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Archive for 27. Februar 2019


Es ist kein Problem, das Wladimir alleine betrifft, vielmehr häufen sich in fast allen russischen Kommunen Klagen über herrenlose Hunde, die in Meuten auftreten und immer wieder auch Menschen anfallen. In der Partnerstadt hatte es immer wieder Meldungen zu diesem leidigen Thema gegeben, vor allem im östlichen Viertel Dobroje an der Ausfahrt in Richtung Bogoljubowo. Die Behörden reagierten zwar mit einem Programm zum Einfang und zur Sterilisierung der Tiere, bisher allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.

Unterdessen ist der Ernstfall eingetreten. Vorgestern verletzte eine Hundemeute eine Frau just in jenem Stadtteil so schwer, daß sie auf der Intensivstation behandelt werden muß, und gestern fand man einen jungen Mann in einem Garagenhof besagten Viertels mit schweren Bißwunden auf. Der herbeigerufene Rettungsdienst konnte nicht mehr helfen und nur noch den Tod feststellen. Verursacht durch die Verletzungen, den Blutverlust oder Unterkühlung, das wird noch festzustellen sein, aber, gleich wie das Ergebnis der Untersuchung ausfällt, nichts dürfte mehr sein wie vorher. Die Staatsanwaltschaft nimmt sich der Sache ebenso an wie der Stadtrat, in den Sozialen Medien kursieren Videos über ähnliche Vorfälle, und es bilden sich zwei Lager: Die einen sind für den Abschuß der verwilderten Hunde oder zumindest die Einschläferung, während die anderen an die Halter appelieren, ihre Vierbeiner nicht auszusetzen und in jedem Fall sterilisieren zu lassen oder ins Tierheim zu geben. Wie auch immer, es ist ein von Menschen geschaffenes Problem, das nun auch von Menschen zu lösen ist, die ihren treuen Begleiter durch alle Epochen der Zivilisation wieder in seine ursprüngliche Wolfsnatur entlassen.

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