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Archive for 20. Mai 2019


Michail Malyschew gelang am 15. Mai in der Nähe des Dorfes Schukowa im Landkreis Sudogda ein seltenes Bild mit einem Schwarm Grauer Kraniche. die Vögel stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Fauna; 2014 zählte man knapp über 2.000 Exemplare in der gesamten Region Wladimir.

Stark zurückgegangen ist die Population bereits in der Sowjetzeit, als man viele Sümpfe trockenlegte, um neues Ackerland zu gewinne. Mittlerweile hat sich der Bestand erholt und stabilisiert, die Vögel kommen nicht nur im Umland von Sudogda vor, sondern auch in den Landkreisen Kameschkowo, Wjasniki und Gorochowez sowie im Nationalpark Meschtschjora. Bald, Ende Mai, beginnen die Männchen ihren „Balztanz“, der allerdings wohl gar nicht, wie lange angenommen, mit dem flügelschlagenden Springen auf der Stelle die Weibchen beeindrucken soll, sondern den Platz für das künftige Nest vorbereiten soll, wo dann später ein bis zwei Eier bebrütet werden. Hoffentlich weiter erfolgreich, damit der Kranich eines Tages aus den Roten Zahlen komme. Einstweilen empfiehlt der Literaturredakteur des Blogs die Lektüre der Erzählung „Frühe Kraniche“ von Tschingis Aitmatow.

P.S.: Ganz Bayern kommt auf kaum zehn Brutpaare. Immerhin, denn bereits im 19. Jahrhundert galt der Kranich hierzulande als ausgestorben.

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