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Archive for 5. März 2020


Rußlanddeutsche nennt man gemeinhin all jene Aussiedler, deren Vorfahren von Zarin Katharina II als Handwerker, Kaufleute und Bauern sowie als Siedler vor allem entlang der Wolga eingeladen wurden. Wohlgelitten waren die fleißigen Neuankömmlinge, bis der 1. Weltkrieg und natürlich vor allem der 2. Weltkrieg die schreckliche Wende und nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR sogar die Vertreibung aus der eigenen Republik brachte – mit ungezählten Toten und der Zwangsansiedlung in unwirtlichen Gegenden Sibiriens oder Kasachstans. Die Rehabilitierung ließ Jahrzehnte auf sich warten, lange haftete ihnen das Etikett „Faschisten“ an, und als mit dem Niedergang und Zerfall der Sowjetunion endlich die Rehabilitierung und Erlaubnis kam, an die heimatliche Wolga zurückzukehren, kam das für viele zu spät: Sie machten Gebrauch von der Möglichkeit, in das historische Vaterland umzusiedeln, dessen Sprache und Kultur trotz vieler Repressionen sich in der ganz eigenen überlieferten Form erhalten hatten.

Jakob Fischer

Dies alles und im Detail – aber auch die Frage, warum sich viele Jahrzehnten nach ihrer Ankunft in Deutschland noch immer fremd fühlen – können Sie am Samstag, den 14. März, ab 16.00 Uhr im Gemeindezentrum der Martin-Luther-Kirche (Erlangen-Büchenbach, Bamberger Straße 18) erfahren. Aus berufenem Munde, von Jakob Fischer, Öffentlichkeitsreferent der Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland, der bereits vor viereinhalb Jahren im Erlanger Rathaus eine Ausstellung zum Thema kuratierte. Doch nicht vom Vortrag allein lebt das Publikum, es wird auch ein rußlanddeutscher Chor mit Liedgut auftreten, das sich in der Tradition der Spätaussiedler bewahrt.

Mehr zu der Ausstellung hier: https://is.gd/AAAQsR

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