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Archive for 8. August 2019


Zu seinem 70. Geburtstag kann Jürgen Üblacker heute ein Apfelbäumchen pflanzen, das Geschenk des Vorstands vom Förderverein Rotes Kreuz Wladimir, dessen Ehrenvorsitzender der ehemalige Direktor des Kreisverbandes des BRK Erlangen-Höchstadt ist, das er von 1974 bis 2011 leitete. Das vielleicht schönste Symbol für das immer neue Hoffnung verbreitende Wirken des großen Freundes von Wladimir, dem bereits vor 20 Jahren zum runden Jubiläum Alexander Bersenjew, der damalige ärztliche Direktor der Psychiatrie in der russischen Partnerstadt, im Gratulationsschreiben zurief:

Wir kennen Sie als einen echten Humanisten, dem die Nöte und Probleme auch über die Ländergrenzen hinweg nahegehen. Ihrer geliebten Sache widmen Sie Ihren reichen Erfahrungsschatz und Ihr Wissen, Ihr Güte und Herzenswärme.

Neben all dem, was Jürgen Üblacker in Erlangen – und übrigens auch in Jena, wo er das dortige Rote Kreuz aufbaute – vollbrachte, bleibt seine leidenschaftliche Steuerung der Aktion „Hilfe für Wladimir“ hier wie dort in bester Erinnerung. Was da ab 1990 bis weit in dieses Jahrtausend hinein aufgebaut und zusammengeführt wurde, ist einzigartig und jeder Anerkennung wert. Nicht von ungefähr deshalb die vielfachen Auszeichnungen, von denen hier nur die wichtigsten genannt werden sollen: Neben all den Dankbriefen von Ärzten und Rot-Kreuz-Vertretern, von den Oberbürgermeistern und Leitern verschiedener sozialer Einrichtungen verlieh Gouverneur Nikolaj Winogradow dem Menschenfreund 1999 den Ehrenbrief für soziale Verdienste der Region Wladimir. 2002 krönte schließlich Bundespräsident Johannes Rau das Schaffen des BRK Erlangen-Höchstadt mit dem „1. Preis für bürgerschaftliches Engagement in Rußland“. Das läßt sich nicht mehr übertreffen? Mag sein, aber viel wichtiger ist dem Jubilar, daß der von ihm gegründete Förderverein Rotes Kreuz Wladimir weiter aktiv bleibt und vor allem der Ortsverband in der Partnerstadt auf eigenen Beinen stehen kann.

Jürgen und Josefa Üblacker mit Alexander Bersenjew im Dezember 2009

Zu seinem Abschied aus dem aktiven Dienst titelten 2011 die Erlanger Nachrichten, eine Ära gehe zu Ende. Entscheidend für die Partnerschaft aber und sicher auch für den Jubilar: Der Boden, den er, immer tatkräftig von seiner Frau Josefa unterstützt, für den Medizinaustausch und die Zusammenarbeit verschiedenster Wohltätigkeitsorganisationen bereitet hat, liegt nicht brach, sondern bleibt fruchtbar. Und vor allem: Die von ihm geknüpften Freundschaften bis hinein in die Kultur und Politik tragen bis heute Früchte. Viele Gründe also, heute Jürgen Üblacker nicht nur zu gratulieren, sondern ihm auch im Namen aller, denen er geholfen und die er zusammengebracht hat, von Herzen zu danken.

 

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