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Archive for 2. Januar 2020


Zum ersten Mal besuchte ich Erlangen im Sommer 2006. Damals war ich Hörerin der Deutschkurse am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses in Wladimir und nahm an einer Reise nach Erlangen unter Leitung meiner Lehrerin, Marina Gajlit, und Irina Chasowa, der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, teil. Wir besuchten damals einen zweiwöchigen Sprachkurs an der Volkshochschule und waren in Familien untergebracht, ich bei der überaus gastfreundlichen Silvia Singer-Fischer in Baiersdorf.

Silvia Singer-Fischer und Maria Wedenejewa, 2006

Neben dem Kurs erlebten wir ein großartiges Kulturprogramm mit Ausflügen nach Nürnberg und Bamberg, einer Führung durch Erlangen, dem Besuch der Firma Siemens sowie des Theaterstücks „Mutter Courage und ihre Kinder“ und vieles mehr. Am Ende gab es eine Stadtrallye mit einer ganzen Liste von Fragen über Erlangen, seine Sehenswürdigkeiten und bedeutungsvollen Orte. Wir mußten entweder selbständig auf diese Fragen antworten oder Einheimische um Rat fragen.

Wiedersehen mit der Volkshochschule für Maria Wedenejewa, Dezember 2019

Für mich war das eine gute Erfahrung und eine ausgezeichnete Sprachpraxis. Just da kam in mir der Wunsch auf, noch einmal nach Erlangen zurückzukehren. Und nun habe ich es 2019 – dreizehn Jahre später – doch geschafft, wieder nach Erlangen zu kommen, allerdings in einer anderen Funktion, nämlich als leitende Mitarbeiterin des Büros für Internationale Zusammenarbeit an der Staatlichen Universität Wladimir.

Maria Wedenejewa und die internationale Delegation an der FAU

Vom 2. bis 6. Dezember besuchte ich die Friedrich-Alexander-Universität im Rahmen des europäischen Programms Erasmus +, um an einem Personaltraining zum Thema „Herausforderungen der Digitalisierung“ teilzunehmen. Eingeladen waren auch Fachleute von Universitäten aus Sankt Petersburg, der Tschechischen Republik, Serbien, Estland, Portugal, Kuba, Bosnien-Herzegowina, Ägypten, Israel, Jordanien, Tunesien, Südafrika sowie aus der Ukraine und dem Iran. Man hatte ein straffes Programm für uns vorbereitet, das nicht nur Vorträge, Präsentationen und Seminare beinhaltete, sondern auch Ausflüge nach Nürnberg und Fürth, eine Stadtführung durch Erlangen und andere Veranstaltungen vorsah.

Maria Wedenejewa im Seminar

Die Vorträge und Seminare widmeten sich den Fragen der Digitalisierung in der Bildung, dem Online-Studium. Man machte uns mit innovativen Programmen der digitalen Transformation vertraut, wie sie bereits an der FAU Anwendung finden, und demonstrierte uns Beispiele des Online-Studiums an verschiedenen Fakultäten sowie des Internationalen E-Examens, aber auch die Möglichkeiten des Multimedia-Zentrums. Ihre Erfahrungen in diesem Bereich teilten mit uns darüber hinaus die Hochschule für Wirtschaft in Prag, die Universität von Porto oder die Schule für Wissenschaft und Technik in Sarajewo.

Maria Wedenejewa und Bianca Köndgen

Außerdem nahm ich an der Internationalen Börse für Pädagogische Bildung teil, die am 3. Dezember in Nürnberg stattfand, und wo ich die Staatliche Universität Wladimir präsentierte.

Maria Wedenejewa

Die Führungen durch Erlangen, Nürnberg und Fürth sowie der Besuch des Weihnachtskonzerts des Symphonieorchesters Nürnberg gaben mir nicht nur Gelegenheit, Geschichte, Architektur und Kultur von deutschen Städten kennenzulernen, sondern auch in die festliche Adventsatmosphäre einzutauchen und die Weihnachtsstimmung mitzuerleben.

Maria Wedenejewa

Insgesamt betrachte ich meinen Besuch in Erlangen im Dezember 2019 als ausgesprochen nützlich. Neben den neuen Bekanntschaften, neuen Kontakten und dem Erfahrungsaustausch stehen gute Laune und schlicht und einfach Sprachpraxis. Und jetzt hoffe ich, ein weiteres Mal nach Erlangen kommen zu können.

Maria Wedenejewa im Jahr 2006

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die hervorragende Organisation unseres Aufenthalts. Danken möchte ich insbesondere allen, die meinen Besuch der FAU Erlangen-Nürnberg möglich machten, insbesondere der Koordinatorin des Programms Erasmus +, Bianca Köndgen, dem Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, und der Leiterin des Büros für Internationale Zusammenarbeit an der Staatlichen Universität Wladimir, Nadeschda Troschina.

Maria Wedenejewa

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