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Archive for the ‘Erlangen-Haus’ Category


Noch immer gibt es gottlob weder in der Partnerstadt noch in der Region Wladimir einen Fall von Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus. 147 sind das freilich inzwischen landesweit. Aber 155 Menschen – Stand: 9.00 Uhr, 18. März – befinden sich laut Gesundheitsbehörden der RegionWladimir in häuslicher Quarantäne und werden ärztlich überwacht. Am 23. März soll vorsorglich ein „Observatorium“ mit 75 Betten für Verdachtsfälle eingerichtet werden, und 200 Freiwillige mit medizinischer Ausbildung stehen zur Diagnose abrufbereit. Außerdem gibt es im Landkreis Alexandrow ein Zentrum zur Isolierung von bis zu 15 Patienten. Vorsorge für den Ernstfall ist also getroffen.

Unterdessen schließt auch das Erlangen-Haus seine Türen und stellt die Deutschkurse auf Fernunterricht um. Das Team um Irina Chasowa richtet einen Jour-Dienst ein und ist nur noch fernmündlich oder per Mail zu erreichen. Eine sicher richtige Maßnahme, um den Vorsprung gegenüber den Risikogebieten, zu denen ja leider auch Deutschland gehört, zu nutzen. Leider kommt es auch in Wladimir zu all den unschönen Nebenerscheinungen wie Hamsterkäufen, wobei hier das Objekt der Begierde hauptsächlich Buchweizen sein soll.

Manches läuft allerdings noch halbherzig. So bleibt die Gemäldegalerie vorerst noch geöffnet, wenn auch eingeschränkt und unter Auflagen: Weder touristische Gruppen, noch ausländische Staatsbürger oder Besucher mit einer Körpertemperatur über 37,2° C erhalten Einlaß. Außerdem gibt es die Auflage, selbst mitgebrachten Mundschutz zu tragen.

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1985 verstarb achzigjährig in Moskau der Kunsttheoretiker Michail Bachtin, dessen These von „Literatur und Karnveal“ bis heute Einfluß auf die Deutung von Prosa ausübt. Folgt man ihr, war die Karnevalszeit in allen Epochen ein kleiner Sieg über das offizielle Leben. Begleitet von Bildern aus dem Erlangen-Haus deshalb einige Zitate des Gelehrten, die etwas Ernst in die närrische Zeit bringen, die ja auch schon wieder einige Zeit hinter uns liegt.

Karneval 1

Das festtägliche Lachen des Volkes schließt nicht nur das Moment des Sieges über die Furcht vor den Schrecken des Jenseits, vor dem Geheiligten, vor dem Tod in sich ein, sondern auch das Moment des Sieges über jede Gewalt, über die irdischen Herrscher, über die Mächtigen der Erde, über alles was knechtet und begrenzt.

Karneval 2

In der Zeit wurde den Menschen bewußt und sie begriffen, daß das Lachen keine Scheiterhaufen aufrichtet, daß Heuchelei und Betrug niemals lachen, sondern eine ernsthafte Maske anlegen, daß das Lachen keine Dogmen erzeugt und keine Autorität aufrichtet, daß das Lachen nicht von Furcht, sondern vom Bewußtsein der Kraft zeugt, daß das Lachen mit Zeugungsakt, Geburt, Erneuerung, Fruchtbarkeit, Überfluß, Essen und Trinken, mit der irdischen Unsterblichkeit des Volkes, endlich mit der Zukunft und dem Neuen zusammenhängt, daß es ihnen den Weg bahnt.

Karneval 3

Die Darstellungen von Chimären, komischer Teufel, Gauklern mit ihren akrobatischen Tricks, maskierte Figuren und parodistischen Szenen.

Karneval 5

Im Grotesken wächst der Leib über sich hinaus, überschreitet er seine Grenzen; die wichtigsten Körperteile dabei sind: die Nase, der Mund, der Bauch und das Geschlechtsorgan. Zu dem grotesken Leib gehört jedoch noch viel mehr, als diese vier:

Karneval 6

Die wesentlichen Ereignisse im Leben des grotesken Leibes, sozusagen die Akte des Körper-Dramas, Essen, Trinken, Ausscheidungen (Kot, Urin, Schweiß, Nasenschleim, Mundschleim), Begattung, Schwangerschaft, Niederkunft, Körperwuchs, Alter, Krankheiten, Tod, Zerfetzung, Zerteilung, Verschlingung durch einen anderen Leib – alles das vollzieht sich an den Grenzen von Leib und Welt, an der Grenzen des alten und neuen Leibes.

Karneval 7

Es geht nicht nur um den äußeren, sondern auch den inneren Anblick des Leibes: das Blut, das Gedärm, das Herz und die anderen inneren Organe.

Karneval 8

Dem seit dem Mittelalter gültigen Bild vom völlig fertigen, abgeschlossenen, streng abgegrenzten, von außen betrachteten, unvermischten, individuell-ausdrucksvollen Leib steht der groteske Leib gegenüber, ein werdender Leib, der niemals fertig, niemals abgeschlossen ist.

Doch genug des Ernstes der Theorie. Obwohl ja auf einigen Bildern zu erkennen ist, wie ernst bei allem tollen Treiben das Lesen und Schreiben genommen werden. Eben ganz nach Bachtins Motto vom Ernst des Lachens.

 

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So wie auch der schönste Abend einmal zu Ende geht, schließt selbst der längste Fortsetzungsbericht mit dem letzten Punkt. Und im Fall des Russischen Abends mit einem großen Dankeschön an die vier ehrenamtlichen Köchinnen, die für die russischen Teil des Büfetts sorgten, während das gastronomische Team vom Club International unter Leitung von Bernd Uebel den fränkischen Part und die Getränke beisteuerte.

Natalia Kaiser, Nadja Steger und Jelena Schaab

Alle Getränke? Nein: Wie schon bei den letzten Russisch-Deutschen Wochen spendete Köstlich & Co. in der Friedrichstraße 18, von seinen Delikatessen aus aller Welt die richtige Teemischung für den Abend.

Gabriele Steinbach, Inh. von Köstlich & Co.

Geschmeckt hat es offensichtlich allen, jedenfalls blieb so gut wie nichts übrig, alles wurde brav aufgegessen. Kein Wunder aber auch nach dem gut eineinhalbstündigen Programm mit Reden und Präsentationen. Da war leibliche Stärkung angesagt.

Russischer Abend 46

Jekaterina Korschofski und Natalia Kaiser mit Othmar Wiesenegger als „Kiebitz“

Auch für Jekaterina Korschofski, die nicht nur beim Verpflegungsteam aktiv war, sondern auch am Dienstag, den 11. Februar, und am Donnerstag, den 13. Februar, im Rahmen der Russisch-Deutschen Wochen beweist: „Kyrillisch schreiben… ist gar nicht so schwierig“. Ob das so stimmt? Kalligraphisch ist es auf jeden Fall.

Essen hin, Trinken her, aber nie ohne den Bildungsauftrag der Volkshochschule! Viele grübelten auch noch bei Tisch, wie hier Hans Gruß, über den Quizfragen.

Unterdessen konnte sich das Orga-Team schon einmal erleichtert freuen: gut 130 Gäste beim Russischen Abend, um die 600 Teilnehmer an den bisherigen Veranstaltungen der Russisch-Deutschen Wochen. Eine Statistik, hinter der mehr als Zahlen stehen, sondern vor allem die ungezählten Ehrenamtlichen, die ihre je eigenen Verbindungen zu Wladimir pflegen, ihre je ganz besonderen Projekte entwickeln und einfach Freundschaft halten. Sie alle sind das Salz der Partnerschaft, um es biblisch auszudrücken.

Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa, Elisabeth Hein, Nadja Steger, Reinhard Beer und Peter Steger

Da ist Fredi Schmidt, Fahrer des Erlanger Oberbürgermeisters, der sich schon auf seinen nächsten Laufwettkampf in Wladimir freut.

Russischer Abend 32

Nadja Steger, Fredi und Martina Schmidt

Da ist Tom Weinhold, Frontmann der Band Meloco, der zusammen mit Marcel Desch und Christian Marsch von Impvlse so begeistert von dem nun schon zehn Jahre währenden Austausch von Rockgruppen mit Wladimir berichten kann, der im Herbst schon – dann freilich mit anderen Ensembles – fortgesetzt wird.

Tom Weinhold

Da ist John Stackmann, der hofft, nach einem Jahr Pause zum zwanzigjährigen Jubiläum seines Winterwaldlaufs in der Brucker Lache wieder Athleten aus Wladimir am Start begrüßen zu können.

Michael Cassens, Susanne Lender-Cassens und John Stackmann

Da ist der Weltkriegsveteran, Wolfgang Morell, der ungeachtet seiner 96 Jahre noch kaum eine Veranstaltung der Russisch-Deutschen Wochen ausließ und voll des Lobes für das Orga-Team ist.

Russischer Abend 35

Wolfgang Morell

Da sind Helene Decker vom Jugendamt und Haram Dar vom Jugendparlament, die Ende des Monats nach Wladimir reisen, um dort ein ganz neues Austauschprojekt zu starten, von dem sicher hier im Blog bald zu lesen sein wird.

Helene Decker und Haram Dar

Da sind Johannes Tuczek und Jürgen Schwandner vom Städtischen Bauamt, die in der Planungsphase für das Erlangen-Haus die architektonischen Grundlagen schufen und im Mai zu dessen fünfundzwanzigjährigen Jubiläum in die Partnerstadt fahren.

Michael Cassens, Johannes Tuczek und Jürgen Schwandner

Da sind Rolf Wurzschmitt und Abram Dyck, die mit dem „Kesselhaus Erlangen“ und den gebrauchten VAG-Bussen Anfang der 90er Jahre maßgeblich halfen, die Infrastruktur Wladimirs zu stabilisieren und auch bei der Sanierung des Erlangen-Hauses eine hilfreiche Hand anlegten, während Stadtrat und Internist i.R., Jürgen Zeus, bis heute den von Rotary Erlangen finanzierten Medizinaustausch koordiniert.

Rolf Wurzschmitt, Peter Steger, Abram Dyck und Jürgen Zeus

Da ist das Ehepaar Eva und Gerhard Hammer, das im Vorjahr Wladimir besuchte, wo auf Initiative des damaligen Direktors, Gerhard Hammer und mit Unterstützung der seinerzeitigen Partnerschaftsbeauftragten, Nadja Jewrassowa, das Gymnasium Fridericianum seit zwanzig Jahren (!) seine russische Partnerschule hat.

Gerhard und Eva Hammer

Eine Galerie, die sich noch lange fortsetzen ließe, die aber – eingedenk der Einleitung – nun zu einem Ende kommen soll. Aber nicht ohne ein Bild vom Glückspilz des Abends, der die Reise nach Wladimir (und zurück, wie Reinhard Beer verschmitzt anmerkte) gewann. Sehr zur Mitfreude des ganzen Saals.

Sieghard Hellmann, festgehalten von Othmar Wiesenegger

Eine Fortsetzung der Berichterstattung über den Russischen Abend am 31. Januar gibt es jetzt nicht mehr. Aber zum einen werden ja die Russisch-Deutschen Wochen am kommenden Samstag um 15.00 Uhr im Club International der Volkshochschule unter dem Motto „Russischer Humor“ fortgesetzt, und zum andern gibt es schon die ersten Ideen für die nächste russisch-deutsche Biennale Anfang 2022. Es gilt eben auch hierfür der Sepp-Herberger-Spruch in Abwandlung: Nach dem Russischen Abend ist vor dem Russischen Abend!

Finis cum grano salis , Ende auf Anfang gesetzt, конец – молодец!

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Im Mittelpunkt des Russischen Abends am Freitag stand natürlich das Jubiläum des Erlangen-Hauses. Vor 25 Jahren, am 7. Mai 1995, eröffnet, hatte die Botschaft der Partnerschaft natürlich auch eine Vorgeschichte.

Die Geburtstagstorte für das Erlangen-Haus

Selbst an einer solchen Festveranstaltung ist es unmöglich, die ganze Geschichte der Sanierung, Eröffnung und Fortführung des Hauses darzustellen, aber der Versuch war es wert: in zwei Teilen zu je zwei Pärchen.

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa

Während Wolfram Howein und Peter Steger die von Helmut Eichler geleitete Entwicklung bis 1995 skizzierten, berichteten die beiden Dozentinnen, Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa, von der Entstehung des Sprachlernzentrums, das in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und dem Goethe-Institut entstand und heute so erfolgreich seine Deutschkurse anbietet: Sprachlernzentrum Erlangen-Haus

Wolfram Howein

Namen und Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart, Menschen und Erinnerungen, ohne die das Erlangen-Haus nicht denkbar wäre. Alles akribisch zusammengetragen im Jubiläumsband des Autorenduos Irina Chasowa und Wolfram Howein – zweisprachig auf gut 120 Seiten – unter dem Titel „Das Erlangen-Haus in Wladimir“.

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa mit John Stackmann im Hintergrund

Dieses beim Russischen Abend präsentierte Standardwerk über Werden und Sein des „Deutschen Hauses“, wie es in Wladimir oft auch genannt wird, gehört ab sofort zur Pflichtlektüre aller, die sich für die Städtepartnerschaft interessieren, denn kein Projekt vorher oder nachher kann sich mit dem Erlangen-Haus und seiner Bedeutung messen. Nicht von ungefähr wurde ja das Erlangen-Haus 2001 von Bundespräsident Johannes Rau mit dem „1. Preis für bürgerschaftliches Engagement in Rußland“ ausgezeichnet. Erhältlich ist das Buch gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro unter peter.steger@stadt.erlangen.de

Wolfgang Morell und das Jubiläumsbuch zum Erlangen-Haus in Wladimir

Es ist aber auch noch ein Jubilar zu nennen, der heute seinen 75. Geburtstag feiert: der Kinderarzt und Prof. em. Dieter Wenzel, dem für seine Verdienste um die medizinische Zusammenarbeit mit Wladimir vor zehn Jahren der Ehrenbrief der Stadt Erlangen verliehen wurde https://is.gd/ULXMpm.

Dieter Wenzel und Wolfram Howein

Gratulation und ein großes SPASIBO für alles, lieber Dieter! Und danke an Nadja Steger und Othmar Wiesenegger für die Bilder!

Fortsetzung folgt

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Heute vor zehn Jahren erschien im Blog eine Ode an die heutige Jubilarin, Irina Chasowa, wo noch jedes Wort Gültigkeit behält https://is.gd/4ka8Kt und nur der einen oder anderen Aktualisierung bedürfte. Doch viel besser als dies die Redaktionsleitung vermag, können das die beiden Zuschriften von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß sowie dem Ehepaar Dieter und Angelika Wenzel, stellvertretend für die vielen anderen, die sich den Glückwünschen anschließen.

Natalia Pawlowa, Irina Chasowa und Elisabeth Preuß

Ein Hotel ist ein vielschichtiges Gebilde, Fachleute werden den Vergleich mit einem komplexen Organismus sicher nicht als abwegig bezeichnen.

Eine Sprachenschule ist mehr als eine Schule, da nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene mit ganz anderen Anforderungen beschult werden, pädagogisches Geschick; generationenübergreifendes Denken und Personalführungskompetenz sind für die Leitung unerläßlich.

Ein Zuhause für Freunde und Gäste aus der Partnerstadt  zu betreiben, damit es sich eben nicht als Hotel, sondern als Zuhause auf Zeit anfühlt, verkompliziert die Aufgabe noch weiter; hierfür ist Fingerspitzengefühl und interkulturelle Kenntnisse grundlegend.

Bindeglied, besser noch Gelenk zwischen dem Rathaus Erlangen und der Stadtverwaltung in Wladimir zu sein, erfordert zusätzlich zu den Managementfähigkeiten diplomatisches Geschick sowie Kenntnisse darüber, wie Verwaltung hüben wie drüben tickt.

Und schließlich fungiert das Erlangen-Haus als Vermittler für alle Erlanger Vereine, Organisationen, Schulen, Initiativen und Privatpersonen, die in Wladimir einen Partner suchen. Um dies zur Zufriedenheit aller zu erledigen, braucht man nicht mehr und nicht weniger als einen Tausendsassa.

Zusammengefaßt: fünf Jobs und eine Frau, Irina Chasowa.

Wobei „Job“ hier das völlig falsche Wort ist. Wer die Leitung einer Institution wie des Erlangen-Hauses als „Job“ bezeichnet, dem fehlt genau das, was es braucht, um zwischen Funktionieren und Pulsieren, zwischen ordnungsgemäßem Betrieb und einem Kaleidoskop im Kontext von Sprache, Austausch und Verständigung zu unterscheiden. Es geht nicht um Zimmerbuchung, Sprachkurs-Organisation und Personalführung, sondern um Freude am Spracherwerb, um Leben mit zwei Sprachen, um Brückenbau, um wirtschaftliche Zusammenarbeit und immer wieder, gerade heute muß das dick unterstrichen werden, um Arbeit für Frieden, um Verständnis füreinander und Freundschaft miteinander.

Irina Chasowa und Elisabeth Preuß

All dies schafft Irina Chasowa nun schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Ira lebt und arbeitet für unsere Städtepartnerschaft.

Diese ideenreiche, zuverlässige, vertrauenswürdige und humorvolle Frau wird heute 50 Jahre.

Liebe Ira, ich wünsche Dir alles Liebe und Gute, bleib gesund und guter Dinge. Ich bin stolz und glücklich, Dich meine Freundin nennen zu dürfen.

Deine Freundin Elske

Angelika und Dieter Wenzel mit Irina Chasowa in der Leitung

Liebe Ira,

zwei langjährige Freunde aus Erlangen, Angelika und Dieter, gratulieren Dir von ganzem Herzen zu Deinem runden Geburtstag oder, besser noch, zum Eintritt ins neue Jahrzehnt.

Laß Dich feiern! Wir schätzen an Dir deine Fröhlichkeit, Deine Ernsthaftigkeit im Gespräch, Dein Wissen, Deine Hilfsbereitschaft, Deine Zuverlässigkeit. Bleib gesund, damit Du Deine interessanten Aufgaben im Erlangen-Haus mit vollem Einsatz erledigen kannst. Das wünschen wir Dir.

Wir blicken auf eine fast dreißigjährige Freundschaft zurück, die entstanden ist durch die enge Zusammenarbeit mit Dieter und seinem Engagement für die Kinderklinik in Wladimir. Hierbei warst du immer eine zuverlässige Organisatorin und Dolmetscherin.

Eure russische Gastfreundschaft ist uns ein Beispiel ebenso wie die Geborgenheit im Erlangen-Haus, das immer unser bestes Hotel bleibt!

Wir empfinden es als GLÜCK, Dich als Freundin zu wissen!

Viele gemeinsame Erlebnisse und gemeinsame Reisen prägen unsere Freundschaft.

Wir leben mit dir wirklich eine russisch-deutsche Partnerschaft!

Dieter Wenzel, Irina Chasowa und Olga Dejewa

Ganz besondere Treffen gibt es immer mit Deinen Eltern auf der Datscha. Dort werden Steinpilze gesammelt in den weiten Wäldern, bis wir uns sogar mal verlaufen haben. Danach genießen wir Eure Sauna, um dann bei Wodka und Pilzsuppe mit Piroggen den Tag mit viel Lachen, ausklingen zu lassen.

Wir freuen uns schon wieder auf Deinen Aufenthalt im Sommer bei uns.

Angelika und Dieter Wenzel

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Hätten Sie Zeit und Lust, lieber Herr Koppmann, einen kleinen Bericht über Ihre Begegnungen in Wladimir für meinen Blog zu schreiben? Ich würde mich sehr freuen – und meine Leser sicher nicht minder!

Hallo, Herr Steger, werde ich gerne machen, vor allem weil mir die Reise und auch die Gastfreundschaft im Erlangen-Haus und auch der ganzen Stadt noch in bester Erinnerung ist.

Diese beiden Nachrichten gingen gestern per Facebook hin und her, nachdem Georg Koppmann Bilder aus Wladimir mit einem Kurztext zu Hausbier in der Partnerstadt veröffentlicht hatte. Und flugs landete auch schon der gewünschte Bericht in der Redaktion.


Der Aufenthalt im Erlangen-Haus der Stadt Wladimir wirkt noch immer nach, obwohl seither bereits mehr als vier Jahr vergangen sind. Noch immer denke ich mit einer Menge an Fernweh an diese zwei Wochen in Erlangens Partnerstadt zurück. Empfang, Betreuung, Unterricht in Russisch und vor allem die Geduld und Gastfreundschaft unserer Gastgeber im Erlangen-Haus sind noch heute fest in meiner Erinnerung verankert.

Georg Koppmann und die Wirtin

Da ich seit Jahrzehnten Hausbrauer bin und ich mich als Bewunderer der fränkischen Brauvielfalt betrachte, stelle ich mir überall auf der Welt dieselbe Frage:

KÖNNEN DIE HIER IM „AUSLAND“ AUCH BIER BRAUEN?

Vom Erlangen-Haus aus machte ich mich schließlich auf den Weg, um diese Frage zu klären. Im Stadtzentrum stieß ich tatsächlich auf eine Kneipe, die Biere der Brauerei Wladimir ausschenkte. IPA, Porter, Weizen, ob ober- und untergärige Biere: Ich konnte gar nicht aufhören, die ganze Palette an feinen Sorten durchzuprobieren. So verbrachte ich dort einige Stunden und lernte bei Bierverkostungen und guter Bierlaune Leute kennen. Wir sprachen nur etwas Russisch, Englisch oder Deutsch, aber wir sprachen. Auch wenn wir in manchen Dingen, vor allem politischen Aspekten, unterschiedlicher Meinung waren, überraschte mich so manches Argument, das ich bislang noch nicht mal auf dem Schirm hatte.

Georg Koppmann

In Abwandlung eines Ausspruchs des Nobelpreisträgers für Literatur, Paul Heyse, ließe sich da sagen: „Die Gleichheit vor dem Bier mildert den Druck der politischen Gegensätze.“

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Zwischen den Jahren erreichten die Blog-Redaktion diese Zeilen von Julia Rochel aus Saalfeld, derzeit als Sprachassistentin des Goethe-Instituts bei den Deutschkursen am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses in Wladimir tätig:

Julia Rochel 1

Julia Rochel

Am 15. September bin ich in Wladimir angekommen. Das sind mittlerweile über drei Monate, aber so lange fühlt es sich noch gar nicht an. Zwischen Seminaren, Goethe-Camp, der Arbeit im Erlangen-Haus, einem Krankenhausaufenthalt und jeder Menge Gastfreundschaft blieb keine Zeit für Langeweile.

Weihnachtsbäckerin Julia Rochel

Dabei habe ich mir noch so viel mehr vorgenommen… Den Tieren im Tierheim zu helfen, der Universität und dem Euro-Klub. Außerdem Sport zu treiben, mehr zu kochen, Russisch zu lernen und meine Wohnung aufzuhübschen. Ich werde mir wohl eingestehen müssen, auf zu viele Baustellen gleichzeitig sein zu wollen.

Julia Rochel 2
Gerade sitze ich im Zug nach Moskau, um mit den anderen Freiwilligen aus Deutschland das neue Jahr zu feiern. Ich genieße diese Zugfahrten, in denen ich zur Ruhe kommen kann. Denn das ist wohl eines der Dinge, die ich hier manchmal vermisse: Langeweile zu haben.

Julia Rochel

 

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