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Archive for 11. Oktober 2019


Mittwoch, 21. August: Eintauchen in Murom – Wasserspiele in Wladimir

Die Fahrt nach Murom dauerte ca. zwei Stunden. Dort wurden wir vom russischen Sagenheld Ilja Muromez begrüßt, der sich bewundernswerterweise in seiner Ritterrüstung – trotz ca. 30 Grad – vielfach ablichten ließ.

Sergej Skuratow und Sergej Jermolin mit Ilja Muromez

Bei der Besichtigung des Klosters in Murom, konnte ich buchstäblich in die Materie eintauchen – im Kloster, 3x tief in eiskaltes Wasser. Das Bekreuzigen (so der Plan) habe ich zu Gunsten des Luftholens (Realität) weggelassen (das wird einem sicher verziehen!).

Das war sehr erfrischend.

Abends fuhr ich mit einer Mitreisenden in die Innenstadt von Wladimir, wo wir sehr viel Zeit bei den Wasserspielen verbrachten, die ab 20 Uhr mit Musik aus unterschiedlichsten Sparten unterlegt sind. Vom Kinderlied, über Pop/Rock, Klassik – in verschiedenste Sprachen. Das ist mal ein niedrigschwelliges Kulturangebot! Dank warmem Wetter hatten obendrein Kinder und Jugendliche (auch ein paar Erwachsene) ihre Freude am und im Wasser – am Versuch, nicht naß zu werden oder eben am Risiko.

Jurorinnen

Donnerstag, 22. August: Eröffnung der internationalen Ausstellung „Wo beginnt die Heimat“, Besuch des Museums im Goldenen Tor, Besuch des Erlangen-Hauses, Abschlußabend

Eine spannende Ausstellung – tolle Arbeiten! Ich sah sie ja nicht das erste Mal, sondern schon bei der Jury-Sitzung, aber das erste Mal so toll präsentiert. Während der Ausstellung erfuhr ich, daß ich in zwei Minuten eine kurze Ansprache halten sollte. Hierzu ein mir wirklich wichtiger Grundgedanke zum Thema „Heimat“ kurz skizziert:

Heimat ist dort, wo man Wurzeln findet, und es sollte gleichzeitig ein Platz sein, an dem einem Flügel wachsen können. Kunst ist eine Sprache. Kunst ist international und läßt uns Flügel wachsen, läßt uns fliegen und läßt uns liebevoll einen Blick über den Tellerrand werfen auf die Heimat aller Menschen: die ERDE.

Später erhielt ich von einer Mit-Jurorin einen bemalten Lebkuchen in Form unseres Planeten geschenkt – das hat mich sehr berührt.

Es folgten der Besuch im Museum Goldenes Tor. Erschreckend, daß sich die Menschen hier vor langer Zeit, im Kampf um ein Stück „Heimat“, die Köpfe eingeschlagen haben. Dann noch die Bilder von russischen Soldaten im 2. Weltkrieg – alles sehr bewegend.

Auf meinen Wunsch konnte ich noch eine Jugendkunstschule in Wladimir besuchen und das Erlangen-Haus. So viele Eindrücke!!! Ein Bummel durch Wladimir beendete den angefüllten Nachmittag.

Am Abend gab es die große Abschlußveranstaltung mit der Übergabe von Diplomen, und Pokalen, einer Bühnenshow vom Feinsten, alles wieder hochprofessionell. Daß Arbeiten von Kindern und Jugendlichen in einer derartigen Weise hochgeschätzt und gewürdigt werden, ist für mich als Leiterin einer Jugendkunstschule aus Deutschland tatsächlich äußerst bemerkenswert (und neu).

Gekrönt wurde der Tag mit einem wunderbaren Empfang für die Delegationsleitungen. Jeder konnte nochmal Geschenke und abschließende Worte an die Organisationsleitung überbringen, dann haben wir gefeiert, sehr lecker gegessen, uns ausgetauscht.

Als mir eine Delegationsleiterin aus der Ukraine ein Geschenk übergab, dachte ich nur noch: „Weltfrieden“. Vielleicht können solche Veranstaltungen tatsächlich einen großen Beitrag leisten.

Freitag, 23. August:

Abfahrt nach Moskau – Heimflug

Die sehr viel schnellere Heimreise führte mich mit der Bahn nach Moskau. Hier stieß ich kurz wieder auf Sprachbarrieren, fand aber dann doch die richtige Metro, die mich zum Flughafen bringen sollte. Dort hatte ich noch einen sehr, sehr langen Aufenthalt…

Annette Rollenmiller

Und hier geht es zu einer Bilderschau der Veranstaltung: https://is.gd/h3fFSV

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