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Archive for 2. Juni 2020


Mitte Mai waren Wildhüter im Landkreis Melenki, im Südosten der Region Wladimir, unterwegs, um am Lauf der Oka gegen Wilderei vorzugehen. Tatsächlich konnte man eine Reihe von illegalen Netzen sicherstellen, aber man traf auch auf eine Reihe von Vögeln, die in der Roten Liste geführt werden. Im Bericht heißt es:

Wespenbussard

Besonders freuten wir uns über einen Schwarm von zwölf Höckerschwänen auf einem See in den Auenwäldern der Oka. Darüber hinaus entdeckten wir einige Schnatterenten und an den Ufern des Stroms Turmfalken sowie Uferschnepfen und Austernfischer, aber auch den seltenen Wiedehopf, die Sumpfohreule, die Trauerseeschwalbe oder den Wespenbussard. Auf unserer Tour begegneten uns auch immer wieder kleine Gruppen von Hohltauben.

Sumpfohreule

Auch entomologisch erwiesen sich die Erkundungen als ergiebig. So zeigte sich an einem Ufer eines Altarms der Oka ein Lederlaufkäfer, und am Ufer eines Zuflusses gelang es, einen der ebenso schönen wie seltenen Osterluzeifalter abzubilden. Beide Insektenarten stehen im Roten Buch der Region Wladimir.

Lederlaufkäfer

Osterluzeifalter

Wiedehopf

Darüber hinaus stellten wir eine natürliche Verbreitung von Baumarten, die in unserer Region nur noch vereinzelt vorkommen: die Esche und die Schwarzpappel, die Ulme und die Schwarzerle. In den Seen wachsen Kleine Seerosen.

Altarm der Oka

Zu hören sind Nachtigall, Wachtelkönig, Schlagschwirl, dessen Stimme an den Klang einer Grille erinnert, nach der im Russischen der Vogel auch benannt ist. Die Birkhühner beendeten gerade ihre Balz, und Waldschnepfen waren im Unterholz zu hören. Vereinzelt machten noch Schwärme von Bläßgänsen Rast auf ihrem Zug nach Norden.

Auwald bei Melenki

Da kann man nur guten Flug wünschen und ein Wiedersehen zwischen Kljasma und Oka – ohne Jäger und Wilderer.

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