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Archive for the ‘Erlangen-Haus’ Category


Fast schon sympathisch, wenn es auch in unseren immer geschwinder dahinschwindenden Tagen der elektronischen Gleichzeitigkeit und der Instantkommunikation zu unerklärlichen Verzögerungen bei der Zustellung von Botschaften kommt. Mit der Schneckenpost hätte es jedenfalls auch nicht viel länger gedauert, bis gestern endlich ein Weihnachts- und Neujahrsgruß aus dem Erlangen-Haus in der freudig erstaunten Blogredaktion einging. Da gute Wünsche, anders als Feste und Feiern, kein Verfallsdatum tragen, seien die so lang im Himmel verweilenden Zeilen der fünf Engel aus Wladimir nachträglich allen Menschen guten Willens offenbart.

Die russische Widmung könnte man in etwa so übersetzen:

Ein Engel soll wunderbar / schützend dich finden, / den Glücksstern am Himmel / für dich hell entzünden / und dann dazu helfen, / dein Hoffen, Verlangen / noch mehr zu erfüllen, / als im Jahr, das vergangen.

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Auch im Erlangen-Haus bereitet man sich auf das Weihnachtsfest vor. Sogar ein Grußvideo von Wladimir nach Erlangen gibt es, hier anzuklicken: https://is.gd/jfYB7F

Zu Weihnachten gehören, zumindest in der Tradition des deutschsprachigen Raums, selbstgebackene Plätzchen. Zu dem Thema veranstaltete das Sprachlernzentrum am Erlangen-Haus einen Wettbewerb, bei dem die Sechstklässlerin Xenia Schtscherbakowa und Sofia Pletnjowa aus der neunten Klasse Platz 1 und 2 belegten. Nachbacken leichtgemacht. Die Naschereien schmecken auch noch nach dem Fest: https://is.gd/bHlRTy und https://is.gd/TdJV8c

Bild von Wladimir Tschutschadejew

Dann aber der absolute Hit: Unter Leitung von Chantal Stannik und Anna Lesnjak singt die Zwerglgruppe gar herzallerliebst das Lied „Kling, Glöckchen“: https://is.gd/jfYB7F

Bild von Wladimir Tschutschadejew

Und – aller guten Dinge sind drei – noch bis zum 27. Dezember kann man – auch aus Erlangen – auf Instagram seine schönsten Weihnachtsbilder hochladen und natürlich Überraschungspreise gewinnen.

Bild von Wladimir Tschutschadejew

Schließlich noch ein herzlicher Weihnachtsgruß an das Team in Wladimir mit einem großen Dankeschön für all die beglückenden Begegnungen heuer und mit dem erfreulichen Ausblick auf viele Wiedersehen im Neuen Jahr. Hier wie dort.

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Wenn auch nicht genau zum Martinssingen am 11. November, so doch noch im voradventlichen Monat erzählte Chantal Stannik der Kindergruppe im Erlangen-Haus von diesem vor allem in protestantisch geprägten Regionen Deutschlands noch gepflegten Brauch – und beließ es nicht bei Worten.

Die Kulturwelt-Freiwillige Chantal Stannik mit ihren Laternenkindern vor dem Erlangen-Haus

Die Kleinen bastelten ihre eigenen Laternen und sangen „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und dürfen heute das erste Fensterchen des Adventskalenders öffnen. So lernt man Deutsch mit allen Sinnen.

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Man hat schon Erfahrung damit, und treue Leser des Blog erinnern sich bestimmt auch daran, wie man in Wladimir nach deutschen Rezepten kocht und backt. Nun gibt es eine Neuauflage des kulinarischen Wettbewerbs unter dem nach lukullischer Satisfaktion verlangenden Motto „Backduell“. Noch bis zum 14. Dezember nimmt das Erlangen-Haus Videoclips von Wladimirer Schulen an, die von der Jury unter Vorsitz der Kulturweit-Freiwilligen, Chantal Stannik, bewertet und prämiert werden. Am 28. Dezember dann die Bekanntgabe der besten Arbeiten. Eine Bedingung übrigens: Die Zubereitung ist in deutscher Sprache zu kommentieren. Wie auch sonst am Sprachlernzentrum Erlangen-Haus!

Chantal Stannik, links im Bild

Außer Konkurrenz könnte ja vielleicht auch der eine oder andere Film aus Erlangen nach Wladimir gehen. Ein solcher kulinarischer Gruß käme in der Partnerstadt bestimmt gut an. Versuchen Sie es doch einfach mal und schicken Sie Ihre Produktion vertrauensvoll an die Gastroredaktion des Blogs via Kommentarspalte oder direkt an das Erlangen-Haus unter vladimir@erlangen.ru

Hier zwei Anregungen zum Thema: https://is.gd/o2NJ4k und https://is.gd/Ytajgk

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Für jeden, der viel reist oder mit unseren Städtepartnerschaften zu tun hat, ist es mehr als eine Binsenweisheit: Sprachen öffnen Türen. Russischlernen im Erlangen-Haus hat dabei auf mehreren Ebenen viele Vorteile:

1. Das Haus:

Das Erlangen-Haus ist den Lesern des Blogs bestens bekannt, viele durften die sagenhafte Gastfreundschaft dort schon genießen. Für den Kursaufenthalt bucht man es am besten direkt bei der Geschäftsführerin, Irina Chasowa. Nach einem immer frisch zubereiteten, warmen Frühstück braucht man nur die Treppe hinunterzugehen und ist im Unterrichtsbereich, wo neben größeren Räumen auch kleinere für Einzelunterricht zur Verfügung stehen. Wifi ist selbstverständlich im ganzen Haus und kostenlos vorhanden. Im Sommer locken eine Veranda und ein Garten. Es fühlt sich also fast wie ein Campus auf kleinstem Raum an, Leben und Lernen sind eng miteinander verwoben. Gemeinsames Kaffeetrinken, Kochen, Pausengespräche inklusive, auch Außer-Haus-Aktivitäten wie Besuche auf der Datscha oder in der Banja „bei gegenseitiger Sympathie“ nicht ausgeschlossen. So wird der Sprachaufenthalt durch das Ambiente und die Protagonisten im Erlangen-Haus zu einem Gesamtkunstwerk.

2. Die Dozentinnen:

Als Dependance des Goethe-Instituts Moskau ist die eigentliche Aufgabe des Lehrangebots im Erlangen-Haus das Vermitteln der deutschen Sprache und Kultur. Die Lehrerinnen setzen ihre pädagogischen Fähigkeiten aber auch für das Vermitteln der mindestens genauso komplexen russischen Sprache ein. Im Einzelunterricht können sie auf Bedürfnisse der Schüler eingehen und den Unterricht perfekt auf diese abstimmen. Nie habe ich das Gefühl, vorgefertigte Unterrichtseinheiten zu bekommen. Der Unterricht ist vielmehr abwechslungsreich, Wechsel gibt es nicht nur bei (Sprach)-Themen, wie Aussprache, Grammatik, Vokabeln, Übungen etc., sondern auch bei den angewendeten Methoden. Von (viel) Selberschreiben über Lückentexte und Lesen bis zu modernen Medien kommt alles zum Einsatz. Ich nehme täglich 2 x 90 Minuten Unterricht, und nachmittags kommt mindestens die gleiche Zeit nochmals für die (reichlichen) Hausaufgaben und das Selbststudium dazu.

Elisabeth Preuß und Natalia Dumnowa

Noch eine Binsenweisheit: Zu lernen hat man am Ende alles selber, und Vokabeln müssen gebüffelt werden. Eine große Hilfe ist dabei das „Russland-Journal“, wo viele Podcasts und vor allem die Konjugationen von Verben nachzuhören und nachzusprechen sind.

3. Die Stadt:

Das Sahnetüpfelchen ist nun, das Erlangen-Haus in eine Stadt eingebettet zu finden, die nicht nur eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten bietet, sondern auch ein überreiches Kulturleben. Wer (ausgestattet mit ersten Lesefähigkeiten) die Plakate entziffert, kann abends viele, immer hochqualitative Veranstaltungen genießen, viele auch schon durch den Blog bekannt. Vom Chor Raspew „Pаспев“, über die Ensembles von Vater und Sohn Markin, das Philharmonische Orchester etc. bis zu Gastauftritten ist viel geboten. Die Eintrittspreise sind für unsere Verhältnisse günstig. Beginn ist meist am frühen Abend, weshalb danach noch Zeit für ein Treffen mit Freunden, für ein Café oder ein paar Vokabeln bleibt. Das Theater am Goldenen Tor ist dabei mein Ziel: Denn vorerst bleibe ich auf solche Kulturveranstaltungen beschränkt, die sich der Lingua franca Musik oder Tanz bedienen.

Fazit: Ein Russischkurs im Erlangen-Haus ist Urlaub und Lernen bei Freunden! Dann öffnet die Sprache nicht nur Türen, sondern auch die Herzen der Russen!

Elisabeth Preuß

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Ich heiße Chantal und bin 23 Jahre alt. Ich studiere in Hamburg Osteuropastudien. Jedoch bin ich nun seit einigen Wochen in Wladimir und werde die nächsten vier Monate als Kulturweit-Freiwillige im Erlangen-Haus arbeiten. Aufgrund meines Studiums habe ich mich für einen Einsatz hier entschieden. Allerdings hatte ich mich im Vorfeld nicht allzu viel mit der Stadt auseinandergesetzt. Wladimir wurde nur kurz während eines Seminares zur russischen Geschichte erwähnt, und das war es. Aus diesem Grund hatte ich bei meiner Ankunft keine großen Erwartungen und rechnete mit einer kleinen Stadt mit ein paar schönen alten Gebäuden.

Chantal Stannik 1. v.l. stehend

Bei meiner Ankunft in Moskau war ich zunächst überfordert, da mir jetzt erst klar wurde, was es bedeutet, die nächsten Monate in einem fremden Land zu verbringen, in dem ich nicht jedes Wort verstand. Zum Glück legte sich meine Aufregung schnell wieder, und ich kam nach Überwindung einiger kleineren sprachlichen Hürden in Wladimir an. Obwohl es bereits nach 22 Uhr, waren meine Vermieterin Nadeschda und eine zukünftige Kollegin des SLZ (Sprachlernzentrum) im Erlangen-Haus so nett und holten mich am Bahnhof ab. In meiner Wohnung angekommen, war ich positiv überrascht, da ich alles frisch renoviert vorfand. Ich fühlte mich bereits nach wenigen Stunden in meinem neuen Zuhause wohl.

In den darauffolgenden Tagen lernte ich meine Kolleginnen kennen. Besonders stark hat mich das hervorragende Deutschniveau von allen überrascht. Überdies übertraf die Stadt meine Erwartungen, da es zum einen nicht nur ein paar schöne Gebäude gab, sondern das ganze Stadtzentrum größer war als erwartet (inklusive vegetarischem Restaurant), und zum anderen waren alle Menschen sehr nett und hilfsbereit. Jedoch gibt es auch einige Unterschiede zu Deutschland, beispielsweise findet man hier keinen Fahrplan für die Busse, und man kann das Leitungswasser leider nicht trinken.

Zu Beginn war meine größte Angst, keine Leute kennenzulernen und die meiste Zeit alleine zu sein. Jedoch hat sich diese Angst schnell gelegt, da ich das Glück hatte, Lou Schmalbrock kennenzulernen. Wir versuchen, uns so oft wie möglich zu treffen, beispielsweise waren wir letzte Woche auf einem Konzert. Aber ich habe noch viele weitere nette Menschen kennengelernt, die ich nun zu meinen Freunden zählen kann.

Die Arbeit am SLZ macht mir von Tag zu Tag mehr Spaß, da ich immer stärker in die Aufgaben eingebunden werde, beispielsweise darf ich eigene Projekte planen und kann jeden Mittwoch und Samstag bei den Kinderkursen assistieren. Zudem habe ich sehr flexible Arbeitszeiten, weshalb ich häufig die Möglichkeiten nutze, an Ausflügen teilzunehmen.

Mein erster Ausflug fand schon nach zwei Wochen statt, da es ein Seminar des Goethe-Instituts in Moskau gab. Moskau ist eine vielfältige, große Stadt, die alles an Kultur, Musik, Graffiti, Bars und Restaurants zu bieten hat.

In den darauffolgenden Wochen und zum Teil sogar Tagen folgten Tagesausflüge nach Susdal, Sergijew Possad und Alexandrow. Somit hatte ich in kürzester Zeit schon einiges vom Goldenen Ring gesehen. Meiner Meinung nach erhalten diese Städte zu wenig Aufmerksamkeit, da nur sehr wenige Deutsche jemals etwas von ihnen gehört haben. Dabei haben all diese Orte wunderschöne, historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Überdies hätte jede dieser Städte einen eigenen Blog-Eintrag verdient, weshalb ich die Bilder für sich sprechen lasse, um mich kurz zu fassen.

Bis Bald!

Chantal Stannik

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Vorab: Vom ersten Augenblick der Landung in Moskau an flutschte es. Aber davor wurde eine vermeintlich einfache, samstägliche Reise nach Wladimir zu einem Drei-Tages-Trip. Immerhin mit einem erklecklichen Ergebnis auf der Habenseite, auch wenn im Soll zwei versäumte Tage Russisch Intensivkurs von Natalia standen.

Tag 1: Samstag, 27. November, erster Ferientag. Mein Ziel: Sprachkurs im Erlangen-Haus nach Anreise mit SWISS über Zürich nach Moskau. Mit Bedacht hatte ich rechtzeitig gebucht und fuhr auch mit reichlich Zeit zum Nürnberger Flughafen, denn mir war klar, es würde so mancher nach Mallorca, nach Kreta oder eben über Zürich sonstwohin in die Welt unterwegs sein. Leider kamen die Ferien für Swiss offensichtlich völlig überraschend.

Als man mir am Schalter sagte: Ihren Sitz erfahren Sie beim Boarding, dachte ich mir noch nichts. Mit einem Kaffee versorgt, begann ich, was ich seit Wochen tun wollte, nämlich russische Verben zu konjugieren. Ich war gerade so richtig mittendrin: я отдыхаю, ты отдыхаешь… und hatte die vage Hoffnung, Natalia doch nicht ganz zu enttäuschen, als ich am Gate Unruhe wahrnahm. Drei Passagiere waren offensichtlich ziemlich in Rage. Mir fiel ein, noch keinen Sitzplatz zu haben und gesellte mich zu den Aufgebrachten. Der Grund des Ärgers wurde schnell klar: Die Maschine war überbucht und alle, die in den Urlaub fliegen wollten, waren tatsächlich gekommen, um in den Urlaub zu fliegen.

Die Dame vom Bodenpersonal versuchte sich mit „Wir dürfen 10% überbuchen, und eigentlich kommen immer einige Geschäftsleute nicht“, herauszureden, aber das generierte auch keine Plätze. Ich wies darauf hin, man wisse in der Schweiz vielleicht nichts vom Beginn der Herbstferien in Bayern, weshalb am ersten Ferientag vielleicht auch weniger Geschäftsleute und dafür mehr Urlauber fliegen wollten – und überdies sei ja heute kein Arbeitstag, sondern Wochenende. Ich gebe zu, wenig hilfreich, aber ich war sauer, denn ich fand dieses Buchungsgehabe wenig professionell.

Überbuchte Flüge sind ja leider keine Seltenheit, und gewöhnlich gibt es immer Passagiere, die sich gegen mehrere Hundert Euro Entschädigung auf einen späteren Flug umbuchen lassen. Swiss aber versuchte das gar nicht erst: Alles ging an Bord, und am Ende war ein Grüppchen zurückgelassene Passagiere übrig, deren Gemütszustand von stoisch über sauer bis verzweifelt reichte. Der Verzweifelte bekam dann noch einen Jump-Seat zugewiesen, man merkte ihm die Erleichterung deutlich an. Der Rest, mich eingeschlossen, zog von dannen.

Das freundliche Angebot, doch über Frankfurt zu fliegen, konnte ich leider nicht annehmen, da nach Ankunft in Moskau auch der allerletzte “Lumpensammler“ nach Wladimir, der Cапcан, nicht mehr zu erreichen sein würde, und eine Nacht auf dem Kursker Bahnhof schien mir wenig attraktiv. Also nahm ich das Angebot von Swiss an, es am nächsten Tag nochmals zu versuchen.

Und so war ich, zur freudigen Überraschung meiner Familie, gegen Mittag wieder zu Hause. Ich hatte nun die Wahl, mich zu ärgern, oder Straße, Hof und Balkon vom Eichenlaub zu befreien, zwei Maschinen Wäsche zu waschen, eine ebensolche von vor einer Woche zu bügeln und Papierkram zu erledigen. Ich entschied mich für die zweite, deutlich produktivere Variante. Zufrieden ging’s zu Bett, am nächsten Morgen, da Sonntag war und der Busverkehr etwas ausgedünnt, gönnte ich mir ein Taxi zum Flughafen.

Tag 2: Und tatsächlich, dieses Mal war es deutlich ruhiger, und offensichtlich hatte jeder Passagier auf seiner Bordkarte auch einen Sitzplatz. Ich machte also weiter: он отдыхает, мы отдыхаем, вы от… Da überkam mich ein Déjà-vu-Gefühl, denn am Boarding-Schalter gab es wieder Unruhe. Wie am Vortag geübt, ging ich dazu und ja, tatsächlich, unser Flieger würde deutlich später starten. Vorsichtig erwähnte ich, mein Weiterflug sei relativ knapp (allerdings eine Verbindung, die von Wladimir-Reisenden häufig gebucht wird). Schon leicht genervt, sagte mir der Mitarbeiter, das werde wohl nicht mehr klappen, aber ich solle doch auf alle Fälle mit nach Zürich fliegen, da sei ich doch schon einen Schritt weiter.

Dem konnte man nicht widersprechen, und so stand ich kurze Zeit später in Zürich am Transfertisch, wo mir das zweite Déjà vu beschert wurde, nämlich das Angebot des gleichen Flugs über Frankfurt, den ich mit dem gleichen Argument ablehnte. Und so fuhr ich wenig später, ausgestattet mich einem Hotelgutschein, einem 24-Stundenticket für den ÖPNV, einem Gutschein für ein Abendessen über 20 € (in der Schweiz reicht das gerade für einen Toast Hawaii) in ein nahegelegenes Hotel, stellte mein Gepäck ab und fuhr in das mir bis dato unbekannte Zürich, wo ich zum Bürkli spazierte, Töffli sah, bei Sprüngli Kaffee trank, und abends zufrieden mit dem Gesehenen wieder im Hotel eintraf. Ich meinte, mich aber vage zu erinnern, Grund der Reise sei nicht Sightseeing in der Schweiz, sondern ein Sprachkurs in Wladimir gewesen. Und so nahm ich mir noch mal отдыхать vor.

Unter dem Strich zwei ertragreiche Tage, wenn auch anders als geplant. Ich war wirklich nicht unzufrieden, denn Zürich hat mir gut gefallen, aber der Sonntag hätte halt mein erster Tag Russischkurs sein sollen!

Tag 3: Nach einem ausgezeichneten Birchermüsli zum Flughafen, eingecheckt, Sitzplatz (!), und nur mit leichter, kaum erwähnenswerter Verspätung ging’s nach Moskau. Nach der Landung betrat ich russischen Boden, und dann passierte Folgendes: An der Grenzkontrolle stand niemand, außer Beamten, die auf uns warteten. Mein Gepäckband war das erste und nicht das hinterste. Direkt am Gepäckband befand sich ein Ticketautomat für den Aero-Express. Mein Koffer kam nicht als letzter, sondern ziemlich bald. Der Aero-Express brachte mich zur Ringlinie 5, der Metroautomat nahm meine Münzen, die U-Bahn fuhr gerade ein. Zwei Stationen kuschelig eng mit Moskauern auf dem Weg zum Feierabend. Am Kursker Bahnhof alles perfekt ausgeschildert zum Cтриж nach Wladimir. Mein Waggon 15 wartete gerade dort, wo ich vom Tunnel hochkam, und der Zug nach Wladimir fuhr auf die Minute ab.

Elisabeth Preuß auf der Loggia des Erlangen-Hauses

Und das Allerbeste: Knapp zwei Stunden später erwartete mich Irina Chasowa und fuhr mich ins Erlangen-Haus, unser gemütliches Zuhause in Wladimir. Und dann heißt es: Я люблю отдыхать вo Владимире. Ich freue mich auf die Urlaubstage in Wladimir!

 

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