Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for April 2020


Ohne Zweifel – Corona verändert alles im Umgang miteinander und natürlich im internationalen Austausch. Doch die Pandemie sollte nicht den Blick darauf verstellen, welchen noch viel elementareren Problemen wir weltweit gegenüberstehen. Wir hatten in Europa das wärmste erste Quartal seit 100 Jahren, in der Antarktis eine Rekordhitze bis über 20°C (!), in Deutschland nur 5% der üblichen Regenmenge im April, in der Region Irkutsk brennen jetzt schon wieder die Wälder – zu wenig Schnee im Winter, zu trocken in den letzten Wochen. Der Virus ist schlimm, aber nichts zu dem, was uns noch erwartet – ohne echten Klimaschutz.

Wladimirer Wölfe in die Photofalle getappt

Doch COVID-19 zeigt auch positive Auswirkungen für die Natur. Nicht nur vor Venedig und Istanbul tauchen wieder Delphine auf, auch in Wladimir atmet die Schöpfung durch. So berichten Ohrenzeugen, man höre die Nachtigall wieder ungestört singen, in ein Waldgebiet am westlichen Stadtrand ist die Rötelmaus zurückgekehrt, und erstmals seit Menschengedenken hat man die Frühjahrsjagd auf Wasservögel abgesagt. Sogar in den Nationalparks, so die Wildhüter, lassen die Tiere den nachlassenden Druck des weitgehend in seine eigenen vier Wände verbannten Menschen in ihrem Verhalten erkennen. So gelang im Osten der Region Wladimir, im Kljasminsko-Luchskij-Nationalpark eine durchaus seltene Aufnahme von tagaktiven Wölfen, die sich eigentlich erst nach der Dämmerung aus der Deckung wagen.

Bärenspur im Reifenprofil

Sogar die Spur eines Bären ließ sich auf einem Forstweg ausmachen. Eines dieser seltenen Tiere, wohl auf der Suche nach einem Revier, überlebte übrigens kürzlich den Zusammenprall mit einem Auto nicht. Wie es uns nach Corona gelingt, das Zusammenstoßen von Zivilisation und Wildnis abzufedern, wie wir Ökonomie und Ökologie in Ausgleich bringen, davon wird unser aller künftiges Leben abhängen.

P.S.: Heute ist übrigens der Tag des Wolfes. Zufälle gibt es!

Read Full Post »


Seit zehn Jahren sorgte er als Pächter des Bistros im Club International der Volkshochschule für das leibliche Wohl seiner Gäste und gab allen, die in seinem Café Platz nahmen oder sich am Büfett einer Veranstaltung bedienten, das Gefühl, er habe genau auf niemanden sonst, sondern nur noch auf sie gewartet. Nun ist Bernd Uebel, an dessen Seite hinter und vor dem Tresen Lala Reyef und Franco Tommasino standen am 24. April ganz unerwartet verstorben. Für all die vielen anderen, die den Wirt mit dem gastlichen Herzen kannten und schätzten, nimmt Tatjana Kirssanowa, Leiterin der Deutschkurse am Erlangen-Haus, Abschied aus der Ferne.

Bernd Uebel

Bernd Uebel und Franco Tommasino

Das ist eine erschütternde Nachricht für uns alle, ein schwerer Verlust. Wir alle haben Bernd sehr geliebt und werden ihn sehr vermissen. Es gibt Menschen, die Spuren in unserem Herzen hinterlassen. Bernd hat zu ihnen gehört: Er hat sich nicht einfach nur so um uns, um unsere Gruppe, gekümmert. Nicht einfach nur gekocht und bedient. Es gab etwas Besonderes, etwas mehr, immer mehr: sein Lächeln, seine Witze, seine Komplimente, seine Herzlichkeit… Im Februar, bei unserem letzten Wiedersehen, hat er uns über seine Träume für die Zukunft erzählt… Unser Beileid und aufrichtiges Mitgefühl gelten seiner Familie. Es ist schwer, bei einem solchen Anlaß tröstende Worte zu finden, vor allem für seine Töchter, die er so sehr geliebt hat. Einfach unvorstellbar! Armer Bernd!

Read Full Post »


Die mittlerweile dritte Video-Botschaft nach Wladimir kommt heute aus dem Erlanger Rathaus. Bürgermeisterin Elisabeth Preuß wendet sich – auf Russisch! – an die Freunde in der Partnerstadt und erinnert an die vielen Begegnungen, die früher stattfanden und nun auf unbestimmte Zeit ausbleiben müssen.

Kameramann Amil Scharifow und Bürgermeisterin Elisabeth Preuß

Im Vorspann stellt der Partnerschaftsbeauftragte, Peter Steger, das zweiköpfige Team von TV-Mы – TV-Wir vor, das nun in unregelmäßigen Abständen Video-Grüße nach Wladimir senden will – zumindest bis zur Wiederaufnahme des Austausches. Die Aufnahmen entstanden am Freitag vergangener Woche. Schauen Sie doch mal rein:

Read Full Post »


Es gibt ja auch in Wladimir viel Verdruß und Unmut über all die „Zumutungen“ der Auflagen, Verordnungen, Anweisungen und Verbote zur Eindämmung der Pandemie, die derzeit in der Partnerstadt (Stand 27. April, 10.00 Uhr) bereits 76 und in der ganzen Region mittlerweile 518 Personen in Mitleidenschaft gezogen hat. Manche freilich nutzen die Zeit für das, was sie ohnehin am besten können und anderen Menschen Freude bereitet, wie Familie Besotosnyj, die in Erlangen ja nicht mehr eigens vorgestellt werden braucht. Also hören und sehen Sie einfach mal rein in das Video und tanken Sie Lebenslust mindestens für einen Tag mit der russischen Version des italienischen Barock-Klassikers von Antonio Vivaldi – „Winter, Teil 1“ aus den „Vier Jahreszeiten“:

„Gesundheit für alle! So verbringen wir die häusliche Selbstisolation mit Proben. Allen alles Gute. Ade!“ Mit diesen Worten verabschiedet sich Igor Besotosnyj am Ende der Wladimirer Hausmusik.

Read Full Post »


Heute begeht man rund um den Globus den Welttag der Partnerstädte. Ja, auch so etwas gibt es, und die Blog-Redaktion verlangt da verständlicherweise, arbeitsfrei zu bekommen. Deshalb nur eine Notausgabe mit dem Hinweis auf diesen Link https://is.gd/f35aQ2 zur Wladimirer Internetplattform Pro Wladimir, die das Fest der Volksdiplomatie nutze auf einen Artikel aus dem Vorjahr hinzuweisen, in dem die internationalen Beziehungen der einstigen Kapitale des mittelalterlichen Russischen Reichs aufgelistet sind.

Der Himmel über der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, gesehen von Wladimir Fedin

Ehrenhaft: Unter den 22 aufgeführten Städten – manche sprechen von bis zu 30, die mit Wladimir verbunden sind – erhalten nur das tschechische Aussig an der Elbe als älteste, leider aber seit gut 30 Jahren eher inaktive Jumelage, und Erlangen eine nähere Würdigung mit der Überschrift: „Die Stadt mit einem Haus in Wladimir“. Und feiern Sie schön: Es ist Ihrer aller Städtepartnerschaft und Sie lebt und wirkt nur durch Ihre Initiative. Auf bald wieder – mit neuen Einfällen und Anfregungen und hoffentlich auch wieder mit Begegnungen.

Read Full Post »


Wie sieht Wladimir in Zeiten von Corona aus? Diese Frage stellte die Redaktionsleitung an Wladimir Fedin, einen Photographen, dessen Arbeiten hier schon öfter zu sehen waren und der seit drei Jahrzehnten mit den Erlanger Foto Amateuren zusammenarbeitet sowie eine Künstlerfreundschaft mit Othmar Wiesenegger pflegt. Hier nun eine erste Auswahl seiner Bilder aus unserer Partnerstadt, wie sie niemand von uns kennt.

Museum vorübergehend geschlossen

Read Full Post »


Wegen der obwaltenden Umstände wird es wohl nicht mehr zur geplanten Herausgabe eines Bandes mit Erinnerungen von Kriegskindern aus Erlangen und Wladimir kommen. Die Texte aus Wladimir stehen leider noch immer aus. Deshalb heute hier im Blog exklusiv eine weitere Geschichte, die das Leben am Ende des Zweiten Weltkriegs schrieb.

Es ist Mai 1945. In der Kleinstadt Süderdithmarschen drängen sich die Flüchtlinge, denn Schleswig-Holstein war der einzige Fleck in Deutschland, wohin man noch fliehen konnte. In einem ehemaligen Badezimmer wurde für uns drei Kinder ein Platz zum Schlafen eingerichtet. Aber ich hielt die Enge nicht aus, nirgends Trost, Essen, Verständnis für eine Elfjährige, die sich ausheulen möchte. Ich lief auf die Straße.

Nirgends ein Mensch zu sehen. Nur das dumpfe Dröhnen von Panzern. Die Stadt war mir fremd, wo sollte ich hin? Plötzlich bog einer dieser Panzerungetüme um die Ecke, das Geschützrohr direkt auf mich gerichtet. Ich erstarrte vor Angst. Da öffnete sich oben eine Luke, ein Mann sah heraus. Zum ersten Mal sah ich einem Feind direkt ins Gesicht. Er sah völlig anders aus, als ich bisher gedacht hatte.

Vom Struwwelpeter her kannte ich die Geschichte vom schwarzen Buben und dem Nikolaus mit seinem großen Tintenfaß, in dem dann Ludwig, Kaspar und Wilhelm zappelten, bis sie ebenfalls schwarz wurden. Der dunkelhäutige Offizier hatte eine kleine gelbe Gurke hervorgeholt, sagte etwas, das ich nicht verstand, hielt die Gurke an den Mund und machte „hap hap hap“. Dann warf er mir die Gurke zu, ich fing sie auf. Er lachte und nickte, sah mich erwartungsvoll an.

Was sollte ich mit diesem Ding? Was war es? Ich kannte Kirschen, Äpfel, Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, keine unserer von der Sonne nicht verwöhnten Früchte hatte eine Schale.

Wieder nickte der amerikanische Offizier, wurde ungeduldig, rief mir etwas zu, was energisch klang. Durfte ich dieses Geschenk eines Siegers mißachten? Würde er dann vor Wut auf mich schießen? Würde ich den Heldentod sterben? Nach den Bombenangriffen in Berlin, der Flucht durch halb Deutschland, dem Hunger, dem fehlenden Schlaf und der ewigen Angst war ich am Ende. Was es auch war, ich biß hinein.

Da passierte etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Der Mann im Panzer fing an zu lachen, lachte, daß das Weiße in seinen Augen noch weißer, seine Zähne noch blitzender und sein Mund noch größer wurde. Und je lauter er lachte, desto verbissener schluckte ich den Bananenbrei herunter. Ich konnte doch das Geschenk eines Panzerfahrers nicht ausspucken!

Immerhin hatte ich den Mut, nicht ein zweites Mal abzubeißen. Ich machte einen Knicks und lief davon. Das Dröhnen des Panzers und das Lachen des amerikanischen Offiziers habe ich mein Leben lang nicht vergessen.

Margrit Vollertsen-Diewerge

Read Full Post »


Beginnen wir wieder einmal mit den Zahlen, die, wie wir längst auch aus den Angaben hierzulande wissen, immer mit Vorsicht zu genießen sind und nichts über die mutmaßliche Dunkelziffer der tatsächlich mit COVID-19 angesteckten Personen aussagen. Offiziell, Stand 23. April, 10.00 Uhr, zählen die Behörden in der Region Wladimir 339 Infizierte – davon in der Partnerstadt selbst 34 – und sechs Todesfälle. Diese Zahlen stehen einer Einwohnerzahl des Gouvernements von 1.358.000 Menschen gegenüber, allerdings sind auch die Testkapazitäten, die mit 45.000 pro Monat angegeben werden, zu beachten. Landesweit gelten 56.000 Menschen als infiziert, mit großem Abstand am meisten davon in Moskau lebend.

Tragen Sie während eines Grippeausbruchs bei der Kinderpflege eine Mullmaske. Plakat aus dem Jahr 1963.

Dabei arbeiten die Gesundheitsbehörden nach eigenen Angaben in der Krise, deren Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist, schon jetzt am Anschlag und haben obendrein mit viel Fluktuation bis in die Spitze der Verwaltung hinein zu kämpfen. Und das zu einer Zeit, wo in so manchem Krankenhaus einiges aus dem Ruder zu laufen scheint. So räumt eine Landkreisklinik nach Klagen von Patienten ein, nach der Ansteckung des Chefarztes seine ganze Schicht einschließlich des Pflegepersonals in Quarantäne geschickt zu haben.

Während eines Grippeausbruchs empfiehlt es sich bei der Arbeit eine Maske zu tragen. Plakat aus dem Jahr 1963.

Auch im Wladimirer Rot-Kreuz-Krankenhaus haben sich Mediziner infiziert, und ein Erlanger Arzt erhielt von dort die Nachricht, es fehle an Schutzkleidung, während man entgegen den Ankündigungen aus der Politik, sogar die ohnehin kargen Gehälter gekürzt habe. Apropos Politik: Dieser Tage fand eine Videokonferenz des Präsidenten mit seinen Gouverneuren statt. Die Landesväter, darunter auch Wladimir Sipjagin, klagten über Lieferengpässe und Versorgungsprobleme in Zeiten der Corona-Krise, doch das Staatsoberhaupt ließ das nicht durchgehen und gab zurück, sie seien ja eben dafür da, die Schwierigkeiten zu überwinden. Außerdem mahnte Wladimir Putin, die föderalen Mittel schneller abzurufen.

Halten Sie die Hände sauber. Plakat aus dem Jahr 1964.

Unterdessen ist die Lage selbst in der Region Wladimir von der Größe des Bundeslandes Brandenburg durchaus unterschiedlich. Während etwa im Landkreis Susdal noch kein einziger Ansteckungsfall aktenkundig ist, herrscht in Petuschki und Umland eine strenge Ausgangssperre, die nun auch – bisher ohne Erfolg – der Landkreis Kowrow für sich fordert. Alles noch bei verhältnismäßig niedrigen Fallzahlen, von denen freilich alle ahnen, daß sie rasch steigen können. Gestern erst wurden Meldungen bestätigt, wonach es auch in einem Psychiatrischen Krankenhaus unweit von Wladimir zu Infektionen unter dem Personal und wohl auch bei Patienten gekommen sei.

Frischluft ist ein Mittel zur Vorbeugung gegen Grippe. Plakat aus dem Jahr 1963.

Überhaupt überschlagen sich die Meldungen. So fordert beispielsweise der Bund der Atheisten in einem offenen Brief an die Stadt Wladimir strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen in Kirchenkreisen und bei den Behörden, die in der Ostermette die Teilnahme von Dutzenden von Gläubigen nicht verhindert hatten. Damit nämlich habe man eindeutig gegen das in ganz Rußland geltende Abstandsgesetz von eineinhalb Metern und das Versammlungsverbot gehandelt und einer weiteren Verbreitung der Pandemie Vorschub geleistet.

Gemüse und Obst vor dem Verzehr mit kochendem Wasser waschen. Plakat aus dem Jahr 1963.

Und dann sind da die Fälle von uneinsichtigen Patienten, die mit allen denkbaren Folgen ihre häusliche Quarantäne nicht einhalten und nun bestraft, in einem Casus sogar per Gerichtsbeschluß zwangsweise in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

An Grippe erkrankt – unbedingt isolieren. Plakat aus dem Jahr 1963.

Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Steuereinnahmen. Auch den Energieversorgern brechen die Einnahmen ein, denn kraft einer Regierungsverordnung müssen Schulden bei der Zahlung von Strom und Fernwärme den privaten wie gewerblichen Verbrauchern ohne Aufschlag gestundet werden. Der Stadtrat von Wladimir stimmt über Anträge nur noch virtuell ab. Angeln ist zwar nicht ausdrücklich verboten, verstößt aber gegen das Gebot der „Selbstisolierung“ und der damit einhergehenden Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Saubere Straße, gesundes Zuhause. Plakat aus dem Jahr 1965.

Ein echter Schlag ins Kontor wurde schließlich gestern bekannt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft laufen Untersuchungen wegen der Lieferung von minderwertigen Beatmungsgeräten für ein Krankenhaus in Wladimir. Ende März hatte unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit auf Bitten der Klinikleitung der Geschäftsmann und Duma-Abgeordnete Gregorij Anikejew 50 dieser Apparate im Wert von sechs Millionen Rubel für verschiedene medizinische Einrichtungen in der Region gespendet. Nun stellt sich heraus, daß die Hilfsgüter, erworben bei einer Firma für Medizintechnik in der Nachbarregion Kostroma, das Baujahr 1999 bis 2001 tragen, mit nur zehn bis fünfzehn Prozent Leistung weit unter der geforderten Norm bleiben und die Zulassung für ihren Einsatz bereits vor gut fünfzehn Jahren verloren haben.

Gemüse und Obst mit kochendem Wasser waschen. Plakat aus dem Jahr 1964.

Da droht, viel Vertrauen verloren zu gehen, das gerade in einer solchen Krise als das Grundkapital der Behörden und Politik gilt. Und das vor dem Hintergrund wahrscheinlicher weiterer Zumutungen und Einschränkungen, zumal man landesweit den Höhepunkt der Pandemie erst für Mitte Mai erwartet.

Die Räumlichkeiten feucht reinigen. Plakat aus dem Jahr 1964.

Da kann das seit Tagen verhängte Verkaufsverbot für Alkoholika in der Region Wladimir von abends 19.00 Uhr bis morgens 10.00 Uhr eher als Randphänomen gewertet werden. Wenngleich der Politologe, Roman Jewstifejew, mit einer gewissen Lust an Weltuntergangsphantasien darauf hinweist, bereits zu Beginn des 1. Weltkriegs und während der Perestroika habe es Prohibition gegeben. In beiden Fällen habe sich in der Folge die politische Ordnung kardinal verändert, sei ein neues Staatengebilde entstanden.

In einer für das Land so schwierigen Lage nicht mehr zu trinken, ist dumm und fies.

So düster wollen wir die Dinge nicht sehen, und ob diesbezüglich eine Kausalkette stimmig ist, bleibt dahingestellt. Aber im Verein mit dem dramatischen Verfall des Ölpreises, an dem der Staatshaushalt in wesentlichen Teilen hängt, und der Entwertung des Rubels mit ihren Auswirkungen auf die Inflation haben die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise auch jenseits der medizinischen Komponente leider wirklich das Zeug, noch viel Unheil anzurichten.

Corona 2

Sie befinden sich hier.

Da bleibt nur, den Freunden in Wladimir alles Gute und viel Gesundheit zu wünschen. Sie haben schon so manche Krise überstanden und werden auch jetzt nicht klein beigeben, zumal ab heute schon wieder der Gang zum Friseur seines Vertrauens und in den Schönheitssalon möglich ist. Zwischen hoffen und bangen eben.

Read Full Post »


Sich eine gute Idee entgehen zu lassen, das ist nicht Sache des Erlangen-Hauses. Und so schließen sich denn auch bereits kurz nach Beginn der Aktion „Gedankenstriche – Brieffreundschaften verbinden“ des Büros für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt sowie der Integrationslotsin der Stadt Erlangen schon die ersten Teilnehmer der Deutschkurse in Wladimir an und schicken per E-Mail ihre Grußbotschaften, aus denen zu zitieren natürlich das Fernmeldegeheimnis untersagt.

Peter Steger und Karin Grüsser mit den ersten ausgedruckten und adressierten Briefen aus Wladimir

Mehr zu der Aktion, die sich an ältere Menschen in Heimen oder einsam zu Hause richtet, ist hier zu erfahren: https://is.gd/Y0erwx

Wer aus dem Leserkreis des Blogs in dieser Zeit der räumlichen Distanz und sozialen Ferne selbst die Nähe einer Brieffreundschaft in Wladimir sucht oder vielleicht auch einfach einen Gruß an einsame alte Menschen in der Partnerstadt senden möchte, melde sich und schicke seine Botschaft an peter.steger@stadt.erlangen.de, denn gute Ideen sollten auch wir in Erlangen uns nicht entgehen lassen.

Read Full Post »


Gestern vor 75 Jahren feierte jemand seinen letzten Geburtstag, der unendlich viel Leid über die Welt gebracht hatte. Doch das Böse siegte nicht. Gestern wurde die Friedensbotschaft von Wolfgang Morell, einem Weltkriegsveteranen, fertiggestellt – mit einem Freundesgruß an die einstigen Feinde.

Wolfgang Morell

Alles auf Russisch, aber vielleicht auch für die deutschsprachige Blog-Gemeinde als Zeitzeugnis sehenswert: https://is.gd/FKzdaz

 

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: