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Archive for 15. Oktober 2018


Flächenfraß, Zersiedelung, Bodenversiegelung mit all den bekannten Auswirkungen, die im je konkreten Fall zu negieren es immer und überall Sachzwänge zu geben scheint – ein Thema, das angesichts neuer Infrastrukturprojekte und der oft ungeregelten Errichtung und Erweiterung von Datschensiedlungen in Stadtnähe, während gleichzeitig historisch gewachsene Dörfer auf dem flachen Land aussterben, nun auch in Wladimir an Brisanz gewinnt. Einen „grünen Schild“ will deshalb eine Bürgerinitiative um Erlangens Partnerstadt legen und fordert, unterstützt von Wissenschaftlern, die Einrichtung einer Schutzzone für nicht weniger als 43 Waldgrundstücke, zum Teil auch auf städtischem Grund gelegen, mit einer Gesamtfläche von 12.500 ha.

Weiter so oder Bannwald um Wladimir?

Die Gesellschaftskammer der Region Wladimir, ein Organ der zivilgesellschaftlichen Mitbestimmung, hat diese Petition, die eine Privatisierung der Wälder mit anschließender Umwandlung in Bauland verhindern soll, nun einstimmig angenommen und zur Entscheidung an die Duma, den „Landtag“, weitergeleitet. Man wird sehen, ob die Volksvertretung auch Volkes Stimme hört, die ein Ende der „chaotischen Bautätigkeit“ oder die Ausweisung von Mülldeponien fordert. Die Stadtverwaltung gibt für alle Fälle schon einmal zu bedenken, ein solch weitreichender Schutzgürtel könne es unmöglich machen, in den Parks die nötige Infrastruktur für Besucher zu schaffen, weshalb die Initiative abzulehnen sei. Sachzwänge eben, wie gesagt. Dort nicht anders als hierzulande. Aber auch eine ausgesprochene Ahnung davon, man habe die Grenzen des Wachstums erreicht. Dort wie hierzulande.

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