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Archive for 11. Juli 2019


Gleich nach den Pfingstferien absolvierten zum zweiten Mal in Folge, angeleitet und begleitet von Heidi Binder, Waldorfschülerinnen aus Erlangen ein Praktikum in Wladimir. Hierzu ein kurzer Bericht der Pädagogin Natalia Tarakanowa.

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Schon ist das Praktikum der Erlanger Waldorfschülerinnen wieder zu Ende. Wie schon im Vorjahr machten auch heuer Mädchen aus den höheren Klassen der Waldorfschule in der Partnerstadt ein Sozialpraktikum an Wladimirer Kindergärten.

Dieses Mal hatten sich sieben Mädchen für diesen Aufenthalt bei uns beworben. Vier von ihnen kamen an den Kindergarten Nr. 108 und drei an den Waldorfkindergarten, der übrigens mit Unterstützung aus Erlangen in den 90er Jahren gegründet wurde. Ich war selbst für diese drei wunderbaren jungen Gäste – Maja, Mona, Johanna und Eva – zuständig. Konkret in meiner Gruppe arbeiteten Maja und Mona.

Der Lebensrhythmus erwies sich als vertraut für die Mädchen, und sie klinkten sich rasch in die Arbeit ein. Eva und Johanna kamen in die traditionelle Gruppe zu den dreijährigen Kindern. Das Team war anfangs besorgt, wie die Kleinen mit den Praktikantinnen kommunizieren würden. Doch diese Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet. Die Mädchen waren ausgesprochen kontaktfreudig und aufgeschlossen. Außerdem spricht Eva gut Russisch.

Die Praktikantinnen nahmen am Gruppenleben teil, halfen in der Hauswirtschaft, kümmerten sich um die Beete und strichen die Wippe. Der wichtigste Teil ihrer Arbeit bestand aber natürlich darin, auf die Kinder einzugehen.

Und bitte glauben Sie nicht, es sei leicht, zu verstehen und zu antworten, wenn mehrere Kinder gleichzeitig etwas wissen wollen, hierhin oder dorthin rufen und etwas von sich erzählen möchten. Das fällt nicht einmal Muttersprachlern leicht, doch die Mädchen ließen sich nicht beirren. Zu Hilfe kamen ihnen dabei ihr Sinn für Humor sowie Lieder und Spiele. Für unsere Kinder war diese Erfahrung sehr wichtig, sie entwickelten die Fähigkeit neue Wege der Kommunikation zu suchen und zu finden.

Die Kleinen gewannen ihre neuen Bekannten lieb und fragen jetzt schon dauernd, wann sie diese denn wiedersehen. Auch die Eltern wollten sich mit den Gästen unterhalten und luden die Mädchen zu Ausflügen und Picknicks nach Bogoljubowo ein.

Ich hoffe, unseren Praktikantinnen – Mona, Maja, Johanna und Eva – gefiel es bei uns. Es wäre schön, wenn sie bei uns nicht nur das erhalten und erfahren hätten, was für ein Sozialpraktikum gefordert wird, sondern auch das Wichtigste: Herzenswärme und ungezwungenen Umgang mit einfachen Menschen. Ein großer Gruß und ein herzlicher Dank geht an das Ehepaar Heidi und Jürgen Binder. Dank dem Enthusiasmus und Optimismus von Heidi Binder ist dieses Miteinander überhaupt erst möglich geworden!

Natalia Tarakanowa

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