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Archive for 3. November 2018


Für jeden, der viel reist oder mit unseren Städtepartnerschaften zu tun hat, ist es mehr als eine Binsenweisheit: Sprachen öffnen Türen. Russischlernen im Erlangen-Haus hat dabei auf mehreren Ebenen viele Vorteile:

1. Das Haus:

Das Erlangen-Haus ist den Lesern des Blogs bestens bekannt, viele durften die sagenhafte Gastfreundschaft dort schon genießen. Für den Kursaufenthalt bucht man es am besten direkt bei der Geschäftsführerin, Irina Chasowa. Nach einem immer frisch zubereiteten, warmen Frühstück braucht man nur die Treppe hinunterzugehen und ist im Unterrichtsbereich, wo neben größeren Räumen auch kleinere für Einzelunterricht zur Verfügung stehen. Wifi ist selbstverständlich im ganzen Haus und kostenlos vorhanden. Im Sommer locken eine Veranda und ein Garten. Es fühlt sich also fast wie ein Campus auf kleinstem Raum an, Leben und Lernen sind eng miteinander verwoben. Gemeinsames Kaffeetrinken, Kochen, Pausengespräche inklusive, auch Außer-Haus-Aktivitäten wie Besuche auf der Datscha oder in der Banja „bei gegenseitiger Sympathie“ nicht ausgeschlossen. So wird der Sprachaufenthalt durch das Ambiente und die Protagonisten im Erlangen-Haus zu einem Gesamtkunstwerk.

2. Die Dozentinnen:

Als Dependance des Goethe-Instituts Moskau ist die eigentliche Aufgabe des Lehrangebots im Erlangen-Haus das Vermitteln der deutschen Sprache und Kultur. Die Lehrerinnen setzen ihre pädagogischen Fähigkeiten aber auch für das Vermitteln der mindestens genauso komplexen russischen Sprache ein. Im Einzelunterricht können sie auf Bedürfnisse der Schüler eingehen und den Unterricht perfekt auf diese abstimmen. Nie habe ich das Gefühl, vorgefertigte Unterrichtseinheiten zu bekommen. Der Unterricht ist vielmehr abwechslungsreich, Wechsel gibt es nicht nur bei (Sprach)-Themen, wie Aussprache, Grammatik, Vokabeln, Übungen etc., sondern auch bei den angewendeten Methoden. Von (viel) Selberschreiben über Lückentexte und Lesen bis zu modernen Medien kommt alles zum Einsatz. Ich nehme täglich 2 x 90 Minuten Unterricht, und nachmittags kommt mindestens die gleiche Zeit nochmals für die (reichlichen) Hausaufgaben und das Selbststudium dazu.

Elisabeth Preuß und Natalia Dumnowa

Noch eine Binsenweisheit: Zu lernen hat man am Ende alles selber, und Vokabeln müssen gebüffelt werden. Eine große Hilfe ist dabei das „Russland-Journal“, wo viele Podcasts und vor allem die Konjugationen von Verben nachzuhören und nachzusprechen sind.

3. Die Stadt:

Das Sahnetüpfelchen ist nun, das Erlangen-Haus in eine Stadt eingebettet zu finden, die nicht nur eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten bietet, sondern auch ein überreiches Kulturleben. Wer (ausgestattet mit ersten Lesefähigkeiten) die Plakate entziffert, kann abends viele, immer hochqualitative Veranstaltungen genießen, viele auch schon durch den Blog bekannt. Vom Chor Raspew „Pаспев“, über die Ensembles von Vater und Sohn Markin, das Philharmonische Orchester etc. bis zu Gastauftritten ist viel geboten. Die Eintrittspreise sind für unsere Verhältnisse günstig. Beginn ist meist am frühen Abend, weshalb danach noch Zeit für ein Treffen mit Freunden, für ein Café oder ein paar Vokabeln bleibt. Das Theater am Goldenen Tor ist dabei mein Ziel: Denn vorerst bleibe ich auf solche Kulturveranstaltungen beschränkt, die sich der Lingua franca Musik oder Tanz bedienen.

Fazit: Ein Russischkurs im Erlangen-Haus ist Urlaub und Lernen bei Freunden! Dann öffnet die Sprache nicht nur Türen, sondern auch die Herzen der Russen!

Elisabeth Preuß

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