen habe. „Kein Auge konnte ich zutun, der Nachbar brüllte die ganze Zeit wie am Spieß.“

Warum stinkst du so nach Schnaps? – Das ist nur zu Vorbeugung. – Wozu? – Na, um mir keine Erkältung zu holen. – Warum solltest du dich erkälten? – Aber ich war doch im Meer baden, und das Wasser war saukalt. – Und wozu bist du baden gegangen? – Um wieder nüchtern zu werden.

Der Polizist fragt den betrunkenen Fahrer: Wie konnten Sie sich nur in diesem Zustand ans Steuer setzen? – Meine Freunde halfen mir beim Einsteigen.

Daß seine Frau ihn betrog, bemerkte er, als er im Schrank einen Hocker und ein Heft mit ausgefüllten Kreuzworträtseln fand.

Jelissej, du hast so einen ungewöhnlichen Namen. Veralbert man dich nicht im Kindergarten? – Nein, gar nicht. Warlaam ist krank, Jermolaj hat die Gruppe gewechselt, Onissim und Prokofij sind meine Freunde, und Swetosar und Fedot kann ich selber veräppeln. Vielleicht noch Lukerja und Jewrosinja, aber das sind beide blöde Kühe.

Papa, wie ist das eigentlich, wenn man einen so klugen und schönen Sohn hat? – Weiß ich doch nicht, frag deinen Opa!

Mama, warum landen alle meine Mails bei dir im Spam? – Das fragst du noch, wenn im Betreff schon steht: Kauf mir eine Jacke; ich brauche mehr Geld; kann ich ein neues Handy haben?

Mama, warum bekomme ich keinen Zugang zu WiFi? – Du sollst jetzt deine Hausaufgaben machen. – Aber wenn ich jetzt verrate, wo du den italienischen Käse versteckt hast?

Ich sah meinen Ex mit seiner neuen Flamme. Jetzt bin ich beruhigt. Das Schicksal nahm Rache für mich.

Neulich war ich wieder einmal auf der Post. Ich habe ein Puzzle mitgenommen und ein paar Zeitschriften. Auf das Paket warte ich noch immer.

Hast du gehört, die beiden wollen heiraten. – Na und? – Aber die waren doch ganz verrückt nacheinander.

Putin will den Winter abschaffen, weil die Regierung sonst  in den Winterschlaf fällt.

Felix Edmundowtisch, ich vermisse einen Bleistift. – Keine Sorge, wir werden der Sache nachgehen. – Felix Edmundowitsch, der Bleistift ist wieder aufgetaucht. – Schade, gerade haben zwei ein Geständnis abgelegt.

Wenn du dir nicht die TV-Nachrichten ansiehst, wirst du nie begreifen, wie gut es uns geht.

Zwei Politologen: Der entwickelte Sozialismus war genau so eine Krankheit wie der jetzt herrschende wilde Kapitalismus. Beides braucht Zeit zum Auskurieren. – Schon, aber im Sozialismus waren die Kuren wenigstens kostenlos.

In den Nachrichten: In Nikolajewo verprügelten drei Weihnachtsmänner einen Lokalpolitiker. – Offenbar ist doch jemandes Brief angekommen.

Putin fragt in Peking: Warum stellt ihr ballistische Raketen an unserer Grenze auf? – Erstens stimmt das nicht. Zweitens tun wir das ausschließlich zu friedlichen Zwecken. Drittens wollen wir damit die in der Russischen Föderation lebende chinesischsprachige Bevölkerung schützen.

Eine Mutter in einer Fragestunde: Ich habe zwei kleine Söhne, Herr Präsident. Was kann ich da vom Staat erwarten? – Wenigstens zwei Einberufungsbescheide.

 

Read Full Post »


Ein bekannter Witz geht so: Anruf beim russischen Freund: „Hör mal, bei uns ist es saukalt, bestimmt minus 40 Grad. Ich stehe an der Bushaltestelle und friere mir einen ab. Was macht ihr Russen denn bei so einem Frost, wenn man lange auf den Bus wartet?“ – „Die Männer trinken Bier, und die Kinder essen Eis.“

Plombir

Vorzugsweise „Plombir“, dieses einzigartig cremige Sahneeis ohne alle chemischen Zusätze, Geschmacks- und Aromastoffe. Eis pur, Genuß pur, der, benannt nach der Stadt Plombières-les-Bains, von Frankreich aus schon im 19. Jahrhundert den russischen Gaumen eroberte. Übrigens auch in Erlangen erhältlich – mit vielen weiteren russischen, polnischen und rumänischen Lebensmitteln im „Wesna“, Langfeldstraße 43, oder bei „Irina“ in der Dorfstraße 56. Einfach mal probieren, falls kulinarische Nostalgie nach der russischen Küche aufkommen sollte.

Read Full Post »


„Leichtfertige Späße aber und albernes oder zum Lachen reizendes Geschwätz verdammen wir allzeit und überall, und keinem Jünger erlauben wir, zu derlei Reden den Mund zu öffnen.“ So wird Bendedikt zitiert, Gründer des nach ihm benannten Ordens, dessen Regelwerk auf dem Dreiklang „Ora et labora et lege“ ruht. Für das Beten und Arbeiten sind andere zuständig, zum Lesen aufzufordern, ist freilich Bestimmung des Blogs, der sich heute – naheliegend und bereits anklingend – einem religiösen Thema widmet.

An den hl. Benedikt anknüpfend fordert der Wladimirer Wandermönch Dementij Sawonarolskij schon im 14. Jahrhundert: „Die Komödien wurden geschrieben, um die Leute zum Lachen zu bringen, und das war schlecht. Unser Herr Jesus hat weder Komödien noch Fabeln erzählt, ausschließlich klare Gleichungen, die uns allegorisch lehren, wie wir ins Paradies gelangen, und so soll es bleiben.“ Diese strenge Observanz bewahrt die russisch-orthodoxe Kirche bis heute und besinnt sich dessen besonders heute, wo das Osterfest, der höchste Feiertag der östlichen Christenheit, justament auf den 1. April fällt. Ein Streich des Kalenders gewissermaßen, dem entgegenzuwirken nun vom Patriarchen in Moskau eine Kommission unter dem Vorsitz des Wladimirer Erzpriesters, Polikarp Besschutok, mit dem Auftrag einberufen wurde, künftig diese unziemliche Koinzidenz zu verhindern.

Überhaupt wurde dieser Tag der Narren von ausländischen Angehörigen des Hofs von Peter I. ins Russische Reich eingeführt. Dem Zaren gefielen die Späße über die Maßen und, laut dem Zeugnis eines Zeitgenossen, habe sich Ihre Majestät sogar selbst zum 1. April Streiche einfallen lassen. Verbürgt ist in jedem Fall für das Jahr 1700 die Ankündigung einer Gruppe von Fakiren in Moskau, wonach einer der Artisten bei der nächsten Vorstellung durch den Hals einer gewöhnlichen Flasche in das Innere des Behältnisses schlüpfen werde. Nicht verwunderlich, daß die Schaulustigen in rauhen Mengen anrückten. Auch der Zar mischte sich unters Publikum und erblickte mit allen anderen, als sich der Vorhang hob, auf der Bühne eine Flasche mit der Aufschrift „1. April“. Der Kommentar des gekrönten Hauptes – „Freiheit der Komödianten“ – markiert wohl den Siegeszug des Possen zum Monatsersten auch im Russischen Reich.

Doch Peter der Große gilt bis heute vielen Rechtgläubigen wegen seiner kirchenfeindlichen Politik als der Antichrist, und nun auch noch das: das Fest der Auferstehung des Herrn fällt auf den Tag, der nichts ernst nimmt, dem nichts heilig ist. Man darf gespannt sein, welche Eingebung des Heiligen Geistes den Kirchenmännern weiterhilft, um Spott und leichtfertige Späße an Ostern in Zukunft zu verhindern. Schon wird von einer Kalenderreform gemunkelt. Aber warten wir es geduldig ab.

Aleksandrov3

Alexandrow mit der Residenz von Iwan dem Schrecklichen

Geduld braucht es ohnehin in der Geschichte. Aber die wird dann auch belohnt; früher oder später kommt nämlich doch alles ans Licht. So auch der Hintergrund des gegenwärtigen Zerwürfnisses zwischen London und Moskau, das, wie der sensationelle Fund eines Sendschreibens in Alexandrow zeigt, seinen Anfang schon im 16. Jahrhundert nahm. Iwan der Schreckliche hatte ja 1564 den provisorischen Umzug seiner Residenz in das Provinzstädtchen befohlen, heute im Gouvernement Wladimir gelegen, und dort ein Archiv anlegen lassen, das es in sich hat. Einem codierten Brief, den zu entschlüsseln erst jetzt gelungen ist, kann man nämlich entnehmen, daß es Königin Elisabeth persönlich war, die dem am Zarenhof dienenden englischen Arzt, Johann Eiloff, den Geheimauftrag erteilte, den Herrscher des Russischen Reichs mit „graduell zu steigernden Verabreichungen von Quecksilber“ schleichend zu vergiften. Nachdem bereits dessen Thronfolger, Iwan V, auf die gleiche Weise beseitigt worden war – zu den Hintergründen laufen die Ermittlungen noch – meinte man, leichtes Spiel mit Rußland zu haben: Während einer Zeit der Wirren, der Selbstfindung und des Bürgerkriegs mit anschließenden Kämpfen von Rivalen um den Thron, glaubte man in London, sich die erste große Kolonie im Osten Europas sichern zu können. Es kam anders, wie wir heute wissen, aber es hätte auch alles genau so werden können. Wer weiß das schon…

Frohe Ostern

Frohe und Fröhliche Ostern!

 

Read Full Post »


Es war einmal wieder an der Zeit, in den Keller hinabzusteigen und Eingemachtes zu holen. Allein macht das keinen Spaß, und so bat ich meinen Freund, Alexej, mitzukommen. Der Keller liegt fünf Haltstellen von unserem Haus entfernt, doch das Wetter gab sich so heiter, daß wir beschlossen, zu Fuß zu gehen. Als wir ankamen, setzten wir uns erst einmal auf die Bank, unterhielten uns ein wenig und stiegen dann hinunter. Als wir die Taschen vollgestopft hatten mit Konfitüre und eingelegtem Gemüse, machten wir uns auf den Heimweg. Doch die Strecke kam uns nun mit all dem Gewicht viel länger vor, und so entschieden wir, eine Marschrutka, ein Linientaxi, zu nehmen. Es hielt auch auf unser Handzeichen hin gleich eines an, aber wir hatten kein Geld dabei. Wir stiegen trotzdem hinten ein, fragten uns freilich, wie wir zahlen sollten. Da kam mein Freund auf die Idee, dem Fahrer ein Glas von unseren Schätzen zu geben. Was sollten wir sonst tun, wir hatten sonst nichts dabei. Wir richteten uns also auf den Satz „Wir geben das Fahrgeld weiter!“ weiter, und als er dann tatsächlich zu hören war, ging unser Glas von Hand zu Hand bis vor zum Fahrer. Unserer Gesichter waren wie versteinert, und die Fahrgäste verkniffen sich auch jedes Lachen und warteten gespannt auf den Ausgang der Sache. Als das Glas dann beim Fahrer angekommen war… – zunächst eine Minute Schweigen. Und dann brach der ganze Kleinbus in Lachen aus. Auch wir prusteten los. Aber das erwies sich nur als Vorspiel. Plötzlich nämlich ist die Stimme des Fahrers zu vernehmen: „Hier ist euer Rückgeld!“ Und er reichte über die Händekette eingepackt ein belegtes Brot mit geräucherter Wurst an uns weiter. Er wußte unser Eingemachtes zu schätzen. Das nun einsetzende Lachen brachte fast die Scheiben des Busses zum Bersten.
Ob nun so passiert oder nur gut ausgedacht, die Sache dient auch zu einem kleinen landeskundlichen Exkurs. In allen russischen Städten nämlich, natürlich auch in Wladimir, gibt es diese privaten Kleinbusse, nach dem französisch-deutschen Wort „Marschroute“ „marschrutka“ genannt, die – ein wenig teurer als der öffentliche Nahverkehr und deutlich günstiger als ein Taxi – eine bestimmte Strecke mit festen Haltestellen abfahren, allerdings auch dazwischen auf ein Handzeichen hin anhalten und – solange Platz ist – zusteigen lassen.
Eine ausgesprochen effektive, bequeme und günstige Alternative zum Individualverkehr mit hoher Taktfrequenz, vor allem aber viel Kolorit und Möglichkeit, Land und Leute hautnah kennenzulernen. Wer da noch fremdelt, sollte lieber zu Hause bleiben. Warum nur, fragt sich, gibt es dieses Verkehrsmittel nicht auch hierzulande, etwa zwischen Herzogenaurach und Erlangen?

Read Full Post »


Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf einem Forstweg in den Wald, um dort mit Freunden ein Picknick zu machen, den Vögeln zu lauschen oder einfach nur die frische Luft und das Leben froh zu genießen. Und da tritt ihnen unvermutet beidseitig Gevatter Tod entgegen, erinnert mit zwei zueinander passenden Sarghälften an unser aller Sterblichkeit, murmelt sein Memento mori der ewigen Ruhe. Eine Szene aus einem zweitklassigen Horrorfilm, meinen Sie? Weit gefehlt. So gesehen und erlebt im finstren Tann unweit von Wladimir. Nur zu ertragen mit einer gerüttelt Portion schwarzen Humors. Kostproben gefällig?

Da war es wohl wirklich an der Zeit, etwas zu unternehmen, als der Bestatter auf dem Rückfenster seines Leichenwagens die Aufschrift entdeckte: „Wasch mich!“ Von innen geschrieben…

Das Schiff geht unter. Der Kapitän fragt, wer beten könne. Als sich jemand meldet, bekommt er zu hören: „Bestens! Uns fehlt eine Schwimmweste. Fangen Sie schon mal zu beten an!“

Als es ans Sterben geht, ruft der alte Herr seine Familie zusammen. „Mein Bruder, erinnerst du dich, wie man dich seinerzeit auf der Arbeit entließ? Das habe ich veranlaßt. Meine Schwester, weißt du noch, wie sie dich zum KGB schleppten? Ich habe dich anonym angezeigt. Und du, meine Frau, hast bestimmt nicht vergessen, wie sie dich hinter Gitter brachten. Auch dahinter steckte ich. Vergebt mir, wenn ihr könnt! Und jetzt zu meinem letzten Wunsch: Hängt mich nach meinem Tod kopfüber am Kronleuchter auf.“ Darauf verschied er in Frieden. Seine Verwandten mühten sich nach Kräften, seinen letzten Wunsch zu erfüllen, und als der Tote schließlich in der richtigen Position hing, klingelt es an der Tür. Die Polizei tritt ein und meldet: „Bei uns ist da gerade eine Anzeige wegen Leichenschändung eingegangen…“

Immer am 1. April kamen ganze Abordnungen von grauhaarigen Männern aus dem Arbeitszimmer von Genosse Stalin. Ebenso grau wie erleichtert.

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: