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Archive for 15. Februar 2019


Und er rieselt und rieselt, mal leise, mal vom heulenden Sturm getrieben, dann wieder flockig still. Kein Mangel an Schnee in diesem Jahr in Wladimir, und die Aussichten auf die nächsten Tage versprechen bei verhältnismäßig milden Temperaturen weiter den verstärkten Einsatz von Räumfahrzeugen in den Straßen der Partnerstadt. Während man in Erlangen schon bei den ersten zaghaften Flocken entschieden mit schwerem Gerät und Massen an Streumaterial ausrückt, auch wenn die weiße Pracht gleich schon wieder von selbst zu tauen beginnt, hat man es in der Partnerstadt mit der Frage zu tun: Wohin mit den Hinterlassenschaften des Winters?

Dieser Tage zeigte die Stadtverwaltung nun den Ort, eine Schlucht nordöstlich des Zentrums, wohin die Mischung aus Schnee, Sand und Salz seit dem Jahr 2011 gebracht wird. Schon im Herbst präpariert man die Kippe so, daß im Frühjahr das trübe Tauwasser nicht in den Grund sickert und die Schmutz- und Müllreste auf die Deponie gebracht werden können.

Zwei Raupen sind eingesetzt, um die Ladungen der 20 bis 25 Sattelschlepper zu komprimieren, die täglich im Einsatz sind. Bereits jetzt 50.000 Tonnen mehr als im Vorjahr, insgesamt etwa 220.000 Tonnen kamen so schon zusammen.

Rosenkranzkirche im Schnee, gesehen von Wladimir Fedin

Die Behörden meinen, damit komme man gut über den Winter, sollte es freilich noch viel mehr schneien, habe man noch andere Flächen zur Schneelagerung in der Hinterhand. Teure Schneeschmelzaggregate wie in Moskau jedenfalls benötige man nicht. Und außerdem beginnt ja bald die Masleniza, der russische Fasching, und damit das Winteraustreiben. Mal sehen, wer sich heuer wann durchsetzt.

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