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Archive for the ‘Gesichter’ Category


Endlich wieder ein Beitrag aus der Leserschaft des Blogs – und dann auch noch von Hans Gruß! Gern mehr davon in diesen Zeiten, wo der Austausch mit Wladimir fast nur virtuell stattfindet und von der Erinnerung an frühere und der Hoffnung auf neue Begegnungen lebt.

Zuerst etwas Hintergrund: Die folgende Geschichte beginnt mit der für uns ersten Bürgerreise nach Wladimir im Mai 2000. Damit wurde schon die Basis für bis heute andauernde Freundschaften gelegt.

Bridget Gruß, Elisabeth Wittmann, Jelena Peters, Jekaterina Laschkowa, Julia Tokmak und Ole Peters

Wenn ich mich recht erinnere, standen der sehr großen Erlanger Bürgergruppe – das waren mehr als 100 Teilnehmer – fünf Reisebusse in Wladimir zur Verfügung. Und in jedem dieser Busse wurden wir Gäste von einer lokalen Deutschstudentin begleitet. Mit zweien sind wir bis heute noch eng verbunden, mit Jelena Prokofjewa, jetzt Peters, und Jekaterina Jeromina, jetzt Laschkowa. Beide waren Studentinnen bei Percy Gurwitz an der Universität. Und weil sie beide ein so großes Interesse an Deutschland hatten empfahl sie der Professor seinem Freund, Fritz Wittmann, aus Baiersdorf, der auch bei der Bürgerreise dabei war. Da gab es dann in der geringen freien Zeit viele Diskussionen, bei denen ich teilweise dabei war und beide, Lena und Katja, schätzen lernte.

Hans Gruß mit seinen Gästen

Die Lehramtsstudentinnen von damals sind inzwischen verheiratet und haben Familie, Lena in Karlsruhe und Katja in Sankt Petersburg. Zum Jahreswechsel kamen beide mit ihren Familien u.a. zu uns nach Baiersdorf. Um Lena zu sehen, besuchten uns noch Elisabeth Wittmann und Julia Tokmak.

Die Gäste mit Bridget Gruß

Katja und Iwan waren schon einige Male mit ihren Kindern, inzwischen drei Jungen, hier zu Besuch. Doch jetzt zu Iwan, um den es hauptsächlich gehen soll. Er hat das Stukkateurhandwerk gelernt und sich inzwischen auf Restauration spezialisiert. Ursprünglich aus dem Kaukasus stammend, waren seine Stationen Wladimir, Moskau und jetzt Sankt Petersburg, wo es bei den vielen alten Villen sehr viel Nachfrage nach seinem Können gibt. Aber letztes Jahr hatte er den bisher größten Auftrag, die Innengestaltung einer Kirche und zwar der Kathedrale der Streitkräfte der Russischen Föderation im Park Patriot der Ortschaft Kubinka, ca. 30 km von Moskau entfernt.

Davon hat mir Katja Aufnahmen geschickt. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, denn auch hier verzögert die Pandemie den Fortschritt. Ich bin mal wieder tief beeindruckt. Was für eine Partnerschaft, sie bringt immer neue positive Überraschungen und Begegnungen hervor, die den Horizont erweitern und die man überhaupt nicht erwartet. Dafür kann man nur dankbar sein.

Hans Gruß

P.S.: Wer die Reiseberichte von Hans Gruß noch nicht kennt, gebe dessen Namen in die Suchmaske ein und lasse sich in die Partnerstadt und ihre Umgebung entführen. Es lohnt sich!

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Heute gibt es den Geburtstag zweier Männer zu feiern, die für die Versöhnung zwischen Deutschen und Russen stehen. Der eine, Igor Schamow, von 1990 bis 2002 Oberbürgermeister der Partnerstadt, der andere, Wolfgang Morell, dem man 1942 als Kriegsgefangenem in einem Wladimirer Militärhospital das Leben rettete. Der eine wird heute 85 Jahre alt und empfing 1991 die erste Delegation von Weltkriegsveteranen aus Erlangen, der andere, 13 Jahre älter, hatte bereits ungezählte Gäste aus Wladimir bei sich zu Besuch.

Wolfgang Morell mit den beiden Altoberbürgermeistern Alexander Rybakow und Igor Schamow sowie mit Sophie Cammerer, Februar 2015, Wohnstift Rathsberg

In seinem Glückwunschschreiben an den Jubilar in Wladimir schreibt Erlangens Oberbürgermeister, Florian Janik:

Sie wurde zu einer Zeit Stadtoberhaupt von Wladimir, als nicht nur die Wirtschaft Ihres Landes zusammenbrach, sondern wo auch völlig unklar war, wie in sozialen und kulturellen Fragen weitergehen sollte. Sie setzten dabei auf zwei Säulen: zum einen die Selbstheilungskräfte der eigenen Gesellschaft mit dem Versuch, aus dem alten System zu erhalten, was irgend überlebensfähig erschien, und zum andern die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihren internationalen Partnern, besonders aus Erlangen. Und so kam es zu der Aktion „Hilfe für Wladimir“, zu der Bereitstellung der beiden Kesselhäuser und der Busse, zur Unterstützung des Klärwerks und zu der intensiven medizinischen Zusammenarbeit unserer Kliniken. Auch das Erlangen-Haus als Botschaft unserer Partnerschaft geht auf eine Initiative von Ihnen zurück. Neben all diesen bis heute so wichtigen Projekten – ich kann hier längst nicht alle nennen – gelang es Ihnen aber auch mit einer Reihe von Veranstaltungen – vorneweg das Fränkische Fest 1993 –, die Bürgerpartnerschaft zu etablieren, die sich bis heute fruchtbar weiterentwickelt.

Wolfgang Morell und Altoberbürgermeister Sergej Sacharow, 11. Juni 2012, Schloß Atzelsberg

Wolfgang Morell hingegen erreichen die besten Wünsche für seine Gesundheit aus Wladimir und der Blog-Redaktion, vor allem aber der Dank für die unschätzbare Freundschaft und die Friedensbotschaft. Und von den vielen-vielen Berichten über die beiden Jubilare nur dieser Rückblick: https://is.gd/tziwym

Polina

Polina Timofejewa

Schließlich aber ist da auch noch eine dritte im Bunde der Jubilare, wenn auch um mindestens zwei Generationen jünger: Polina Timofejewa, die nach dem Wintersemester 2019/20 über die Ferien nach Wladimir zurückkehrte und dann wegen Corona nicht mehr an der FAU weiterstudieren konnte und leider damit auch ihr Praktikum im Rathaus Erlangen abbrechen mußte. Da kann man nur ein baldiges Ende der Pandemie und die Rückkehr der Studentin wünschen.

Für alle drei haben wir ein Geburtstagsständchen im Programm: https://www.youtube.com/watch?v=k3fHJi6m-dw&fbclid=IwAR1YJ2Rli6RLSCQQM1bCQ3Co0e6S8tmUut5Fyz1–uR1robrcM-HSkf_Hn0

 

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Zu Christi Himmelfahrt eine Ode an die Freude und ein Corona-Gedicht von Wladimir Mioduschewskij, dem Puppenspieler aus der Partnerstadt, der schon seit Jahren ans Bett gefesselt ist.
Das Leben ist die reinste Freude! – Diesen Satz wiederholte immer wieder der Großvater meiner Frau Irina. Er wurde 90 Jahre alt und wiederholte stets dieses Mantra. Freilich widersprechen dem viele und meinen, mit dem Alter und seinen Begleiterscheinungen in Form von Krankheiten verschiedenen Kalibers und der immer weiter in der Vergangenheit zurückliegenden Höhenflüge höre der Mensch auf, sich zu freuen; vielmehr lebe er im fortgesetzten Zustand der Übellaunigkeit. Damit, wenn Sie gestatten, bin ich nicht einverstanden. Ich glaube, mit dem Einsetzen des Alters und verschiedener Unpäßlichkeiten erlebt man auch eine Überfülle an Gründen zur Freude. Ich bin aufgewacht, was für eine Freude. Ich bin am Leben. Ich bin ohne fremde Hilfe aus dem Bett gekommen. Wieder so eine Freude. Ich habe es bis ins Bad geschafft. Eine weitere Freude, wobei ich gar nicht davon reden will, wie viele Gründe zur Freude es an diesem geheimnisvollen Örtchen geben mag. Und dann sehe ich die Sonne, der pure Genuß. Ein Treffen mit den Kindern, Enkeln und Urenkeln, ein paradiesisches Gefühl! Und so könnte man ohne Ende Gründe zur Freude im Alter anführen. Aber ich denke, Sie finden diese auch ganz ohne mein Zutun, wenn Ihnen die Richtung und Gestalt Ihrer Gedanken in diesem Sinne gegeben sind. Unterdessen trinke ich einen Krug alkoholfreies Bier und verspeise dazu eine Scheibe Brot mit Butter und rotem Kaviar und FREUE MICH WEITER AM LEBEN.

Wladimir Mioduscheskij mit seiner Frau Irina und Tochter Tamara, 2007

Noch einmal gehn Unwetter nieder,
ein Virus klopft laut an die Tür.
Bau, Noah, die Arche doch wieder
für Menschen und alles Getier.
Als Name trag sie die drei Worte:
Banal? Ohne Fluch hingeschrieben,
sind sie zu der Welt doch die Pforte:
die HOFFNUNG, der GLAUBE, die LIEBE.

 

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Wer Bambus malen will, muß ihn im Herzen haben.

(Fernöstliche Weisheit)

Zunächst möchte ich sehr gerne herzliche Grüße nach Erlangen an alle Blog-Leser richten, die mich noch kennen, mit einigen bin ich leider nicht mehr in Kontakt. Und zwar an Irina Seidner (Gossmann), Kristina Werner, Gerhard Kreitz, Tatjana Parilowa, Georg Schneider und Peter Steger.

 

Heutzutage wird das Thema Berufung, oder, wie es John Strelecky nennt, Zweck der Existenz, oft diskutiert. Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht. Wenn unsere Arbeit da halbe Leben ist, dann sollten wir davon profitieren. Und nicht nur im finanziellen Sinne! Auf welcher Weise kann es begriffen werden, wofür unser Herz schlägt? Die Antwort auf diese Frage habe ich erst vor einigen Monaten gefunden, blieb aber jahrelang meinem Bauchgefühl treu.

Aus meiner persönlichen und sehr subjektiven Sicht ist es die wahre Berufung erst dann, wenn man sich mit einer gewissen Tätigkeit ehrenamtlich und uneigennützig beschäftigen kann. Wenn man Hobbys in einen Job umwandelt und dadurch nicht nur vergütet, sondern auch erfüllt wird. Das klingt märchenhaft, nicht wahr?

Wie die deutsche Sprache klingt, habe ich zum ersten Mal in einem Waldorfkindergarten begriffen, den ich mehrere Jahre lang nach einer damals tapferen Entscheidung meiner lieben Eltern besuchte. Mit 18 absolvierte ich eine Waldorfschule, wo Deutsch als erste Fremdsprache vermittelt wurde. Ungeachtet der unmittelbaren Nähe zur deutschen Kultur sowie anthroposophischen Pädagogik von Rudolf Steiner und zahlreichen Möglichkeiten, mit deutschen Gästen ins Gespräch zu kommen, blieb mein Verhältnis zur deutschen Sprache weiterhin kühl.

2008 wurde ich an der Wladimirer Pädagogischen Universität (die historische Fakultät) immatrikuliert. Zu jener Zeit stand Geschichte im Vordergrund, und Deutsch als Fremdsprache wurde mein zweites Fach im Studiengang. Am Wendepunkt meines Prioritätenwechsels lag die Anmeldung 2010 zu einem allgemeinen B1-Deutschsprachkurs im Erlangen-Haus.

Zwischenfazit 1: Jede bewußt gelernte Fremdsprache gewinnt für dich erst dann an Aktualität, wenn sie zu deinem Lebensbedarf gehört und eine praktische Anwendung in deinem Alltag findet!

Durch den spannenden Lernprozeß und eine kompetente Betreuung meiner Lehrerinnen, Tatjana Kirssanowa und Marina Gailit, wurde die Deutsche Sprache ein Werkzeug, ein Schlüssel zu einer lebendigen Kommunikation.

Zwischenfazit 2: Habe keine Angst vor Fehlern. Statt dessen mach Deine Fehler zu deinen besten Lehrern und wachse daran! Sei begehrlich nach Sprachkenntnissen und setze sie in die Praxis um! Die deutsche Sprache ist ein Werkzeug der Kommunikation und kein Museumsgegenstand.

Ich habe sehr gut meinen ersten B1-Sprachkurs bei Tatjana Kirssanowa in Erinnerung. Vor dem Unterrichtsbeginn sollten wir zwei Fragen beantworten: „Wie geht es Dir/Ihnen?“ und „Was gibt’s Neues?“. Jeder Teilnehmer sollte von einer interessanten Tatsache aus seinem Alltag berichten. Manchmal blieb ich vor der Eingangstür kurz stehen, um meine chaotischen Gedanken in Ordnung zu bringen und ein sinnvolles Ereignis aus meinem Leben als Antwort auf die kommenden Fragen zu formulieren. Vermutlich halten Sie dieses Benehmen für Blödsinn, doch das zeugt, meines Erachtens, von Verantwortung und Selbstdisziplin.

Iwan Nisowzew, Anna Kulakowa, Anastasia Owtscharow, Johanna Großer und Regina Halbfinger, 2017 in Jena

Zwischenfazit 3: Nimm das Erlernen der deutschen Sprache wahr! Erweitere gewissenhaft deine Wortschatz sowie Grammatikkenntnisse. Führe deine Notizen ordentlich, lies sie immer wieder, hefte alle erhaltenen Kopien ab! Denke während des Sprechens. Du trägst in gewissem Sinne eine Verantwortung für deine gesprochenen Gedanken. Es ist ganz gleich, ob es sich um eine Fremdsprache oder um deine Muttersprache handelt.

2010 habe ich an meiner ersten Sprachreise nach Erlangen teilgenommen und bereiste das Heimatland von Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller. Daraus haben sich bereichernde Freundschaften und Bekanntschaften herauskristallisiert, auf die ich bis heute großen Wert lege. Durch diese beeindruckende Reise wurde mein Interesse sowohl an der Vielfältigkeit der deutschen Sprache als auch an der deutschen Kultur geweckt. Deutsche Filme, Literatur, Kommunikation mit Muttersprachlern habe ich seitdem in mein alltägliches Leben einbezogen.

Zwischenfazit 4: Schaffe um dich herum ein kommunikatives Umfeld! Schaue Filme auf Deutsch mit und ohne Untertiteln, höre deutsche Radiosendungen, lies Online-Zeitungen, gründe ein Sprachtandem und setzte deine erworbenen Kenntnisse bei einer Tasse Kaffee oder Tee in die Praxis um. Lerne auf Deutsch zu denken, führe Dialoge mit dir selbst und auch bei Gelegenheit mit Muttersprachlern.

2013 schloß ich mein Studium als Lehrerin für Geschichte und Deutsch als Fremdsprache an der Wladimirer Pädagogischen Universität ab und fuhr für ein Jahr nach Deutschland. Der Wladimirer Euroklub bot mir eine Stelle als Freiwillige in unserer Partnerstadt Jena an. Für diese Gelegenheit bin ich Jelena Guskowa und Cornelia Bartlau sehr dankbar! Während meines Europäischen Freiwilligen Sozialen Jahres sammelte ich wertvolle Erfahrungen. Ich arbeitete in einem Jugendzentrum und organisierte rußlandorientierte Projekte für Jugendliche. Koch- und Länderabende, landeskundliche Spiele, Sprachanimation erweisen sich als besonders erfolgreich. Nebenbei bereiste ich Deutschland, nahm an einem deutsch-tschechischen Filmprojekt teil und knüpfte Kontakte.

Zwischenfazit 5: Sammle verschiedenartige Erfahrungen, reise und erweitere deinen Horizont, dein Bewußtsein. Halte dich auf dem laufenden in bezug auf Europäische Programme und Projekte, knüpfe Kontakte und pflege Freundschaften!

Mein unvergeßlicher Europäischer Freiwilliger Dienst legte die Basis für meine weitere sprachliche und persönliche Entwicklung. Ein paar Jahre widmete ich der Forschung der deutschen Sprache und Literatur. 2017 schloß ich erfolgreich mein Masterstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Als Sprachdozentin für Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache war ich viel in der Türkei und in Deutschland unterwegs. Ich unterrichtete Deutsch in verschiedenen Kontexten und heterogenen Gruppen. Im Moment unterrichte ich online und bin als DaF/DaZ-Dozentin an einem Interkulturellen Zentrum für Bildung und Kommunikation in Rudolstadt tätig.

Meine jetzige Arbeit erfüllt mich und hält mich in einer ständigen Entwicklung. Ich wünsche jedem, seinen Beruf zur Berufung zu machen.

Fazit: Lerne in jedem Alter und bei jeder Gelegenheit! Habe unbedingt Spaß damit!

Mit einem schönen Zitat von Johann Wolfgang von Goethe komme ich zum Ende meines Berichts und danke Dir recht herzlich für die investierte Zeit und Geduld. Hoffentlich kannst Du aus diesem Text Inspiration schöpfen. Viel Erfolg auf Deinem Wege!

Nichts auf der Erde ist ohne Beschwerlichkeit! Nur der innere Trieb, die Lust, die Liebe helfen uns Hindernisse überwinden, Wege bahnen und uns aus dem engen Kreise, worin sich andere kümmerlich abängstigen, emporheben.

Herzliche Grüße aus der Lichtstadt Jena!

Anna Kulakowa

P.S.: Anna Kulakowa wollte ursprünglich in diesem Artikel auch Bernd Uebel grüßen, erfuhr dann aber von dessen Tod, der sie zutiefst erschütterte und schreiben ließ: „Mein Beileid. Ich kannte Bernd seit acht Jahren… Seit meiner ersten Reise nach Erlangen. Ein strahlender Mensch mit einem großen Herzen.“

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Seit zehn Jahren sorgte er als Pächter des Bistros im Club International der Volkshochschule für das leibliche Wohl seiner Gäste und gab allen, die in seinem Café Platz nahmen oder sich am Büfett einer Veranstaltung bedienten, das Gefühl, er habe genau auf niemanden sonst, sondern nur noch auf sie gewartet. Nun ist Bernd Uebel, an dessen Seite hinter und vor dem Tresen Lala Reyef und Franco Tommasino standen am 24. April ganz unerwartet verstorben. Für all die vielen anderen, die den Wirt mit dem gastlichen Herzen kannten und schätzten, nimmt Tatjana Kirssanowa, Leiterin der Deutschkurse am Erlangen-Haus, Abschied aus der Ferne.

Bernd Uebel

Bernd Uebel und Franco Tommasino

Das ist eine erschütternde Nachricht für uns alle, ein schwerer Verlust. Wir alle haben Bernd sehr geliebt und werden ihn sehr vermissen. Es gibt Menschen, die Spuren in unserem Herzen hinterlassen. Bernd hat zu ihnen gehört: Er hat sich nicht einfach nur so um uns, um unsere Gruppe, gekümmert. Nicht einfach nur gekocht und bedient. Es gab etwas Besonderes, etwas mehr, immer mehr: sein Lächeln, seine Witze, seine Komplimente, seine Herzlichkeit… Im Februar, bei unserem letzten Wiedersehen, hat er uns über seine Träume für die Zukunft erzählt… Unser Beileid und aufrichtiges Mitgefühl gelten seiner Familie. Es ist schwer, bei einem solchen Anlaß tröstende Worte zu finden, vor allem für seine Töchter, die er so sehr geliebt hat. Einfach unvorstellbar! Armer Bernd!

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In diesen Tagen und Wochen macht die Corona-Pandemie manche Pläne zunichte und rückt sogar wichtige Themen in den Hintergrund. Auch die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, der vor 75 Jahren in seine vernichtende und am schließlich doch befreiende Endphase ging. Eigentlich war ja zwischen Erlangen und Wladimir die Herausgabe eines Buches mit Erinnerungen von Kriegskindern geplant. Diese wird nun voraussichtlich nur virtuell stattfinden können. Einige dieser ganz persönlichen Aufzeichnungen erschienen ja bereits hier, heute nun Zeilen einer Frau, die dem dankbaren Blogger schon in der Kindheit zum engsten Familienmitglied wurde und deren Mutter diese Photographie zu verdanken ist.

Doris und Peter Steger im Kindheitsparadies Hartenstein

Wo soll ich anfangen zu berichten? Was ist mir wichtig, dieses Stück Zeit auch mit anderen, mir fremden Menschen zu teilen?

Meine Kindheit war nicht spektakulär, eigentlich normal. Nur aus einigen Beispielen wird deutlich, daß vorher Krieg war.

Ich lebte damals mit meiner Mutter, meiner Großmutter und meinem Großvater (Eltern meines Vaters) sowie der Schwester meines Vaters in einem Bauernhaus. Mein Opa war Zimmermeister, gründete ein Geschäft und baute neben dem Bauernhaus eine Zimmerwerkstatt. Hier war ich täglich, dies war mein Spielplatz, meine Welt – und ich fühlte mich wohl.

Als ich sechs Jahre alt war, kam eine Flüchtlings-Familie aus Ostpreußen in unser äußerlich vom Krieg verschontes Dorf in Oberschwaben. Bei dieser Familie war ein Mädchen, so alt wie ich. Wir wurden Freundinnen, spielten miteinander, gingen gemeinsam in die Dorfschule, die einen Saal und einen Nebenraum für acht Schulklassen hatte. Unser Lehrer unterrichtete alle acht Klassen allein. Von Zeit zu Zeit durften gute Schüler der 8. Klasse im Nebenzimmer mit den Schulanfängern lesen oder rechnen.

Warum mein Vater nicht da war, fragte ich damals nicht. Darüber wurde auch nicht gesprochen. Ich sah nur immer wieder meine Mutter weinen. Vom damaligen Major meines Vaters erfuhr ich, daß mein Vater im April 1943 kurz nach Hause durfte, weil  die Ärzte Verdacht auf Diphterie feststellten. Somit konnten meine Eltern am 17. April 1943 ihre Hochzeit feiern, wonach mein Vater kurz darauf zurück an die Front mußte. Ein weiteres, kurzes Zusammensein meiner Eltern war in Stuttgart, weil mein Vater als Zimmermeister im August 1943 dort zum Aufbauhilfskommando beordert wurde.

Aus Erzählungen seines Majors erfuhr ich etwas von ihren Kriegserlebnissen in Rußland, von der Kälte, von ihrem Hunger, von den kaum befahrbaren Straßen, von den toten Soldaten am Wegrand.

Bei einem Umzug entdeckte ich einen Brief meines Vaters an seinen Bruder, nachdem er von meiner Geburt erfahren hatte. Hier ein kleiner Auszug daraus:

Ich glaube, Du kannst Dir vorstellen, wie gern ich die beiden sehen möchte. Mich zieht die Sehnsucht nun noch viel mehr in die Heimat als bisher. Ich denke an den großen Schwindel und an das unendliche Leid, das dieser Krieg der Menschheit bringt.

Erst Jahre später erfuhr ich, daß meine Mutter ihrem Mann lediglich ein Bild von mir als halbjähriges Baby schicken konnte. Von Angesicht zu Angesicht sahen wir uns nie.

Ich hätte so gerne meinen Vater erlebt. Ob bewußt oder unbewußt, er fehlte immer.

Meine Mutter erhielt von meinem Vater einen Brief vom Mai 1945, als der Krieg schon zu Ende war. Das war sein letztes Lebenszeichen, mein Vater kam nie zu Hause an. –

So war das Leben meiner Mutter in dieser Zeit hauptsächlich geprägt von Sehnsucht und Entbehrung. Aber sie fand eine Freundin, die mit ihr fühlte, sie verstand und wieder Freude in ihr Leben brachte. Diese innige, wertvolle Freundschaft dauerte bis zu ihrem Tod – und sie setzt sich heute fort, in ihrem Sohn, Peter Steger, und mir.

Sigrid Kopf, Birkenhard

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Vorgestern bestätigte die Gesetzgebende Versammlung des Gouvernements Wladimir, vergleichbar mit unserem Landtag, einstimmig, bei nur einer Enthaltung, zwei neue Ehrenbürger der Region: Nikolaj Winogradow, von 1996 bis 2013 Gouverneur, und Eduard Markin, Gründer und langjähriger Leiter des Wladimirer Theaters für Chormusik. Beide haben nicht nur große Verdienste in ihrer Heimat, sondern sie förderten auch in vielfacher Weise den Austausch zwischen den Partnerstädten. So unterstützte Nikolaj Winogradow noch in seiner Zeit als Vorsitzender des Regionalparlaments die Sanierungsphase des Erlangen-Hauses, während Eduard Markin bereits ab den 80er Jahren mit seinem Kammer- und Knabenchor in Erlangen auftrat. Deshalb auch aus der deutschen Partnerstadt an beide die besten Glückwünsche zu der verdienten Ehrung.

Nikolaj Winogradow und Eduard Markin, montiert von Zebra-TV

Es handelt sich bei der Ehrenbürgerwürde übrigens nicht nur um einen Titel ohne Mittel, denn die Auszeichnung bringt auch die eine oder andere Vergünstigung mit sich: das Recht auf einen unverzüglichen Termin beim Gouverneur und Vorsitzenden des Regionalparlaments; die kostenlose Nutzung aller Verkehrsmittel innerhalb der Region mit Ausnahme von Taxi und Fernzug; freier Eintritt bei Festveranstaltungen staatlicher und kommunaler Behörden der Region; Bezug einer monatlichen Leistung in Höhe von 7.180 Rubel mit vorgesehener Erhöhung, entsprechend der Entwicklung staatlicher Bezüge. Wie gesagt, eine verdiente Ehrung.

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Im Rahmen des Projekts „Kriegskinder“ und passend zum heutigen Internationalen Frauentag veröffentlicht der Blog wieder einmal eine jener unglaublichen Geschichten, wie sie nur das Leben schreibt. Aber lesen Sie selbst!

Ich bin 1936 geboren und habe drei jüngere Schwestern; unsere sechsköpfige Familie wohnte seit 1939 in einem östlich gelegenen Vorort von Berlin. Dort erlebten wir die Kriegszeit, relativ unbeschadet; nur einmal trafen Brandbomben unser Haus, richteten aber zum Glück nur geringen Schaden an.

Anfang 1945 aber wurde die Situation bedrohlich – „Die Russen kommen!“ Auch wir Kinder spürten die nahende Gefahr: Meine Schwester und ich vergruben unsere kostbarsten Spielsachen zum Schutz im Garten…

Unser Vater war zu den Soldaten eingezogen, und unsere Mutter hatte unsere beiden jüngsten Schwestern bei Bekannten in einem Kinderheim im Harz in Sicherheit gebracht.

Beim Einmarsch der Sowjetarmee tat sich unsere Mutter mit einer Freundin zusammen (sie hatte zwei Töchter etwa im Alter meiner nächstjüngeren Schwester und mir) – zu sechst hockten wir nächtelang, zitternd vor Angst, im Keller, während unsere Häuser von den Soldaten geplündert und verwüstet wurden. Und eines Nachts erschien eine Schar lärmender Russen im Keller: „Frau, komm!“ Unsere Mütter weigerten sich. Und als die Situation immer bedrohlicher wurde, sagten sie schließlich in ihrer Angst und Hilflosigkeit: „Nein, wir kommen nicht. Dann erschießt erst die Kinder und dann uns!“ Da brachen wir Kinder in Todesgeschrei aus – und in meiner Erinnerung gibt es einen Filmriß…

Nächste Szene: Alles ist verändert, die Russen sitzen friedlich, deutlich gerührt an unseren Kinderbetten und zeigen uns die Bilder ihrer Kinder! Die Gefahr war gebannt.

Sabine und Barbara, Februar 1946, Ahrendsee

1946 floh unsere Mutter mit uns beiden Schwestern in den Westen in die Lüneburger Heide, wo sich unsere Familie komplett wieder zusammenfand; zuerst bei Freunden, da das aber zu eng wurde, bei einer weiteren Familie, die zwei Zimmer für uns abgab. Wir führten ein gutbürgerliches Leben. – Aber die Erinnerung an jene nächtliche tödliche Bedrohung durch die russischen Soldaten saß offenbar ganz tief in mir: Als ich etwa im Jahr 2005 unvermutet in einen auf Russisch gehaltenen Vortrag geriet, mußte ich fluchtartig den Saal verlassen – ich war von panischer Angst überschwemmt.

Einige Wochen später war mir klar: So kann und will ich nicht weiterleben! Auch Russen sind Menschen!

Über eine Einrichtung in Berlin, Kontakte – КОНТАКТ-КОНТАКТЫ e.V., die sich aktiv für Wiedergutmachung und Verständigung zwischen Deutschen und Russen einsetzt, bekam ich die Adresse eines früheren russischen Soldaten, der sich einen Briefwechsel mit jemandem aus Deutschland wünschte. So kam ich in Kontakt mit Anatolij aus Moskau. Im Lauf der Monate gewann der Briefwechsel an Herzlichkeit, wir gingen vom „Sie“ zum „Du“ über. Freilich kam in Ehrlichkeit auch gelegentlich die Vergangenheit zu Wort: Als ich Anatolij fragte, woher er seine Briefe auf Deutsch schreiben könne, antwortete er: „Habe ich Deutsch gelernt auf besondere Universität – war deutsche Kriegsgefangenschaft.“ Bewundernswert, wie er das ohne Groll schrieb; er war mit 24 Jahren in Berlin in Gefangenschaft geraten.

Allmählich wuchs in Anatolij und mir der Wunsch nach einer persönlichen Begegnung. So faßte ich für den Februar 2009 einen Besuch in Moskau ins Auge. (Mein erster und einziger Besuch in Rußland.) Mich begleitete meine Tochter, die dank ihres Slawistik-Studiums Russisch spricht. (Anm. d. Red.: Der Tochter, Uta Blumberg, verdanken wir auch diesen Bericht.)

Und dann durften wir beide einen Nachmittag lang – von 13 bis 17 Uhr – Gäste sein bei Anatolij und seiner Frau Galina. Eine unvergeßliche Begegnung! Der 88jährige Veteran und seine nur wenig jüngere Frau empfingen uns mit überwältigender Gastfreundschaft! In ihrer winzigen Wohnung, die neben Mini-Küche und WC nur aus einem einzigen Raum (zum Essen, Schlafen, Lesen!) bestand, erwarteten uns zwei üppige Mahlzeiten und liebevollste Geschenke, neben einem riesigen Pralinenkasten, zwei von Anatolij selbstgeschriebene Bücher und zwei großformatige, von Galina selbst gestaltete Wandbilder! Vertrauensvolle Gespräche waren möglich. Es herrschte eine ergreifende Atmosphäre von Freundschaft und Nähe.

Was für ein Geschenk!

Springorum 2

Anatolij und Sabine, Februar 2009, Moskau

Nach unserer Rückkehr aus Moskau setzte sich der herzliche Briefwechsel zwischen Anatolij und mir fort; er vertiefte sich noch, als seine geliebte Galina wenige Jahre später starb. Und kurz danach enthielt Anatolijs Brief den Satz: „Sabine, bitte komm nach Moskau – ich möchte Dich heiraten!“

Das habe ich natürlich freundlich abgelehnt, doch es tat dem Briefwechsel zum Glück keinen Abbruch.

Seit Anfang 2016 blieben Anatolijs Briefe aus; sein Leben wird zu Ende gegangen sein…

Aber mir bleibt die große Dankbarkeit dafür, daß ich diesen Menschen kennenlernen durfte – einen Russen, aber vor allem: einen Menschen!

Sabine Springorum, aufgezeichnet Oktober 2019

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In ihrem 70. Lebensjahr verstarb am 15. Februar die ehemalige Stadträtin und Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Erlangen-Höchstadt, Jutta Helm. Ihr politisches und soziales Wirken in der Heimat ist weithin bekannt, weniger schon kennt man ihr Engagement in und für Wladimir. Nach einem ersten Kennenlernbesuch der Partnerstadt 1999 kehrte sie drei Jahre später, begleitet von Ruth Sych, zurück, um sich die sozialen Einrichtungen Wladimirs genauer anzusehen. Ganz ihrem karitativen Credo verpflichtet, beließ es die Kommunalpolitikerin nicht dabei, Einblick in das russische Fürsorgesystem zu nehmen, sondern sie startete eine eigene Aktion zur Anschaffung von Rollstühlen und Gehhilfen für ein Pflegeheim und empfing natürlich auch in den Räumen der AWO Delegationen aus Wladimir, die sich über das hiesige Sozialwesen informieren wollten.

Jutta Helm und das Quartett von Igor Besotosnyj im Dezember 2011

Ihre große Liebe galt allerdings dem Quartett von Igor Besotosnyj, das Jutta Helm immer wieder – auch in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Seniorenbeirats – zu Auftritten in Begegnungsstätten einlud. Und dann ist da noch etwas, von dem kaum jemand weiß. Als Ende 2000 der Jungunternehmer, Alexander Juswik, mit einem großen Auftrag und wenig Geld, aber ausgestattet mit einem Empfehlungsschreiben seines Oberbürgermeisters, Igor Schamow, nach Erlangen kam, um bei den Stadtwerken gebrauchte Busse für den maroden ÖPNV in Wladimir zu kaufen, war es Jutta Helm, die einen Zahlungsaufschub bei der Sparkasse vermittelte. Dank ihr rollte das erste Dutzend gebrauchter Busse der ESTW AG schon wenige Wochen später, Anfang 2001, gen Wladimir und fuhr dort Rubel für Rubel ein, bis die Schuld nebst Zinsen nach Jahresfrist vereinbarungsgemäß getilgt war. Der Vertrauensvorschuß hatte sich ausbezahlt.

Jutta Helm hat sich um die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir verdient gemacht. Ihr gebührt ein ehrendes Andenken.

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Heute vor zehn Jahren erschien im Blog eine Ode an die heutige Jubilarin, Irina Chasowa, wo noch jedes Wort Gültigkeit behält https://is.gd/4ka8Kt und nur der einen oder anderen Aktualisierung bedürfte. Doch viel besser als dies die Redaktionsleitung vermag, können das die beiden Zuschriften von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß sowie dem Ehepaar Dieter und Angelika Wenzel, stellvertretend für die vielen anderen, die sich den Glückwünschen anschließen.

Natalia Pawlowa, Irina Chasowa und Elisabeth Preuß

Ein Hotel ist ein vielschichtiges Gebilde, Fachleute werden den Vergleich mit einem komplexen Organismus sicher nicht als abwegig bezeichnen.

Eine Sprachenschule ist mehr als eine Schule, da nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene mit ganz anderen Anforderungen beschult werden, pädagogisches Geschick; generationenübergreifendes Denken und Personalführungskompetenz sind für die Leitung unerläßlich.

Ein Zuhause für Freunde und Gäste aus der Partnerstadt  zu betreiben, damit es sich eben nicht als Hotel, sondern als Zuhause auf Zeit anfühlt, verkompliziert die Aufgabe noch weiter; hierfür ist Fingerspitzengefühl und interkulturelle Kenntnisse grundlegend.

Bindeglied, besser noch Gelenk zwischen dem Rathaus Erlangen und der Stadtverwaltung in Wladimir zu sein, erfordert zusätzlich zu den Managementfähigkeiten diplomatisches Geschick sowie Kenntnisse darüber, wie Verwaltung hüben wie drüben tickt.

Und schließlich fungiert das Erlangen-Haus als Vermittler für alle Erlanger Vereine, Organisationen, Schulen, Initiativen und Privatpersonen, die in Wladimir einen Partner suchen. Um dies zur Zufriedenheit aller zu erledigen, braucht man nicht mehr und nicht weniger als einen Tausendsassa.

Zusammengefaßt: fünf Jobs und eine Frau, Irina Chasowa.

Wobei „Job“ hier das völlig falsche Wort ist. Wer die Leitung einer Institution wie des Erlangen-Hauses als „Job“ bezeichnet, dem fehlt genau das, was es braucht, um zwischen Funktionieren und Pulsieren, zwischen ordnungsgemäßem Betrieb und einem Kaleidoskop im Kontext von Sprache, Austausch und Verständigung zu unterscheiden. Es geht nicht um Zimmerbuchung, Sprachkurs-Organisation und Personalführung, sondern um Freude am Spracherwerb, um Leben mit zwei Sprachen, um Brückenbau, um wirtschaftliche Zusammenarbeit und immer wieder, gerade heute muß das dick unterstrichen werden, um Arbeit für Frieden, um Verständnis füreinander und Freundschaft miteinander.

Irina Chasowa und Elisabeth Preuß

All dies schafft Irina Chasowa nun schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Ira lebt und arbeitet für unsere Städtepartnerschaft.

Diese ideenreiche, zuverlässige, vertrauenswürdige und humorvolle Frau wird heute 50 Jahre.

Liebe Ira, ich wünsche Dir alles Liebe und Gute, bleib gesund und guter Dinge. Ich bin stolz und glücklich, Dich meine Freundin nennen zu dürfen.

Deine Freundin Elske

Angelika und Dieter Wenzel mit Irina Chasowa in der Leitung

Liebe Ira,

zwei langjährige Freunde aus Erlangen, Angelika und Dieter, gratulieren Dir von ganzem Herzen zu Deinem runden Geburtstag oder, besser noch, zum Eintritt ins neue Jahrzehnt.

Laß Dich feiern! Wir schätzen an Dir deine Fröhlichkeit, Deine Ernsthaftigkeit im Gespräch, Dein Wissen, Deine Hilfsbereitschaft, Deine Zuverlässigkeit. Bleib gesund, damit Du Deine interessanten Aufgaben im Erlangen-Haus mit vollem Einsatz erledigen kannst. Das wünschen wir Dir.

Wir blicken auf eine fast dreißigjährige Freundschaft zurück, die entstanden ist durch die enge Zusammenarbeit mit Dieter und seinem Engagement für die Kinderklinik in Wladimir. Hierbei warst du immer eine zuverlässige Organisatorin und Dolmetscherin.

Eure russische Gastfreundschaft ist uns ein Beispiel ebenso wie die Geborgenheit im Erlangen-Haus, das immer unser bestes Hotel bleibt!

Wir empfinden es als GLÜCK, Dich als Freundin zu wissen!

Viele gemeinsame Erlebnisse und gemeinsame Reisen prägen unsere Freundschaft.

Wir leben mit dir wirklich eine russisch-deutsche Partnerschaft!

Dieter Wenzel, Irina Chasowa und Olga Dejewa

Ganz besondere Treffen gibt es immer mit Deinen Eltern auf der Datscha. Dort werden Steinpilze gesammelt in den weiten Wäldern, bis wir uns sogar mal verlaufen haben. Danach genießen wir Eure Sauna, um dann bei Wodka und Pilzsuppe mit Piroggen den Tag mit viel Lachen, ausklingen zu lassen.

Wir freuen uns schon wieder auf Deinen Aufenthalt im Sommer bei uns.

Angelika und Dieter Wenzel

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