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Archive for the ‘Erlangen-Haus’ Category


Alles hatte mit einem launemachenden Video https://is.gd/zkxKok begonnen, in dem Lara Heinen, den Hexenbesen in der Hand, alle Gäste des Erlangen-Hauses zum lustigen Faschingstreiben einlud. Wohl zum letzten Mal, denn nach einem halben Jahr als vom Goethe-Institut entsandte Sprachassistentin wird die Lüdenscheiderin – zumindest vorerst – Wladimir wieder verlassen.

Natalia Dumnowa und Lara Heinen

Bleiben werden aber sicher ihre kunterbunten Anregungen für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts, ihre unterhaltsamen Schilderungen des Lebens in Deutschland zwischen Alltag und Festen, ihre ansteckende Heiterkeit. Und vermissen werden ihre Dozentin nicht nur die Kursteilnehmer, sondern natürlich besonders die Kolleginnen, denen die pädagogische Unterstützung durch Lara Heinen viele Impulse gab.

Wer hat da sein Kostüm vergessen?

Am Rosenmontag und Faschingsdienstag nun also die letzten großen Veranstaltungen unter Beteiligung von Lara Heinen. Der Kehraus im Erlangen-Haus.

Die drei indischen Grazien

Zeitgleich übrigens steht im russischen Festkalender die „Butterwoche“ mit dem Pfannkuchen als kulinarischem Mittelpunkt eines nicht weniger närrischen Treibens, das am Wochenende mit dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit mit dem Verbrennen einer Strohpuppe als Symbol des Winters schließt.

Erlangen-Haus im Bann des Winters

Dabei scheint es, als habe die kalte Jahreszeit gerade erst begonnen, wenn man sich ansieht, wie das Erlangen-Haus im Schnee versinkt und dann wie aus einem weißen Märchen auftaucht.

Ritter Kunibert von und zu Wladimir

Drinnen, wo es hell ist und warm, tummeln sich derweil Rotkäppchen und Ritter Kunibert, formiert sich eine Polonaise, hält man kleine Büttenreden. Und alle, fast alle, haben sich kostümiert.

Narren von Wladimir in Habtachtstellung

Ein Fest der Phantasie: Kürrasiere, Kleider und Kostüme zum Karneval. So kann der Frühling kommen, wenn denn der Winter weicht.

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So schön kann Weihnachten sein, wenn man es im Erlangen-Haus feiert und die russischen Bräuche mit den deutschen Landessitten so zu verbinden weiß, wie das die Sprachassistentin des Goethe-Instituts, Lara Heinen, tut. Da wird gebacken und gebastelt, geschmückt und gesungen, gespielt und beschenkt.

Die „Jolka“, der Neujahrsbaum, im Erlangen-Haus

Ein Höhepunkt dann gestern mit der Premiere des Stücks „Die zwölf Monate“, von den Kindern in Auszügen auf Deutsch aufgeführt. Geschrieben hat diesen sowjetischen Klassiker in den Kriegsjahren Samuel Marschak, und in den 50er Jahren entstand dazu ein gleichnamiger Zeichentrickfilm, der den Vergleich mit den besten Produktionen von Walt Disney beileibe nicht zu scheuen braucht. Wer dieses liebenswürdige Zauberwerk noch nicht gesehen hat, genieße diese immer wieder hinreißende Einstimmung auf den Jahreswechsel nun – auf Deutsch – unter:  https://is.gd/Yk3EwK

Kindertheater „Die zwölf Monate“

Bleiben wir bei der Stimmung. Die ist zwar leider nach wie vor auf politischer Ebene nicht gerade wohltemperiert, schlägt aber der Städtepartnerschaft nicht merklich auf den Magen. Wieder gab es im ablaufenden Jahr zwischen Erlangen und Wladimir um die einhundert Begegnungen und Austauschmaßnahmen, wieder darf man sich über neue Höhepunkte freuen wie die Zusammenarbeit der Lehrstühle für Geschichte beider Universitäten oder die Gründung des Gesprächsforums „Prisma“, das übrigens Ende Januar in Erlangen seine Fortsetzung findet.

Aufführung des Stücks „Die zwölf Monate“ mit Deutsch-Dozentin Natalia Dumnowa im Hintergrund

Und bleiben wir beim Jahreswechsel: Da steht nämlich ab morgen ein Jubiläum an, 35 Jahre Städtepartnerschaft – mit einem Festprogramm über alle zwölf Monate hinweg. Aber davon dieser Tage dann mehr.

Weihnachtsbackkurs mit Lara Heinen, 5. v.l.

Janusköpfig wie diese Zeit zwischen den Jahren ist, blicken wir nach vorne wie zurück. Und im Rückblick gilt es vor allem all den vielen Ehrenamtlichen und gastgebenden Familien in beiden Städten zu danken, ohne die das so kunstvoll und eng gewobene Netz der Partnerschaft nicht gelingen würde. Dank an die Politik in Erlangen und Wladimir, die diesen Bürgerkontakten Rahmen, Struktur und Finanzen gewährleistet. Dank aber besonders an das Erlangen-Haus, das aus eigenen Mitteln und mit immer neuen Ideen nun schon seit 1995 als Kraftzentrum der Bürgerpartnerschaft fungiert.

Backen für die Zwergelklasse mit Lara Heinen

Danken möchte die Redaktion des Blogs nicht zuletzt den vielen interessierten Lesern für all die Sternchen, Zuschriften, Anregungen und vor allem für die eigenen Beiträge, die diese Internetplattform erst zu einem Medium des Austausches machen.

Schließlich bleibt noch, heute dem Mann zum Geburtstag zu gratulieren, ohne den es dieses Gesamtkunstwerk der Völkerverständigung gar nicht gäbe. Hätte nicht Dietmar Hahlweg vor 35 Jahren als Oberbürgermeister sich und seinem Erlangen ebenso beherzt wie vorausschauend gesagt: „Kommt, laßt es uns wagen, die Aussöhnung mit den Russen zu suchen und mit Wladimir eine Partnerschaft einzugehen!“ – nichts von all dem Schönen, das wir heute gemeinsam gestalten, wäre je möglich geworden. Dafür DANKE und noch viele, gesunde Jahre für den Jubilar.

Lara Heinen mit drei Weihnachtsengeln

Schnitt: Vorgestern suchte der Erste Kanal des Russischen Staatsfernsehens die „Stimme des Jahres“. Timofej Kopylow aus Wladimir hatte sich mit immer wieder neuen Titeln im Sturm durch alle Vorentscheidungen bis hinauf ins Finale gesungen und landete nun mit seiner Interpretation des Rock-Klassikers „Highway to Hell“, nein, nicht wieder ganz unten im Hades, sondern weit oben im Pop-Olymp auf dem zweiten Platz. Klar, die Wladimirer hätten ihren Kandidaten gern auf dem Thron gesehen, aber auch so ist und bleibt er bisher der einzige aus der Partnerstadt, der es bei dem landesweiten Wettbewerb so weit gebracht hat. Gratulation! Und hier geht es auf dem Umweg über die Hölle mit den besten Wünschen ins Neue Jahr: https://is.gd/lp37UR

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Es ist schon zur guten Tradition geworden: Das Erlangen-Haus feiert den Advent und bringt damit den Teilnehmern an den Deutschkursen Weihnachtsbräuche näher. Alle Jahre wieder basteln vor allem die jungen Leute was das Zeug hält, und die Schöpfer der schönsten Arbeiten wurden vorgestern mit Geschenken – wie es sich gehört – vom Christkind Lara belohnt, das in den letzten vier Wochen Sankt Nikolaus vorstellte und das Erlangen-Haus in Vorfreude und festliche Stimmung versetzte.

Christkind Lara Heinen mit dem Siegerpaar

Mit einer kleinen Schau der Kunstwerke wünschen nun das Erlangen-Haus und der Blog allen Lesern Frohe Weihnachten, ganz im Geiste von „In dulci jubilo“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nähert man sich derzeit dem Pilgerzentrum der Rosenkranzgemeinde, lassen sich von außen keine großen Unterschiede zum letzten Ortstermin im Frühjahr erkennen.

Außenansicht Pilgerzentrum Wladimir

Ganz anders das Bild aber, wenn man sich den Bau von innen ansieht.

Heizungsraum Pilgerzentrum Wladimir mit deutscher Technik

Da, von innen, ist das Objekt nämlich zum Leben erweckt; von Winterstarre keine Rede.

Heizungsraum Pilgerzentrum Wladimir

In den nächsten Tagen schon wird das Gas strömen, um das Gebäude über den Winter zu beheizen.

Kabelbahnen im Heizungsraum Pilgerzentrum Wladimir

Unbedingt verhindern nämlich will die Bauleitung Frostschäden, die auftreten könnten, wenn das Haus einen zweiten Winter ohne Heizung bliebe.

Schaltschränke Pilgerzentrum Wladimir

Die Wladimirer Firma ist dafür sogar in Vorleistung gegangen, hat die notwendigen Arbeiten und Einbauten vorab auf eigene Rechnung finanziert, um das Projekt nicht ingesamt zu gefährden.

Blick auf das Stadion mit Heizkörper Pilgerzentrum Wladimir

Alle Räume haben mittlerweile die notwendigen Anschlüsse – von Strom über Wasser bis zu Heizung.

Fenster mit „deutscher Qualität“ Pilgerzentrum Wladimir

Und im Keller unten sammeln sich die Verteiler und Rohre, u.a. für die Kanalisation.

Anschlüsse im Keller Pilgerzentrum Wladimir

Wichtig natürlich auch die Feuerleiter, bei aller Funktionalität stilistisch mit dem Gesamtensemble abgestimmt.

Feuertreppe Pilgerzentrum Wladimir

Überhaupt die Abstimmung: Die neugotische Bauweise von Pfarrhaus und Kirche sind auch stilprägend für das Pilgerzentrum.

Pfarrhaus Rosenkranzgemeinde Wladimir

Auf diese Weise entsteht sogar beim Blick zurück auf das im Kessel liegende Stadion der Eindruck, das Pilgerzentrum, dessen Eröffnung für Januar 2019 vorgesehen ist, habe schon immer dazugehört.

Dachansicht Pilgerzentrum Wladimir

Zur Partnerschaft gehört aber auch der Euroklub, der unter der Leitung von Jelena Guskowa bereit 2003 die ersten Kontakte zu Jena und Erlangen aufbaute.

Axel Just zu Gast beim Euroklub mit dessen Leiterin, Jelena Guskowa (ganz rechts im Bild) und Mathilda Wenzel (2. v.l., 1. Reihe)

Nun wird sich zeigen, wie Axel Just und das Erlanger Jugendparlament helfen können, den Austausch weiter voranzubringen, so wie das Mathilda Wenzel aus Saalfeld im Rahmen eines Europäischen Freiwilligenjahrs mit ihren Bemühungen um eine neue Schulpartnerschaft mit Jena derzeit vormacht.

Witalij Gurinowitsch und seine Kräutermischung

Und schließlich gehört zur Partnerschaft die Sorge um erkrankte Gäste. Keine Bange also, wenn man mit einer Erkältung im Gepäck in Wladimir ankommt.

Herbarium auf dem Winterbalkon

Witalij Gurinowitsch ist mit seinem Herbarium auf dem Winterbalkon jedenfalls für derartige Notfälle bestens gerüstet und setzt auch gleich seinen Sud an, für den es freilich keine feste Rezeptur gibt. „Ich bin immer für Experimente zu haben!“ erklärt er seinen Therapieansatz, dem man sich bedenkenlos anvertrauen darf. Es sind – garantiert – freundschaftliche Menschenversuche.

Die Ordnung der Kräuter

Die individuell zu variierende Mixtur sollte nur eine Minute ziehen und zumindest folgende Kräuter enthalten: Melisse, Oregano, Pfefferminze, Estragon, Rosmarin, Thymian, Salbei und Johanniskraut. Ganz zufrieden mit seinem Elexier war der Gastgeber übrigens nicht nach der Verkostung: „Etwas mehr Estragon hätte nicht geschadet.“ Womit wir schon fast beim „non nocere“ des Hippokratischen Eides wären.

Erlangen-Haus bei Nacht

Ob der Zaubertrank auch die gewünschte Wirkung zeigt, wird die Nacht erweisen. Ein gesunder und fester Schlaf im Erlangen-Haus hat da schon manches Wunder gewirkt.

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Unlängst ist auf dem russischen Facebook-Pendant В контакте eine Zuschrift eingegangen, die man nicht anders als ein großes Kompliment an die dort angebotenen Deutschkurse verstehen kann. Mehr noch, der seinerzeitige Schüler hat seinen Weg dank Deutsch gemacht. Und ist nicht die schönste Anerkennung für einen Lehrer der Erfolg seines Schülers?

Vom Erlangen-Haus hörte ich schon von meiner Deutschlehrerin an der Schule. Ich stellte es mit damals als das Mekka der deutschen Sprache vor, als Deutsche Botschaft in Wladimir.

Reinhard Beer, Julia Korowina, Tatjana Iwanowa und Sergej Trojnitsch im Club International der VHS Erlangen, 2014

Schon ein wenig erwachsener, als ich Deutsch bereits abgelegt hatte, erinnerte ich mich an das Erlangen-Haus und suchte es nun mit einem konkreten Ziel vor Augen auf. Vorbereitet und mit hervorkramten und noch präsenten Schulkenntnissen, stieg ich gleich beim Kurs A2 ein. Der Wunsch, weiterzumachen mit dem Lernen, kam danach von selbst. Dank der ausgezeichneten Methodik und Aufmerksamkeit der Lehrkräfte gelangen mir, wie ich meine, gute Ergebnisse im Studium der Sprache. Dabei empfand ich die Sommersprachkurse in Erlangen als ein regelrechtes Geschenk nach jedem Lehrjahr.

Wie erfolgreich das lief, möchte ich an einem konkreten Beispiel zeigen. Um mein Können zu dokumentieren, legte ich die Prüfung für das Zertifikat der Stufe B2 ab, obwohl ich doch nur B1-Plus-Niveau hatte. Mein Traum ging in Erfüllung, das Ziel war erreicht. Aber damit noch nicht genug!

Nikolaj Sakuterin, Sergej Trojnitsch und Iwan Nisowzew in Karlsruhe 2015

Im Jahr des Abschlusses half mir dieses Zertifikat sehr dabei, eine neue Anstellung zu finden. Ganz zufällig stieß ich auf eine Anzeige im Internet mit der Beschreibung all meiner Fähigkeiten plus Deutschkenntnisse. Das zeigt just, wie das Deutsche sich auf mein Leben auswirkte.

Heute arbeite ich in Moskau für eine deutsche Firma mit langjähriger Geschichte. Geschäftskorrespondenz, Telephongespräche, Dienstreisen, Treffen… Die Kommunikation in der Sprache Goethes ist mir zur Alltagsbeschäftigung geworden. Selbstverständlich habe ich nicht aufgehört, Deutsch zu lernen. Mein Motto lautet: „Vor dem Schlafen, nach dem Essen, deutsche Sprache nicht vergessen!“, ich habe den Kurs B2 abgeschlossen und mache jetzt auf dem Niveau C1 weiter. Bald besuche ich einen Fachkurs für Geschäftskommunikation in deutscher Sprache. Neue Ziele gilt es, zu erreichen.

Sergej Trojnitsch beim Jugendforum in Karlsruhe 2015

Ich möchte bei der Gelegenheit dem ganzen Team des Erlangen-Hauses dafür danken, mir die Möglichkeit gegeben zu haben, meinen Traum zum Ziel zu machen und mir dabei zu helfen, ihn wahr werden zu lassen! Mein Ziel war es, Deutsch sprechen zu können. Vielen Dank dafür!

Nikolaj Sakuterin, Iwan Nisowzew, Sergej Trojnitsch und Peter Steger vor dem Konferenzgebäude in Karlsruhe 2015

Auf dem Bild bin ich 2015 bei der Konferenz der deutsch-russischen Partnerstädte in Karlsruhe zu sehen. Ich konnte dabei dem Jugendforum die Partnerschaft Wladimir – Erlangen sowie dem Runden Tisch „Verständigung und Versöhnung“ das Buch „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ vorstellen. Hierfür danke ich Peter Steger!

Zum Original des von Peter Steger übersetzten russischen Textes geht es hier: https://vk.com/erlangenhaus

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Johann Wolfgang von Goethe spricht in seinen Theoretischen Schriften davon, daß wer die deutsche Sprache verstehe und studiere sich auf dem Markte befinde, wo alle Nationen ihre Waren anbieten; er spiele den Dolmetscher, indem er sich selbst bereichere. Das Erlangen-Haus verfügt über einen ungewöhnlich großen Erfahrungsschatz auf dem Markt der Sprachen und versucht sich nun darin, das Deutsche von klein auf als erste Fremdsprache zu vermitteln.

„Ich weiß nicht, mit welcher Sprache ich anfangen soll.“ – „Fang doch mit Deutsch an, Du wirst es nicht bereuen.“

Unter anderem mit dem Argument, damit erhöhe sich später die Motivation eine oder gar mehrere weitere Fremdsprachen zu erlernen, polyglott zu werden. Dies legen tatsächlich Untersuchungen nahe, die auch belegen, daß das Studium des Deutschen hilft, das logische Denken und die Artikulation zu entwickeln.

Die Kindergruppe des Erlangen-Hauses

Seit gut zwei Wochen gibt es denn nun auch die erste Kindergruppe am Erlangen-Haus, ganz nach dem unverwüstlichen Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Wer weiß, wo wir eines Tages diesen sieben Zwerglein auf ihrem langen Weg in der weiten Welt der Städtepartnerschaft wieder begegnen…

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Die Reise nach und der zehntägige Aufenthalt in Wladimir waren so eindrücklich, daß mir sogar nach der langen Zeit seit April alle wunderschönen Erinnerungen noch sehr präsent sind.

Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Florian Janik mit Richard Dähler und Marie-Madeleine Jaussi (rechts im Bild) gleich nach der Ankunft im Erlangen-Haus

Was mich zuerst beeindruckte, als wir Moskau mit dem Bus verließen, war die Straße nach Wladimir. Sie schien mir während Stunden unendlich lang und gerade, beide Seiten von Birken gesäumt.

Bildergalerie im Wladimirer Landesmuseum: Vorfrühling, 1885, Iwan
Jendogurow (1861-1898)

Der Aufenthalt im Erlangen-Haus war sehr angenehm. Es gab mir ein Gefühl der Behaglichkeit, und das Zimmer, sogar mit einem Balkon, war bis zum letzten Detail mit viel Liebe ausgestattet, das Personal stets freundlich und hilfsbereit. Die lächelnden Gesichter werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Die Lage des Hauses, praktisch im Stadtzentrum, erleichterte die Ausflüge. Die Wiederherstellung des Hauses war ein Meisterwerk!

Kreuz auf der Demetrius-Kathedrale

Die Kathedralen und Kirchen in Wladimir, Susdal und Bogoljubowo haben es mir sehr angetan. Die eindrückliche Architektur und die Innenaustattung erzeugten eine mich sehr bewegende Stimmung: die wunderschönen Wandmalereien u.a. von Andrej Rubljow, die Kerzenleuchter und der Duft der Kerzen, die betenden Gläubigen. Auch die Geschichte der Maria-Entschlafens-Kathedrale mit den Phasen ihrer Entstehung sind Anlaß zu Erstaunen und Bewunderung, Mit der Demetrius-Kathedrale und dem Goldenen Tor gehören die drei Bauten zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Х(ристос) В(оскрес) – Christos Woskres – Christus ist auferstanden

Dieses Jahr fielen das westliche und das russisch-orthodoxe Osterfest zusammen. Es war berührend, es in Wladimir zu erleben. Am Ostersamstag stellten die Gläubigen ihre schön dekorierten Eier und Kuchen auf Tische in die Kirche, damit die Priester sie segneten. Sie wurden am Ostersonntag zum Frühstück verzehrt.

Kulitsch im Erlangen-Haus

Auch wir erhielten solche in jedem Restaurant. Die schönsten dekorierten Gaben bekamen wir jedoch vom Erlangen-Haus!

Russisches Osterei

Richard Dähler und ich bedanken uns nochmals sehr herzlich bei Peter Steger für diese außergewöhnliche Gelegenheit, die wunderschöne Stadt Wladimir zu entdecken und für die mit der Erlanger Delegation und deren  russischen Counterparts verbrachten, unvergeßliche Stunden.

Marie-Madeleine Jaussi, Zürich

Hier noch einige bildgewordene Erinnerungen der Autorin:

Nikita-Kirche (1762-1765)

Glockenspiel beim Fürstinnenkloster

Ostersonntag Prozession mit Priestern und Nonnen entlang der Hauptstraße

Vor der Einkaufsmeile

An das Gefängnis angrenzender Waldfriedhof mit gepflegten und verwahrlosten Gräbern seit der Vorsowjetzeit bis heute

Waldfriedhof: Erinnerungsgrabstein für die in Wladimir verstorbenen japanischen Kriegsgefangenen

Kinderspielzeug am Denkmal für den Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945

 

 

 

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