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Archive for 3. Mai 2019


Nicht genug Kompetenzen, zu klein ihr dreizehnköpfiger Stab als Vorsitzende des Stadtrats und Oberbürgermeisterin von Wladimir, räumt nun Olga Dejewa selbst ein, und echte Probleme und Anliegen der Menschen könne sie ohnehin nur in enger Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung angehen, der als Oberstadtdirektor alle Fäden in der Hand halte. Nach der Entscheidung des Stadtrats – der Blog berichtete bereits darüber – hält nun auch in einer öffentlichen Stellungnahme das Stadtoberhaupt die Entscheidung für richtig, nach den Wahlen am zweiten September des kommenden Jahres wieder alle exekutive Macht in einer Person zu konzentrieren. Olga Dejewa, seit dreieinhalb Jahren im Amt, dazu wörtlich:

Nun ist also die Entscheidung gefallen: Stadtoberhaupt sollte eine Person sein, in Personalunion mit dem City Manager. Er leitet die Stadt, weil er auch mehr Vollmachten hat. Ihm stehen alle Hebel zur Verfügung, er hat alle Möglichkeiten, etwas zum Wohl der Stadt zu tun – vom Wohnungsbau über Bildung, Kultur, Sport und Jugend, also in sehr vielen Fragen. Das ist wohl auch richtig so.

Olga Dejewa und Andrej Schochin

Damit geht ein politisches Experiment in Wladimir zu Ende. Vor neun Jahren hatte man die Direktwahlen des Stadtoberhaupts abgeschafft, seit 2011 gibt es eine Doppelspitze, zunächst mit Sergej Sacharow und Andrej Schochin, seit September 2015 mit Olga Dejewa und Andrej Schochin, der sich nun nach den Wahlen wieder – gegen Konkurrenz – einem Berufungsverfahren stellen muß, um dann erneut vom Stadtrat im Amt bestätigt zu werden und auch die bisherigen repräsentativen Aufgaben des Stadtoberhaupts zu übernehmen.

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