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Archive for 3. Mai 2021


Die in der Region Wladimir täglich neu gemeldeten Fälle von Infektion mit Corona geht weiter zurück und liegt mittlerweile bei nur noch um die 50 Personen. Grund genug für die Behörden, nun, nach über einem Jahr, für alle ab 65 Jahren die Ausgangssperre aufzuheben. So ganz streng wurde diese häusliche Quarantäne zwar in der Praxis nie kontrolliert, aber immerhin galten die Einschränkungen seit März 2020. Seit dem 1. Mai tragen diese Maßnahmen nur noch „empfehlenden“ Charakter. Die Gefahr ist nämlich noch nicht gebannt. Zwar sind mittlerweile alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen durchgeimpft, aber insgesamt haben zwischen Pokrow und Gorochowez, zwischen Murom und Alexandrow erst gut sechs Prozent den ersten Pieks und knapp fünf Prozent auch die zweite Spritze erhalten. Zu wenig, um schon Großveranstaltungen zu erlauben. Und so blieb denn der Tag der Arbeit eher ein Familienfest, und am Tag des Sieges, am 9. Mai, wird es, wie im Vorjahr, keine Paraden geben.

Ein Bild, das hoffentlich bald für immer der Vergangenheit angehört.

Das Amt für Statistik meldet unterdessen wenig erfreuliche Zahlen. Von der hohen Übersterblichkeit war hier schon des öfteren die Rede, doch nun alarmieren auch die Angaben zu Geburten und Todesfälle im Jahresvergleich. Für die beiden ersten Monate 2021 weisen die Standesämter der Region Wladimir gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Geburtenrückgang um 5,1%, während 25,1% Menschen mehr starben. Auch im März setzte sich diese Tendenz des Bevölkerungsrückgangs fort: 861 Neugeborene vs. 2.080 Sterbefälle. Zusätzlich beunruhigend der Anstieg bei der Kindersterblichkeit, der für Januar und Februar mit einem Plus von 40% angegeben wird: 8,4 Todesfälle auf 1.000 Geburten. Im gleichen Zeitraum schlossen auch 17,4% weniger Paare den Bund fürs Leben, während es bei den Scheidungen ein Minus von 12,3% gab. Wann sich das alles wieder auf welchem Niveau einpendelt, wird die Zeit zeigen. Aber diese Nebenwirkungen der Pandemie dürften leider noch lange spürbar bleiben.

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