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Archive for 11. April 2019


Hierzulande gibt es das Amt schon lange nicht mehr, das einst Quasimodo so erschütternd innehatte und das heutzutage per Knopfdruck erledigt wird. Doch in der orthodoxen Christenheit lebt die hohe Kunst des Glockenspiels weiter und wird auch in der Partnerstadt gepflegt. Mehr noch, seit Oktober vergangenen Jahres gibt es in der Erzdiözese Wladimir sogar eine Glöcknerschule, wo man das Läutwerk in Theorie und Praxis erlernen kann.

Unterricht und Prüfung
Unterricht und Prüfung

Unterricht und Prüfung mit Walerij Garanin

Für die Qualität der Ausbildung steht ein Name: Walerij Garanin, der 1985 die Fachhochschule für Musik in Wladimir als „Dirigent eines russischen Volkschores“ abschloß und bereits ein Jahr später im Susdaler Museumskomplex die Glocken läutete. Heute ist der Musiker im ganzen Land mit seiner Kunst unterwegs, wenn er nicht gerade in Wladimir Unterricht hält oder Prüfungen abnimmt.

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Ernennungsurkunde für das Glöckneramt

Die ersten zehn Prüflinge hatten bereits Ende 2018 bestanden, seit Februar d.J. lief nun der zweite Kurs mit fünfzehn Teilnehmern, darunter auch Frauen, aus der ganzen Region. Am 7. April, zum Fest der Verkündigung des Herrn, wurden beim Hochamt mit Erzbischof Tichon von Wladimir und Susdal in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale die Ernennungsurkunden überreicht.

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Erzbischof Tichon beim Festgottesdienst

Am 4. Oktober 2012 hatte der Heilige Synod der russisch-orthodoxen Kirche unter Vorsitz von Patriarch Kirill den Glöcknerdienst ins Leben gerufen. Nun kommt er auch in Wladimir zu Amt und Würden.

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Überreichung der Urkunden

Hierzu gibt es auch eine kleine TV-Reportage, die auch einen Höreindruck vermittelt. https://is.gd/hcNPqz

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