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Archive for 23. Februar 2020


Wintergäste kommen, auch wenn der Winter ausfällt, wie dieses Jahr nicht nur hierzulande, sondern in der ganzen zentralrussischen Tiefebene geschehen, in der auch Wladimir liegt. Die Rede ist von Seidenschwänzen, Zugvögeln aus dem hohen Norden, wo es zwar auch längst nicht mehr so kalt ist, wie dort üblich, wo es aber in der dunklen Jahreszeit vor allem an Futter fehlt.

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Die Seidenschwänze leeren die Büsche von Beeren, besetzen die Kronen der Ebereschen und flöten und singen, daß es eine wahre Freude ist. Im Russischen nennt man diese Nomaden der Lüfte denn auch „свиристели“, was man mit „Schalmeienvogel“ übersetzen könnte.

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Die Schwärme der übrigens sehr zutraulichen Vögel bleiben freilich nur solange der Vorrat an Beeren reicht. Ist der aufgebraucht, zieht die geflügelte Karawane weiter – manchmal bis nach Mitteleuropa und – auf der skandinavischen Linie – sogar bis nach England.

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Nicht von der Eberesche allein nährt sich der Piepmatz, er pickt auch gern nach Moosbeeren, Wacholderbeeren, nach den Früchten des Weißdorns, während er die aus Nordamerika eingeführte Apfelbeere nur ungern zu sich nimmt.

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Aber auch an Äpfeln, die an den Bäumen hängengeblieben sind, tut sich der Seidenschwanz gütlich.

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In den nächsten Wochen wird das Futter wieder knapp. Auf die Beeren haben es ja auch die Amseln und Drosseln abgesehen. Im März und April ziehen die Schwärme der Seidenschwänze denn auch wieder in die borealen Wälder zurück.

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Dort, im hohen Norden, brüten sie auf alten Nadelbäumen und zeigen dann im kommenden Winter der nächsten Generation den Weg ins gelobte Land der Beeren, um sich dann wieder weiter zu vermehren. Und das hoffentlich noch lang mit Schalmeienklang.

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So gesehen und beobachtet von Zebra-TV.

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