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Archive for 28. September 2018


Seit zwei Wochen schmücken sie den Vorplatz des Schauspielhauses Wladimir: zwei Schauspieler aus der Provinz, nachempfunden den beiden „Fußwanderern“ aus der Kommödie „Der Wald“ von Nikolaj Ostrowskij, Arkadius der Glückliche, und Gennadius, der Unglückliche.

Geleistet hat sich die Skulptur das Theater zu seinem 170. Jahrestag und zur Eröffnung eines internationalen Festivals. Und warum dieses Motiv? Ganz einfach: 1848 gründete Iwan Lawrow, Schauspieler aus der Provinz, dieses Haus.

Wladimir ist damit landesweit die erste Stadt, wo – mit einem Augenzwinkern – der provinziellen Schauspielkunst ein Denkmal gesetzt wird. Freilich stammt die Arbeit aus dem Atelier eines Bildhauers, der längst weit über seine Wahlheimat hinaus – er wurde 1961 in Taschkent geboren – Bekanntheit erlangt hat und ja auch in Erlangen – vorgestern erst war im Blog die Rede von ihm – mit einigen Arbeiten vertreten ist.

Igor Tschernoglasow und seine noch verhüllte Skulptur

Die wenigsten Besucher aus Erlangen finden den Weg ins Schauspielhaus, wo man schon sattelfest im Russischen sein sollte, um den Stücken folgen zu können, auch wenn von Zeit zu Zeit die eine oder andere Revue auf dem Programm steht. Aber ein Halt vor den Toren des Theaters lohnt nun allemal, zumal um das neue Kunstwerk Bänke aufgestellt sind, die zum Verweilen und Genuß des schönen Augenblicks einladen.

Wieder eine gelungene Initiative, um Wladimir noch schöner zu machen und den eigenen Künstlern den öffentlichen Raum zu geben, den sie verdienen. Bedingungen, von denen zeitgenössische Bildhauer nur träumen können.

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