Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 4. Mai 2020


Das in Zusammenarbeit mit Wladimir entstandene Projekt „Kriegskinder“ setzen wir heute mit einer Folge von Hans-Joachim Preuß fort, den wir als Jungen aus Ostpreußen auf der Flucht von Schlesien bis nach Jena begleiten.

Wolfgang Morell und Tatjana Jazkowa (sitzend), Hans-Joachim Preuß, Nikolaj Schtschelkongow, Elisabeth Preuß und Jekaterina Zwetkowa, November 2019, Erlangen

Als ich sieben Jahre alt war….

 „Es ist Krieg!“ hörten wir unsere Mutter am 1. September 1939 sagen. Meine beiden Brüder und ich sahen sie verwundert an. Wir Kinder, ich war der älteste von uns dreien, spürten ihr Erschrecken und ihre Angst. „Wird Vater im Krieg sterben?“ Mutter sagte: „Nein, er ist Polizist und kein Soldat. Er muß nicht an der Front kämpfen.“ Mein Vater war schon vor einigen Monaten mit seiner Kompanie in das an Deutschland angeschlossene Österreich nach Wien versetzt worden. Damit war er weit weg von der Front, und wir brauchten uns keine Sorgen um ihn zu machen.

Mit dem Krieg änderte sich bald einiges in unserem Leben. Zum Einkaufen brauchte man jetzt nicht nur Geld, sondern auch noch Lebensmittelkarten, die monatlich beim Wirtschaftsamt abgeholt werden mußten. Lebensmittelkarten waren große Bögen mit Marken, auf denen stand, was man dafür kaufen durfte. Wenn ich Milch holen ging, schnitt die Verkäuferin im Milchladen zuerst die Marken ab, ehe sie die Milch mit dem Meßbecher aus einer großen Kanne schöpfte und mir in das Kännchen schüttete. Wenn alle Marken abgeschnitten waren, konnte man nichts mehr einkaufen. Das galt für alle Waren, für Brot, Mehl, Zucker und alle Lebensmittel, ja sogar für Kleidung und Schuhe.

In unserer Zeitung, in der ich schon manchmal zu lesen versuchte, sah ich jetzt Todesanzeigen mit Eisernen Kreuzen. Das waren Anzeigen für gefallene Soldaten, die, wie es oft hieß, „den Heldentod für Deutschland“ gestorben waren. Das machte viele Leute traurig und war nicht schön zu lesen.

Um feindlichen Flugzeugen in der Nacht keine Ziele zu bieten, mußten wir abends unsere Fenster verdunkeln. Mit Rollos aus schwarzem Papier oder mit dichten Stoffen wurden sie bedeckt, damit kein Licht nach außen drang. Ich durfte sie nachts nur aufmachen, wenn im Zimmer kein Licht brannte. Die Luftschutzwarte, das waren Männer oder Frauen, die für den Luftschutz in einem Hause verantwortlich waren, kontrollierten genau, ob man von draußen einen Lichtschein sah, und klingelten sofort, wenn dies der Fall war. Sie prüften auch, ob in jeder Wohnung ein „Luftschutzkoffer“ bereitstand, in dem sich alle wichtigen Papiere und etwas Kleidung befand. Ihn mußte man bei Fliegeralarm mit in den Luftschutzkeller nehmen. Meinen kleinen weißen Teddybären trug ich ohnehin immer bei mir.

Als ich neun Jahre alt war….

Der Krieg brachte für uns Kinder zunächst keine große Not in unser Leben. Wir waren in Breslau, der Hauptstadt Schlesiens, weit weg von den Bombenangriffen auf die Städte in Norddeutschland und im Ruhrgebiet. Meine Mutter tröstete uns: „Schlesien ist der Luftschutzkeller des Deutschen Reiches.“ Es gab auch nur wenige Luftalarme mit dem bedrohlichen Heulen der Sirenen und dem bangen Sitzen im kalten Luftschutzkeller. Wir lebten in einer Dienstwohnung in der Polizeikaserne und fühlten uns da besonders geschützt und sicher. Schade war vor allem, daß mein Vater immer weg und nur kurz mal zu Hause war, wenn er Urlaub hatte.

Im Juni 1941 kam meine Mutter eines Morgens wieder mit verstörter Stimme: „Es gibt jetzt auch Krieg mit Rußland, mit der Sowjetunion.“ Sie fragte sich, ob das gut gehen könne, aber sie war sicher: „Der Führer wird schon wissen, was er tut“. Sie meinte damit Hitler, den obersten Führer des Deutschen Reiches. Sie hatte großes Vertrauen in ihn. Mit wem sollte sie über ihre Ängste reden? Mein Vater war weit weg, so schüttete sie ihr Herz uns Kindern aus. Oder sprach mit ihrer Schwester, unserer Tante, die uns oft besuchte. Mit fremden Leuten reden, war gefährlich, wenn man nämlich etwas Falsches sagte, wurde man ins Gefängnis gesteckt. Vater war in der Zwischenzeit in das Protektorat Böhmen und Mähren versetzt worden, so hieß das Gebiet der Tschechoslowakischen Republik nach der Besetzung durch die Deutschen. Wir waren froh, daß er nicht an der Front war.

Damals standen in Breslau noch viele Litfaßsäulen. Dort tauchten Plakate auf, die Angst vor den Russen machen sollten. Ich sah Bilder von Soldaten der Roten Armee mit brutalen Gesichtern und mit auf den Betrachter gerichtetem Gewehr. Besonders erinnere ich mich an das Bild einer alten Frau, die ein Kopftuch trug, ebenso wie meine, sehr liebe Großmutter. Darunter stand etwa, genau erinnere ich mich nicht mehr: „Sie sieht aus wie eine liebe Großmutter, ist aber ein hinterhältiges Flintenweib.“ So bezeichnete die Propaganda der Nazis russische Frauen, die mit der Waffe als Partisaninnen gegen die deutschen Truppen kämpften. Da bekam ich wirklich Angst. In den Nachrichten wurde gesagt, Hitler habe uns vor den sowjetischen Untermenschen geschützt, weil er sie angriff, bevor sie Deutschland überfallen konnten. Die Deutschen siegten auch in diesem Kampf. Ganze russische Divisionen wurden eingekesselt, Zehntausende Soldaten wurden gefangengenommen. Im Kino sah ich in einer Wochenschau ein Gefangenenlager. Es war, so weit man sehen konnte, vollgestopft mit Menschen in graugrünen Uniformen.

In der Zeitung, in unseren Schulbüchern und auf Plakaten in der Stadt wurde gegen Juden gehetzt. „Der Jude ist unser Unglück!“, hieß es immer. In der Stadt sah ich manchmal Menschen mit den gelben Sternen an der Kleidung und wußte, das sind Juden. Meine Großmutter betrieb in ihrem Dorf Ober-Pomsdorf, 50 km von Breslau entfernt, einen kleinen Laden, zu dem auch jahrelang ein Jude mit einem Bauchladen gekommen war. Er verkaufte Kurzwaren, also Garne, Zwirne, Nadeln und Knöpfe. Eines Tages blieb er aus; und ich erinnere mich, wie sich Großmutter darüber wunderte, denn sie sagte: „Das war so ein guter Mensch, der niemandem etwas zuleide getan hat. Wo mag er hingekommen sein?“

Überall waren auch merkwürdige Plakate zu sehen. Eines zeigte den Kohlenklau, einen schwarzen Mann mit einem Sack. Das sollte uns zum Sparen mit Kohle, Gas und Elektrizität auffordern. Auf anderen Plakaten waren zwei Männer, die sich unterhielten. Dabei stand: „Vorsicht bei Gesprächen. Feind hört mit!“. Darüber war ich sehr erstaunt, denn wie konnte der Feind hier Gespräche mithören, so weit weg von der Front.

Es waren zwiespältige Eindrücke für mich mit meinen neun Jahren. Ich verstand nicht alles. Das Radio war voll von den Siegesmeldungen, vom Reden über Schicksalskampf und Heldenmut. Doch mein Leben lief einigermaßen normal mit Schule, Hausaufgaben und Spielen im Kasernenhof, und wir hatten genug zu essen.

Als ich elf Jahre alt war…

Das Jahr 1943 brachte einige für mich schwer begreifliche Ereignisse.

Es begann mit der Schlacht um Stalingrad, in der die 6. Armee der Wehrmacht von der Sowjetarmee eingekesselt und vernichtet wurde. In den Nachrichten und Wochenschauen, die vor jedem Film im Kino gezeigt wurden, sah ich Bilder von kämpfenden Soldaten in Schnee und Kälte, dort war von Tapferkeit und fanatischem Widerstand die Rede. Mir war aber klar: Hier hatte unsere Wehrmacht eine Kesselschlacht verloren – wie am Beginn des Krieges oft die russische Seite. Es war für mich nicht zu fassen: Unsere siegreichen Soldaten waren geschlagen worden. Bisher hatten sie immer gesiegt, so hatte ich es zumindest verstanden.

Im Sommer wurde mein Vater an die Ostfront versetzt. Wir waren sehr bestürzt, als wir erfuhren, daß er aus der sicheren Tschechei weg mußte. Er bekam zuvor noch ein paar Tage Urlaub und war bei uns. Eines Tages ging er mit mir allein in die Stadt. An einer Stelle, wo uns niemand hören konnte, sprach er leise und ernst zu mir: „Ich sage dir jetzt etwas, über das du mit niemandem sprechen darfst. Die Deutschen tun in diesem Krieg schlimme Dinge, die uns die Welt nie verzeihen wird. Auch in der Tschechei. Und was immer auch passiert, geht da nie hin.“ Ich weiß nicht mehr, wie ich reagiert habe. Ich war schockiert, denn mir war klar, was das bedeutete. Mein Vater glaubte nicht an einen Sieg Deutschlands. Für mich brach eine Welt zusammen, es schwamm alles davon. Mir dämmerte etwas Schockierendes, mein Vater war an den „schlimmen Dingen“ irgendwie beteiligt oder wußte davon. In den Nachrichten war oft die Rede von Strafaktionen der Deutschen in den besetzten Ländern. So auch in der Tschechei, als der dortige oberste deutsche Reichsprotektor Heydrich von tschechischen Widerstandskämpfern erschossen wurde.

Vielleicht half mir ein weiteres Ereignis, dieses mir Unbegreifliche zu verdrängen, denn ich kam gar nicht dazu, lange darüber zu grübeln. Wir wurden überraschend aufgefordert, die Polizeikaserne zu verlassen, weil sie als militärisches Gelände für Zivilisten zu gefährlich geworden sei. Wir zogen in das Dorf Ober-Pomsdorf, in dem meine Großmutter lebte. Dort war auch eine Tante mit ihren drei Kindern, meinen Cousins und einer Cousine. Es war der Ort, in dem wir jeden Sommer die Ferien verbrachten. Für uns Kinder war dieser Umzug eher eine Freude als ein Schrecken. Wir mieteten uns in einer kleinen Wohnung im Austraghäuschen auf einem Bauernhof ein. Ich wurde in die Oberschule in Patschkau geschickt, das lag sechs Kilometer östlich von unserem Dorf, und die Fahrt dorthin mit der Eisenbahn oder mit dem Fahrrad empfand ich eher als Abenteuer denn als Last.

Als ich dreizehn Jahre alt war …

Im Januar 1945 begann die Schule nach den Weihnachtsferien wie üblich. Die sowjetische Front lag schon weit in Polen, hier in Schlesien schien noch alles ruhig. Das änderte sich schnell, denn Mitte des Monats begann die große Offensive der Roten Armee, die rasch zum Zusammenbruch der deutschen Verteidigungslinien führte und einen Flüchtlingsstrom nach Westen auslöste. Die Züge, mit denen ich in die Schule fahren mußte, waren voller Menschen. Einmal bekam ich im Abteil für die kurze Heimfahrt keinen Platz. Ich mußte außen am Wagen auf einer Treppenstufe stehen und mich am Griff festhalten. Das war bei den Eisenbahnwagen damals möglich.

Bald wurde die Schule geschlossen. Wir hörten Tag und Nacht das dumpfe Grollen der Kanonen, das immer lauter wurde und näher rückte. Durch unser Dorf zogen jeden Tag Flüchtlinge, die aus Orten kamen, die gar nicht so weit weg von uns waren. Da ahnten wir, daß auch wir bald würden weggehen müssen. Die große Straße, die außerhalb des Ortes lag, war überfüllt von Militärfahrzeugen, von Flüchtlingstrecks, dazwischen Bäuerinnen, die Pferde und Kühe, vor sich hertrieben – es war ein unbeschreibliches Chaos. Frauen, die sich das Leben nehmen wollten, Kinder, die heulend ihre Mutter suchten, Kühe, die mit vollem Euter vor Schmerz schrien, weil sie nicht gemolken wurden, der durchdringende Todesschrei eines Pferdes, alles Eindrücke, die in mir aufsteigen, wenn ich mich an diese Tage im Januar 1945 erinnere.

Ende Januar kamen Lautsprecherwagen in unser Dorf, die uns aufforderten, in den Häusern zu bleiben und keineswegs an den Fenstern zu stehen, denn es werde ein Zug „Schwerverbrecher“ durch unser Dorf ziehen. Kurz danach sahen wir grau gekleidete Gestalten in gestreiften Kleidern vorbeilaufen. Das Getrappel der Holzschuhe und die Rufe „Hunger, Hunger“ kann ich nicht vergessen. Einmal waren wir Kinder auf den Bergen, als wir sahen, wie eine solche Kolonne aus dem Dorf kam. Wir schlichen näher an die Straße heran, versteckten uns im Gebüsch und beobachteten, was da geschah. Einer der grauen Männer fiel um. Ein Wachmann in grüner Uniform erschoß ihn mit der Pistole und ließ ihn im Straßengraben liegen. Im Dorf wurde bald erzählt, es habe sich bei den Trupps um Gefangene aus den Konzentrationslagern gehandelt. Mir kamen wieder die Worte meines Vaters von den „schlimmen Dingen, die die Deutschen in diesem Krieg tun“ in den Sinn.

Im Radio wurden noch immer Durchhalteparolen verkündet, die Deutschen hätten Wunderwaffen entwickelt, die bald zum Einsatz kämen und die Feinde aus dem Land treiben würden. Es gab Bilder von erschossenen oder erhängten Deutschen mit Schildern um den Hals: „Ich bin ein Feigling, weil ich nicht an den Sieg geglaubt habe“.

Anfang Februar war es dann so weit: Wir wurden aufgefordert, unser Dorf zu verlassen. Wir luden Koffer und Säcke mit Kleidern, Bettzeug und Essen auf einen großen Leiterwagen, den uns unsere Nachbarn gegeben hatten. Er wurde an deren eigenen Wagen gehängt. Zwei Kühe zogen das ganze Gespann.

Eine unserer Nachbarinnen wurde zur Treckführerin bestimmt. Sie bekam vom Bürgermeister den Ort genannt, in dem wir uns abends melden sollten. So zogen wir los. Auf den Wagen saßen die kleinen Kinder mit den alten Frauen und Männern, alle anderen liefen. Bald befanden wir uns in einem langen Zug von Flüchtlingen. Nach einigen Tagen überschritten wir die Grenze zur Tschechoslowakei. Dort ging es immer weiter nach Westen – weg von der sowjetischen Front, deren Donnern immer leiser wurde. Oft blieben wir einige Zeit an einem Ort, wir schliefen in Turnhallen oder Tanzsälen auf Stroh oder Heu. Essen wurde in großen Kesseln oder Gulaschkanonen für alle gekocht. Es gab fast immer Graupensuppe, mal mit, mal ohne Fleisch. Ich hatte den Eindruck, daß das Ganze einigermaßen organisiert vor sich ging: Wir erhielten immer Unterkunft und Essen und jeden Morgen das Ziel des Tages genannt, wo man uns abends schon erwartete, auch wenn es manchmal lange dauerte, bis wir unseren Schlafplatz oder das Essen bekamen. Das Warten war nach dem langen Laufen auf der Straße oft sehr lästig, denn wir waren meist sehr müde.

Wir verlebten schlimme Tage und Nächte. Oft entstand Streit um die besten Liegeplätze, es gab für die vielen Menschen zu wenig Toiletten, Kranke mußten versorgt und über Nacht Gestorbene beerdigt werden. Kühe und Pferde brachen zusammen, viele Leute verzweifelten und wollten sich aufhängen. Und dann ständig die Angst vor dem Unbekannten und die Ungewißheit, wie es weitergehen sollte. Ich hatte immer die Mahnung meines Vaters im Kopf, wir sollten nicht in die Tschechei gehen, und jetzt waren wir mitten drin!

Ende April hatte es uns in die Gegend von Beraun verschlagen, etwa 50 km von Pilsen entfernt. Da wurden wir von den deutschen Behörden aufgefordert, die Tschechei innerhalb von drei Tagen zu verlassen. Aber wohin? Die Bauern wollten zurück in die Heimat zu Haus und Hof. Für mich kam jetzt der Augenblick, an dem ich die Mahnung unseres Vaters beherzigen mußte. Ich bedrängte meine Mutter, nicht den Weg zurück nach Osten zu nehmen, sondern weiter nach Westen zu fliehen, weg von der sowjetischen Front, und erinnerte sie an die Mahnung unseres Vaters. Schließlich entschied sie sich unter Tränen, zu versuchen, mit uns allein weiterzuziehen. Die anderen wollten uns nicht folgen. Es gab einen herzzerreißenden Abschied. Wir hielten einen deutschen Militärlaster an, der meine Mutter, uns drei Kinder und meine Großmutter nach Bischofteinitz im Sudetenland mitnahm. Der Ort wurde am 5. Mai 1945 von amerikanischen Truppen besetzt, für uns war der Krieg zu Ende und damit die Angst vor Tieffliegern. Die anderen aus unserem Dorf, die nicht mit uns gekommen waren, gerieten in den Prager Aufstand, sie wurden unter schrecklichen Bedingungen in Lager gesteckt. Sie haben viel gelitten, so viel, daß sie darüber nicht sprechen konnten. Sie brachen in Tränen aus, wenn wir sie später fragten.

Mein Vater war Ende 1944 in Estland verwundet worden. Aus einem Lazarett in Ostpreußen erhielten wir den letzten Brief von ihm – danach blieb er verschollen. Er hat uns durch seine Mahnung viel Leid erspart. Dafür bin ich ihm dankbar. Ich frage mich, wie er seinen Dienst weiter leisten konnte mit dem Wissen von den „schlimmen Dingen, die die Deutschen in diesem Krieg getan haben“ und an denen er in einer mir unbekannten Weise direkt oder indirekt beteiligt war. (Von meiner Tante, seiner Schwester, erfuhr ich lange nach dem Krieg, er habe sich freiwillig zum Einsatz in der UdSSR gemeldet, weil er nicht länger gegen Frauen und Kinder kämpfen wolle.)

Von Bischofteinitz aus zogen wir auf abenteuerliche Weise mit vielen Unterbrechungen weiter nach Jena in Thüringen; dort wohnte eine Verwandte von uns. Jena, im „grünen Herzen Deutschlands“ gelegen, hatte unsere Familie zu Beginn des Krieges vorausschauend als Treffpunkt vereinbart, falls das nötig werden sollte. Hier endete unsere Flucht.

Ich war noch immer dreizehn Jahre alt – oder war ich einige Jahre älter geworden?

Hans-Joachim Preuß

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: