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Archive for Januar 2019


Gestern ging ein weiterer Bericht von Lou Constance Schmalbrock, als Freiwillige von der Eurowerkstatt Jena zum Euroklub Wladimir entsandt, in der Redaktion des Blogs ein, der nicht lange in der virtuellen Schublade liegen bleiben soll.

Dieses Wochenende durfte ich die Familie meines Tutors Jewgenij in einen kurzen Skiurlaub begleiten. Am Freitagnachmittag, nachdem alle Schuhe, Skistöcke und natürlich Skier verstaut waren, ging es los. Wir fuhren nach Osten, in Richtung Nischnij Nowgorod. Es war für mich das erste Mal hier, mit dem Auto in eine andere Stadt zu fahren, ich war irgendwie echt gespannt. Obwohl es nur 200 km waren, brauchten wir über drei Stunden auf einer Art Schnellstraße oder Autobahn, ich bin mir da nicht ganz sicher. In dem kleinen Ort angekommen, gegen 19 Uhr, gab es Abendbrot, und danach ging es auf die Piste. Obwohl wir erst um halb neun wirklich vorbereitet waren, konnten wir noch Ski fahren, da die Piste beleuchtet war. Da ich erst ein Mal in meinem Leben Skifahren war (und das vor drei bis vier Jahren), erklärte mir Jewgenij erstmal auf dem Babyhang, wie das alles nochmal funktionierte. Erstaunlicherweise klappte es ziemlich gut, und schon nach viermaliger Abfahrt auf dem Übungshang gingen wir direkt zur richtigen Piste über. Glücklicherweise war nicht mehr viel los, weshalb ich viel Platz hatte,  und ich wurde ja auch immer von meinem Skilehrer oder seiner Mama begleitet. Schon an diesem Abend merkte ich: null Muskeln in den Beinen. Erst am Sonntag bekam ich das aber so richtig zu spüren. 😃

Am Samstag fuhren wir den ganzen Tag Ski; an sich hat auch alles gut geklappt, leider bin ich einmal aus dem Lift gefallen, als ich mit einer anderen Frau zusammen auf den Berg transportiert wurde. Sie ist dann auch aus dem Lift gefallen und fand es, glaube ich, nicht so lustig. Ich hatte einfach das Gleichgewicht verloren… Zum Glück war Jewgenijs Vater ein paar Meter hinter mir im Lift und sagte mir im Vorbeifahren, was ich machen sollte. Ich schnallte meine Skier ab und krabbelte gewissermaßen auf die nächste Piste, von wo ich wieder nach unten fuhr. Zum Glück ist mir das nicht noch einmal passiert, das war nämlich echt anstrengend…

Lou Constance Schmalbrock

Am Sonntagmorgen fuhren wir auch noch einmal eine Runde. Nach dem Mittagessen wurde dann alles gepackt, und es ging wieder Richtung Wladimir. Insgesamt hat es mir echt Spaß gemacht, und ich bin sehr dankbar, auf diese kleine Reise mitgenommen worden zu sein.

Der russische Winter ist sehr schön und wirklich anders als der deutsche, daher sollte man hier jede  Gelegenheit nutzen und das Skifahren genießen.

Lou Constance Schmalbrock

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Mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Medical School of Harvard und der Unterstützung von zwei Stiftungen startete Wladimir in diesem Monat das Projekt „Stadt ohne Tuberkulose“ und übernimmt damit in dieser gesundheitspolitisch so wichtigen Frage landesweit die Führung. Das Ziel, diese Krankheit möglichst vollständig zu besiegen, will man erreichen, indem man auch all jene, bei denen TBC noch nicht ausgebrochen ist identifiziert und behandelt, vor allem also Obdachlose, HIV-Infizierte und Menschen, die mit diesen Risikogruppen in Kontakt kamen, also in erster Linie das Personal in Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen, Polizei und Strafvollzugsanstalten. Dazu sollen mobile Brigaden eingesetzt werden, und Infizierten will man dann eine kostenlose Behandlung anbieten.

TBC ist heilbar, wenn rechtzeitig entdeckt!

TBC konnte – auch dank der Vermittlung durch das BRK Erlangen-Höchstadt – bereits Ende der 90er Jahre in Wladimir mit Hilfe eines WHO-Projekts u.a. in den Gefängnissen wesentlich eingedämmt werden, und diese Entwicklung setzte sich auch in jüngster Zeit fort. Lag die Erkrankungsrate 2011 noch bei 38,7 Fällen auf 100.000 Einwohner, so sank das Verhältnis in der Region Wladimir 2018 auf 27,5 zu 100.000, einer der landesweit besten Parameter. Noch besser sieht es bei den Todesfällen aus. Die sanken 2018 auf 2,2 je 100.000 Einwohner, und in der Partnerstadt selbst liegen sie noch einmal doppelt so niedrig. Wie weit da Stadt und Region Wladimir vorne liegen, zeigt das vom Gesundheitsministerium vorgegebene Zielmarke für das Jahr 2020: 11,2 Todesfälle auf 100.000 Einwohner.

Doch in Wladimir gibt man sich damit nicht zufrieden, man will das Niveau erreichen, das man aus Westeuropa kennt: weniger als 14 Erkrankungsfälle auf 100.000 Einwohner. Wenn das so gut weitergeht, wird dann tatsächlich bald niemand mehr in der Partnerstadt an TBC sterben müssen. Ein gutes Ziel.

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Heute wieder einmal eine Suchanfrage. Es geht um die Geschichte der Gefangenschaft von Jan Hindrik Beuker (15.11.1910-23.01.1983). Er hinterließ für 1945 bis 1948 nur ganz kurze Kalendernotizen, entziffert von seinem Großneffen, Gerrit Jan Beuker, die Hinweise auf seine Aufenthaltsorte geben und die vielleicht letzte Chance bieten, noch Zeitzeugen zu finden, die sich an den Kameraden aus Oeveringen, heute Emlichheim, bei Neuenhaus, Kreis Bentheim, auf halbem Weg zwischen Hannover und Amsterdam an der niederländischen Grenze gelegen, erinnern können.

Zwantien und Jan Hindrik Beuker, Heimaturlaub, 1941

Der Wehrmachtssoldat war u.a. in der Ukraine eingesetzt und machte dann den Rückzug von Smolensk über Minsk bis in den Landkreis Zwittau mit, bis er nach „Überschreiten der Moldau“ am 11. Mai 1945 „dem Schein nach in amerikanische Gefangenschaft“ geriet, bevor man ihn einen Tag später an die Sowjetarmee übergab. Nach vielen Zwischenstationen auf dem Weg nach Osten findet sich dann folgender Eintrag im Tagebuch (hier schon redaktionell überarbeitet):

Am 24.12.46: mit 130 Mann verladen und am 29.12. ins Hospital Kameschkowo eingeliefert,  200 km östlich Moskau, 40 km von Wladimir.

Jan Hindrik Beuker, 1939, Ausbildung

Dort verbleibt er offenbar längere Zeit. Im Januar 1947 kommt er von Stube 6 auf Stube 8, im Juni von Bau 2 nach Bau 3. Vom 10.07. bis zum 06.08.1947 arbeitet er in der Küche. Am 10.08. verlegt man ihn ins Lager Mesinowka, wo er am 11. August „OK geschrieben“ wurde, was arbeitsunfähig bedeutet, wörtlich „Genesungsgruppe“. Am 25. August stufte man den Rekonvalezenten in die Kategorie 3 ein, die bereits leichte Arbeit ermöglicht, weshalb dann auch der nächste Eintrag vom 28.10. bis 21.11. lautet „W. Müller, Küche“ – und dann: 23.11.-02.12. „Garnison Küche“. Dieser Einsatz brachte den Gefangenen offenbar wieder zu Kräften, so daß er am dem 22. Dezember als Torfverlader arbeiten kann, bis er ab dem 13. Januar 1948 im Kanalbau eingesetzt wird. Über Gus-Chrustalnyj ging es dann am 7. März nach Wladimir, wo am 10. März der Zug gen Westen abfuhr.

Gerrit Jan Beuker arbeitet derzeit an der Biographie seines Onkels und wäre dankbar für weitere Angaben zu dessen Leben in der Gefangenschaft.

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„Nimm dir Land, wo es dir beliebt; wir haben genügend da“, heißt es an einer entscheidenden Stelle der Fabel von Lew Tolstoj mit dem Titel „Wieviel Erde braucht der Mensch?“. Die russische Erde: Die einen sammeln sie, die andern verteilen sie, wieder anderen ist sie heilig, sie wird als „Mütterchen“ verehrt und dann wieder behandelt wie überall auf der Welt, als wäre wie sie unbegrenzt vorhanden. An die Erde wurden die Leibeigenen gebunden, auf die Aufhebung dieser feudalen Wirtschaftsweise und die Befreiung der Bauern 1861 – später als sonst wo in Europa – folgte häufig die Zinsknechtschaft, und Alexander Stolypin versuchte noch Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer Bodenreform die dräuende Revolution zu verhindern. Dann – im Galopp durch die Geschichte – die erzwungene Kollektivisierung der Landwirtschaft unter den Kommunisten mit Lockerungsübungen in Zeiten der Neuen Ökonomischen Politik noch unter Wladimir Lenin und der stillschweigend geduldeten Schattenwirtschaft in Zeiten von Nikita Chruschtschow und seinen Nachfolgern, dazwischen der große Hunger, bis schließlich 1993 Boris Jelzin all seinen Landwirten und denen, die es werden wollten, das Land der Kolchosen und Sowchosen übereignete.

Weites Land. Eine Graphik des Wladimirer Künstlers Boris Franzusow

Doch nach all den Jahren der vergesellschafteten und gelenkten Agrarökonomie waren die privaten Strukturen irreparabel zerschlagen, nur wenige hatten das Kapital und den Willen, sich die notwendige Technik zuzulegen und eine Siebentagewoche gegen eine geregelte Arbeitszeit und Einkunft einzutauschen. Und so bildeten sich meist neue Kooperativen und Genossenschaften, oft unter der Leitung der ehemaligen Kolchos- und Sowchoskapitäne. Kurzum für die russische Politik blieb die Landwirtschaft ein Problem, auch in der Region Wladimir, wo man seit Jahren konstatiert, von den 560.000 ha Ackerfläche lägen 230.000 ha brach. In der EU gäbe es dafür eine Stillegungsprämie, und die Umweltschutzverbände hätten ihre helle Freude an einer solchen Entwicklung. Doch dort, wo man versucht – nicht zuletzt wegen der sich selbst auferlegten Gegensanktionen hinsichtlich der Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten von Tomaten bis Käse -, den Grad der Eigenversorgung zu erhöhen, darf das nicht so bleiben. In manchen Landkreisen des Gouvernements werden nämlich nicht einmal 30% der Felder bestellt. Abhilfe will man nun mit einem neuen Gesetz schaffen, das vor allem Kleinbauern sechs Jahre lang die zinslose Pacht von landwirtschaftlich zu nutzenden Flächen ermöglicht. Gelingt das Vorhaben, so das Ziel, könnte nicht nur die Eigenversorgung verbessert, sondern auch die anhaltende Landflucht aufgehalten werden. Nun kann man nur hoffen, die Geschichte geht anders aus als bei Lew Tolstoj, wo es am Ende heißt:

Der Knecht nahm die Hacke, grub Pachom ein Grab, genau so lang wie das Stück Erde, das er mit seinem Körper, von den Füßen bis zum Kopf, bedeckte – sechs Ellen –, und scharrte ihn ein.

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Knapper und lakonischer als Anatolij Gawrilow, der Wladimirer Großmeister der kleinen Prosa, kann man es nicht sagen:

Schnee fällt. Schnee ist das Subjekt, fällt das Prädikat.

Er fiel und fällt derzeit tatsächlich reichlich in der Partnerstadt. Die Polizei warnt sogar vor unnötigen Fahrten mit dem Auto.

Bei uns ist das ja so eine Sache mit dem Schnee. In Erwiderung zu Anatolij Gawrilow könnte man sagen:

Schnee taut. Schnee ist das Subjekt, taut das Prädiakat.

Aber es gibt ja auch noch andere Wege, sich dem bei uns so flüchtigen weißen Phänomen zu nähern, mit Arbeiten von Georgij Parfjonow, dessen Herbstbilder der Blog bereits vorstellte: https://is.gd/zmhN2X

Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, sei barbarisch, schrieb Theodor W. Adorno vor 70 Jahren. Aber er begriff ja bald selbst, wie schwer es würde, ohne die Schönheit der Kunst weiterzuleben.

Heute, am Tag der Befreiung des Todeslagers durch die Sowjetarmee, dürfen wir uns deshalb über diese Winterbilder eines Künstlers aus Wladimir freuen und dankbar sein für das Wunder der deutsch-russischen Aussöhnung.

Aber der Rest ist dann doch besser Schweigen. Daran arbeitet Anatolij Gawrilow wahrscheinlich derzeit. Vielleicht ist ja dann das Verstummen doch die höchste Form der Poesie.

 

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Das Kino im E-Werk versucht es immer wieder, beharrlich, auch wenn der Publikumszuspruch keinen kommerziellen Erfolg verspricht, wie gestern als es vor gerade einmal fünf Augenpaaren „Film ab“ hieß. Dabei wünscht man dem Streifen „Leto“, dem Soundtrack der frühen 80er Jahre in der Sowjetunion, volle Säle, denn er zeigt, was er verspricht: Rock, Love & Perestroika, geschickt montiert und phantasiert in schwarz-weiß Bildern von dokumentarischer Qualität aus einer Zeit, wo die Sowjetunion schon in der Agonie lag, Mütter um ihre Söhne klagten, die nach der Grundausbildung gleich nach Afghanistan geschickt wurden, und die selbst lieber das Haar wachsen ließen, Velvet Underground und Joni Mitchell hörten, sich die Platten der Sex Pistols oder von T. Rex für drei Rubel auf dem Schwarzmarkt kauften, in Konzerten saßen, wo Aufpasser über die Sitzordnung wachten und jeden Gefühlsausbruch zu verhindern suchten. Unglaublich, wie dicht der Regisseur, Kirill Serebrennikow, der noch während der Dreharbeiten, im August 2017 unter Hausarrest gestellt wurde und sein Werk, das 2018 in Cannes lief, in den eigenen vier Wänden vollendete.

Es waren jene Jahre, die auch einen ganz eigenen Sound der sowjetischen Rockmusik hervorbrachten. Einer der Protagonisten, bis heute verehrt wie ein Jim Morrison und verewigt in ungezählten Graffiti Виктор Цой, мы с тобой, ist der 1990 mit 28 Jahren – fast wie James Dean – tödlich verunglückte Wiktor Zoj, der auch als Schauspieler tätig war und die Band Kino gründete. Genug Stoff für einen Film, der den Beginn dieser Karriere zwischen Anpassung an ein repressives System und Aufbegehren gegen musikalische wie soziale Erwartungen an den Künstler abbildet, von dem erwartet wird, die sozialistische Moral zu heben, wo er doch nur davon träumt, einmal in einer Bar spielen zu können und weiß, daß er sich nie mit den westlichen Vorbildern von den Beatles über Bob Dylan bis hin zu Lou Reed oder Iggy Pop wird messen können. Nicht einmal in der Liebe geht in jenem Sommer – Leto bedeutet Sommer – die Freiheit so weit, wie man sie propagiert. Es war eine gebrochene Zeit, wo das Versprochene nicht gehalten wurde, was durch eine Figur im Film personifiziert ist, die immer wieder kommentierend und korrigierend in das Geschehen eingreift, wenn Phantasmagorien und Tagträume in den Gang der Dinge eindringen.

Man sollte den Film im Kontrast zu Bohemian Rhapsody sehen, um zu verstehen, wie unterschiedlich die Welten in der (Sub-)Kultur waren, und wie sehr sie sich auch jetzt wieder auseinanderentwickeln. Ein Zeitdokument ist da entstanden, das sehen sollte, wer die jüngere Geschichte Rußlands im Rauch der Papirosy und Dunst von Bier und Wodka erleben will. Im Kino des E-Werks noch möglich am Sonntag um 20.00 Uhr, am Montag um 18.00 Uhr, am Dienstag um 20.30 Uhr und am Mittwoch um 18.30 Uhr – im russischen Original mit Untertiteln. Hier eine Hörprobe von Wiktor Zoj: https://is.gd/H487Bu

Und wenn die Kulturredaktion des Blogs heute schon das Wort erteilt bekommt, möchte sie die Gelegenheit nutzen auf ein weiteres Werk hinzuweisen, freilich einer ganz anderen Epoche und Stilrichtung: die Festliche Ouvertüre „Russische Ostern“, op. 36, von Nikolaj Rimskij-Korsakow, ein Stück, das man nicht nur vor jeder Reise nach Wladimir – bei voller Lautstärke! – hören sollte, sondern das sich immer wieder auf dem Plattenteller drehen darf, wenn man Sehnsucht hat nach einem symphonischen Crossover von orthodoxer Liturgie bis hin zu fast heidnisch anmutenden Volksweisen, übrigens am vergangenen Freitag – wie heute auch in den Erlanger Nachrichten zu lesen – grandios vom Orchester der FAU aufgeführt. Hier in der Interpretation des Symphonieorchesters von Krasnojarsk unter dem Dirigat von Dmitrij Poljakow: https://is.gd/gbNl9Q

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Er war der letzte Bewohner des Dorfes Staroje Kubajewo im Landkreis Sudogda der Region Wladimir. Schon Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte man den einst 40 Häuser und eine Schule nebst Kapelle zählenden Ort aufgegeben, nur der Einsiedler, Wladimir Moskaljew, blieb in seinem baufälligen Holzhaus ohne Strom, Gas und fließendes Wasser – bis dieses eines Nachts in Flammen aufging. Auch wenn der Lebenskünstler, der sich von seiner Hände Arbeit im Garten und Pilzsammeln ernährte, selbst nicht zu Schaden kam – er lebt seit einigen Tagen im Nachbardorf bei Bekannten – ist der Verlust für ihn groß, denn verbrannt sind auch seine Gemälde, die er von Zeit zu Zeit verkaufte.

Der Künstlertreff in Ulowo

Fast zeitgleich, in der Epiphanienacht, traf es ein noch bekannteres Haus in Ulowo, Landkreis Susdal, wo nun das Künstlerpaar Jewgenja Kasarnowskaja und Andrej Popow ohne Bleibe ist. Die Feuerwehr konnte nichts mehr ausrichten, nur Asche und Rauch blieben übrig von dem Szenetreff für Künstler, weit über die Region Wladimir hinaus bekannt. Zehn Jahre lang hatte hier ein „Labor“ für kreative Köpfe bestanden, wo Projekte wie „Mensch der Welt“, „Spiel 3000“ und „Weltreise“ entwickelt wurden und alljährlich Sommerfestivals stattfanden. Sogar Touren per Boot über die Flüsse der Region Wladimir dachte man sich hier aus.

Andrej Popow

Beide Künstler wollen unabhängig voneinander nicht aufgeben. Phönix steht da wohl Pate. In Staroje Kubajewo baut Sergej Mednikow Ökohäuser aus Lehm und Holz mit grünen Dächern. Vielleicht kann Wladimir Moskaljew ja eines Tages in einen dieser Rundbauten einziehen. Und Andrej Popow sammelt bereits mit den Worten „eine Etappe ist zu Ende, jetzt beginnt etwas anderes“ Geld für ein neues Haus der Kunst.

 

 

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