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Archive for 1. November 2018


Noch einmal kurz zurück zu dem Treffen in Berlin zum Thema „Teilhabe für Menschen mit geistigen Behinderungen in der Kommune“, angelegt als „praktische Konferenz“, also in Form von Arbeitsgruppen, wo Möglichkeiten besprochen wurden, wie man Sozialzentren vor Ort einrichten kann, die eine möglichst gelungene Inklusion von Menschen mit schweren Einschränkungen zum Ziel haben. (Siehe: https://is.gd/d6FWrQ) Wie wichtig man diese Fragen gerade auch in Wladimir nimmt, zeigt die Teilnahme von Roman Alexandrow, dem Direktor des Jugendzentrums, das sich auf diesem Feld stärker engagieren will.

Jurij Katz, Roman Alexandrow, Arina Alstut und Jürgen Ganzmann mit zwei der Redaktion unbekannten Damen in der Mitte

Jurij Katz, Gründer von Swet, einer der landesweit ersten, unserer Lebenshilfe vergleichbaren Initiative für Eltern mit zumeist schwerbehinderten Kindern, nutzte den Besuch in der Hauptstadt gestern auch noch zu einem Arbeitstreffen im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, das er, damals noch geleitet von Dinah Radtke, bereits seit 2008 kennt. Ungläubig erinnert er sich noch an seinen Disput von damals mit der heutigen Ehrenbürgerin, die darauf beharrte, nur jemand mit einer Behinderung könne und solle Beratung für Menschen mit einem Handicap leisten, während der Gast aus Wladimir vor allem auf der Qualität der Konsultation bestand, die nicht vom Grad der persönlichen Einschränkung abhänge. Beide blieben damals bei ihrer Position, und beide hätten sich seinerzeit wohl nicht vorstellen können, daß heute das Zentrum von Jürgen Ganzmann geleitet wird, der zwar weiß Gott viel Erfahrung mitbringt, aber keine eigene Behinderung erkennen läßt.

Jurij Katz, Rainer Keßler, Albina Alstut und Axel Ebinger

Heute sei man da tatsächlich flexibler, meint denn auch Rainer Keßler, der als Leiter der Offenen Behindertenarbeit, freilich weiterhin meint, eine persönliche Betroffenheit erleichtere den Zugang zu Menschen mit einer ähnlichen Behinderung. In der Verwaltung freilich könne man aber – so wie Albina Alstut als Teamleiterin und dank ihrer Russischkenntnisse Verbindungsfrau zu Wladimir – auch als jemand ohne Einschränkungen arbeiten. Stichwort „arbeiten“. Jurij Katz bringt ein neues Projekt ins Gespräch: Einen inklusiven Jugendaustausch zwischen den Partnerstädten. Eine durchaus aufwendige Sache, die hier wie dort viel Vorbereitung braucht. Aber versuchen will man es auf jeden Fall, und schon im Dezember will man die Entscheidung treffen. Ganz im Sinne der „praktischen Konferenz“ in Berlin – etwas zum Anpacken.

Siehe auch: https://is.gd/GRGutg

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