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Archive for the ‘Erlangen-Haus’ Category


Das Erlangen-Haus hat wieder Grund zur Freude: Ein weiterer Kursteilnehmer, Alexej Panfilow, hat alle Abschlüsse geschafft und kann nun am Programm „Brücke zur deutschen Universität“  teilnehmen. Sobald er die Schule hinter sich hat, steht ihm frei, wo in Deutschland er studieren möchte. Auch wenn er sich nicht für die Friedrich-Alexander-Universität entscheiden sollte, sei dem jungen Mann herzlich aus Erlangen gratuliert.

Überhaupt die Jugend: „Keine übermüdeten Lehrkräfte, keine stickigen Unterrichtsräume, keine gelangweilten Klassenkameraden…“ – so wirbt das Erlangen Haus für seine Kinder-Sprachkurse im Juni, täglich von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr außer am Wochenende.

Oder das Sommerlager am Baikal Ende Juni / Anfang Juli, ein Angebot des Deutschlernzentrums Irkutsk. Da möchte man sich ja fast schon aus nur touristischen Gründen anmelden!

Ganz neu im Lehrangebot aber nun den ganzen Juni über: „Englisch für die Reise“. Die Idee dazu hatte Wolfram Howein, umtriebig-treibender Berater des Erlangen-Hauses, angesichts – wegen der Wirtschaftskrise – zurückgehender Teilnehmerzahlen. Ein Versuch, der sich hoffentlich lohnt, denn die Konkurrenz in Wladimir ist durch das Amerikanische Haus groß. Aber groß ist eben auch die Nachfrage nach qualifiziertem Englischunterricht, und wer gute Deutschkurse anbietet, wird auch in einer anderen Sprache das Niveau halten. Jedenfalls gilt hier nicht das Motto von Homer Simpson: „You tried your best and you failed miserably. The lesson is: Never try!“ – „Good luck!“ wünschen wir da lieber.

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Es ist so weit: Das Gesprächsforum „Prisma“ kann sich heute in Wladimir konstituieren und seine Dialogfunktion zwischen den Partnerstädten aufnehmen. Die Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Florian Janik traf gestern am späteren Abend im Erlangen-Haus ein, abzüglich eines Koffers, der noch nachzuliefern ist, ansonsten aber wohlbehalten und komplett, nachdem in der Nacht auch noch Professorin Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa an der FAU, gesondert angereist ist.

Willkommen im Erlangen-Haus mit Irina Chasowa

Etwas Besonderes hat der Besuch sicherlich für Wolfgang Niclas, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt, denn er feierte bei seinem ersten Besuch in Wladimir seinen 65. Geburtstag, gewissermaßen als seinen ersten russischen Geburtstag – an der Willkommenstafel und mit einem Geschenk aus den Händen des Autorenpaars Irina Chasowa und Wolfram Howein, der bebilderten und zweisprachigen Geschichte des Erlangen-Hauses. Ein gelungener Einstand. Die Arbeit der Verständigung kann beginnen.

Wolfgang Niclas, Irina Chasowa und Wolfram Howein

Mehr zu „Prisma“ unter: https://is.gd/5491kC

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Innen wie außen ist das Erlangen-Haus in der Partnerstadt ja seit seiner Eröffnung im Jahr 1995 ein wahres Schmuckstück, das viel Anerkennung findet. Man denke nur an den 2002 verliehenen „1. Preis für bürgerschaftliches Engagement in Rußland“, an die Auszeichnung als „bestes Hotel“ in Wladimir in der Kategorie von Häusern bis zu 20 Betten oder an die Erhebung in den Rang eines Deutschlernzentrums des Goethe-Instituts Moskau mit der Möglichkeit, seit gut zehn Jahren alle Prüfungen selbst abnehmen zu können. Nun ist dieses so sympathische Kraftwerk der Völkerverständigung auch virtuell in neuem Glanz zu erleben – mit einer völlig neu gestalteten Homepage, auf der man – allerdings bisher nur auf Russisch – alles über die vielen Kursangebote erfährt, wo aber auch Nachrichten aus dem Miteinander von Erlangen und Wladimir zu erfahren sind, etwa der Hinweis auf den 11. April, wo im Festsaal des Landesmuseums um 16.00 Uhr die soeben erst fertiggestellte russische Fassung des Buches „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ im Beisein des Autors, Peter Steger, vorgestellt wird.

Eine sehr schöne Ergänzung zum eigenen Internetauftritt des Deutschlernzentrums: https://vk.com/erlangenhaus. Geplant ist für die Homepage http://www.german-vladimir.ru übrigens auch eine englische Variante, und bestimmt gibt es das alles eines Tages auch auf Deutsch zu lesen. Wie auch nicht, wo man die Adresse an der ul. Nischegorodskaja, 25, im Volksmund doch meist nur das „Deutsche Haus“ nennt.

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Sprache dient ja bisweilen nur zur bloßen Verständigung, sondern auch zur Verkleidung von Gedanken. Da liegt es doch nahe, zur Faschingszeit zum Kostümfest ins Sprachlernzentrum Erlangen-Haus einzuladen, wo die deutschen Feste gefeiert werden, wie sie fallen.

Heute deshalb ein bunter Rückblick auf die tollen Tage im Februar mit Eindrücken aus der Gruppe der Dozentin Tatjana Kirssanowa, die bei jeder Sitzung eines deutschen Karnevalsvereins als Funkenmariechen fungieren könnte und alle Chancen hätte, zu einer fränkischen Faschingsprinzessin gewählt zu werden.

Ganz dem Motto verbunden „blog docet et delectat“ sei hier aber auch auf Michail Bachtin verwiesen, der den Begriff des „Karnevalesken“ in die Literaturwissenschaft eingeführt hat.

Die Theorien des achtzigjährig 1975 in Moskau verstorbenen Kunsttheoretikers wirken bis heute weltweit in Forschung und Lehre nach und finden sich in diesem Skript der Universität Erfurt lesenswert zusammengestellt: https://is.gd/wXr8kX

Erstaunlich, wie es dem Gelehrten gelungen ist, sein komplexes Gedankengebäude just in der Zeit, in den 20er und 30er Jahren, zu errichten, als er auf Geheiß des „Großen Lehrers und Vaters aller Völker“ als Verbannter in Kasachstan lebte.

Jedenfalls hatte der Alleinherrscher über das Sowjetreich die subversive Kraft der Theorien eines Denkers erkannt und gefürchtet, der in der Dichtung das Moment der Dialoghaftigkeit erkannte, die für Vielfalt in Ausdruck und Meinung und damit im Gegensatz zu einem doktrinären und hierarchischen Weltbild steht, wie es jeder Diktatur eigen ist.

Die Vielstimmigkeit in ihrer individuellen Ausprägung – bis hin zu Dialektformen – verstand Michail Bachtin als das Ferment der Dichtung in Opposition zum uniformen Monolog, wie man ihn ja bis heute aus dem vielsagenden Mund der geschlossenen Reihen von populistischen Potentaten dieser noch immer so verführbaren Welt bis zum Überdruß kennt.

Kein Wunder deshalb, daß alle undemokratischen Systeme nichts unversucht lassen, um das Element des Karnevalesken mit seiner just durch die Maske unverkleideten und unverstellten Provokation gegenüber jeder Machtstruktur zu unterdrücken oder für die eigenen Zwecke zu nutzen, wie derzeit exemplarisch und leider wenig amüsant auf der Weltbühne zu beobachten.

Bei diesen Umzügen spielt dann sogar zumindest ein Teil des jeweiligen Volkes mit. Im Vorspann zum Roman „Moskau 2042“ des einst im Münchner Exil lebenden Satirikers Wladimir Woinowitsch finden sich dazu Sätze, die zeitlos klingen:

Von welchem Volk sprichst du eigentlich? Und überhaupt, was ist eigentlich das Volk? Worin besteht der Unterschied – falls es einen gibt – zwischen Volk, Bevölkerung, Gesellschaft, Pöbel, Nation und Masse? Wie soll man die Millionen Menschen nennen, die begeistert hinter ihren übergeschnappten Führern herlaufen, mit ihren Portraits in der Hand und ihren schwachsinnigen Sprüchen auf den Lippen? Wenn du aber meinst, daß nur die Besten unter diesen Millionen das Volk bilden, dann mußt du zugeben, daß das Volk nur aus einigen wenigen Menschen besteht. Wenn aber das Volk die Mehrheit ist, dann muß ich dir leider sagen, daß das Volk dümmer ist als ein Einzelner. Es ist viel leichter, ein ganzes Volk für eine idiotische Idee zu begeistern als einen Einzelnen.

Es lebe deshalb die närrische Zeit, wo alle ein Einzelner sein dürfen, so, wie sie sein wollen, so, wie sie sein könnten – und wo sich, frei nach Karl Valentin, wie bei jeder Wissenschaft und bei jedem menschlichen Beginnen am Schluß herausstellt, daß alles ganz anders war.

Vielleicht aber sollte man sich auch einfach nur in Ruhe die Bilder ansehen und auch den Spaß nicht so ernst nehmen. Nach der je eigenen Fa­çon eben.

 

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Als in der Adventszeit die frohe Kunde vom Stand des Freundeskreises Wladimir auf dem Altstädter Weihnachtsmarkt die Runde machte, wurde die Idee geboren, den Schmuck für die Bude in den Deutschkursen anfertigen zu lassen.

Gerhard Kreitz und Wolfram Howein

Gerhard Kreitz und Wolfram Howein

Die Holzhütte ist mittlerweile abgebaut, aber die kleinen Meisterwerke der Phantasie und Freundschaft aus der Partnerstadt liegen jetzt der Blogredaktion vor und sind von nun an bis in Ewigkeit virtuellen zu schauen – als Galerie der guten Wünsche.

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Danke an all die fleißigen Bastelhände in Wladimir für diese anrührenden Schmuckstücke!

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Ab morgen revanchiert sich der Blog für die Wünsche mit einem Weihnachtsmärchen in zwei Teilen, wenn es das Christkind nicht wieder mit in den Himmel nimmt, wo die Geschichte ja herkommt. Versprochen!

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Nach dem Schrecken auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin wirken die Grüße und Glückwünsche aus Wladimir wie Botschaften aus einer anderen, einer besseren Welt. Sie schmückten und schützten gestern, Segenssprüchen gleich, das Gebälk der Partnerschaftsbude, besetzt von frostbeständigen Mitgliedern des Freundeskreises Wladimir.

Weihnachtsgruß aus Wladimir

Weihnachtsgruß aus Wladimir

Gegen eine Spende für das Erlangen-Haus, deren Höhe die individuelle Großzügigkeit vorgab, waren Andenken und Bilder, Bücher und Assessoires aus Wladimir zu haben, vor allem aber konnte man ins Gespräch kommen über dies und das aus der Partnerschaft.

Weihnachtsgruß aus Wladimir

Weihnachtsgruß aus Wladimir

Eine gute Idee insgesamt für die internationalen Kontakte Erlangens, die sich so erstmals bot und von den Freundeskreisen für San Carlos, Eskilstuna und eben Wladimir genutzt wurde.

Hans Gruß in der Weihnachtsbude Wladimir

Hans Gruß in der Weihnachtsbude Wladimir

Nach der gelungenen Premiere ist nun zu hoffen, daß Alexander Jordan, Initiator des Altstädter Weihnachtsmarktes, auch im nächsten Jahr eine Bude zur Verfügung stellt.

Weihnachtsbude Wladimir

Weihnachtsbude Wladimir

Wer es gestern nicht geschafft hat, kann sich übrigens gern im Rathaus beim Partnerschaftsbüro noch ein originelles Originalgeschenk aus Wladimir gegen eine Spende abholen. Weihnachtsfreude garantiert!

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Weihnachtsfreude verspricht auch der Besuch des Konzerts von Rus, des wohl besten russischen Tanz- und Folklore-Ensembles aus der Partnerstadt, am morgigen Donnerstag, um 19.30 Uhr, in der Heinrich-Lades-Halle. Karten gibt es noch an der Abendkasse. Kunstgenuß pur und nur morgen!

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Eine schöne Idee, die da Alexander Jordan hatte. Als Geschäftsführer des Altstädter Weihnachtsmarktes lud er dazu ein, in einer der drei Ehrenamtsbuden auch Erlangens Partnerstädte vorzustellen. Neben den Vereinen, die sich um die Kontakte zu San Carlos in Nikaragua kümmern, erklärte sich auch der Freundeskreis Wladimir bereit, an zwei Tagen einen Stand zu besetzen.

Gerhard Kreitz, Franz Stuhlmüller und Ute Schirmer

Gerhard Kreitz, Franz Stuhlmüller und Ute Schirmer

Gäbe es ihn nicht, man müßte den Freundeskreis um Gerhard Kreitz unbedingt noch gründen. Was die Mitglieder alles bei der Betreuung von Gästen aus Wladimir und in der Projektarbeit leisten, ist ja immer wieder ein erfreuliches Thema der Berichterstattung des Blogs. Und nun auch noch dies: In wechselnder Besetzung stellten gestern auf Erlangens schönstem Platz hinter der Dreifaltigkeitskirche die Wladimir-Freunde die Partnerstadt vor.

Franz Stuhlmüller

Franz Stuhlmüller

Informationsmaterial lag da neben Andenken, Bilder, CDs oder Bücher waren zu haben – alles gegen eine Spende für das Erlangen-Haus. Und im Hintergrund lief in einer Endlosschleife eine von Wolfram Howein zusammengestellte Präsentation dieses einzigartigen Daches der Partnerschaft.

Wladimirer Weihnachtsstand

Wladimirer Weihnachtsstand mit Gesteck von Ute Schirmer

In Wladimir selbst öffnet der Weihnachtsmarkt übrigens erst am 25. Dezember, denn das Fest der Geburt des Herrn wird im orthodoxen Kulturkreis ja erst am 6. Januar gefeiert.

Wladimirer Weihnachtsstand

Wladimirer Weihnachtsstand

Wer gestern keine Zeit hatte, kann den Wladimir-Stand noch am Dienstag, den 20. Dezember, besuchen, von 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Georg Kaczmarek und Franz Stuhlmüller

Georg Kaczmarek und Franz Stuhlmüller

Und dazwischen, daran sei auch noch erinnert, tritt am Sonntag, den 18. Dezember, um 14.00 Uhr auf der Erlanger Waldweihnacht am Schloßplatz das Kammerensemble der Philharmonie Wladimir auf. Allerdings nur einmal, dafür alle Jahre wieder…

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