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Archive for 18. März 2020


Künstler verfügen über ein besonderes Gespür, über einen eigenen Sinn, Stimmungen zu erfassen, die uns alle bewegen. Als hätte Kirill Wedernikow gespürt, was auf uns alle zukommt, schuf er in den letzten Tagen und Wochen zwei Arbeiten, die der Wladimirer gestern virtuell nach Erlangen mit den Worten schickte:

Ich schreibe Ihnen in weltschweren Zeiten, wo ein Virus durch die Länder tobt und unsere ganze Hoffnung einzig auf der Kunst ruht!

Diese unversell-orthodoxe Pietà könnte man sich ebenso im Bamberger Dom wie an den Mauern einer modernen Kirche vorstellen.

Oder dieser Ritter würde doch in die Dürerstadt passen. Von dem fränkischen Renaissancemaler ließ sich Kirill Wedernikow übrigens bei seinen beiden Besuchen in Erlangen 2019 besonders inspirieren. Nicht von ungefähr könnte er sich auch den Titel „Melancholie“ für diese Arbeit vorstellen. Inspiriert jedenfalls wurde sie von einer Besichtigung der Lorenzkirche in Nürnberg. Der Geist des Austausches lebt weiter – auch in Zeiten des Besuchsverbots und der Ausgangssperre.

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