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Archive for the ‘Humanitäre Hilfe / Rot-Kreuz-Zentrum’ Category


Eine ganze Unterrichtsstunde lang mußte sich gestern morgen der Gast aus dem Rathaus den Fragen – schön durchnumeriert und immer fein der Reihe nach, obwohl natürlich auch Zwischenmeldungen erlaubt waren – der Klasse 4c an der Heinrich-Kirchner-Schule stellen, bevor die Prüfungskommission ihm einmütig das „Bestanden“ bescheinigte und einen Umschlag mit 270 Euro überreichte, nicht als Leistungsprämie, sondern als Spende für das Kinderkrankenhaus Wladimir. Ins zwanzigste Jahr geht diese Initiative von Christine Delfs nun schon: Zunächst zwackten ihre Schulkinder für die kleinen Patienten in der Partnerstadt etwas von ihrem Weihnachtstaschengeld ab, später kam der Grundschullehrerin die Idee, die Spende alle Jahre wieder im Advent mit einem Pausenverkauf von Süßem und Köstlichem aus der elterlichen Küche „zu erarbeiten“. Und nun also der Erlös aus der Aktion vom Dezember vergangenen Jahres.

Christine Delfs und ihre 4c

Eine der 24 Fragen nach dem Wohl und Wehe der kranken Kinder in Wladimir lautete übrigens, ob es auch in der Partnerstadt Menschen gebe, die dem Krankenhaus helfen. Die gibt es dort natürlich auch, ja, aber es können nie genug sein. Und daß es bald mehr werden, dafür will sogar die hohe Politik sorgen. Als nämlich vor kurzem Gouverneur Wladimir Sipjagin die Klinik besuchte, berichtete ihm die ärztliche Direktorin, Swetlana Makarowa, von den Spenden der Erlanger Schüler, was den Landesvater derart beeindruckte, daß er spontan zusagte, ähnliche Aktionen auch in Wladimir unterstützen zu wollen. So könnte die Heinrich-Kirchner-Schule auch in der Partnerschaft Schule machen. Danke und спасибо!

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Es gibt wahrhaftig viele schöne Termine im Partnerschaftsjahr, aber unter all den beglückenden Begegnungen gehört seit 1999 immer im Advent die Aktion der Heinrich-Kirchner-Schule.

Pausenverkauf in der Heinrich-Kirchner-Schule

Christine Delfs hatte damals die Idee, mit ihrer Klasse etwas für das Kinderkrankenhaus in Wladimir zu tun. Was zunächst mit einer Taschengeldspende begann, wandelte sich später in einen Pausenverkauf, dessen Erlös dann in die Partnerstadt geht.

Pausenverkauf in der Heinrich-Kirchner-Schule

Gestern war es wieder so weit: Überall in den Gängen und Fluren hingen die selbstgestalteten Plakate, die Eltern hatten fleißig gebacken und gekocht, und der Hunger in der ersten Pause war ebenso groß wie die Auswahl.

Heute schon, so berichtet Christine Delfs, bringen die Kinder all das gezählte Kleingeld zur Bank, lassen es dort in größere Scheine wechseln und übergeben es dann im Januar, wenn Wladimir auf dem Stundenplan steht, dem Partnerschaftsbeauftragten zur Weiterleitung an das Krankenhaus.

Kasse machen für die kranken Kinder von Wladimir

So schön also dieses Partnerschaftsjahr endet, so schön wird es bald schon wieder beginnen. So macht helfen Freude.

So lecker!

Wer, wenn nicht Johann Wolfgang von Goethe fände dafür in einem Brief an Charlotte von Stein die richtigen Worte: „Auf diesem beweglichen Erdball ist doch nur in der wahren Liebe, der Wohltätigkeit und den Wissenschaften die einzige Freude und Ruhe.“

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Seit zwanzig Jahren gibt es nun schon den Förderverein für das Rote Kreuz in Wladimir, ein Jahrzehnt schon sind in dessen Vorstand Barbara Wittig, zuständig für die Finanzen, und Gründungsmitglied Jürgen Üblacker als Schriftführer tätig. Beide wurden gestern bei der Mitgliederversammlung für weitere vier Jahre im Amt bestätigt, ebenso wie Melitta Schön als Vorsitzende und Wolfram Howein als ihr Stellvertreter.

Melitta Schön, Wolfram Howein, Barbara Wittig und Jürgen Üblacker

Einen kleinen Grund zu feiern gibt es auch vor Ort in Wladimir. Es besteht nämlich Aussicht auf die langersehnten Räumlichkeiten, in denen das Rote Kreuz, unweit des Zentrums der Partnerstadt, die geplanten Kurse für Ehrenamtliche aufnehmen kann, die in der häuslichen Pflege ausgebildet werden sollen. Wenn alles nach Plan laufen sollte, könnte das neue Domizil der Organisation schon im nächsten Jahr eröffnet werden. Dann kann auch der Verein in Erlangen seine Arbeit wieder aufnehmen und finanziell wie organisatorisch Unterstützung leisten.

Siehe auch: https://is.gd/5BKqfe

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Das Rote Kreuz Wladimir

An einem schönen Spätsommertag präsentierten Wladimirer Vereine aus Sport und Kultur sowie ethnische Minderheiten und diverse Bildungseinrichtungen ihre Aktivitäten und Projekte. Am Stand des Wladimirer medizinischen Kollegs traf ich auch Olga Antropowa, die Vorsitzende des Roten Kreuzes, mit Studenten ihrer Berufsfachschule, z. T. auch mit T-Shirts vom Roten Kreuz. Die Vielfalt an Ständen und Informationen zeigt mir, welch hohen Stellenwert ehrenamtliches Engagement inzwischen auch in der Partnerstadt hat.

Rot-Kreuz-Jugend mit Olga Antropowa

Meine konkreten Gespräche mit dem Roten Kreuz fanden in der Wladimirer Berufsfachschule für Medizin statt. Zu dem Treffen kam dann auch die Direktorin, Inna Morosowa, dazu. In diesem Institut unterrichtet auch Olga Antropowa und rekrutiert junge Leute als freiwillige Helfer für das Rote Kreuz. Konkret ging es bei unserem Gespräch um das Projekt „Silbersträhnen“, in dem ältere Wladimirer Bürger als ehrenamtliche Helfer zur Unterstützung und Anleitung von Angehörigen schwerkranker Menschen gewonnen werden sollen. Dieses Projekt soll der Erlanger Förderverein für das Rote Kreuz in Wladimir unterstützen.

Schulungsraum des Wladimirer Roten Kreuzes

Es geht für uns dabei im ersten Schritt um die Mithilfe bei der Einrichtung eines Schulungs- und Beratungszentrums für das Rote Kreuz im Gebäude der Schule. Derzeit benutzt das Rote Kreuz bereits einen kleinen Schulungsraum für seine Erste-Hilfe-Kurse, der aber wegen des vorherrschenden Kapazitätsmangels primär vom der Bildungseinrichtung selbst genutzt wird und daher für die Arbeiten des Roten Kreuzes nicht ausreicht. Hier findet man auch die diversen, von unserem Verein gespendeten Unterrichtsmittel sowie ein Krankenbett als Demonstrationsobjekt, gespendet von einem Wladimirer Duma-Abgeordneten.

Olga Antropowa am Puls des Patienten

Die Wladimirer Berufsfachschule für Medizin steht weiter zu ihrer Zusage, dem Roten Kreuz ausreichende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, allerding erst nach dem Umzug in ein größeres Gebäude, das noch renoviert wird. Die Arbeiten werden aber sicher noch bis weit in das Jahr 2019 dauern. Ich konnte dieses „neue“ Gebäude besichtigen.

Neues Gebäude für die Räume des Roten Kreuzes

Die Renovierung ist voll im Gange, und die für das Rote Kreuz vorgesehenen Räume überzeugen. Direkt an einem Nebeneingang liegt, reserviert für das Rote Kreuz, ein kleiner Büroraum mit einem anschließenden kleinen Lagerraum, und daneben findet sich der vorgesehene Schulungsraum, den ich auf ca. 100 m² Fläche schätze.

Künftiger Raum für das Rote Kreuz

Mit diesen Eindrücken haben wir die zukünftige Zusammenarbeit diskutiert. Auch die Schule ist sehr an der Zusammenarbeit interessiert, und so konnten wir – d. h. das Rote Kreuz Wladimir, die Wladimirer Berufsfachschule für Medizin und ich – im Namen des Fördervereins eine Absichtserklärung unterschreiben, die eine gute Basis für unsere weitere Unterstützung sein kann. Zur gegebenen Zeit soll ein entsprechender Vertrag unterzeichnet werden.

Wolfram Howein, Inna Morosowa und Olga Antropowa bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung

Das Erlangen Haus

Im Erlangen-Haus war in diesen Tagen ein ständiges Kommen und Gehen. Es liefen die Einschreibungen für die Sprachkurse. Wir hoffen, die Meldezahlen der letzten Jahre wieder zu erreichen.

In den Gesprächen mit den Deutschlehrerinnen kamen wir noch einmal auf den Sommersprachkurs in der Volkshochschule Erlangen zurück. Auch dieses Jahr waren die 18 Teilnehmer wieder voll des Lobes. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten, an die VHS mit Reinhard Beer, Heide Thies und das VHS-Café, an die Gasteltern, an den Freundeskreis – und dort vor allem an Gerhard Kreitz für die mühsame Zimmersuche – sowie an die Gruppe Kommunalka an der FAU und, und, und…

Es besteht der dringende Wunsch, den Sprachkurs 2019 fortzusetzen.

Es zeigt sich an einigen Stellen des Hauses Renovierungsbedarf, der in meinen Gesprächen konkretisiert wurde. Vordringlich gilt dies für den Heizraum, verbunden mit einer Modernisierung der ganzen Anlage. Im ersten Schritt findet bereits in diesen Tagen, also noch vor der Heizperiode, eine nach mehr als 20 Jahren überfällige Spülung der Anlage und ein Austausch der Heizungsventile statt. Im Frühjahr 2019 soll die Steuerung der Heizung durch eine wetterabhängige neue Automatisierung einschließlich neuer Pumpen und Armaturen ersetzt werden. Kessel und Brenner bleiben durch diese Installation unberührt erhalten. Neben einem nachhaltig gesicherten Betrieb erwarten wir von der Änderung eine Senkung der Heizkosten von mehr als 20%.

Mittelfristig stehen auch wieder Malerarbeiten im Flur und im Hotelbereich an. Insgesamt ist aber das Erlangen-Haus auch mehr als 20 Jahre nach seiner Restaurierung und Eröffnung in einem erfreulichen Zustand. Das gilt auch für die Zahlen. Immerhin müssen alle Aufwendungen selber verdient werden, und das gilt auch für die Reparaturen und Modernisierungen. Somit ist für Besucher aus Erlangen vielleicht verständlich, wenn das Erlangen-Haus für Zusatzleistungen, wie z. B. Dolmetscher und Transfers, Geld verlangt.

Irina Chasowa (stehend) und ihr Team vom Erlangen-Haus

Das engagierte Team um die Leiterin, Irina Chasowa, verdient immer wieder ein besonderes Lob!

Wolfram Howein

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Ganze 300 Euro hatte die Klasse 4a von Christine Delfs an der Heinrich-Kirchner-Schule beim Pausenverkauf vor den Weihnachtsferien für das Kinderkrankenhaus in Wladimir gesammelt. Eine Rekordsumme in der neunzehnjährigen Geschichte dieser Aktion „Kinder für Kinder“, von der zu berichten, immer wieder aufs neue Freude bereitet.

Christine Delfs und ihre 4a

Wie auch nicht angesichts der Freude auf dem Gesicht von Swetlana Makarowa, der ärztlichen Direktorin der Klinik, bei der Spendenübergabe Anfang Mai – und wie auch nicht im Licht der strahlenden Kinderaugen, als sich gestern im Klassenzimmer die Wundertüte mit all den Bastelarbeiten, Zeichnungen und Bildern der kleinen Wladimirer Patienten öffnete.

Swetlana Makarowa und Peter Steger

Die Klasse wird sich am Ende des Schuljahrs in alle Winde des bayerischen Schulsystems zerstreuen, aber alle werden als Erfahrung mitnehmen und sicher nicht für sich behalten, welche Freude es machen kann, anderen zu helfen. Diese Schule des Lebens prägt für alle Zeit. Was für eine Freude!

Mehr dazu unter: https://is.gd/CmXDUk und https://is.gd/OTjuwf

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„So jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.“ So lautet der Spruch aus dem 2. Brief des Timotheus, den sich Peter Weinicke zur Konfirmation gewählt und der ihn bis zu seinem Begräbnis gestern begleitet hatte. Seinen 80. Geburtstag hatte der Siemensianer noch auf dem Berg gefeiert, nun ging der Kampf gegen den Tod verloren.

Wir lieben… Wir erinnern… Wir trauern…

Peter Weinicke, 61 Jahre lang Mitglied der Bergwacht des BRK Erlangen-Höchstadt, gehörte zur Mannschaft von Jürgen Üblacker, die Anfang der 90er Jahre – erfolgreich! – mit der Aktion „Hilfe für Wladimir“ den Kampf gegen Mangel und Not in den Krankenhäusern der Partnerstadt aufnahmen. Da konnte man Menschen wie ihn brauchen, die recht zu kämpfen verstanden, die zuzupacken wußten und das Herz am rechten Fleck hatten. Eine Szene mag das veranschaulichen: Beim Entladen von medizinischem Gerät für das Kinderkrankenhaus – einen Gabelstapler gab es nicht – trat Peter Weinicke in einen Nagel, ließ sich aber zunächst nichts anmerken und zeigte erst, nachdem der Apparat an Ort und Stelle stand, mit einem tapferen Lächeln auf seinen Fuß. Eine kurze Notbehandlung – und schon war er wieder im Einsatz. Unvergessen auch seine Findigkeit, wenn es darum ging, der Zahnmedizin in Wladimir zu helfen. Beruflich war er für den Vertrieb dieses Bereichs zuständig, und eine Rolle spielte wohl auch, daß sein Vater Zahnarzt war. Über lange Jahre hinweg unterstützte er jedenfalls die Dentalabteilung einer Poliklinik in Wladimir und blieb der Partnerschaft auch durch sein Mitwirken im Förderverein Rotes Kreuz verbunden, immer für das Rechte kämpfend.

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So viel ist noch bei keinem Pausenverkauf in der Heinrich-Kirchner-Schule zusammengekommen, wie im Advent vergangenen Jahres: sage und schreibe 300 Euro. Nicht von ungefähr. Einer der Schüler der Klasse 4a verrät, wie sehr man sich angestrengt hat. „Wir haben dann auch noch in der zweiten Pause weiter verkauft und sind zu den anderen hingegangen und haben die Reste für die Hälfte verkauft. Bis nichts mehr übrig war.“

Der Geldbrief

Überhaupt diese Aktion von Christine Delfs – https://is.gd/1Sgmo1 – für das Kinderkrankenhaus Wladimir, die nun in das 19. Jahr geht. Einfach fabelhaft! Unter all den Fragen, die gestern in der ersten Unterrichtsstunde die Kinder – übrigens auch auf Russisch – an den Partnerschaftsbeauftragten stellten, sie hier nur eine wiedergegeben: „Was gefällt Ihnen am besten bei Ihrer Arbeit?“ – Welch eine Freude, darauf zu antworten: „Zu Euch in die Schule zu kommen und zu sehen, wie Ihr kranken Kindern in Wladimir helft…“

Christine Delfs mit Inessa und Anastasija

Aber dabei soll es heuer, im 35. Jahr der Partnerschaft, nicht bleiben. Die Kinder wollen das Schuljahr mit einer künstlerischen Aktion abschließen und mit ihren eigenen Bildern zeigen, wie sie sich Wladimir vorstellen, und aus dem Krankenhaus in der Partnerstadt kommen dann bestimmt auch kleine Kunstwerke, die man dann gemeinsam in der Heinrich-Kirchner-Schule zeigen kann. Auf diese Weise hätten wir dann auch etwas, das bisher im Programm des Jubiläumsjahrs und der Russisch-Deutschen Wochen noch fehlte: ein Kinderfest.

Die Klasse 4a mit Christine Delfs

Eine Frage sei aber doch noch nachgereicht. Ein Junge wollte wissen, worin sich denn die russischen Kinder unterscheiden. Das wäre ja auch einmal ein Thema für ein Partnerschaftsseminar in diesem Jahr. Einstweilen aber die Erinnerung an den Roman „Der Idiot“ von Fjodor Dostojewskij, der gestern vor 150 Jahren in Fortsetzungen zu erscheinen begann, und in dem man schon auf den ersten Seiten auf vorbehaltliche Unterschiede trifft, die bis heute zu gelten scheinen:

… Unter anderem erzählte er auch, als Antwort auf eine dieser Fragen, daß er allerdings schon längere Zeit, über vier Jahre, nicht in Rußland gewesen sei, und daß man ihn krankheitshalber – er sprach von einer sonderbaren Nervenkrankheit, ähnlich einer Epilepsie oder dem Veitstanz, die in Krämpfen und Zitteranfällen auftrat – ins Ausland gebracht habe. Der Schwarzhaarige lächelte mehrmals auffallend spöttisch, während der andere erzählte, und er lachte laut auf, als jener auf seine Frage, ob er denn dort auch geheilt worden sei, ganz offen antwortete: „Nein, ich bin nicht geheilt worden.“ – „Haha! Das konnt‘ ich mir denken, daß Ihr Euer Geld umsonst fortgeworfen habt! Und wir hier trauen denen immer noch!“ bemerkte der Schwarzhaarige gehässig. – „Da haben Sie ein wahres Wort gesagt!“ mischte sich ein schlecht gekleideter Herr ein, der neben ihm saß. Er mochte etwas von der Art eines im Amts- und Gerichtsschreibertum erfahrenen und gerissenen Beamten sein, vierzig Jahre zählen, war von kräftiger Statur, hatte eine rote Nase und ein finniges Gesicht. „Ein wahres Wort! Sie ziehen nur das ganze russische Geld zu sich hinüber, und wir haben das Nachsehen!“ – „Oh, was meinen Fall betrifft, so irren Sie sich sehr“, versetzte der in der Schweiz nicht geheilte Kranke in ruhigem und versöhnlichem Ton. „Natürlich kann ich Ihnen nicht grundsätzlich widersprechen; denn so genau kenne ich die Verhältnisse nicht. Mein Arzt jedoch hat mir von seinen geringen Mitteln noch das Geld zur Reise gegeben, und außerdem hat er mich dort fast zwei Jahre lang auf seine Rechnung unterhalten.“

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