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Archive for 10. Januar 2020


Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Doch um seine Deutung ist ein neuer Streit entbrannt. Der „Große Vaterländische Krieg“ oder der „Zweite Weltkrieg“ spielen in der heutigen Erinnerungskultur der postsowjetischen Staaten eine wachsende Rolle. Neben die lang etablierten offiziellen Siegesparaden treten privat organisierte Formen des Erinnerns. Im Konflikt zwischen Moskau und Kiew ist die Frage, mit welchen Vorzeichen und Begriffen der Krieg erinnert wird, zentral, und Termini wie „Faschisten“ werden in der heutigen Auseinandersetzung als Kampfbegriffe eingesetzt.

Julia Obertreis bei einem Vortrag an der Staatlichen Universität Wladimir im Jahr 2017

Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa an der FAU, umreißt in ihrem Vortrag am Mittwoch, den 15. Januar, um 19.00 Uhr im Großen Saal der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, bei freiem Eintritt, mit dem die Russisch-Deutschen Wochen eröffnet werden, die aktuelle Erinnerungskultur und Instrumentalisierung von Geschichte, bietet aber auch Einblicke in den Stand der geschichtswissenschaftlichen Forschung zum Zweiten Weltkrieg in Osteuropa. Die Historikerin gestaltet als Sprecherin und Moderatorin von „Prisma“ die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir mit und bereitet derzeit das nächste Treffen des Gesprächsforums im Juni in Wladimir just zum Thema Erinnerungskultur vor.

Weitere Termine der diesjährigen Deutsch-Russischen Wochen unter: https://is.gd/2XOEX4

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