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Archive for 23. Februar 2019


Zum heutigen Tag des Vaterlandsverteidigers veröffentlichen die Statistiker Zahlen zum Thema „Männer“, die nachdenklich stimmen. Zunächst einmal sind sie in der Unterzahl: 624.000 zählte man im Vorjahr in der Region Wladimir, 130.000 weniger als Frauen. Damit kamen 2018 auf 1.000 Männer 1.207 Frauen, ein Verhältnis, das sich bereits Jahren so darstellt – seit 2010 stehen 45% Männer 55% Frauen gegenüber. Demographisch geraten die Männer zunehmend ins Hintertreffen, denn 2018 wurden sie um 7.300 weniger, wobei der Anteil der älteren Männer konstant bei 17% bleibt, was die allgemeine Alterung der Gesellschaft widerspiegelt. Alarmierend dabei die hohe Zahl von Männern, die das Gouvernement Wladimir verlassen. 2018 waren das 9.200, 300 mehr als 2017. Dieser „Fluchtreflex“ zeigt sich freilich bei den Frauen noch ausgeprägter. 11.000 waren es im vergangenen Jahr, die ihrer Heimat den Rücken kehrten, 2017 lag die Zahl noch bei 10.400.

Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Schneesturm, gesehen von Wladimir Tschutschadejew

Positiv zu vermerken ist aber die gute Beschäftigungslage. Die Arbeitslosigkeit unter Männern ist zwar nur leicht, aber immerhin nachweisbar gefallen, von 5% im Jahr 2017 auf 4,8% im Vorjahr. 95% von ihnen verfügen über ein stabiles Einkommen. Dabei besetzen die Herren ungeachtet aller Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit weiter vornehmlich Leitungspositionen und typische „Männerberufe“ und dominieren diesen Bereich mit teilweise mehr als 60% Anteil: Versorgung und Entsorgung, Bau, Transportwesen, Logistik, Land- und Forstwirtschaft, Naturwissenschaften, Energie-Erzeugung, Abfallverwertung – und Straßenreinigung, besonders heute, denn gestern tobte über Wladimir ein Schneesturm.

Schnee 5

Nikolaj Liwschiz, Chefredakteur des Prisyw

 

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