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Archive for 4. Juli 2019


Kaufen kann man derartige Leckereien ohnehin kaum, jedenfalls nicht in Deutschland. Und ohnehin schmeckt alles, was man selbst eingelegt, eingeweckt oder eingekocht hat so viel besser. Besonders wenn es sich um Warenje handelt, diese typisch osteuropäische und kaukasische Köstlichkeit, vergleichbar mit einer Marmelade, in der die Früchte unzerkleinert bleiben und nur mit Zucker versetzt sind. Ungewöhnlich, aber durchaus schmackhaft, ist dieser süße Stoff mit – Gurken, eine Spezialität aus Susdal, wo man sich gerade auf das Gurkenfest vorbereitet.

Igor Kechter und sein Rezept

Man nehme dazu ein Kilogramm knackiger Bauerngurken, wasche und schneide sie in etwa ein Zentimeter große Stücke, gebe sie in ein Gefäß und streue 600 Gramm Zucker darüber (die russische Zunge liebt es möglichst süß, weshalb da für den deutschen Gaumen etwas gespart werden kann). Dann gibt man den Gurkenstücken ein paar Stunden Zeit, um ihren Saft austreten zu lassen, worauf man sie, abgeschmeckt mit dem Saft einer Zitrone, etwa zehn Minuten bei schwacher Hitze kochen läßt. Danach sollte die künftige Warenje ein wenig abkühlen und wieder für zehn Minuten kochen. Es folgt die gleiche Prozedur ein drittes und letztes Mal, wonach – wenn man es nicht gleich gekühlt für ungeduldige Gäste auf den Tisch bringen will – alles in sterilisierte Gläser abgefüllt und in die Speisekammer gebracht wird – für künftige Festtafeln. Das Rezept funktioniert übrigens auch, wenn man den Gurken Limette mit Pfefferminze oder Apfelstücke mit etwas Zimt beigibt.

Wie das dann im Herbst auch mit Kürbis geht, ist hier nachzulesen: https://is.gd/1LvDKV

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