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Archive for 31. Juli 2019


Heute nimmt die Partnerstadt Abschied von dem letzten Großmeister der Wladimirer Malschule, Walerij Kokurin, der zusammen mit den bereits verstorbenen Kim Britow und Wladimir Jukin ein Dreigestirn von landesweiter und internationaler Strahlkraft gebildet hatte.

Walerij Kokurin

1930 in Wladimir geboren, widmete der Künstler nach seiner Ausbildung in Pereslawl-Saleskij ab 1954 auch den Großteil seines Schaffens der Heimatstadt, wo er zunächst als Restaurator tätig war.

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Schon 1956 nahm Walerij Kokurin an allen Ausstellungen der Region Wladimir teil, und vier Jahre später wurde er bereits in den Künstlerverband der UdSSR aufgenommen. 1960 war auch das Jahr, als er erstmals zusammen mit Wladimir Jukin und Kim Britow in Moskau ausstellte. Damals sprach man erstmals von der „Wladimirer Schule der Landschaftsmalerei“ und von den „Wladimirer Impressionisten“, Begriffe, die bis heute geläufig sind und das Schaffen einer ganzen Generation von Künstlern aus der Partnerstadt prägten.

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Bei all seiner Reisetätigkeit durch das Land entstanden doch seine besten Arbeiten dort, wo die Farben aus den Melodien seiner geliebten „Wladimirer Landstraßen“. Die Vaterstadt und das Wladimirer Land wurden für ihn zur wichtigsten Quelle der Inspiration. Deshalb gehören zu seinen Herzensthemen die Darstellungen der Provinz und die mit dem Skizzenblock erkundeten Ecken der Heimat. Sein Wladimir versteht er, aus einem unerwarteten Blickwinkel zu sehen. In seinen Stadtansichten zeigt der Künstler oft ganz charakteristische Objekte des modernen Lebens vor dem Hintergrund der patriarchalen Wladimirs. Er ist auf der Suche noch der Begegnung von Altem und Neuem und versucht, dem Betrachter sein Empfinden vom Eindringen der Geschichte in die Gegenwart zu vermitteln. Walerij Kokurin arbeitet nie nach einer Schablone, vervielfältigt keine gelungene Komposition. Vielmehr ist jedes seiner Bild individueller Natur und trägt die große Arbeit der Suche nach jenen Gefühlen in sich, die sich nicht mit einfachen Worten ausdrücken lassen und die der Künstler doch uns allen näherbringen möchte.

So auf der Homepage des Wladimirer Künstlerverbands zu lesen, der mit Walerij Kokurin seinen Patriarchen verliert, dessen Arbeiten erstmals bereits 1987 auch in Erlangen zu sehen waren.

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