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Archive for 6. März 2020


Das war gestern ein apokalyptisch anmutender Tag für Wladimir, als schwarze Rauchfahnen vom Süden her die Altstadt verhüllten.

Der eine oder die andere glaubte sich schon in einer Zeitmaschine und zurückversetzt in jene finsteren Tage des Jahres 1238, als am 7. Februar das Heer von Batu dem Prächtigen, einem Enkel des Dschingis Khan, nach nur fünftägiger Belagerung die Hauptstadt der Rus einnahm und brandschatzte.

Doch es waren weder die Mongolen im Anmarsch, noch war Feuer in Wohngebieten ausgebrochen, wie zunächst ebenfalls vermutet wurde. Die Nase verriet es: Der Qualm brachte den ätzenden Gestank von brennenden Reifen mit.

In den Auen jenseits der Kljasma gibt es ein Motodrom, in dessen Nähe man unter freiem Himmel ein Lager mit abgefahrenen Reifen eingerichtet hatte. Diese hatte nun jemand auf einer Fläche von 25 qm angesteckt.

Sechs Feuerwehrleute hatten mit zwei Löschfahrzeugen alle Hände voll zu tun, um den Brand zu löschen. Aber der Schaden war schon angerichtet.

Was neben dem Schaden für die Luft bleibt, sind die gespenstischen Bilder von Zebra-TV und aus den sozialen Netzwerken: die Ästhetik des Infernos.

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