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Archive for 7. Oktober 2018


Als nach der Schlacht um Stalingrad für die vielen Gefangenen der Wehrmacht neue Lager notwendig wurden, richtete man überall in der Sowjetunion auch Hospitäler ein, oft gegen den erklärten Willen des medizinischen Personals, das ansteckende Krankheiten wie Fleckfieber fürchtete. So geschehen auch in der Region Wladimir, in der Kleinstadt Kameschkowo, wo man ein bereits bestehendes Krankenhaus für Rotarmisten auf Befehl von ganz oben für die Aufnahme vor allem von erkrankten Deutschen, Österreichern, Italienern, Rumänen und Ungarn umfunktionierte. Ungeachtet aller Not konnte vielen von ihnen geholfen werden, wie Friedhelm Kröger oder Arthur Mainka, von deren Schicksal im Band „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ zu lesen ist.

Ludmila Mironowa, Herbert Mainka, Alexej Aljochin und Swetlana Kudrjaschowa im Museum des einstigen Hospitals

Der einstige Schüler von Ludmila Mironowa und heutige Student in Moskau, Alexej Aljochin, vertiefte sich schon früh in diese Thematik, traf sich mit Zeitzeugen und Angehörigen von Kriegsgefangenen, schrieb eine Arbeit zu dem Komplex, den er auch schon mehrfach vor Publikum, u.a. in Erlangen, präsentierte. Nun kommt der Gast aus Wladimir erneut in die Partnerstadt und hält bei freiem Eintritt und in deutscher Sprache am Mittwoch, den 17. Oktober, unter dem Titel „Hospital für Kriegsgefangene in Kameschkowo bei Wladimir“ um 19.00 Uhr einen Vortrag in der Volkshochschule, Raum 12, 1. Stock, Friedrichstr. 17. Eine seltene Gelegenheit, dieses für das Verständnis der deutsch-russischen Geschichte so wichtige Kapitel in Erinnerung zu rufen.

Mehr zu dem Thema unter: https://is.gd/RHKwp7

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