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Archive for 21. Januar 2020


Gestern kamen die Russisch-Deutschen Wochen an der Volkshochschule mit ihrer zweiten Veranstaltung im Großen Saal so richtig in Fahrt. Rad ab und Leinen los hieß es da bei Peter Smolka, der mehr als vier Jahre – von März 2013 bis August 2017 – und 88.000 km rund um die Welt via Wladimir als Kurier des Oberbürgermeisters, Siegfried Balleis, im Sattel unterwegs war, um dessen Briefe an die Oberhäupter aller Partnerstädte rund um den Globus persönlich in den Rathäusern abzugeben.

Peter Smolka

Diese Strecke und Zeit mit all den Erlebnissen am Straßenrand sowie die Mission für Ärzte ohne Grenzen in eineinhalb Stunden zu packen – ein Meisterwerk der Komprimierung, fast schon ein MP3-Verfahren, dessen Miterfinder, Heinz Gerhäuser, übrigens mit seiner Frau Elvira im vielköpfigen Publikum saß. In jedem Fall ein einmaliges Erlebnis, das man nur nachempfinden kann, wenn man sich das Buch zum Vortrag besorgt!

Peter Smolka und Siegfried Balleis

Unterdessen schreiten die Russisch-Deutschen Wochen nun schon fast im Tagesrhythmus fort: Am Mittwoch um 19.00 Uhr im Historischen Saal der Volkshochschule mit der Vermessung Sibiriens, die der Referent so ankündigt: 40 Jahre lang war ich, Jakow Orlowskij, ganz im Norden und Osten Rußlands unterwegs, in den endlosen Weiten Sibiriens. Meine Aufgabe bestand darin, diese menschenleeren Gebiete kartographisch zu vermessen. Fernab jeder Zivilisation streifte ich durch die Wälder umher, mit einem Theodoliten ausgerüstet und einen 30 Kilo schweren Rucksack auf dem Rücken tragend. In meinem Vortrag schildere ich aber nicht nur meinen abenteuerlichen Arbeitsalltag, sondern auch die vielen Begegnungen mit den indigenen Völkern und meine hautnahen Konfrontationen mit wilden Tieren, u.a. auch Bären. Begeben Sie sich mit auf eine erlebnisreiche und inspirierende Reise durch die Weiten Sibiriens. – Bei freiem Eintritt!

Sibirien: auf dem Weg zum Baikal

Am Donnerstag dann reisen Sie, wiederum ab 19.00 Uhr, im Großen Saal der Volkshochschule mit dem bekannten Erlanger Photographen, Othmar Wiesenegger, in unsere Partnerstadt und erleben Sie den Alltag unserer russischen Freunde hautnah. So sind Sie bei einem feierlichen 1. Schultag im Pausenhof und im Klassenzimmer dabei, machen Ausflüge in nahegelegene Orte, zu Klöstern und verlassenen Kirchen, und die Datscha auf dem Land darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Neben Bildern vom 3. Halbmarathon (auch mit Erlanger Beteiligung) sind darüber hinaus Eindrücke vom „Geburtstagskind“, dem Erlangen-Haus, zu sehen, bei freiem Eintritt!

Othmar Wiesenegger, Olga Dejewa und Nikolaj Schtschelkonogow

Und schließlich am Samstag um 10.00 Uhr im Club International die „Märchen aus dem Koffer“, wie Irina Ponomarjowa-Rjaschtschenko ihre Märchenaufführungen für Kinder und Erwachsene nennt. Das Puppentheater hat die Künstlerin immer dabei, wenn sie in Wladimir unterwegs ist. Die Figuren und Kulissen sind so klein, sie passen in einen Koffer, der nun seinen Weg auch nach Erlangen mit dem Eskimo-Märchen „Das verschwundene Lied“ findet, in dem sich die Musikinstrumente auf zauberhafte Weise auf eine Reise begeben. Nach der Aufführung dürfen die Kinder die Musikinstrumente genau untersuchen, wenn sie denn noch zu finden sein sollten….

Irina Ponomarjowa-Rjaschtschenko

Das Stück wird in russischer Sprache gezeigt, aber es gibt selbstverständlich eine deutsche Einführung und Übersetzung für alle, die kein Russisch verstehen. Eintritt frei – auch für Erwachsene!

Irina Ponomarjowa-Rjaschtschenko

Gleicher Tag, gleicher Ort, nur andere Zeit, 14.00 Uhr, und anderes Stück: „Der silberne Huf“, ein berühmtes Märchen des russischen Erzählers, Pawel Baschow. Hierbei geht es um eine Reise, bei der Filzstiefelchen eine wichtige Rolle spielen. Nach der Vorstellung bekommen die Kinder gezeigt, wie man Filzstiefelchen selber basteln kann. Natürlich, wie am Vormittag, auch mit deutscher Übersetzung und bei freiem Eintritt für Kinder wie Erwachsene.

Irina Chasowa, Gerhard Kreitz und Jelena Tschilimowa beim Russischen Brunch 2018

Und dann sind wir schon beim Sonntag mit dem russischen Gabelfrühstück des Freundeskreises Wladimir ab 11.00 Uhr im Club International, wozu aber noch eine gesonderte Einladung ergeht.

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