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Archive for 9. Januar 2019


Gestern nahmen Angehörige, Freunde und Kollegen Abschied von Rudolf Förster, verstorben bereits am 2. Januar im 88. Lebensjahr. Mit ihm verliert die Städtepartnerschaft einen Chronisten, der noch zur alten Schule des Journalismus gehörte und nichts in den Erlanger Nachrichten veröffentlichte, das er nicht selbst recherchiert und noch einmal hatte freigeben lassen. Noch beim kleinsten Artikel kam vor der Drucklegung ein Anruf mit den Fragen: „Stimmt das so, kann ich das so schreiben? Habe ich das richtig verstanden?“ Als Siemens-Pressereferent hatte er wohl seinerzeit gelernt, seine Worte zu wägen. Gewagte Formulierungen waren denn auch seine Sache nicht.

Abschied von Rudolf Förster

Wohl aber machte der so ansteckend heitere und nie um eine Anekdote oder einen Witz verlegene Journalist kein Hehl daraus, Wladimir besonders gewogen zu sein. Seinen Bericht von der Bürgerreise zum dreißigjährigen Jubiläum der Partnerschaft unter dem Titel „Eine Erfolgsgeschichte“ ließ er denn auch am 8. Juni 2013 mit den Worten ausklingen: „Wir sind und bleiben Freunde!“ Keine rhetorische Referenz, wenn man weiß, daß seine Frau Annemarie und er in Wladimir selbst Freundschaft mit ihrer Dolmetscherin schlossen, die das Ehepaar schon bald seine „russische Enkelin“ nennen sollte, auch wenn die berufsbedingt bald nach Moskau zog. Auch wenn bleibt, was der Verstorbene geschrieben hat, fehlen wird dieser Freund schmerzlich.

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