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Archive for 2. August 2019


In Zusammenarbeit mit dem NABU, dem Naturschutzbund Deutschland, beringt man derzeit Vögel gefährdeter Arten in der Region Wladimir. Das von der deutschen Umweltorganisation finanzierte Projekt sieht sogar die Ausstattung der Tiere mit einem GPS-Peilsender vor.

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Erstmals gelang es nun, einen Nestling aus dem Horst eines Schelladlers auf diese Weise in ein Überwachungsprogramm aufzunehmen. Der Greifvogel, der im Winter nach Nordafrika oder Südasien zieht, gilt in seinem gesamten Verbreitungsgebiet als vom Aussterben bedroht, und auch in der Region Wladimir ziert er mit nur noch zehn bis zwanzig Paaren leider die Rote Liste.

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Der Bestand hat am Zusammenfluß von Kljasma und Luch, Kljasminsko-Luchskij Naturschutzgebiet, ein letztes Refugium gefunden, das 2011 von der Politik beinahe aufgegeben worden wäre. Siehe hierzu: https://is.gd/AKjD0K

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Das Junge erwies sich übrigens als Männchen, und anhand einer Genanalyse ließ sich auch feststellen, daß es sich nicht – wie durchaus häufig – um einen Hybriden handelt. Schelladler paaren sich nämlich immer wieder mit dem kleineren Schreiadler, der ebenfalls ausgedehnte Sumpfgebiete bewohnt.

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Die Wissenschaftler hoffen nun, mehr Erkenntnisse über das Verhalten der Vögel zu gewinnen und damit natürlich auch deren Schutz verbessern zu können.

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Dank einer kleinen Solarzelle ist der Sender übrigens energieautark und sollte seine Signale über einen längeren Zeitraum an die Vogelschützer schicken.

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Und besonders schön: Russen und Deutsche arbeiten auch im Bereich des Artenschutzes zusammen. Es gibt eben doch viel mehr Verbindendes als Trennendes zwischen unseren Ländern.

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