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Archive for 16. Oktober 2018


Während die nächste Umfrage zu dem Thema unmittelbar bevorsteht, veröffentlichte jetzt das Statistikamt der Region Wladimir Zahlen zur Nutzung des Internets für das Jahr 2017. Demnach kommen mittlerweile auf 100 Personen bereits 79 Nutzer (2016 waren es noch 73), eine Zahl, die zwar unter dem Schnitt in der Nachbarregion Moskau mit 81,5, aber auch über dem angrenzenden Gouvernement Jaroslawl mit nur knapp 66 als Kennziffer. In Netz gehen dabei zunehmend auch Menschen über 50 Jahre und das immer häufiger: 72,5% mindestens einmal die Woche. Aber natürlich liegen die jungen Leute bis 30 Jahre mit fast 30% vorn bei der Nutzung. Gleichzeitig prognostiziert man einen deutlichen Zuwachs bei der Generation, die allmählich ins Rentenalter kommt.

Ähnlich wie in Deutschland und dem Rest der Welt verliert der stationäre Rechner auch bei den Wladimirern zu Hause auf dem Schreibtisch an Bedeutung und wird zunehmend von mobilen Geräten abgelöst. Mehr als die Hälfte verwendet bereits hauptsächlich das Smartphone oder Laptop & Co., um loszusurfen, nur noch 36% geht vom fest installierten Computer aus online.
Ein Treiber für diese Entwicklung ist sicher auch ein gewisser Dirigismus: Staatliche und kommunale Dienstleistungen, besonders Ausschreibungen, stehen fast überall jederzeit frei zugänglich im Internet abrufbereit. Stichwort E-Government. Beinahe 38% der Bevölkerung macht davon aktuell Gebrauch. Zum Vergleich: 2015 lag diese Zahl bei nicht einmal 20%. So richtig zufrieden mit dem Service des öffentlichen Dienstes zeigt sich freilich stabil nur etwa die Hälfte, etwa ein Drittel beklagt Schwierigkeiten im Umgang mit den elektronischen Formularen. Dafür kauften 2017 bereits 28,3% im Internet ein, eine Zunahme von fast zehn Prozent gegenüber 2016. Dieser Trend dürfte sich weiter verstärken – mit allen etwa in Erlangen bereits zu beobachtenden Folgen für den Einzelhandel, die in Wladimir wohl kaum anders ausfallen dürften.

 

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