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Archive for 23. April 2019


Allein an einem Tag gehen bis zu 50 Meldungen bei der Feuerwehr in Wladimir ein. Alle Jahre wieder im Frühling. Kaum ist der Schnee geschmolzen, kaum ist der Boden einigermaßen trocken, schon brennen die Raine und Hänge, die Wiesen und Auen.

Da helfen offenbar keine Verschärfungen der Strafen, das Bußgeld kann gar nicht hoch genug sein: Es bleibet dabei: Feuer frei – auf etwa 20 ha allein am Wochenende in den Kljasma-Auen bei Wladimir.

Und so hängen über Wladimir und Susdal Wolken aus Rauch und Qualm, die Menschen bekommen Atembeschwerden, vom Schaden für Flora und Fauna ganz zu schweigen. Die Unsitte scheint unausrottbar zu sein. Ungeachtet aller administrativen Maßnahmen seitens des Gouvernements, seit dem 19. April der Feuergefahr besonders streng entgegenzutreten.

Manchmal wendet sich die Pyromanie auch gegen die Zündler selbst: So verbrannte eine ältere Frau in Kirschatsch auf ihrer Datscha bei lebendigem Leib, als sie Gartenabfälle anzündete und ihre Kleider Feuer fingen, und in einem Dorf der Region Wladimir fielen gleich ein paar Häuser den Flammen eines Flächenbrands zum Opfer.

Susdal an der Kamenka

Habhaft wird man der Brandstifter nur selten, allerdings vermutet man bei größeren Flächen immer öfter deren Besitzer als Täter, die mit Hilfe der Flammen ihre häufig unbestellten Felder von Verkrautung und Verbuschung befreien, für die sie Strafe zahlen müssen. Da könnte vielleicht helfen, das Legen von Bränden deutlich teurer zu machen als das Land brachliegen zu lassen. Nur gut, daß nach dem ersten Regen wieder Gras darüber wächst.

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