Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Erlangen-Haus’ Category


Die Zusammenarbeit des Erlangen-Hauses in seiner Funktion als Sprachlernzentrum mit dem Goethe-Institut in Moskau kennt viele Facetten: Angebote im Bereich Fortbildung und Seminare für die Lehrkräfte, Beteiligung an Wettbewerben, Unterstützung durch Unterrichtsmaterial, Bereitstellung von Medien… In diese lange Liste reiht sich auch die Entsendung von Sprachassistenten ein, die als Muttersprachler in den Deutschkursen tätig sind und eigene Schwerpunkte setzen können.

Lara Heinen

Schon mit Beginn des Wintersemesters, also Anfang September, nimmt nun Lara Heinen die Arbeit am Erlangen-Haus auf. Und die Lüdenscheiderin weiß bereits, was ganz oben auf der Wunschliste der Kursteilnehmer steht: Konversation, gefolgt von Landeskunde und thematischen Veranstaltungen. Der Blog bleibt jedenfalls dran und wird sicher bald davon berichten können, wie sich die Gastdozentin am Erlangen-Haus einarbeitet. Zunächst aber: willkommen und добро пожаловать!

Read Full Post »


Man nennt es wohl in professionellen Kreisen „Kundenbindung“, was der Kiesel mit dem Sommergruß aus Sotschi zum Ausdruck bringt. Im Erlangen-Haus freute man sich einfach über das Zeichen der Verbundenheit, über den Stein im Brett, den das Sprachlernzentrum bei seinen Kursteilnehmern hat.

Den Gruß darf man aber sicher auch als Symbol dafür verstehen, wie freundschaftlich offen sich der Umgang miteinander gestaltet, was den Erfolg der Deutsch-Kurse erklärt – zusammen mit der ausgezeichneten Ausbildung der Lehrkräfte. Exempli gratia: Tatjana Kirssanowa nimmt gerade in Düsseldorf an einem internationalen Seminar des Goethe-Instituts teil, um die neueste Ansätze der Didaktik für Deutsch als Fremdsprache kennenzulernen.

Tatjana Kirssanowa

Unterdessen beginnen die Einschreibungen für die Kurse des Winterhalbjahrs, und morgen kann man schon einmal in den Unterrichtsräumen Probesitzen und ins Deutsche hineinhören – kostenlos. Dann gilt es wieder, Mark Twain zu widerlegen, der behauptete, ein begabter Mann könne Englisch (ausgenommen Rechtschreibung und Aussprache) in dreißig Stunden, Französisch in dreißig Tagen und Deutsch in dreißig Jahren erlernen. Klassischer Fall von vorschnellem Urteil. Der vielgereiste amerikanische Meister des geschliffenen Wortes hätte mit seinem Verdikt besser ein wenig gewartet und vorher noch im Erlangen-Haus vorbeigeschaut.

Read Full Post »


Beim gestrigen deutsch-russischen Abend im Club International der Volkshochschule, wie in den neun Jahren zuvor gekonnt moderiert von Reinhard Beer, dem unentbehrlichen Kurator der Deutschkurse am Erlangen-Haus, gab es an einer Stellwand handschriftliche Botschaften der Gäste aus Wladimir zu lesen, darunter auch die Worte von Iwan:

Wir sind schon zwölf Tage in Deutschland. Das war sehr schön. Jeder Tag war besonders.

Unter Gästen und Gastgebern die Bürgermeisterinnen Elisabeth Preuß und Susanne Lender-Cassens

Und jeder Tag hätte wohl auch einen eigenen Blogeintrag verdient. Weil’s aber nicht kann sein, heute nur einige Auszüge aus den Schilderungen der wieder großartig vom Freundeskreis Wladimir betreuten Gruppe, die morgen nach Hause reist:

Reinhard Beer, Leiter der VHS-Sprachenabteilung, eröffnet den Abend

Die meisten Leute sind höflich, beeilen sich nicht, alle sind ruhig und seelensfriedlich. – Die Preisbildung der DB (Regionalticket) – wirklich günstig und klug, aber – ständige Verspätungen. – Alkohol zu trinken, überall erlaubt. Alle trinken, aber keiner randaliert. – Viele Schwerbehinderte auf der Straße. Die Bedingungen für sie sind so günstig, alle Plätze sind für sie zugänglich. – Sehr schwer, einen Parkplatz zu finden, aber niemand parkt da, wo es verboten ist. – Viele Nationen und Kulturen, alle kommen zurecht miteinander. Tatjana.

Natalia Korssakowa, Deutschdozentin am Erlangen-Haus und Leiterin der Gruppe

Ich habe mich über die Straßen, die Häuser, die Leute und alles andere gefreut. Ich bedanke mich für diese Reise nach Deutschland! Wsewolod.

Ein Geschenk für Reinhard Beer von Natalia Korssakowa

Kosbach ist bekannt dank seiner Schönheit. Wälder, Felder und Weiher, in denen es Karpfen gibt. Deshalb können wir Gerichte vom Fisch probieren und die Atmosphäre genießen. Aber die besten Eindrücke haben wir vom Fischerstechen bekommen. Es war unglaublich. Darja, Anna und Wiktoria.

Volles Haus im Club International

Ich war schon einmal in Erlangen, deshalb war der erste Tag auch der Tag der Nostalgie. Besonders gut hat mir der Sonntag gefallen. Ich hatte keine Fahrt irgendwohin, war einfach zu Hause, wo wir einen Kuchen gebacken haben. Dann waren wir im Theater. An diesem Tag habe ich erfahren, was der Begriff „deutsche Familie“ bedeutet. Marina ♥

Szenische Aufführung des Erlkönigs

Unsere Reise bleibt für immer in unserem Gedächtnis. Waleria. – Meine Gastfamilie war total super. Hier habe ich sehr viel Neues erfahren und gesehen. Und das bleibt in meiner Erinnerung. Besonders gut hat mir die Fachwerktour gefallen. Vielen Dank für alles!!! Kristina ♥♥♥

Ein Ständchen der Gäste

Im Unterricht erfahre ich immer etwas über die Geschichte von Deutschland und Erlangen. Besonders interessant war für mich die Geschichte der Hugenotten. Alle unsere Exkursionen haben mir gute Laune gemacht. In diesen zwei Wochen haben wir auch traditionelles deutsches Essen probiert. Es schmeckt mir gut, besonders Kartoffelsalat mit Brötchen. Es war wirklich eine tolle Reise, und später möchte ich das noch einmal machen. Maria

Die musikalische Antwort vom Sprecher des Freundeskreises Wladimir, Gerhard Kreitz, und der Deutschdozentin, Heide Thies

Eine Dekade Deutschkurse für das Erlangen-Haus an der Volkshochschule. Grund genug für beide Bürgermeisterinnen, Susanne Lender-Cassens und Elisabeth Preuß, die Gäste zu verabschieden und den Gastgebern zu danken. Wie zufrieden beide miteinander waren, ist den obigen Zitaten zu entnehmen. Auch Heide Thies und Gerhard Kreitz sind voll des Lobes: „Ausgezeichnete Sprachkenntnisse, hohes Niveau, viel Interesse an allem, menschlich in Ordnung, hat richtig Spaß gemacht mit der Gruppe!“

Wolfgang Morell

Und Spaß machte natürlich auch wieder das Programm mit der Preisverleihung an die Teams mit den besten Kenntnissen von Erlangen, mit der Präsentation zum russischen Aberglauben, mit den Liedern und szenischen Einlagen bis hin zu Wolfgang Morells Rezitation von Alexander Puschkins lyrischer Solidaritätsadresse an die nach Sibirien verbannten Dekabristen.

Susanne Lender-Cassens und Elisabeth Preuß mit der Band Soundscape 2.0

Schon fast gegen Ende des Abends dann noch Überraschungsgäste, die Rockband Soundscape 2.0 aus Cumiana, der italienischen Freundschaftsstadt, nach ihrem Auftritt am Marie-Therese-Gymnasium. Wie um Tatjanas Worte zu bestätigen: „Viele Nationen und Kulturen, alle kommen zurecht miteinander in Erlangen.“

Zu Gast in der Wladimirstraße, gesehen von Georg Kaczmarek

Solange Erlangen auch weiterhin so gut mit seinen Partnerstädten zurechtkommt – gottlob spricht nichts dagegen! -, leuchtet ja auch noch ein Funken Hoffnung für eine Welt, die droht, das Licht hinter sich auszumachen.

 

Read Full Post »


Gäste aus Wladimir ohne Dolmetscher auf Deutsch begrüßen zu können, passiert Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens nicht bei jedem Empfang. Aber eine Gruppe aus dem Erlangen-Haus bringt natürlich ganz andere Voraussetzungen mit: das Sprachniveau A2 und eine zehnjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.

Gerhard Kreitz und Susanne Lender-Cassens

Am Donnerstag angekommen und auf die Gastfamilien verteilt, stand gestern zunächst einmal auf dem Programm, die gastgebende Volkshochschule kennenzulernen und zu erfahren, was in den kommenden zwei Wochen alles an Kursangeboten und Freizeitmöglichkeiten auf sie wartet. Stets begleitet und betreut vom Freundeskreis Wladimir und dessen Sprecher, Gerhard Kreitz.

Susanne Lender-Cassens und Heide Thies

Nach dem Wochenende in der Fränkischen Schweiz und bei landeskundlichen Exkursionen beginnt dann am Montag für die zwölf Gäste im Club International die Arbeit. Vormittags steht Deutsch auf dem Stundenplan, unterrichtet von Heide Thies und koordiniert von Reinhard Beer, dem Leiter der Sprachenabteilung an der VHS. Ein bewährtes Duo für Wladimir!

Die Gäste und ihre Gastgeber mit Reinhard Beer ganz rechts im Bild

Am Nachmittag und Abend geht es hinaus in das bunte deutsche Leben in und um Erlangen, wo es gilt, die Sprache zu sprechen, Sicherheit in der Praxis zu gewinnen.

Natalia Korssakowa, Dozentin am Erlangen-Haus und Leiterin der Gruppe, mit Susanne Lender-Cassens

Zum Abschiedsabend übernächste Woche hat sich die Bürgermeisterin übrigens schon angekündigt. Da will sie sich persönlich von den sprachlichen Fortschritten der Gäste überzeugen. Die Prüfungsergebnisse werden sicher im Blog nachzulesen sein, aber keine Sorge, ein Rigorosum dürfte das schon nicht werden.

Bilder: Nadja Steger

Read Full Post »


Wer Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, tut gut daran, das Grüne Diplom des Goethe-Instituts zu erwerben. Eine durchaus anspruchsvolle Urkunde, die sich nur erwerben kann, wer schon ausgezeichnete Deutschkenntnisse (mind. Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen), ein abgeschlossenes Hochschulstudium Deutsch als Fremdsprache und/oder Germanistik inkl. fachdidaktischer Komponente sowie Lehrerfahrung im Bereich Deutsch als Fremdsprache nachweisen kann. Ein Leichtes freilich für die Dozentinnen am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses, wo bereits Tatjana Kirssanowa und Natalia Dumnowa die vierstufige Ausbildung und den Abschluß geschafft haben.

Natalia Korssakowa vor dem Goethe-Institut Moskau

Seit kurzem gehört auch Natalia Korssakowa zum erlesenen Kreis der Grünen Diplomanden. Ein Erfolg, zu dem man ihr in Erlangen schon morgen gratulieren kann, wenn die Dozentin mit einer Gruppe von Teilnehmern an den Deutschkursen des Erlangen-Hauses für zwei Wochen an die Volkshochschule Erlangen kommt, wo jener Geist waltet, von dem ihr Nachbar von einst, Friedrich Rückert, sprach, dem ja kaum eine Sprache der Welt fremd war: „Mit jeder Sprache mehr, die du erlernst, befreist du einen bis dahin in dir gebundenen Geist.“

Read Full Post »


Das Erlangen-Haus hat wieder Grund zur Freude: Ein weiterer Kursteilnehmer, Alexej Panfilow, hat alle Abschlüsse geschafft und kann nun am Programm „Brücke zur deutschen Universität“  teilnehmen. Sobald er die Schule hinter sich hat, steht ihm frei, wo in Deutschland er studieren möchte. Auch wenn er sich nicht für die Friedrich-Alexander-Universität entscheiden sollte, sei dem jungen Mann herzlich aus Erlangen gratuliert.

Überhaupt die Jugend: „Keine übermüdeten Lehrkräfte, keine stickigen Unterrichtsräume, keine gelangweilten Klassenkameraden…“ – so wirbt das Erlangen Haus für seine Kinder-Sprachkurse im Juni, täglich von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr außer am Wochenende.

Oder das Sommerlager am Baikal Ende Juni / Anfang Juli, ein Angebot des Deutschlernzentrums Irkutsk. Da möchte man sich ja fast schon aus nur touristischen Gründen anmelden!

Ganz neu im Lehrangebot aber nun den ganzen Juni über: „Englisch für die Reise“. Die Idee dazu hatte Wolfram Howein, umtriebig-treibender Berater des Erlangen-Hauses, angesichts – wegen der Wirtschaftskrise – zurückgehender Teilnehmerzahlen. Ein Versuch, der sich hoffentlich lohnt, denn die Konkurrenz in Wladimir ist durch das Amerikanische Haus groß. Aber groß ist eben auch die Nachfrage nach qualifiziertem Englischunterricht, und wer gute Deutschkurse anbietet, wird auch in einer anderen Sprache das Niveau halten. Jedenfalls gilt hier nicht das Motto von Homer Simpson: „You tried your best and you failed miserably. The lesson is: Never try!“ – „Good luck!“ wünschen wir da lieber.

Read Full Post »


Es ist so weit: Das Gesprächsforum „Prisma“ kann sich heute in Wladimir konstituieren und seine Dialogfunktion zwischen den Partnerstädten aufnehmen. Die Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Florian Janik traf gestern am späteren Abend im Erlangen-Haus ein, abzüglich eines Koffers, der noch nachzuliefern ist, ansonsten aber wohlbehalten und komplett, nachdem in der Nacht auch noch Professorin Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa an der FAU, gesondert angereist ist.

Willkommen im Erlangen-Haus mit Irina Chasowa

Etwas Besonderes hat der Besuch sicherlich für Wolfgang Niclas, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt, denn er feierte bei seinem ersten Besuch in Wladimir seinen 65. Geburtstag, gewissermaßen als seinen ersten russischen Geburtstag – an der Willkommenstafel und mit einem Geschenk aus den Händen des Autorenpaars Irina Chasowa und Wolfram Howein, der bebilderten und zweisprachigen Geschichte des Erlangen-Hauses. Ein gelungener Einstand. Die Arbeit der Verständigung kann beginnen.

Wolfgang Niclas, Irina Chasowa und Wolfram Howein

Mehr zu „Prisma“ unter: https://is.gd/5491kC

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: