Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 2. Februar 2019


Wer sie sich nicht gerade in ihrer gemalzten Form aus dem Bierkrug zum Essen schmecken läßt, kommt üblicherweise kulinarisch kaum in den Genuß von Gerste. Dabei ist diese Getreidesorte als Graupen mindestens so vielfältig verwendbar wie etwa Reis. Als besonders geeignet erweisen sich die Körner bei der Zubereitung einer russischen Pilzsuppe, hier nach einem Rezept aus Sibirien, wo man gerne etwas Lecker-Warmes im Bauch hat.

Man weicht dazu über Nacht ein bis zwei Handvoll getrockneter Pilze in heißem Wasser ein und kocht – gesondert – die Gersten- oder Perlgraupen – ebenfalls ein bis zwei Handvoll – 20 bis 25 Minuten gar, zusammen mit zwei bis drei in Spalten geschnittenen Kartoffeln, die man nach etwa einer Viertelstunde beigefügt hat.

Unterdessen schneidet man eine Zwiebel und eine große Möhre, brät sie goldbraun in Pflanzenöl an, gibt eine gewürfelte Paprikaschote gleich welcher Farbe dazu und läßt alles zusammen weitere zwei bis drei Minuten in der heißen Pfanne. Jetzt kommen die Pilze zum Kleinschneiden aus dem Wasser, das sich mittlerweile in eine dunkle Bouillon verwandelt hat und zu den Graupen und Kartoffeln kommt, während die Pilze mit dem Gemüse kurz angebraten werden, bevor sich alles im großen Suppentopf mit einem Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer vereint und noch einmal aufkocht. Will man den ganzen Reichtum des Geschmacks genießen, läßt man die Suppe ein paar Stunden – oder gleich über Nacht – stehen, denn nur so entfalten die Pilze ihren vollen Geschmack, nur so quellen auch die Graupen so richtig weiter auf. Die Geduld wird belohnt, wenn man erst danach die Suppe ein letztes Mal aufkocht, aufträgt und noch etwas frische Kräuter in den Teller streut und den Gästen einen Schlag Smetana oder Schmand gönnt. So kuriert man jeden Suppenkasper!

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: